Autor Thema: Errata zu Myranische Magie  (Gelesen 60359 mal)

GSandSDS

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #210 am: 08. November 2014, 05:39:18 »
In der Hoffnung, dass die Liste möglichst klein bleibt, ein Link, denn es sind die ersten Eintragungen zu Auflage 2 mit bei:
http://www.wiki-aventurica.de/wiki/Myranische_Magie/Inoffizielle_Errata

(Nicht irritieren lassen, da ist auch noch der ganze Kram zu Auflage 1 mit drin. Daher sieht das so überborden groß aus.)
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ChaoGirDja

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #211 am: 08. November 2014, 08:05:47 »
Ist die Anwesenheit einer Beschworenen Wesenheit regeltechnisch die Wirkung einer bestehenden Beschwörung? Oder ist der Verbleib der Wesenheit nach erfolgreicher Beschwörung (egal ob unter Kontrolle stehend oder nicht) eher eine "natürliche" Folgeerscheinung des gewirkten Zaubers?
Eigentlich letzteres.
Die große Frage ist nur, wie viel der Zauber hier dazu tut...
Früher hat man immer gesagt, das durch den Beschwöhrungszauber die Essenz des Chaos in eine Form, die der Zauber bildet, gegossen und auch von dieser in Form gehalten wird (da Chaosessenz sonst in der Ordnung der 3ten Sphäre sofort Vergehen würde).
Allerdings ist es ja möglich sich z.B. vom Heshtot etwas geben zu lassen, was die Beschwörung überdauert (ich hab jedenfalls noch nicht gelesen das sein Schwert und seine Peitsche sich auflösen, wenn es über den Dienst übergeben wurde).
Also kann das nur die halbe Warheit sein...

Ich denke das es sehr vom Machtfaktor, grade bei Dämonen, ankommt, ob das Wesen nach Aufhebung der Beschwöhrungsmagie in Form, und damit vor Ort, bleibt oder nicht.
Ich denke nicht das Dämonen-Geister in der Lage sind, ihre Form selbstständig zu erhalten. "Dschinne" hingegen durchaus. Ist nur die Frage wie lange und ob sie es wollen.

Sieben

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #212 am: 08. November 2014, 15:44:46 »
Zu den Minderungsformeln:
Gnah! Mit den Formeln hast du meiner Meinung nach erste Bugs gefunden. Die Wirkungen der Formeln widersprechen nicht nur den Beschreibungen der Instruktionen, sondern auch den Angaben zu positiven und negativen Auswirkungen. Ich kann nur vermuten, was passiert ist: Die Formeln wurden zu einer Zeit entworfen, als noch mit dem Gedanken "Beseelung ist auch Minderung sein" gespielt wurde.
Ich weiß, es sind wohl bugs. Ich interpretiere das aber lieber als Präzedensfall  :)
In meinen Augen war es ein Fehler, die Minderung nicht mit rein zu nehmen und die Formeln zeigen mir, dass dem System ohne "Minderung" etwas fehlt, denn es ist schade, alles umkonstruieren zu müssen, obwohl die Formeln für mein Empfinden ganz gut zu den Quellen passen. Gut, die Diskussion ist eigentlich abgeschlossen und muss nicht wieder aufgewärmt werden. Aber vielleicht kann mir jemand bei folgender Zeile aus der Beschreibung der Quelle Feuer weiterhelfen: "So kann, wenn auch nicht ganz einfach, Fieber gesenkt werden" (S.12). Wäre für mich wieder ein klassischer Fall für die Minderung. Klar, man könnte auch das als Bug einordnen und die Fiebersenkung dem Eis vorbehalten, aber warum sollte ein Feuerzauberer Hitze nicht reduzieren können? Wie also senkt der Feuerbeschwörer das Fieber?
Letztendlich muss ich vielleicht einfach von der Option Gebrauch machen, die "Minderung", oder wie sie in MyMy noch hieß, die "treibe aus" per Hausregel zuzulassen. Da hat bestimmt keiner aus der Gruppe ein Problem mit.

