Autor Thema: Vorstellung und Einsteigerfragen  (Gelesen 6414 mal)

EvE

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Vorstellung und Einsteigerfragen
« am: 12. Juni 2014, 16:00:09 »
Moin moin,

mein Name Björn und ich spiele bzw. leite Pen&Paper-Rollenspiele seit mehr als zwanzig Jahren. In all dieser Zeit habe ich nie die Welt von Tolkien betreten. Das hole ich nun mit "Der Eine Ring" nach.
Die mir bekannten Systeme/Rollenspiele sind Cthulhu, Star Wars W6, Warhammer Fantasy Rollenspiel, Hârnmaster, RuneQuest, Warhammer 40K Rollenspiel, D&D 3.5 und Sturmbringer. Neben dem Hobby Rollenspiel, schreibe ich gelegentlich Kurzgeschichten, meistens in Anlehnung eben genannter Fantasywelten.
Da ich nun, über Umwege, "Der Eine Ring" gefunden habe, und mir bereits die Bücher "Der Eine Ring -Abenteuer am Rande der Wildnis", Seestadt - Spielleiterschirm" und "Im Herzen de Wildnis" besorgt habe, kann es bald losgehen. Die passenden Würfel habe ich natürlich auch. Spieler habe ich auch bereits und sie können es nicht erwarten loszulegen.

Grundlegend ist das Regelsystem recht einfach zu verstehen und bietet gleichzeitig eine Fülle von Optionen, was ich sehr gut finde. Das Regelsystem erinnert mich ein wenig an Star Wars W6 und D&D 3.5. Eigentlich favorisiere ich Systeme wie Hârnmaster oder RuneQuest, die ja doch eine hohe Simulationsdichte aufweisen. Bei "Der Eine Ring" hingegen, passt das System zur Hintergrundwelt und das gefällt mir sehr.

Ein paar (Anfänger-) Fragen hätte ich da:

Gefährten: Würdet ihr einem Tier (Hund) die gleichen Rechte einräumen wie einem menschlichen, zwergischen, elbischen etc. Gefährten? Ich spiele mit dem Gedanken, da momentan nur zwei Spieler dabei sind, die Gruppe auf fünf Abenteurer zu erhöhen. Dann soll eben auch ein treuer Gefährte in Form eines Hundes dabei sein.
Würdet ihr dem Hund einen Status als Fokusgefährten zusprechen? Also mit all den Werten?
Wie Handhabt ihr die Regeln mit den Nichtspieler-Charakteren?
Sind sie den Spielern ebenbürtig und somit "ernst" zu nehmende Charaktere?

Reisen:
Wie handhabt ihr die Reisen?
Ich ziehe eine sehr detaillierte Beschreibung der Ereignisse vor und lasse die Spieler so gut wie jeden Tag während der Reise erleben. An den verschiedenen Abschnitten verlange ich dann die Reise-Probe.
Wie macht ihr das? Arbeitet ihr nur die Anzahl der Proben ab oder geht ihr auch eher ins Detail?

Danke schon mal


Gruß

Björn "EvE"

"Ein Zwerg zieht sich niemals zurück - er nimmt nur Anlauf"
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helghast

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #1 am: 12. Juni 2014, 19:14:04 »
Hallo Björn,

die Idee mit dem Hund als NSC ist intererssant. Die Kultur "Waldmenschen" listet einen treuen Hund (Jagdhund vom Düsterwald) als Gefährten (GRW S. 132). Er kann als kultureller Vorteil bei der Erschaffung oder später (beim Anstieg) gewählt und sogar weiter ausgebildet werden (sehr geil). In meiner Gruppe ist auch ein "Hunde-Fan" und er fand dies regeltechnisch perfekt umgesetzt. Vor allem da in den meisten anderen Rollenspielen, ein Hund einfach nur ein weiterer NSC mit anderen Werten ist.

