Autor Thema: Myranor de-romanisieren!  (Gelesen 9088 mal)

GSandSDS

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #15 am: 22. Januar 2014, 13:56:13 »
Formelle Setzungen gibt es hier doch sowieso nicht. Das ist nur ein Privatprojekt von barbarossa rotbart, das er aufgrund persönlich wahrgenommenen Missständen angeht. Insofern ist hier doch alles informell.
Das war reiner Konjunktiv. ;)
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barbarossa rotbart

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #16 am: 22. Januar 2014, 15:00:13 »
Damit hat Quendan vollkommen recht. Ich mache das deshalb, weil mich die mit UdS eingeführte Romanisierung stört und ich sie als überflüssig empfinde. dadurch hat man Myranor einiges seiner exotischen Atmosphäre genommen.
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Fantasy ist die Flucht vor der Wirklichkeit, aber wer außer den Gefängniswärtern fürchtet eine Flucht?

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Quendan von Silas

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #17 am: 22. Januar 2014, 17:58:38 »
Das war reiner Konjunktiv. ;)

Alles klar, mein Fehler. ;)

barbarossa rotbart

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Das Militär
« Antwort #18 am: 22. Januar 2014, 18:41:45 »
UdSHC
ZenturieHektade/Eskadru
ZenturioHektagu/Eskadregu
SubzenturioHypohektagu/-eskadregu
TentoriumKirene/Hastade
TentorioKirenu/Hastadu
ManipelAstrade
Junior-TribunAstradu
KohorteLokede/Horizont
HipparchieKalpteru
HipparchKalptegu
Senior-TribunLokegu
StrategusStrategu
LegionGarde
LegionslegatStrategu(?)
Prior-ZenturioPro-Hektagu
Primar-ZenturioProto-Hektagu
ErzstrategusArchostrategu
die weiteren Begriffe kann man leider nicht anpassen, da sich die Struktur der Imperialen Militärs in UdS im Vergleich zum HC massiv geändert hat.
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Raindrop

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #19 am: 22. Januar 2014, 20:35:10 »
Prima Arbeit, kann sich nochmal als sehr hilfreich erweisen (beide Tabellen).
Das Imperium? Im Niedergang? Nicht, dass ich wüsste.

Tabuin

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #20 am: 22. Januar 2014, 20:52:28 »
Was man zu den obigen Tabellen wissen sollte:

Im militärischen Vergleich werden Myriaden, Legionen, Garden und Sondertruppen wild durcheinander gemischt. Die Überschrift HC über der rechten Spalte ist daher schlichtweg falsch und irreführend, da z. B. Garde und Legion keineswegs austauschbar sind. Auch werden in der Tabelle Begriffe genutzt, die im HC gar nicht vorkommen und offenbar Eigenkreationen sind.

Für sein ganz privates Myranor kann jeder die Begriffe nutzen, die ihm persönlich gefallen, aber eine Rekonstruktion früherer Gegebenheiten, wie die Überschriften es offenbar suggerieren sollen, bieten die Tabellen nachweisbar nicht.1


1Myranor - Das Güldenland (2006), S. 31 f. "Die Macht der Myriaden"; vgl. besonders das Unterkapitel "Aufbau".
Fanzine und Haupt-Info-Seite seit 2004: Memoria MyranaDie MM bei facebookUhrwerk! - Das Verlags-Magazin

barbarossa rotbart

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #21 am: 22. Januar 2014, 23:22:04 »
Dazu einige Erklärungen:
- Legion/Garde: Dies kommt daher, dass Einheiten, die im HC noch als Garde bezeichnet wurden, in UdS zu Legionen wurden. Somit ist Garde und Legion austauschbar! Und da für alle die höchste Organisationsstufe die Myriade ist, entspricht der Legionslegat einen Strategu.
- Zenturio/Hektagu: Hypo-, Pro- und Proto-Hektagu sind eine wörtliche Umsetzunge der betreffenden Ränge aus UdS.
- Sondereinheiten: Nach UdS in Manipel strukturiert, in HC eigene Struktur, wobei die Astarde eher dem Manipel entspricht als der Horizont, dessen Befehlshaber ein Lokegu ist. Damit entspricht der Horizont der Kohorte.
- Der Rest ist 100%ig richtig!

Und, Taburin, mir geht es um die De-Romanisierung, deshalb müssen zwangsläufig Eigenkreationen vorkommen, denn es macht keinen Sinn, wenn plötzlich von einem Prior-Zenturio die Rede ist, wenn vorher nur von Hektagui gesprochen wurde.
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Wanderer

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #22 am: 09. Februar 2014, 22:08:54 »
Mich stört die Romanisierung nicht. Ich spreche weder Latein noch Griechisch und habe nichts gegen die neu eingeführten Begriffe. Die Myr-Produkte der letzten Jahre gefallen mir soweit auch ganz gut.

Mythos

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #23 am: 10. Februar 2014, 07:47:38 »
Mich stört die Romanisierung auch ziemlich. Box und HC haben ein Imperium vermittelt, dass viel näher an der griechischen Kultur (und Exotik) lag als jetzt. Und genau das fand ich so toll daran. Umsetzungen nach Art vom Römischen Imperium gab es hingegen gefühlt schon zig Male.