GSandSDS

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #213 am: 08. November 2014, 16:01:20 »
Instruktionen, welche die Quelle oder Quelleneigenschaften reduzieren oder gar entfernen können:
Kontrolle über Gefühle, Kontrolle über Element, Elementare Reinheit, Infektion

Das war ja auch mit ein Grund die geplante Zweigleisigkeit von Beseelung wieder zu streichen: Es wäre keine Beseelung mehr, sondern nur eine andere Form der Kontrolle. Und dafür gibt es andere zweigleisige Instruktionen, die damit teilweise dieses Alleinstellungsmerkmal verlieren würden. Ebenso würde der benötigte Umfang von Quellen für eine Vielzahl von Effekten mit einem Schlag "halbiert" (mal grob vereinfachend gesprochen), was die andere "Hälfte" in dem Sinne dann irgendwie überflüssig macht.

Aber wer weiß: Mit DSA5 gibt's vielleicht ohnehin nur noch fünf Instruktionen oder so, weil das Regelwerk nicht mehr zulässt. Nein, ich habe die DSA5-Diskussion nicht verfolgt, ich wollte auch einfach nur mal "ranten". :D
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Leonidas

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #214 am: 08. November 2014, 18:11:37 »
Ich empfinde es ebenfalls als ärgerlich, dass Feen nicht mehr enthalten sein können, zumal bereits alle Texte dafür geschrieben und alle Formeln fertiggestellt waren. UdS ist da aber leider eindeutig. Unmöglich ist das Herbeirufen dieser Wesen allerdings nicht, schließlich erlaubt die Instruktion Kommunikation die Kontaktaufnahme mit dem am nächsten befindlichen Wesen einer Art, solange der Zauberer lediglich über irgendeine rituelle Verbindung verfügt. Dies empfinde ich sogar als deutlich passender als einfach einen Kobold aus dem Nichts zu beschwören.

Ein beschworenes Wesen verschwindet, sobald der Beschwörungszauber endet, ganz gleich ob dies auf natürlichem Wege (Wirkungsdauer endet) oder unnatürlichem Wege (beispielsweise mittels des Dienstes Antimagie) geschieht. Die SF Bannung wird lediglich für Bannungen mittels des Dienstes Wesenbeschwörung benötigt, wie dem Seitenverweis zu entnehmen ist.

Kühler Kopf erlabt es dem Ziel, sich gänzlich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und den Rest der Welt auszublenden, Verwirrung des Geistes überlutet das Opfer mit Erkenntnissen, so dass es nicht mehr klar und differenziert zu denken vermag, Stille macht die Umwelt freundlicher für geheime und hinterhältige Tätigkeiten, Schwächung des Geistes präpariert den Geist für weitere Verzauberungen, Verhängnis verschafft einen Nachteil gegenüber Konkurrenten. Bei all diesen Dingen handelt es sich um Verstärkungen durch die Quelle. Im Falle von Klarheit hätte es vielleicht mehr Erklärung benötigt. Hier steht der Zufallsaspekt der Quelle im Vordergrund, der zufällig einmal den richtigen Gedanken durchlässt. Hier kann ich verstehen, dass man einen gegenteiligen Effekt darunter verstehen kann. Insgesamt handelt es sich also keineswegs um Bugs, sondern nur um vielleicht missverständliche Stärkungen.

Ein paar Fehler haben sich aber tatsächlich eingeschlichen:

S. 3, Titelseite [Nur in der Druckversion]: Fabian Talkenberg gehört unter Redaktion, bei den Mitarbeitern ist Friedrich Grell hinzuzufügen, bei den Danksagungen Sean David Schöppler.
S. 35, Metamagie: Es handelt sich um grundlegende, herausfordernde und anspruchsvolle Beeinflussungen.
S. 35, Regeneration: Die Struktur einer anspruchsvolleren Verzauberung ist extrem komplex.
S. 88, Zunge des Händlers: Die Probe ist Anrufungsschwierigkeit beträgt +0, die Struktur ist extrem einfach.
S. 167, Zaubersprüche: Die Komplexität der Quellen Eskates und Zeit ist E.