Bei den Reiseproben kommt es darauf an wie Du Deine Reisen abhandelst. Manche SLs machen es wie im Regelbuch vorgesehen. Sie lassen alle Reiseproben sofort würfeln und erzählen, dann die Reise im Ganzen bzw. unterbrechen sie für Abenteuer Episoden.
Andere wiederum (z.B. Ich selbst) handeln die Reise Tag für Tag ab, machen alle 2 - 5 Tage Erschöpfungsproben und rechnen die Erschöpfung aus, sobald die Reise endet oder von einer Episode unterbrochen wird.
Welche Methode Du wählst liegt an den Vorlieben von Dir und Deiner Gruppe. Ich bevorzuge die zweite weil Sie weniger wie eine Reisesimulation wirkt und unserer Gruppe (OldSchoolSpieler) deshalb eher liegt.
Im Cubicle 7 Forum sind die beiden Ansichten ca. 50:50 verteilt und auch einige der Autoren bevorzugen dass, die Proben während der Reise gemacht werden. :)
Es ist aber reines "matter of taste", zum Glück.  ;)

EvE

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #2 am: 13. Juni 2014, 00:28:18 »
Danke für Deine Antworten ;)

Die Reise Tag für Tag erlebbar zu machen, liegt auch ganz in meinem Interesse. So "sehen" die Charaktere mehr von der Welt und die Spieler wissen nie, ob sich irgendetwas um sie herum tut. Ich denke, ich werde versuchen eine gesunde Mischung aus beiden Möglichkeiten zu erreichen, sodass sich die Charaktere einerseits nicht langweilen und andererseits nicht, aufgrund von verpatzten Würfelwürfen, eine Gefahrenepisode erahnen können. Auf diese Weise bleiben sie durchweg aufmerksam und als SL kann man mit ordentlichen Spannungsmomenten im richtigen Moment der gradlinigen Reise eine gewisse Würze verleihen (es reicht ja schon, wenn eine Rotte Wildschweine ihnen das Lager streitig macht :D ). Ebenso treibt es das Rollenspiel voran. Am Lagerfeuer sitzend unterhalten sich die Charaktere über ihre Pläne,  ihre Absichten oder ihre Vergangenheit usw. Bei uns in der Gruppe wird sehr viel Wert auf Konversation gelegt. Meine NSC`S sind immer sehr detailliert und vielschichtig, sodass sie den Spielern angenehm ans Herz wachsen.

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Torshavn

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #3 am: 14. Juni 2014, 07:26:51 »
Hallo Björn,

sehr schön, das Dich DER zu Mittelerde gebracht hat. Wo siehst Du denn die Berührungspunkte mit D&D 3.5?
Ich habe heute meine Premiere als Spielleiter mit den DER- Regeln. Als Spieler habe ich schon ein Jahr Erfahrung hinter mir. Aber ich habe noch kein Spielsystem gesehen, das mir so wenig Regeln an die Hand gibt, und gleichzeitig so viele Optionen offen läßt. Ich weiß noch nicht, ob mir diese 'Freiheit' als SL gefällt.

Ich finde die Idee gut, einen Hund als gleichberechtigten Gefährten dabei zu haben. Die Regelung im Buch finde ich eher unbefriedigend. Der Hund hat überhaupt keine Werte. Er kann zwar automatisch Schaden nehmen und Dich aktiv beschützen. Aber wieviel er einstecken oder austeilen kann, steht dort nicht (oder habe ich etwas übersehen?).
Da müßtest Du also noch Entwicklungsarbeit hineinstecken.

Das Reisen habe ich bisher immer unterschiedlich gehandhabt. Meistens ging es nur darum, die Strecke zu überbrücken. Manchmal habe ich kleine Reiseabenteuer eingeflochten. Mal schauen,wie es sich mit DER einpendelt. Ich bin eigentlich kein großer Freund von ungeplanten Reisebegegnungen. Mich hat die Reiseregeln ein bißchen an die Zufallsbegegnungstabellen aus D&D oder Rolemaster erinnert. Das mochte ich nie so handhaben. Aber vielleicht stelt es sich für DER gerade als richtig heraus um die ständigen Gefahren zu charakterisieren, die der Düsterwald birgt.

