Autor Thema: Myranisches Militär  (Gelesen 12792 mal)

Varana

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Re: Myranisches Militär
« Antwort #60 am: 02. April 2014, 20:42:35 »
Es wäre dann ja auch zu klären, warum es keine Schlachtfeldmagie geben sollte (und "ist nicht Tradition" ist ein sehr schlechter bis gar kein Grund - es geht um Krieg, wer zuletzt steht, hat gewonnen, und immerhin war man sich nicht zu schade, biologische Waffen in großem Stil einzusetzen).
Zu dem schon angesprochenen Punkt, daß in DSA Nichtkampfmagie im Kampf oft effektiver ist als Kampfmagie, kommt in Myranor ja noch, daß das Magiesystem gewisse Freiheiten bietet: Wenn in Aventurien der Magier einen Zauber nicht hat, hat er ihn nicht. Wenn der Optimat keine dezidierte Schlachtfeldformel hat, kann er immer noch improvisieren. Vielleicht nicht direkte Schadensmagie (die Instruktion Schaden ist ja wirklich nur dazu da), aber besagte Sekundärwirkungen, die im Kampf auch helfen.

Selbst wenn auf das Söldnerleben nicht näher eingegangen wird, wäre es schön, wenn in den Beschreibungen immer mal ausdrücklich ein Fenster für sie offengehalten wird, à la "solche Aufgaben werden oft von externen Spezialisten erledigt" oder "manche Festungen sind von speziell dafür angeheuerten Söldnertruppen besetzt".
Ich bin das Imperium an des Verfalles Ende,
An dem vorbeizieht der Barbaren schwarze Flut,
Das Akrosticha ersinnt, auf denen müde ruht
Ein spätes Sonnenlicht, wie flimmernd Goldgeblende.

Pauloverlanos te Alantinos

Grimoald

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Re: Myranisches Militär
« Antwort #61 am: 03. April 2014, 18:18:14 »
Allgemein muss ich sagen, dass mir das Imperium bisher.... zu friedlich ist.

Es fehlt (bisher) da noch ein wenig Potential für Konfliktstoff. Nach bisherigen Schilderungen ist bei mir der Eindruck entstanden, Kriege kennen im Imperium nur die beiden Extreme: 1. Zwei Banden liefern sich ne Schlägerei und 2. Kontinenterschütternde Massenschlachten, in deren Verlauf ganze Reiche untergehen. (Das ist jetzt natürlich ein wenig überspitzt formuliert)

Sowohl vom "fantastischen Realismus" her, wie auch von den möglichen Abenteueraufhängern her würde ich mir wünschen, dass das noch ein wenig ausdifferenziert wird.
So könnten z.B. (Klein-)Kriege zwischen Provinzen regelmäßg vorkommen und gar nichts ungewöhnliches sein - im Gegegenzug enden dann solche Kriege auch eher mit Gebietsabtretungen und Tributzahlungen, als mit Niederbrennen der feindlichen Stadt und Massaker an der Bevölkerung.

Ich denke da an etwas wie die mittelalterliche Fehde, also durchaus übliche, kleine und begrenzte Kriege. Da könnten sich dann auch die Helden tummeln - nicht in (nur schwer zu gestaltenden) Massenschlachten, sondern in kleinen Scharmützeln, bei denen Domänen überfallen werden und Handelszüge/Schiffe der Nachbarprovinz geplündert werden.

Agrimoth

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Re: Myranisches Militär
« Antwort #62 am: 03. April 2014, 18:57:59 »

Es fehlt (bisher) da noch ein wenig Potential für Konfliktstoff. Nach bisherigen Schilderungen ist bei mir der Eindruck entstanden, Kriege kennen im Imperium nur die beiden Extreme: 1. Zwei Banden liefern sich ne Schlägerei und 2. Kontinenterschütternde Massenschlachten, in deren Verlauf ganze Reiche untergehen. (Das ist jetzt natürlich ein wenig überspitzt formuliert)


Gerade wenn man sich die Beschreibung von Mayenos durchliest, dann wimmelt es doch darin von besetzten oder niedergebrannten Provinzen, bei denen keine externen Feinde im Spiel waren, sondern nur der Horas sich angepisst gefühlt hat. Und dann noch eine Provinz die sich eine eigene Piraten... äh Verteidigungsflotte aufbaut!

Wobei es fällt in den anderen Regionen nicht so auf und die Mayenier sind auch ein besonderer Schlag. Aber ähnliches Potential sehe ich auch anderswo. In Äonenstaub z.B. geraten die Helden zwischen die Fronten einer Belagerung mitten in Cantera wo sich zwei Provinzen über die Grenzziehung (+Bodenschätze) uneinig sind.
 Sicherlich passiert so etwas nicht so sehr in Centralis oder den direkt von Feinden bedrohten Horasiaten.
Aber an der Grenze kann es immer zu Überfällen von einem Trupp z.B. Lordaler kommen bei denen Domänen oder gar Städte geplündert werden, wenn sie keiner Aufhält. Und die Strafaktion der örtlichen Myriade ist sicher auch kein Besuch zum Teetrinken. Überall im Imperium kann eine Barbarentruppe aus Pardiern/Waldamauniern/Harpyien/schneckenreitenden Kristallwesen auftauchen und alle Menschen der Umgebung verspeisen wollen.

Nur anders als in Aventurien wird sich zumindest ein Horasiat weiter keiner dafür interessieren, wenn es nicht eine Bedrohung ist die droht mehr als nur ein zwei Provinzen zu betreffen. Wenn  eine einzelne Stadt niederbrennt steht das nicht im Boten sondern nur in rauchenden Ruinen geschrieben. Einzelne Überfälle die so spektakulär sind, weil es eine Metropole betrifft oder sie von wahrhaft niederhöllischer Grausamkeit geprägt sind einmal ausgenommen. Aber das passiert dann auch nur alle paar hundert Jahre.

Tabuin

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Re: Myranisches Militär
« Antwort #63 am: 04. April 2014, 00:03:13 »
Agrimoth hat das gut beschrieben.
Es kann nahezu überall etwas passieren. Einzelne Provinzen werden von Räuberbanden oder Barbaren oder "Kreaturen" beherrscht, die sicher nicht davon leben, dass sie Rüben züchten. Außerhalb der Städte ist entweder das Land einer Domäne oder – in der Regel! – gefährliche Wildnis. Politische Streitigkeiten werden mit Serien von Attentaten oder Einsätzen der Haustruppen gelöst, falls man nicht gleich die Legion einmarschieren lassen will. Alleine die Tatsache, dass der Horas – als "Vertreter" des Thearchen – eine eigene Armee hat, ist ein Beleg dafür, dass man intern auch Truppen braucht, weil regelmäßig irgendwo Stunk ist. Die Myriaden sind ja primär für die Bedrohung von außen zuständig und nur in wirklich ernsten Situationen im Inneren des Imperiums eingesetzt.

Ich gehe auch davon aus, dass es immer irgendwo gerade 1W6 kleinere Kriege zwischen Provinzen, Cammern oder einzelnen Gruppen gibt. Auch so ein Sklavenaufstand, wie er in Myrunhall beschreiben wird, ist sicher keine Seltenheit. Nur kontinental gesehen ist er nicht relevant. Es "fehlt" nur das Blatt, welches in schöner Regelmäßigkeit informiert, wo gerade wieder Truppen unterwegs sind und wer gegen wen Krieg führt. Da es keine derart detailliert voranschreitende Geschichte in Myranor gibt, wird das wohl auch so bleiben. Könnte man evtl. durch eine Szenario-Serie etwas ändern.
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