GSandSDS

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #215 am: 08. November 2014, 19:00:45 »
@Leonidas:
Ich kann hier natürlich nur meine eigene Einschätzung als Spieler von mir geben. Ich finde manche der angesprochenen Formeln doch etwas arg grenzwertig (im Sinne von: bereits jenseits der Grenze) ... bei anderen, junja ...

Kühler Kopf: Das Problem liegt hier wohl am ehesten an der Quellenbeschreibung. Zitat: "Mit den Kräften Darcalyas arbeiten zu müssen beschämt viele Zauberer auf das Höchste, widerstrebt es doch dem alten optimatischen Ideal der Selbstkontrolle", und Selbstkontrolle ist es ja hier, was die Formel ermöglicht. Natürlich kann man damit argumentieren, dass viele Gesellschaftstalente (welche die Quelle ja auch fördert) ein gewisses Maß an Ausgeglichenheit benötigen, was ja auch die Quelle Harmonie ermöglicht, deren Gegenstück Darcalya zumindest in Teilen ist (neben vor allem Begierde). Insofern vielleicht ein Grenzfall. Ich hätte allerdings dann wohl den Formelnamen etwas anders gewählt. Beispielsweise "Ausgeglichener Geist". Kühler Kopf klingt für Darcalya viel zu rational. ;)

Verwirrung des Geistes: Für mein Dafürhalten geht die Formel allerdings viel zu sehr in Richtung Iryabaar (pervertierte Erkenntnis) bzw. in Richtung Quelle Wahnsinn. Es entspricht auch nicht der Quellenbeschreibung.

Stille: Auch hier wirkt es mir irgendwie entgegen der Quellenbeschreibung: "Thesephai steht für ständige Bewegung und Ruhelosigkeit". Stille ist halt ein Inbegriff von Ruhe. Ich kann zwar die Intention verstehen, aber irgendwie wirkt mir das etwas arg über die Bande und ins Gegenteil gekehrt. Es ist ein wenig, als würde man mit Feuer alles einfrieren, damit man selbst die größte Wärmequelle im Raum ist. Aber wie gesagt, Kontrolle über Element gibt keine Nutzungsrichtung vor und hat die selben Strukturwerte wie AsP-Kosten. Damit müsste es gehen.

Schwächung des Geistes: Okay, da lasse ich mich breitschlagen. Zauberei steht ja auch für die umfassende Kontrolle von Magie, und das kann in alle Richtungen gehen.

Verhängnis: Hier wird die Quelle meiner Interpretation des Quellentextes über ihre Grenzen genutzt, da hiermit beispielsweise auch Kämpfe (werden ja mit Gegenständen geführt, und wenn es nur ein billiger Stein ist) beeinträchtigt werden. Die Quellenbeschreibung sagt: "Die Quelle ermöglicht es, alles Wertvolle teurer oder wertlos zu machen [...]". Das Wertvolle hätte meiner Meinung nach noch einmal hierbei betont werden müssen. Das mit der "Konkurrenz" habe ich nebenbei nicht so ganz verstanden.

Klahrheit: Die Quellenbeschreibung sagt, Wahnsinn stehe für: "Einbildungen, Wahnvorstellungen, Irrsinn und dergleichen mehr [...]". Das Nehmen (oder ggf. halt auch nur Unterdrücken) von Einbildungen oder Wahnvorstellungen. Die Formel war damit für mich die deutlichste Gegenkehrung einer Beseelung bei den genannten Formeln."