EvE

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #4 am: 14. Juni 2014, 10:04:01 »
Hallo Torshavn ;) (das ist doch die Hauptstadt der Färöer, oder? )

Also den Berührungspunkt zwischen D&D 3.5 und DER sehe ich besonders in den Kampfregeln. So hat man keine aktive Möglichkeit zu parieren oder auszuweichen. Es fehlt an Manövern unter der Berücksichtigung der Waffenart. Wenn man getroffen wird, wird man getroffen. Bei D&D 3.5 stellt es auch eher einen Schwierigkeitsgrad dar, den es zu erreichen gilt. Der nächste Punkt sind die nicht vorhandenen Trefferzonen. Ich bin es gewohnt mit solchen zu arbeiten. Besonders bei Hârnmaster und RuneQuest werden diese sehr detailliert und logisch betrachtet und stellen einen, wenn nicht sogar den wichtigsten, Punkt im Kampfsystem dar. Bei D&D 3.5 fiel gelegentlich schon der Begriff "Gelatineblock", weil man als Spieler nicht mehr als das ist. :D  Bei DER finde ich die Kampfregeln für das System aber sehr passend und deswegen will ich gar keine Vergleiche ziehen. Es ist lediglich ungewohnt für mich. Zudem muss ich wohl auch erwähnen, dass ich das Regelbuch nur einmal durchgelesen habe und mir bestimmt das eine oder andere verborgen geblieben ist :) . Besonders die "Herausforderungen im Kampf" finde ich sehr stimmig. Sie lassen einige taktische wie auch atmosphärische Spielelemente zu.

Die Regeln für Hunde habe ich mir angesehen. Sie reichen zwar aus um den Begleiter im "Hintergrund laufen zu lassen", doch schwebt mir da etwas mehr vor. Sollte ich einen Hund als NSC in die Gruppe einbringen, werde ich ihm einen gleichen Status wie einen anderen NSC gewähren. Denn auch ein Hund, vorausgesetzt es ist kein Shih Tzu oder ähnliches :D , kann einem Charakter "Hoffnung" verleihen, "Heldenhafte" Dinge verrichten und sich im Kampf als nützlich erweisen. Aber das ist momentan noch optional, da ich erst einmal die ganzen anderen Spielmechanismen beherrschen muss.

Das Reisen in Rollenspielen ist ja so eine Sache. Das Reisesystem in DER ist sehr gut gelöst. Zumal man mit oder ohne detaillierten Schilderungen der Erlebnisse auskommen kann. Ich bin es gewohnt, seit Jahren schon, meinen Spielern eine detaillierte Route zu beschreiben, also tatsächlich Tag für Tag. Ich versuche dabei immer den Faden straff zu halten. Manchmal kommt aber, erst recht in kargen Wüsten oder endlosen Steppen, etwas Langeweile auf. Um das zu vermeiden kann man hervorragend die "Schnellreise" aus DER heranziehen. Für solche Fälle ist sie besonders gut geeignet, wie ich finde. Deswegen erwähnte ich bereits, in meinem vorigen Post, dass ich wahrscheinlich eine Mischung aus beiden Varianten nutzen werde. Noch einen Grund die Reise detailliert auszuspielen ist der, dass die Charaktere sich sehr gut kennen lernen. Sie werden geradezu genötigt sich zu unterhalten, um nicht vor Langeweile einzugehen. Dabei kommen Gespräche zustande, die die Charaktere immer mehr zusammenschweißt. Würde ich jedesmal eine (Reise-) Würfelorgie starten und die Charaktere gleich bei der Action parken, hätten sie diese Gelegenheit eher selten. DER empfinde ich als ein märchenhaftes und farbenfrohes Rollenspiel. Besonderen Wert lege ich hierbei auf ein gutes und tiefgängiges Charakterrollenspiel seitens meiner Spieler. Eine Reise bietet da eben Zeit und Gelegenheit um das zu verwirklichen. Ein "schnelles Reisesystem" würde sie da ausbremsen. Wie bei den meisten Dingen wird es die Mischung aus beiden Varianten sein, denke ich.


