Autor Thema: Optimatenhäuser in einer Stadt  (Gelesen 4719 mal)

ChaoGirDja

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Re: Optimatenhäuser in einer Stadt
« Antwort #15 am: 21. Februar 2015, 10:01:19 »
IMO braucht man Optimaten im Prinzip für zwei Dinge: Magie und Politik. Ersteres ist offensichtlich (und könnte bei einem Rhidaman-Bankhaus insofern bedeutsam sein, weil da unter diverse Dokumente sicherlich das fälschungssichere Siegel eines Optimaten gehört). Was letzteres angeht, kann ich mir nicht recht vorstellen, dass ein Honorat die Interessen seines Hauses im Senat der Provinz voranbringen kann.
Warum sollte das ein Honorat nicht können?
Wenn er erstmal im Senat ist, hat er das selbe Stimmrecht wie ein Opti.
Nur das er erstmal rein kommen muss, ein Opti ist immer drin.

Aber mal noch etwas hierzu:
Die Zahl der Optimaten ist auf natürliche Weise begrenzt, aus niederen Schichten in den Optimatenstand aufnehmen will man eigentlich ungern, weil ab einer bestimmten Zahl "kürzlich entdeckter Familienverzweigungen" das ganze offensichtlich nicht mehr glaubwürdig ist.
Das entspricht so nicht der Hintergrunddarstellung.
Und das aus mehren Gründen...
Den zum einem werden in MyMa die Optihäuser als die große Konkurenz zu anderen magischen Organisation im Imperium bezeichnet. Eben weil sie "weg adoptieren" was sie finden. Auf der anderen Seite darf/sollte man nicht vergessen, das nur jeder hunderste Mensch mit einer magischen Begabung geboren wird. Da dürfte dieses Adoptieren selbst in Mega-Metropolen nicht weiter Auffallen.
Der andere Grund, sind Nichtmenschliche Optimaten.
Sie sind zwar selten, aber sie gibt es. Und die Fallen dann doch deutlich stärker auf, als ein "paar" gewöhnliche Adoptierte...

Tabuin

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Re: Optimatenhäuser in einer Stadt
« Antwort #16 am: 22. Februar 2015, 16:41:35 »
Um im Provinz-Senat agieren zu können, muss man Adeptus Exeptus sein. [1] Eine Vertretung durch Honoraten ist also so nicht möglich. Es mag da ganz entlegene Provinzen in den Türmen des Morgens geben, wo sie das anders regeln ... aber offiziell ist man min. Adeptus der 3. Stufe.

Insofern ist die Formulierung "Magie und Politik" genau richtig. Das heißt mMn im Umkehrschluss aber auch, dass einfachere Arbeiten von Nicht-Optis erledigt werden. Wie in Myrunhall dargestellt, hat eine Provinz als kleinste Einheit oftmals mehr als eine Stadt. Damit verteilt sich die Cammer unter Umständen auf mehrere Standorte mit einem Hauptsitz in der Provinz-Hauptstadt (oder einem anderen, für sie schlicht wichtigerem Ort in der Provinz). Das Siegeln von Urkunden, könnte ich mir durchaus als Standard-Aktion vorstellen, wo an jedem Opfertag sich die Büro-Honoraten in der Hauptstadt einfinden, alle notwendigen Papiere dabei haben, Rapport geben und dann mit den gesiegelten und beglaubigten Papieren wieder in die anderen Städte reisen. In der Regel wird eine Provinz auch nicht so groß sein, dass man da gleich Nonen unterwegs ist. Das mag eine Halb- bis Tagesreise sein. Evtl. hat der lokale Honorat auch ein mag. Artefakt, welches siegelt ... und einen gewaltigen Bammel vor den Revisoren, die jedes halbe Jahr auftauchen und ihn kontrollieren. ;)

Selbst unsere modernen Büros brauchen für den Papierkram meist mehrere Tage. Da wird man sich bei einem pseudo-antiken (und tlw. korrupten) Bürokratie-Monster mit Amtsadel – der im Krieg liegen dürfte mit den tlw. sehr machtvollen Staats-Sklaven – schon über die Erledigung innerhalb von weniger als zwei bis drei Nonen freuen dürfen.




[1] Unter dem Sternenpfeiler, S. 29.
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