Mein Fazit (nach dem zehnten mal Nachdenken):
Kühler Kopf -> Okay, hast recht ... glaube ich ... oder so ... (aber der Name der Formel, echt mal ... ;))
Schwächung des Geistes -> Okay, hast mich überzeugt
Stille -> Gnah, nee, Luft in völliger Ruhe mit Thesephai? Och nööö, geht doch nicht. Dabei ist es so leicht zu beheben und alles ist gut. Und für irgendwas muss Kontrolle über Element bei Thesephai ja besser sein als die schlichte Beseelung. ;)
Verhängnis -> Text um das 'Wertvolle' erweitern und gut ist. :)
Klarheit -> Nein, ehrlich, wirllich, also so wirklich ehrlich ... kriege ich auch nach dem zehnten Nachdenken irgendwie nicht in den Kopf. Auch nicht mit einer noch so abstrusen Zusatzerklärung, die mir nach einer 15-ZfP*-Beseelung des eigenen Geistes mit der Quelle Wahnsinn so einfällt.  :o
Verwirrung des Geistes -> Wie bei Klarheit, sozusagen der Fall Anti-Klarheit. ._. :o

Frage: Geht eine wesensbannende Antimagie dann gegen die MR des Wesens? Ich meine, immerhin wird in vielen Fällen ja damit seine irdische Existenz ausgehaucht sozusagen, und die meisten Wesensbeschwörungen dürften nur wenige ZfP* über haben, was den Zauber auf Basis von beispielsweise Zauberei extremst mächtig macht. Nebenbei, eigentlich ein sehr kostengünstiger Instant-Killer gegen alle beschworenen Bedrohungen: Mit Mühe und Not einen 9-gehörnten Dämonenarchon für gerufen – schnipp! – mit vielleicht mal 20 AsP (je nach Umständen) isser wech, egal wie stark er ist.

Nachtrag: So, endlich mal einen Grund gefunden mit den Textfarben in einem Forenbeitrag rumzuspielen. :D
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Leonidas

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #216 am: 08. November 2014, 19:19:20 »
Kühler Kopf: Das Problem liegt hier wohl am ehesten an der Quellenbeschreibung. Zitat: "Mit den Kräften Darcalyas arbeiten zu müssen beschämt viele Zauberer auf das Höchste, widerstrebt es doch dem alten optimatischen Ideal der Selbstkontrolle", und Selbstkontrolle ist es ja hier, was die Formel ermöglicht. Natürlich kann man damit argumentieren, dass viele Gesellschaftstalente (welche die Quelle ja auch fördert) ein gewisses Maß an Ausgeglichenheit benötigen, was ja auch die Quelle Harmonie ermöglicht, deren Gegenstück Darcalya zumindest in Teilen ist (neben vor allem Begierde). Insofern vielleicht ein Grenzfall. Ich hätte allerdings dann wohl den Formelnamen etwas anders gewählt. Beispielsweise "Ausgeglichener Geist". Kühler Kopf klingt für Darcalya viel zu rational. ;)

Es geht nicht um Selbstkontrolle, sondern um die Fokussierung auf eine Tätigkeit, ähnlich einem Jäger der sich gänzlich auf seine Beute konzentriert oder einer Person, die sich gänzlich einer einzelnen Leidenschaft hingibt. Aber ja, der Formelname passt vielleicht nicht so gut dazu und ist lediglich dem Wunsch geschuldet, möglichst die alten Bezeichnungen zu verwenden, die in vielen anderen Publikationen auftauchen.

Verwirrung des Geistes: Für mein Dafürhalten geht die Formel allerdings viel zu sehr in Richtung Iryabaar (pervertierte Erkenntnis) bzw. in Richtung Quelle Wahnsinn. Es entspricht auch nicht der Quellenbeschreibung.

Hier sehe ich keine Pervertierung, sondern eine Überreizung. Jedes noch so kleine Geräusch, jede Bewegung, jede Intepretation von Wahrgenommenem stürzt auf das Ziel ein. Es sind einfach mehr Erkenntnisse, als der Geist zu verarbeiten oder auszublenden vermag, aber es sind immer noch Erkenntnisse.

