Autor Thema: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund  (Gelesen 54626 mal)

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #195 am: 14. Juni 2016, 20:44:08 »
Ich sehe es ähnlich wobei ich zumindest für Myranor keine Regeln zum Ackerbau kenne.
Lediglich in Sturmgeboren gibt es hierfür Werte wobei man 62000 Bauern mit Taw 10 benötigen würde um ein durchschnittliche myranische Provinz mit den 5 in den Abenteuer geregelten Pflanzen zu versorgen. 30500 Bauern mit Taw 10 wenn nur Kartofeln in der Provinz angebaut würden. Ergo die Produktivität muss in Myranor schon allein zur Versorgung der durchschnittlichen Provinz höher liegen um überhaupt die beschriebene städtische Kultur zu ermöglichen.

Grimoald

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #196 am: 15. Juni 2016, 00:14:37 »
Historisch gab es ja auch viele "Ackerbürger".

Blöd gefragt - warum sollten nicht viele Bürger der imperialen Städte als Bauern arbeiten? Dazu Untertanen, die als Erntehelfer u.ä. saisonweise aufs Land fahren, wegen der hohen Urbanisierung aber in den Städten ihren festen Wohnsitz haben.
Da die Kultur so städtisch ist, und nach den Beschreibungen in UdS würde es ja passen, kann ich mir gut vorstellen, dass um die Städte ein dichter "Agrargürtel" liegt, der zumindest teilweise aus der Stadt heraus bewirtschaftet wird.

Agrimoth

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #197 am: 15. Juni 2016, 22:14:59 »
Was bei Myrunhall noch dazu kommt, ist die Lage am Meer. Hier dürfte auch ein beträchtlicher Teil der Nahrung in Form von Fischen herkommen.

Dazu dann noch viele Ackerbürger, vielleich gerade in den Kleineren Städten. Und wenn bei den Domänen noch Sklaven zusätzlich zählen passt das sicher. Allerding ist Myrunhall damit dann halt keine typische imperiale Provinz mehr. 

ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #198 am: 15. Juni 2016, 22:17:51 »
Allerdings ist Myrunhall damit dann halt keine typische imperiale Provinz mehr.
Wenn einem die Beschreibung eines klar macht, dann das ^^;
Auch ganz ohne die Bevölkerungsfrage :D

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #199 am: 20. Juni 2016, 20:49:06 »
Was meint ihr verschlingt eine Myriarde an Unterhalt?
Unter zu Grundelegung des in Stein der Götter genannten bedarfs von 16500 Aureal für 500 Söldner komme ich auf 2.640.000 Aural.
Das Imperum hat eine Bevölkerung von 32 Millionen und 22 Myriarden angenommen die Kopfsteuer Beträgt 8 Au pro Kopf und das Imperium erhält 30 % hiervon so hat es ein Buget von 256.000.000*0,3=76.800.000 daher erscheint ein Etat von 58.080.000 Au realistisch wenn es sonst nur representative Aufgaben hat. Was meint ihr?
Wie Hoch schätzt ihr die Staatsquote im Imperium?




Agrimoth

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #200 am: 20. Juni 2016, 22:28:09 »
Der Myrmidone bekommt 2Ag pro Tag (UdS S.41). Mit Lohnnebenkosten (Verpflegung, Schanzzeug, Offiziere) würde ich im Schnitt 5Ag rechnen. Macht pro Myriade (10.000 Soldaten) 1.825.000Au/Jahr. Daher passt die Söldnerrechnung schon (Ich habe z.B die Abfindungen vergessen).

Ich halte aber die einkünfte für zu wenig. So wird es sicherlich über die Kopfsteuer hinaus noch weitere Steuern und vor allem Zölle geben. Zumal das Imperium als solches auch noch für andere Sachen zahlt. So scheint es für manche Teile des Hochstraßennetzes zu bezahlen, hat noch eine Flotte und auch der Verkehr auf den Orisimani schient zum Teil imperiale Aufgabe zu sein. Darüber hinaus dürften die Imperialen Finanzen nicht so einfach sein. So kann es sein, dass per Tradition Valantia die Ausgaben für eine Myriade zu zahlen hat, Narinion aber vielleicht nicht.

