Autor Thema: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt  (Gelesen 4291 mal)

Varana

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Re: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt
« Antwort #15 am: 30. Januar 2016, 20:10:28 »
Im Prinzip kann man auch ohne Bedenken einen Aventurier in Myranor unterbringen, der aus irgendwelchen Gründen von einer der letzten Fahrten dortgeblieben ist und sich niedergelassen hat - wie konkret, kann man auf die Bedürfnisse der Gruppe zuschneiden. Daß die Helden nach angemessener Zeit ausgerechnet über ihn stolpern, ist halt karmatischer Kausalknoten. In den großen Hafenstädten ist das nicht mal weit hergeholt; je kleiner die Stadt, desto größer der "Zufall", aber unmöglich ist es nicht. ;)
So herum würde ich das jedenfalls auch dem myranischen Händler mit Garethikenntnissen vorziehen.

P.S. Außerdem sollten alle Helden Tulamidya können. Kriegen viele sowieso, der Lernaufwand hält sich also in Grenzen, und es ist in Myranor eine großartige Geheimsprache, weil es dort keine Verwandten gibt. :D
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Pauloverlanos te Alantinos

Cifer

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Re: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt
« Antwort #16 am: 30. Januar 2016, 20:35:45 »
Speziell für Balan Cantara mag es sich auch empfehlen, mal in Myranische Geheimnisse auf S. 46 ff. nachzuschlagen.

Spoiler
Ein Chef eines dortigen Cirkels von Gondelführern ist tatsächlich gestrandeter Belhankaner Magier und hat Garethi im Cirkel als Geheimsprache etabliert.

Tabuin

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Re: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt
« Antwort #17 am: 01. Februar 2016, 16:24:07 »
Da es immer wieder aventurische Schiffe gibt, die nicht unbeschadet nach Myranor kommen, wird es sicher auch aventurische Schiffbrüchige und Sklaven geben, die in den größeren Handelsstädten der Ostküste arbeiten. Diese werden schon aus eigenem Interesse einen Kontakt versuchen, wenn da ein "heimisch" aussehendes Schiff im Hafen auftaucht.

Spoiler
Bei der Lamea-Kampagne werden nicht alle aventurischen Matrosen aus der Sklaverei befreit ... die kann man also nutzen.
Spoiler
Es könnten im Norden auch noch ein paar Thorwaler herumlaufen, die mit dem echten Seekönig in die alte Heimat wollten ... und nicht sein Schicksal geteilt haben
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Teferi

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Re: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt
« Antwort #18 am: 10. Februar 2016, 00:47:31 »
Ich halte es da eher mit Curima. Haus Rhidaman hat gute Motivationen, das Problem einfach magisch auf eine Weise totzuschlagen, die nicht auf eine einzige Sprache festgelegt ist (gibt ja an den entsprechenden Häfen noch andere Segler aus fernen Landen, die eventuell Sprachprobleme haben) und für kleinere Gruppierungen dürfte eine Lösung mit magischer oder liturgischer Auftragsarbeit auch praktischer sein. Wo ich nämlich nicht mit ihr konform gehe: Es geht nicht um einen modernen ungarischen Kunden in einer globalisierten Welt, sondern um einen mittelalterlichen Reisenden über die Seidenstraße, der dann in irgendeiner Stadt irgendwo seine begrenzte Barschaft ausgibt. Die Lager leerkaufen? Wieviel Kaufkraft meinst du hat ein aventurischer Kauffahrer, wenn man bedenkt, dass Vinsalt nur zweieinhalb mal so groß ist wie eine x-beliebige Provinzstadt? Wenn da vielleicht einmal alle ein, zwei Jahre ein oder mehrere aventurische Schiffe irgendwo an der myranischen Ostküste aufschlagen, glaubst du wirklich, die haben irgendeine wirtschaftliche Bedeutung? Klar, ein bis drei Kontore machen den Umsatz des Jahres. Ein bis drei aus hunderten. Also bringst du als Kontorist deinem Sklaven eine schwer zu findende Sprache bei, für den Fall, dass du quasi im Lotto gewinnst und das diesjährige Schiff der Aventurier tatsächlich mal in deiner Stadt ankommt?

Ist nicht Seit Reich des Horas Setzung, dass Jährlich(!) Ein Halbes dutzend Schiffe aus dem Gyldenland heimkehrne? Es gibt da auch bei den Zyklopeninseln eine Beschreibung über eine Piratengruppe, die sich darauf spezialisiert hat, Gyldenlandheimkehrer abzufangen. Die BVOC fährt ja nun auch regelmäßige Kaperfahrten - von Thorwalern und Havenern mal abgesehen.

Insgesamt denke ich, dass es relativ "viele" Aventurische Schiffe gibt, die in den wirklich großen und bekannten Häfen ankommen.

Das Sprachproblem sehe ich nicht: In Aventurien kennt man Aureliani - zwar vor allem im Horasreich vielleicht unter Gelehrten und in der Praioskirche - und auch Saga-Thorwalsch, sodass jede Aventurische Expedition jedenfalls die Möglichkeit hat, Übersetzer zu engagieren: Von Gyldenländischer Seite gibt es da garkeinen großen Handlungsbedarf, glaube ich :)

ChaoGirDja

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Re: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt
« Antwort #19 am: 10. Februar 2016, 11:59:01 »
Das Sprachproblem sehe ich nicht: In Aventurien kennt man Aureliani - zwar vor allem im Horasreich vielleicht unter Gelehrten und in der Praioskirche - und auch Saga-Thorwalsch, sodass jede Aventurische Expedition jedenfalls die Möglichkeit hat, Übersetzer zu engagieren: Von Gyldenländischer Seite gibt es da garkeinen großen Handlungsbedarf, glaube ich :)
Die Herausforderung die du übersiehst ist:
Aureliani und Saga Thorwalsch sind auch in Myranor "ausgestorbene" Sprachen, die grade mal ein Teil Gelehrtenschaft, bzw. der Elite, spricht.
Wenn du damit in Myranor jemanden anquatschst, passiert das selbe wie in Aventuiren auch: Die meisten haben blassen schimmer was du da sagst.
Mit etwas Glück erkennen sie aber zumindest Ähnlichkeiten...

Thomas

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Re: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt
« Antwort #20 am: 03. März 2016, 07:32:45 »
Da möchte ich mich an dieser Stelle schon mal für den hilfreichen input bedanken.
Die Lamea Kampagne werde ich mir dann doch erstmal zu Gemüte führen um einen Eindruck von dem aventurischen Einfluss um 1023-1030BF zu bekommen.

Wanderer

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Re: Wege nach Myranor oder wie man Charaktere dort hinbringt
« Antwort #21 am: 10. März 2016, 21:00:41 »
Es kann auch nicht schaden, nicht zu schnell und zu viele Rassen und Kulturen einzuführen. Sonst wächst die Verwirrung möglicherweise ins Bodenlose. An exponierten Stellen, die Aventurier zuerst erreichen könnten, fallen mir die Shindrabarischen Inseln und Era'Sumu ein. Beide exotisch, aber nicht mit so vielen unterschiedlichen Kulturschaffenden. Für eine Hexe wäre es sicher reizvoll, die ferne "Verwandschaft" auf Era'Sumu kennen zu lernen.