Stille: Auch hier wirkt es mir irgendwie entgegen der Quellenbeschreibung: "Thesephai steht für ständige Bewegung und Ruhelosigkeit". Stille ist halt ein Inbegriff von Ruhe. Ich kann zwar die Intention verstehen, aber irgendwie wirkt mir das etwas arg über die Bande und ins Gegenteil gekehrt. Es ist ein wenig, als würde man mit Feuer alles einfrieren, damit man selbst die größte Wärmequelle im Raum ist. Aber wie gesagt, Kontrolle über Element gibt keine Nutzungsrichtung vor und hat die selben Strukturwerte wie AsP-Kosten. Damit müsste es gehen.

Stille und Stillstand würde ich nicht gleichsetzen, auch wenn sie im Fall von Eis assoziiert werden. Ein Vogel vermag sehr schnell durch die Luft zu gleiten, ohne dabei wahrnehmbare Geräusche von sich zu geben.

Klahrheit: Die Quellenbeschreibung sagt, Wahnsinn stehe für: "Einbildungen, Wahnvorstellungen, Irrsinn und dergleichen mehr [...]". Das Nehmen (oder ggf. halt auch nur Unterdrücken) von Einbildungen oder Wahnvorstellungen. Die Formel war damit für mich die deutlichste Gegenkehrung einer Beseelung bei den genannten Formeln."

Wie gesagt, ich kann verstehen, dass es als Gegenteil aufgefasst wird. Ich kann nur sagen, dass ein anderer Aspekt gemeint war.

Ich werde versuchen, in den kurzen Hintergrundtexten im Formelband Erklärungen unterzubringen, das verhindert vielleicht Missverständnisse :) Ohne damit abstreiten zu wollen, dass manche Stellen Missverständnisse provozieren und besser hätten formuliert werden können

Leonidas

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #217 am: 08. November 2014, 19:24:54 »
Frage: Geht eine wesensbannende Antimagie dann gegen die MR des Wesens? Ich meine, immerhin wird in vielen Fällen ja damit seine irdische Existenz ausgehaucht sozusagen, und die meisten Wesensbeschwörungen dürften nur wenige ZfP* über haben, was den Zauber auf Basis von beispielsweise Zauberei extremst mächtig macht. Nebenbei, eigentlich ein sehr kostengünstiger Instant-Killer gegen alle beschworenen Bedrohungen: Mit Mühe und Not einen 9-gehörnten Dämonenarchon für gerufen – schnipp! – mit vielleicht mal 20 AsP (je nach Umständen) isser wech, egal wie stark er ist.

Nein, die Antimagie richtet sich schließlich gegen den Zauber, nicht gegen das Wesen. Und ja, Beschwörungen schlechter Zauberer lassen sich leichter bannen. Oder anders ausgedrückt: Wenn das Wesen lediglich von einem seidenen Faden in der Realität gehalten wird, kann dieser leicht durchtrennt werden, ganz egal wie mächtig das daran hängende Wesen ist. Einfluss hat die Mächtigkeit jedoch auf die Kosten der Bannung.

GSandSDS

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #218 am: 08. November 2014, 19:30:37 »
Nein, die Antimagie richtet sich schließlich gegen den Zauber, nicht gegen das Wesen. Und ja, Beschwörungen schlechter Zauberer lassen sich leichter bannen. Oder anders ausgedrückt: Wenn das Wesen lediglich von einem seidenen Faden in der Realität gehalten wird, kann dieser leicht durchtrennt werden, ganz egal wie mächtig das daran hängende Wesen ist. Einfluss hat die Mächtigkeit jedoch auf die Kosten der Bannung.