Auch die Staatsquote ist schwierig zu bestimmen, da der Übergang von Staatlichen Ausgaben zu solchen der Häusern teilweise fließend ist. (In eineigen Provizen gilt das leider auch für die Einnamen.)

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #201 am: 21. Juni 2016, 03:37:55 »
In UdS sind zwar die einzelnen Besoldungsgruppen der Myriade aufgelistet, jedoch keine genaue Verteilung, wieviele Mitglieder die jeweiligen Gruppen haben ... die genaue Soldkasse ist damit weder zu berechnen, noch in allen Myriaden gleich.

Man könnte als ganz groben Wert annehmen, dass eine Myriade von 750.000 bis zu 1 Mill. Au im Oktal kostet (inkl. Nahrung für Truppen, Esel, Pferde etc., Ausrüstung, Instandsetzung, Materialien etc. p.p).

Das Steueraufkommen des Imperiums wird sich nicht auf die Kopfsteuer beschränken. Darüber hinaus läuft sehr viel über "private Finanzierung", d. h. es wird von den Hohen Häusern oder von Collegien etwas finanziert. ... nicht selten im Gegenzug zu bestimmten Leistungen oder Lizenzen. So wäre es durchaus möglich, dass eine Myirade vom Collegium der Ledergerber neue Ausrüstung erhält, dafür bekommt das Collegium eine Exklusiv-Lizenz für 10 Jahre in einer Garnisonsstadt ...


Vor einer Publikation zur Hochfinanz und dem kontinentalen Machtspiel würde ich keine (!) finanzielle Aufstellung und Berechnung für fundiert genug ansehen.
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okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #202 am: 21. Juni 2016, 14:56:12 »
In UdS sind zwar die einzelnen Besoldungsgruppen der Myriade aufgelistet, jedoch keine genaue Verteilung, wieviele Mitglieder die jeweiligen Gruppen haben ... die genaue Soldkasse ist damit weder zu berechnen, noch in allen Myriaden gleich.
Das Steueraufkommen des Imperiums wird sich nicht auf die Kopfsteuer beschränken. Darüber hinaus läuft sehr viel über "private Finanzierung", d. h. es wird von den Hohen Häusern oder von Collegien etwas finanziert. ... nicht selten im Gegenzug zu bestimmten Leistungen oder Lizenzen. So wäre es durchaus möglich, dass eine Myirade vom Collegium der Ledergerber neue Ausrüstung erhält, dafür bekommt das Collegium eine Exklusiv-Lizenz für 10 Jahre in einer Garnisonsstadt ...


Vor einer Publikation zur Hochfinanz und dem kontinentalen Machtspiel würde ich keine (!) finanzielle Aufstellung und Berechnung für fundiert genug ansehen.
Man könnte als ganz groben Wert annehmen, dass eine Myriade von 750.000 bis zu 1 Mill. Au im Oktal kostet (inkl. Nahrung für Truppen, Esel, Pferde etc., Ausrüstung, Instandsetzung, Materialien etc. p.p).



Ich habe mir zum Spaß ausgerechnet welches Einkommen der Bevölkerung durchschnittlich, ausgehend von den Werten in UdS zur Verfügung steht. Wenn 65% zur Unterschicht, 30% zur Mittelschicht, 4% zur Honoraten und 1% zur Optimaten Schicht gehören
 3.077.680.000 Aureal im Jahr erwirtschaftet werden. 132.000.000-176.000.000 Aureal halte ich daher für finanzierbar wobei ich den Eindruck gewann das Horasiate und Imperium nur Abgaben und Domänenerträge erhalten aber keine eigenen Steuern erheben.