Für Cantera gab es aber eine Andeutung, mein ich, dass dort immer noch die alten Begriffe benutzt werden. Daher wartete ich eigentlich gespannt auf die RSH zu Cantera. Meine Hoffnung war, dass sich die Andeutung bestätigt und auch eine Liste mit Begriffen vorgestellt wird. Immerhin würden dann wenigstens ein oder einige Horasiate griechischer sein als die Allgemeinheit. Aber inzwischen Frage ich mich eher, was überhaupt aus den RSHs geworden ist.

Finarfin

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #24 am: 10. Februar 2014, 12:47:36 »
Ich bin ein großer Fan der Romanisierung Myranors, was sich nicht nur in den militärischen Begriffen niederschlägt - dies sehe ich als eine nette und sinnvolle Ergänzung zur übrigen Romanisierung - sondern auch in der Gesellschaftsstruktur.
Schon im HC hatten wir eine Teilung in Optimaten (Achtung, Latein), Honoraten (Achtung, Latein) und Bürger, die der römischen Teilung in Senatoren, Ritter und Bürger entspricht. Die weitere Ausgestaltung der Stadtregierung ähnelt sehr der römischer Provinzstädte, das Arenawesen (schon in der alten Box) auch, die Gebäudestruktur der Städte etc. die Tempelanlagen sowie die Strukturen der Priesterschaft etc. pp.

Um all dies rückgängig zu machen, müsste man das halbe UdS einstampfen, da alle Lücken aus dem HC römisch gefüllt wurden, die eh schon römischen Elemente verstärkt wurden.

Historische Anleihen sind im Rollenspiel sehr sinnvoll, da die Spieler so viel schneller die passenden Bilder vor Augen haben, und die römische Anleihe bietet sich für Myranor deutlich an, besser als die griechische:
Zwar haben wir mit den Diadochenreichen auch große Flächenstaaten griechischer Zeit, doch sind die Diadochenreiche eben nicht das Bild, das 90% der Bevölkerung als erstes vor Augen hat, wenn das alte Griechenland erwähnt wird. Da dominieren Sparta und Athen der klassischen Zeit (also um 500 v.Chr.). Doch die dazu passenden Anleihen waren bis auf vereinzelte Wortstämme sehr, sehr dürftig, seit je her. Mein Eindruck aus dem HC war stets ein Römisches Reich mit chinesischen oder byzantinischen Elementen (v.a. die Rolle des Kaisers) sowie StarWars-Komponenten.
"Griechisch" waren ausschließlich die Wortstämme im Militär, mehr nicht. Gut, das hätte man lassen können, aber nachdem man mit einigem Sachverstand und Fachwissen die vielen Leerstellen mit römische Elementen gefüllt hat - wobei das römische Element mMn schon seit dem HC stärker war als das griechische - in erster Linie römische Elemente hinzugefügt hat (s.o.), macht die Anpassung der Begriffe im Vokabular durchaus Sinn. Schon im HC war bei den Hinweisen im Namensgenerator klar gemacht worden, dass der Norden eher lateinische, der Süden eher griechische Endungen benutzt. Nur war bis dahin ausschließlich der Süden beschrieben, nun kommt der auch nach HC-Aussagen viel römischere Norden deutlich stärker in den Fokus, Centralis selbst liegt vergleichsweise weit im Norden, so dass im Nachhinein die griechischen Begriffe eher südliches Lokalkolorit sind. In Wien essen die Leute ja auch keine Tomaten, sondern Paradeiser. Damit ist die Romanisierung noch nicht einmal eine so große Angelegenheit, wie in diesem Faden behauptet wird.

barbarossa rotbart

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #25 am: 10. Februar 2014, 12:55:06 »
Alles kann man natürlich nicht rückgängig machen. Was mich aber an UdS stört, ist, dass man die Lücken mit römischen Material füllte, dass man die Struktur des imperialen Militärs total umbaute und das man Begriffe aus dem HC durch andere (echte lateinische) ersetzte.
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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #26 am: 10. Februar 2014, 14:49:23 »
Norden eher römisch, Süden eher griechisch fänd ich einen guten Kompromiss. Und an den Rändern dann eben ins Asiatische übergehend.
Das Imperium? Im Niedergang? Nicht, dass ich wüsste.

Finarfin

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #27 am: 10. Februar 2014, 16:51:56 »
Zumal das römische Reich eh in die lateinische West- und die griechische Osthälfte geteilt war:
Wo in lateinischen Inschriften der Kaiser als Imperator bezeichnet wurde, steht in den griechischen Inschriften βασιλεύς.
Dann kann die Hundertschaft im Norden Myranors eben Centuria heißen und im Süden Ηκτάδη.

barbarossa rotbart

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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #28 am: 10. Februar 2014, 17:18:16 »
Aber dafür müsste es zwei verschiedene Hauptsprachen in Imperium (und ich rede nicht von Gemein- und Hiero-Imperial) geben. Außerdem hätte man einige Hintergrund-Konzepte aus dem HC nicht ändern dürfen!
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Re: Myranor de-romanisieren!
« Antwort #29 am: 10. Februar 2014, 17:24:11 »
Die verschiedenen Begriffe sind eben Lokalkolorit, vgl. Tomate und Paradeiser.

Welche Hintergrundkonzepte wurden denn verändert? Bisher wurden doch nur Konzepte hinzugefügt, soweit ich das überblickt habe.