Ich stelle mir gerade folgendes Szenario vor: Helden stürmen eine alte Ruine mit dem Antagonisten drin. Der hetzt einen ruhelosen beschworenen Totengeist (man beachte das Wortende "-geist") auf den ersten Helden. Der ist leider Magier: Antimagie - bäm! Geist weg! Der Held grinst. Dann wird der Held von hinten an die Schulter getippt. Er dreht sich um und blickt – in die verärgerte Fratze des Geistes. Held: "Wie, was? Aber ich habe doch gerade deine Beschwörung unterbrochen! Wieso bist du noch hier? Du müsstest doch dort sein, wo du her gekommen bist." – Geist: "Ja bin ich doch. ICH WOHNE HIER VERDAMMT NOCHMAL!" :D

Aber so lange es nicht – wie in diesem Fall – um das plötzliche Erscheinen unbeschworener Wesen geht ... wird "Sieben" sicher ganz zufrieden mit diesem Ergebnis sein. Und Antimagie vermutlich nun auch eine Standard-Instruktion der meisten Magier-Spieler. Und unbeschworene(!) Dämonen, Elementare usw. das neue Lieblings-"Ätsch!"-Instrument vieler Spielleiter. :)

Wie gesagt, ich kann verstehen, dass es als Gegenteil aufgefasst wird. Ich kann nur sagen, dass ein anderer Aspekt gemeint war.

Bin ich mal gespannt. Der Text zur Quelle sagt zwar aus, dass "Wahnsinn" zwar zur Seelenheilkunde eingesetzt wird. Ich hatte das jetzt aber so interpretiert, dass damit eher das Verständnis für Wahnsinnigkeit gefördert wird, sprich der TaW in Heilkunde Seele gesteigert, was ja auch zu den positiven Auswirkungen gehört. :)
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GSandSDS

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #219 am: 09. November 2014, 02:37:28 »
Wie wäre es mir folgenden Formulierungen? Ich habe versucht einen präziseren Rückschluss auf die Quelle durchblicken zu lassen.

Kühler Kopf: Neuer Name: Betäubende Gelassenheit – der Name soll den fast schon drogenartigen Effekt der Schmerzunterdrückung hervorheben.
Verwirrung des Geistes: "Das Opfer wird von dem Drang erfüllt, jedes noch so kleine Detail analysieren und interpretieren zu müssen, so dass es kaum noch klar denken kann. KL und IN fallen dadurch für alle sinnvollen Tätigkeiten um jeweils ZfP*/4."
Stille: Neuer Name: Aufgewühlte Stille – "Um den Zauberer herum entsteht eine Zone beständigen, unterschwelligen Rauschens mit einem Radius von 2 Schritt. Andere Geräusche können weder ihn ihr entstehen, in sie eindringen, noch in ihr weitergetragen werden.
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Varana

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #220 am: 09. November 2014, 12:44:07 »
Zur Klarheit: Das ist schon sehr um die Ecke gedacht. Und da laterales Denken was Gutes ist, kann man das als Kompliment verstehen. :D Zur Erklärung wäre vielleicht besser geeignet, daß mit der Formel starre Denkmuster aufgelöst werden, oder etwas in der Richtung.

Beim Kühlen Kopf paßt wirklich v.a. der Name nicht besonders.

Bei der Verwirrung des Geistes kommt man mit "information overload", glaube ich, ganz gut hin, wenn man das in die Beschreibung integriert.

Die Stille Thesephais als "white noise" auszulegen, ist mMn eine schöne Interpretation der Quelle.

Sorry für die Anglizismen. :D
Ich bin das Imperium an des Verfalles Ende,
An dem vorbeizieht der Barbaren schwarze Flut,
Das Akrosticha ersinnt, auf denen müde ruht
Ein spätes Sonnenlicht, wie flimmernd Goldgeblende.