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Torshavn

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #5 am: 14. Juni 2014, 16:30:26 »
Zitat
Hallo Torshavn ;) (das ist doch die Hauptstadt der Färöer, oder? )

Ich hatte den Namen damals von der Landkarte irgendwo aus Norwegen gepickt, wenn ich mich richtig erinnere. Das ist der Name meines ersten RPG- Charakters und heute mein Online- Alterego.

Okay jetzt sehe ich, wo Du die Verbindungen zu D&D siehst: im sehr einfachen Kampfsystem. Das Du damit erstmal Probleme hast, Dich umgewöhnen musst, kann ich nachvollziehen. Mir geht es da ähnlich, komme ich doch vom Rolemastersytem zu DER.

Gut, dann hast Du zum Thema Hund die selben Regeln gefunden wie ich auch. Die reichen natürlich nicht, um das Tier bewußt in die Gruppe zu holen. Hast Du eine Idee, wie Du die Werte (Ausdauer usw.) ermitteln willst?

Zitat
da ich erst einmal die ganzen anderen Spielmechanismen beherrschen muss.

Da geht es mir auch so. Ich werde mal sehen, wie sich die Regeln im Spiel anfühlen.

Ich würde mich freuen, wenn wir hier weiterhin unsere Erfahrungen mit DER austauschen könnten.

Wie oft spielst Du eigentlich?

EvE

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #6 am: 14. Juni 2014, 22:48:32 »
Huhu :)

Im Regelfall spiele bzw. leite ich zweimal die Woche. Einmal Warhammer Fantasy RPG und dann noch RuneQuest in der Welt von Conan. Alle vierzehn Tage spiele ich D&D 3.5. Momentan pausieren wir aber, da die Fußball WM läuft und der Sommer an die Tür klopft. Da grillen wir gerne mal und sitzen bis spät abends draußen. Schon jetzt herrscht hier (Glücksburg, Ostsee) viel Tourismus und die Stimmung überträgt sich dann auch auf mich :D .

Heute, also grade eben, habe ich das Regelbuch von DER meinem Freund mitgegeben, der es sich im Laufe der Woche durchliest um es mir dann zurückzugeben, damit es sich meine Frau in Ruhe durchlesen kann. Mitte oder Ende September werden wir dann wohl einmal die Woche DER spielen, und das auch nur drei bis vier Stunden pro Spielsitzung. So bleibt das Niveau des Spiels immer hoch und das Spielerlebnis intensiv .
Meine Frau weiß schon was sie in etwa spielen will: Einen Hobbit, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Das perfekte Menü zu suchen. So kommt er eben viel herum und landet schließlich in Esgaroth. Da startet dann auch das erste Abenteuer bzw. das Einstiegsabenteuer: Der Hobbit möchte natürlich das beste Essen bekommen um sein Tagebuch zu vervollständigen. Da dieses Rezept für dieses Menü allerdings von einem verfeindeten Gasthausbesitzer gestohlen wurde, bleibt dem Hobbit nichts anderes übrig, als zu versuchen an dieses Rezept zu gelangen. Die Kulisse Esgaroths wird dann von einem gigantischen Fest belebt, was natürlich für Stimmung sorgt. Wenn der Hobbit das Rezept erhalten hat, und alleine die Zutaten lassen einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen, geht es auf "Zutatenjagd". So bekomme ich den Hobbit  bzw. die Gruppe "vor die Tür". Eine seltene Beere hier, eine fast unerreichbare Pflanze da und dann ein Pilz, der nur in windigen Höhen wächst usw. Da fällt mir schon so einiges ein. Die seltenen Zutaten sind auch der Grund dafür, warum der diebische Gastwirt noch keins dieser Menüs zubereiten konnte. ;)

Auf unserer Seite kannst Du Dir dann auch ein paar Infos zum Verlauf unserer Runden holen, da ich eine Art Tagebuch verfassen werde. Momentan habe ich viele Warhammer-Fans, die sich über jede Ausgabe der "Altdorfer Nachrichten" (meiner fiktiven Zeitung) amüsieren.

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #7 am: 16. Juni 2014, 06:57:31 »
Meine Frau weiß schon was sie in etwa spielen will: Einen Hobbit, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Das perfekte Menü zu suchen...

