Autor Thema: "Problemwert Abwehr"  (Gelesen 1319 mal)

Tobold Rumpel

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"Problemwert Abwehr"
« am: 26. Januar 2015, 21:38:30 »
Die Regeln zu Der Eine Ring sind zwar eindeutig, aber ich sehe mich auf Grund des zuletzt gespielten Abenteuers irgendwie dazu genötigt, mir Gedanken zu einer Hausregel zu machen.

Der Zustand "Erschöpft" wirkt sich ja auf alle Proben aus. Rüstungsproben, Angriffsproben, Fertigkeitsproben, alle sind erschwert, weil die mit den W6 gewürfelten 1er, 2er und 3er nicht mitgerechnet werden.

Nur die Abwehr, die wirkt ohne Abzüge, weil auf sie eben nicht gewürfelt wird. Das hat in der letzten großen Schlacht dafür gesorgt, dass einige Charaktere geradezu untergegangen sind, während die Charaktere mit hoher Abwehr quasi nie getroffen wurden und auch erschöpft so gut abwehrten wie bei in völlig ausgeruhtem Zustand.

Irgendwie hat sich das sehr falsch angefühlt und ich denke deshalb ernsthaft darüber nach irgendeine Hausregel zu finden (z.B. Abwehrwert wird halbiert bei Erschöpfung).

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Abwehrwert gemacht?

EvE

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Re: "Problemwert Abwehr"
« Antwort #1 am: 27. Januar 2015, 14:12:16 »
Warum soll ein Charakter, der in die Abwehr investiert hat, jetzt dafür bestraft werden? :o
Es ist ein passiver Wert und sollte auch weiterhin nicht angetastet werden.
 
Alles ist erschwert und vielleicht soll aus diesem Grund der AW nicht davon betroffen sein, um dem Erschöpften noch eine "letzte" Chance zu lassen. Und körperliche Erschöpfung heißt ja auch noch lange nicht, dass man auch geistig im Keller ist. Warum soll man denn im erschöpftem Zustand keine Taktiken mehr anwenden oder Maßnahmen seiner Gegner voraussehen können?

Wenn man aktiv ausweichen könnte, würde ich Dir Recht geben. Da es sich aber beim Abwehr-Wert um einen statischen Wert handelt, würde ich es so beibehalten. Leute mit einem hohen AW weichen eben besser aus. Ebenso könnte man den in einem Kampf hohen Adrenalingehalt im Körper als Begründung heranziehen, warum man schwerer zu treffen ist. Denn der AW bezieht sich ja hauptsächlich auf den Kampf.

Hausregeln, sofern man mit einzelnen Regeln aus dem GRW unzufrieden ist, sind immer eine Option. ;)

Meine grundsätzliche Meinung:
Und mit (Spiel-) Logik braucht man diesem System nicht zu kommen. DER ist kein System, welches man irgendwie mit einer Simulation vergleichen könnte, aber das will und braucht es auch gar nicht. Ich spiele nebenbei noch RuneQuest und kenne Hârnmaster, die vom Simulationstreben her ganz nahe an Logik und Realismus bauen.

"Ein Zwerg zieht sich niemals zurück - er nimmt nur Anlauf"
- Raphael von Aurich, Kurfürst und Protektor der Ostermark [Warhammer Fantasy Rollenspiel]

ali69

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Re: "Problemwert Abwehr"
« Antwort #2 am: 27. Januar 2015, 16:30:14 »
Da Abwehr sich auf den Verstand bezieht, minimiert der Char seine notwendigen Bewegungen indem er besser antizipiert als ein Character mit weniger scharfem Verstand. Daher ist er nicht so sehr von ´erschoepft´ betroffen.

Wäre meine Kurzfassung; Ansonsten wie schon geschrieben: Es geht um die schöne Geschichte und weniger um die Simulatio.

Alex (,der auch Rolemaster spielt ;)  )