Pauloverlanos te Alantinos

GSandSDS

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #221 am: 09. November 2014, 13:01:47 »
Zur Klarheit: Das ist schon sehr um die Ecke gedacht. Und da laterales Denken was Gutes ist, kann man das als Kompliment verstehen. :D Zur Erklärung wäre vielleicht besser geeignet, daß mit der Formel starre Denkmuster aufgelöst werden, oder etwas in der Richtung.
Da bin ich auch gespannt. Zumal zu "Wahnsinn" steht, dass das Ergebnis immer etwa Zufälliges hat. Ich würde ja eher damit rechnen, dass damit eine bestimmte Wahnvorstellung in eine beliebige andere Wahnvorstellung überführt wird. Und mit viel Glück erwischt man dabei die "Null-Wahnvorstellung" (also das normale Denken). :)

Mir ist außerdem aufgefallen, dass Kühler Kopf eine falsche Struktur aufweist. Das dürfte entweder sehr schwer (Probe +7) oder sehr komplex (Probe +10) sein. Ich würde ja fast schon zu sehr komplex tendieren, da hier alle möglichen Kampfwerte berührt werden. Bin mir aber nicht sicher.
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Sieben

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #222 am: 09. November 2014, 13:44:56 »
Instruktionen, welche die Quelle oder Quelleneigenschaften reduzieren oder gar entfernen können:
Kontrolle über Gefühle, Kontrolle über Element, Elementare Reinheit, Infektion
Mit welcher davon senkt ein Feuerbeschwörer das Fieber seines Patienten? Ich schätze, dass die Körpertemperatur nicht als "elementare Materie" gilt, oder? Damit wären Kontrolle über Element und Elementare Reinheit raus. Für Infektion und Kontrolle über Gefühle ist Feuer sowieso nicht zugelassen.
Fass das bitte nicht als Gemecker auf. Ich versuche, Deiner Argumentation zu folgen:

Das war ja auch mit ein Grund die geplante Zweigleisigkeit von Beseelung wieder zu streichen: Es wäre keine Beseelung mehr, sondern nur eine andere Form der Kontrolle. Und dafür gibt es andere zweigleisige Instruktionen, die damit teilweise dieses Alleinstellungsmerkmal verlieren würden. Ebenso würde der benötigte Umfang von Quellen für eine Vielzahl von Effekten mit einem Schlag "halbiert" (mal grob vereinfachend gesprochen), was die andere "Hälfte" in dem Sinne dann irgendwie überflüssig macht.
Wenn ich dies richtig verstehe, dann müssten doch auch schon die Beeselungs-Instruktionen "überflüssig" sein, oder wo liegt der Denkfehler? Denn auch die positive (sprich eingleisige) Anwendung der Beseelung ist dann doch nur eine andere Form der Kontrolle. In meinen Augen rechtfertigt gerade diese Andersartigkeit die Existenz der Beseelungen. Aber wenn in positiver Richtung, warum dann nicht in negativer? Ich verstehe, dass man damit die Notwendigkeit erhöht, mehrere Quellen zu erlernen, aber das halte ich für einen künstlichen Eingriff bzw. sogar eine Beschädigung eines eigentlich logischen Systems, das ursprünglich mal darauf ausgelegt war, mit "Minderungen" zu funktionieren.
Also, damit das nicht in einen Versuch ausartet, eine bereits getroffene Entscheidung zu attackieren, wo liegt mein Denkfehler? Bitte gerne am genannten Beispiel erklären, oder aber, um mal das komplizierte Fieber wegzulassen:

Ich finde, ein Feuer-Spezialist sollte die Temperatur seines Heißgetränks ohne Umstände und ohne Kenntnis der Quelle Eis seinen Wünschen anpassen können sollen. Will er seinen Tee erhitzen, macht er dies sicherlich per Beseelung des Objekts. Will er ihn abkühlen, was tun? Wenn das über Elementare Reinheit geht, dann verstehe ich diese Instruktion falsch. In dem Fall wäre die positive Beseelung aber doch ebenso überflüssig wie die negative. Ich bin mir auch sicher, das Temperaturveränderungen nicht per Kontrolle über Element möglich sind, jedenfalls nicht, wenn die zu kontrollierende Materie so eindeutig dem Wasser zuzuordnen ist.
Vielleicht ist auch mein Anspruch falsch und der Feuer-Zauberer kann halt leider nur heißer machen? Das passt mir zwar nicht, kann ja aber sein.
Aber was wäre dann z.B. mit einer gewünschten negativen Wirkung von Beseele mit Kraft (die über kein gegenteiliges Element verfügt, auf das man ausweichen könnte?). Und es gibt bestimt noch viele weitere etwas greifbarere Beispiele, bei denen ich eine Lücke im System sehe, aber ich lasse es mal gut sein.