Das ist eine sehr schöne Story. So etwas ähnliches hatte ich auch mal mit meiner RolemasterMittelerdeRunde gespielt. Da war der Hobbit auf der Suche nach einem uralten Kochbuch. Das Abenteuer hat der Gruppe viel Spaß gemacht.

Zitat
Mitte oder Ende September werden wir dann wohl einmal die Woche DER spielen, und das auch nur drei bis vier Stunden pro Spielsitzung. So bleibt das Niveau des Spiels immer hoch und das Spielerlebnis intensiv .

Wie kommst Du auf die Idee, das längere Spielzeiten das Niveau senken würden?

Zitat
Auf unserer Seite kannst Du Dir dann auch ein paar Infos zum Verlauf unserer Runden holen, da ich eine Art Tagebuch verfassen werde. Momentan habe ich viele Warhammer-Fans, die sich über jede Ausgabe der "Altdorfer Nachrichten" (meiner fiktiven Zeitung) amüsieren.

Ich habe schon mal einen Blick auf Deine Seite riskiert. Wenn es dann bei Euch losgeht, lese ich sehr gerne mit. Früher habe ich das auch immer gemacht: Gruppentagebuch geführt. Im Augenblick fehlt mir die Zeit und die Muße.


EvE

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #8 am: 16. Juni 2014, 07:42:07 »
Mit "hohem Niveau" meinte ich eigentlich die schleichende Müdigkeit, die sich nach einem achtstündigen Arbeitstag bemerkbar macht ;) Um nicht mit "Gewalt" ein Kapitel oder einen Abschnitt fertig zu bekommen, werden wir ganz locker spielen. Lieber ein intensives und atmosphärisches Spiel, als ein krampfhaftes Durchhalten. Wir werden überwiegend Donnerstags spielen.

Bei den Conan-RuneQuest-Abenden spielen wir auch schon mal acht Stunden. Das ist aber meist auf einem Samstag und jeder ist ausgeschlafen und hat einen eher ruhigen Tag gehabt.

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Tobold Rumpel

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #9 am: 17. Juni 2014, 12:18:38 »
Ich finde die Regeln für den Hund im GRW recht passend. Die Helden sollen ja im Vordergrund stehen. Deshalb ist der Hund nur eine Unterstützung; er erweitert das Handlungs-Repertoire des Helden.
Würde man aus dem Hund einen NSC mit Werten machen. Wäre er nur ein schwacher Gehilfe ...
... der schlechter kämpft als ein Held.
... der den Held nicht vor einer Verwundung bewahren kann.
... der selbst Werte für Beeindrucken, Erkunden usw. hat, die dann auch schlechter sein können als die des/der Helden.
... der nicht die Gegner erschöpft (was ein großer Vorteil ist), sondern lediglich ein bisschen Schaden austeilt.

Also ich bin für die Werte im Regelbuch, weil sie den Helden aufwerten.
Als NSC ist der Hund nur ein schlechter(er) Held. Höchstens stiehlt man mit ihm den Spielern die Show.

EvE

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #10 am: 19. Juni 2014, 20:15:12 »
Huhu Tobold,

natürlich sollen die Helden im Vordergrund stehen, nur sollen die Begleiter in Form von NSC`s eben auch keine Schießbudenfiguren darstellen. Meine NSC`s sind immer sehr lebendig und detailreich. Das gilt auch für Hunde. Schön ist, dass das Regelwerk überhaupt eine solche Regel behandelt, während in anderen Systemen einfach nur "Hunde" aufgeführt werden. Mir schwebt eigentlich eher eine Erweiterung der bestehenden Regeln vor, als ein Ersatz. Dabei geht es auch nicht immer nur um den Kampf. Man kann einem Hund eine ganze Palette von Fertigkeiten beibringen. Wachsam sein, Wild aufspüren, Apportieren, retten usw. Da liegt mein Fokus.
Die Show wird ein Hund wohl den Spielern nicht stehlen; es sei denn, die Spieler sind sehr, sehr passiv. Dies trifft auf meine beiden Spieler absolut nicht zu. Das Gegenteil ist gar der Fall. Sollte ich jemals wagen eine einfältige Bande von "Statisten- NSC`s" hinter ihnen herzuschicken,  würde diese schnell "liegengelassen". :D Im Ernstfall sollten sich die Charaktere auf die NSC`s samt ihrer Fertigkeiten verlassen können.