GSandSDS

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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #223 am: 09. November 2014, 13:58:07 »
Ich finde, ein Feuer-Spezialist sollte die Temperatur seines Heißgetränks ohne Umstände und ohne Kenntnis der Quelle Eis seinen Wünschen anpassen können sollen. Will er seinen Tee erhitzen, macht er dies sicherlich per Beseelung des Objekts. Will er ihn abkühlen, was tun? Wenn das über Elementare Reinheit geht, dann verstehe ich diese Instruktion falsch.
Es ist eigentlich schon seit Auflage 1 so, dass man mit der Instruktion "Elementare Reinheit" im Falle von Feuer und Eis die Temperatur in beide Richtungen ändern kann, solange du halt im Kompetenzbereich der jeweiligen Quelle bleibst. Die harte Grenze zwischen Feuer und Eis in der Tabelle zu den elementaren Reinheiten ist vielleicht etwas untergegangen. Aber vom Limbus, in dem es weder Feuer (Hitze) noch Eis (Kälte) gibt, weiß man, dass die Temperaturen dort mit "knapp über 0 °C" beschrieben werden. Solange dein Tee also nicht zufriert, kannst du ihn wohl auch mit der Quelle Feuer abkühlen. Na dann – Prost! Ich genehmige mir jetzt nämlich selbigen – gut gekühlt. :)
(Nachtrag: Ja, das würde heißen, dass man im Bereich zwischen 0 °C und 10 °C mit beiden Quellen arbeiten kann.)

Nachtrag 2: Ob eine Beseelung zweigleisig arbeiten kann, hängt letzten Endes stark davon ab, wofür die Quelle steht. Iryabaar vereint beispielsweise Aspekte der Quellen Erkenntnis, Wahnsinn, Zauberei und Kraft. Bleiben wir bei Erkenntnis und Wahnsinn. Beide können in so manchen Fällen als Gegensätze betrachtet werden. Wo Erkenntnis den Verstand schärft, vernebelt ihn Wahnsinn. Wenn du also etwas mit Iryabaar beseelst, kannst du hier und da durchaus in beide Richtungen gehen, je nachdem welchen Aspekt du aus der Quelle auswählst.
Gerade einige dämonische Quellen sind hier häufig in sich widersprüchlich, was allerdings halt wieder wiederum "typisch dämonisch" ist. Manchmal ist allerdings – zugegeben – halt nicht ganz klar, wo die Grenzen sind. Das wird man dann wohl in der Spielgruppe ausmachen müssen. Ich würde beispielsweise bei Tyakaar, das ja auch für dämonisches Feuer steht, das wiederum für Licht steht, durchaus auch Finsternis und schwarze Flammen zulassen – weil Tyakaar/Blakharaz bislang so häufig in DSA damit assoziiert wurde und eine Reihe Tyakaar-Dämonen damit arbeiten.
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Re: Errata zu Myranische Magie
« Antwort #224 am: 09. November 2014, 14:10:11 »
OK danke. Ich hatte gehofft, die Antwort wäre etwas weniger simpel, dann würde mein Text nicht so übertrieben lang wirken...  :-[

Nichtsdestotrotz passt die Beschreibung der Elementaren Reinheit für mich dann nicht so gut. Also gilt jede Materie mit einer Temperatur über dem Gefrierpunkt als "zur Quelle Feuer passend"?
Aber zumindest das Beispiel kann ich dann für mich abhaken. Mal schauen, was mir noch für Beispiele einfallen.