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #11 am: 06. Juli 2014, 09:26:05 »
So, jetzt habe ich das Regelwerk wieder zu Hause und gleich ein paar Fragen:


Kampf:
Wenn ich einen Angriff ausführe, nehme ich die Anzahl Erfolgswürfel die der Punkte meiner Waffenfertigkeit entspricht und den "Heldenwürfel". Wird das Ergebnis des "Heldenwürfels" zu dem der Erfolgswürfel addiert oder ist der nur dafür da, um zu sehen ob die Schärfe der Waffe erreicht wurde?
EDIT: Habs im Kampfbeispiel (auf Seite 159 gefunden) ;) Meine lange Leitung hat wieder Oberhand gewonnen :D Also wird addiert und gleichzeitig die Anzahl der Augen des "Heldenwürfels" begutachtet. Entspricht sie dem Schärfegrad der Waffe, trifft der Angreifer "Durchbohrend", richtig?

Die nächste Frage: Auf Seite 161 (GRW) steht etwas über "Gezielte Angriffe". Bei einem, mit dem "Heldenwürfel", geworfenen AUGE, ist der Versuch einen Gezielten Angriff zu landen gar verpatzt. Was geschieht, wenn ich bei einem "normalen" Angriff das AUGE würfle?

Auf Seite 25 (GRW) steht, dass ein Wurf der das AUGE zeigt, als "0" angesehen wird und möglicherweise negative Konsequenzen nach sich zieht  ::) . Wie ist es im Kampf? Eine Regelung zu "Patzern" habe ich nicht gefunden. Wenn es eine gibt, dann erleuchtet mich bitte!

Am liebsten wären mir Verweise auf die Seiten auf denen es steht. Vielleicht stehe ich auch grad aufm Schlauch und habe einen Anfall von Dummheit. Ich bitte euch diesen dann zu verzeihen :D

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helghast

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #12 am: 06. Juli 2014, 15:24:49 »
Zum Thema Heldenwürfel und Erfolgswürfel: Alles richtig.  :)

Bei normalen Angriffen zählt das Auge einfach 0, ABER der jeweilige Gegner macht bei seinem nächsten Angriff (selbst seinen gezielten Angriff) - GRW S.238, somit führt das Auge sehr wohl zu einer negativen Konsequenz. (Das ist übrigens der einzige Weg, wie Gegner ihren gezielten Angriff auslösen können)

"Patzen" kannst Du nur, wenn Du bei einem gezielten Angriff ein Auge würfelst. GRW. S.161- Was dann aber durch die gesenkte Parade sehr unschön werden kann.

EvE

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #13 am: 06. Juli 2014, 15:38:22 »
Sehr gut, alles kapiert und danke für die schnelle Antwort ;)

Mir fällt (und gefällt) auf, dass die Helden wirklich als "Helden" den Widersachern gegenüberstehen. Wenn es erst einmal flüssig läuft, denke ich, werden die Regeln besonders für den Spielleiter einfach und schnell von der Hand gehen. Denn wir SL haben nun mal immer mehr Buchhaltung zu bewältigen als die Spieler. Dieses Regelsystem kommt dem Spielleiter entgegen, was ich sehr begrüße. Zumindest kommt es mir so vor. Auch die Möglichkeit "besondere Fähigkeiten" (Hasspunkte) zu nutzen, gefällt mir.

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EvE

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Re: Vorstellung und Einsteigerfragen
« Antwort #14 am: 27. August 2014, 11:48:52 »
Auf Seite 131 GRW unter dem Vorteil "Kleines Volk", steht im letzten Absatz, dass man das Merkmal "Klein" außerhalb des Kampfes nutzen kann. Ich finde "Klein" aber nicht unter den Merkmalen. Was für ein Merkmal wird da gemeint? "Schwer zu fassen" ?

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