Agrimoth

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #203 am: 21. Juni 2016, 21:12:28 »
Auch wenn Tabuin recht hat und es total GAGA ist irdische Wirtschaftsmodelle auf eine Fantasy Welt anzuwenden:

3.077.680.000 Aureal entsprechen grob dem verfügbaren Einkommen. Das BIP eines Landes ist zwangsweise höher, in Deutschland etwa ein Drittel mehr. Macht 4.103.573.333Aureal. Wenn davon das Imperium etwa 4% für Rüstung ausgibt (ähnlich USA) haben sie 164.142.933 Aureal für die Myriaden. Bei ~7.000.000 pro Myriade passt das etwa, dazu kommen noch Ausgaben für die Flotte von 10.000.000Aureal, was den Zustand der Imperialen Flotte gut erklärt. Nicht berücksichtig sind die Horasialen Legionen, die aber auch aus einem anderen Topf finaziert werden.

PS: Im Myranor HC war es noch Satzung, das die drei Myriaden am Sternenpfeiler als Imperiale Garde Sondertruppen sind und nicht zu den regulären Myriaden zählen (HC S.32). Ich gehe mal davon aus, dass das noch immer gilt, ansonsten lassen sich die Horasiate nicht wirklich mit Myriaden bestücken.

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #204 am: 23. Juni 2016, 19:07:27 »
Auch wenn Tabuin recht hat und es total GAGA ist irdische Wirtschaftsmodelle auf eine Fantasy Welt anzuwenden:

3.077.680.000 Aureal entsprechen grob dem verfügbaren Einkommen. Das BIP eines Landes ist zwangsweise höher, in Deutschland etwa ein Drittel mehr. Macht 4.103.573.333Aureal. Wenn davon das Imperium etwa 4% für Rüstung ausgibt (ähnlich USA) haben sie 164.142.933 Aureal für die Myriaden. Bei ~7.000.000 pro Myriade passt das etwa, dazu kommen noch Ausgaben für die Flotte von 10.000.000Aureal, was den Zustand der Imperialen Flotte gut erklärt. Nicht berücksichtig sind die Horasialen Legionen, die aber auch aus einem anderen Topf finaziert werden.

PS: Im Myranor HC war es noch Satzung, das die drei Myriaden am Sternenpfeiler als Imperiale Garde Sondertruppen sind und nicht zu den regulären Myriaden zählen (HC S.32). Ich gehe mal davon aus, dass das noch immer gilt, ansonsten lassen sich die Horasiate nicht wirklich mit Myriaden bestücken.

Ich habe auch übersehen das nicht jeder einer Arbeit nachgeht(50% der Bevölkerung soll ja minderjährig unter 16 sein und die Ausbildung üblicherweise mit 8 beginnen).
Außerdem scheinen die Provinztruppen(Garden+Söldner) leicht auf 1000 Mann zu kommen.
22 Myriarden auf 15 Horasiate kommen von denen 2 3 Myriarden(Centralis und Xarxaron) haben und eines keine(Era Summu) ein weiteres 2 Myriarden(Harpalis) hat dann bleibt für den Rest mindestens 1 Myriarde.
Früher war der Anteil der Rüstungsausgaben im allgemeinen höher wobei hierbei alle Ebenen zu berücksichtigen wären.

ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #205 am: 23. Juni 2016, 19:12:24 »
Bedenkt bitte auch, das bei weitem nicht alle Myriaden auf Sollstärke sind...
(Dank z.B. andauernder Konflikte mit den Kentori. Auch wenn die jetzt nicht direkt ein offener Krieg sind,...)

Agrimoth

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #206 am: 23. Juni 2016, 22:27:14 »
22 Myriarden auf 15 Horasiate kommen von denen 2 3 Myriarden(Centralis und Xarxaron) haben und eines keine(Era Summu) ein weiteres 2 Myriarden(Harpalis) hat dann bleibt für den Rest mindestens 1 Myriarde.

Offiziell bekannte mindest Myriandenzahlen:
Cantera 1 (Myranor HC S. 51)
Centralis 4  (UdS S. 199 + 203)
Corabenius 1 (UdS S. 219)
Era'Sumu 0 (Forum)
Haeldingard 1 (Myranisches Arsenal S. 13)
Harpalis 3 (UdS S. 229)
Ochobenius 3 (UdS S. 174f)
Tharpura 1 (UdS S. 254)
Toldaron 1 (UdS S. 227)
Valantia 2 (UdS S. 268)
Xarxaron 3 (UdS S. 280)

Summe 20

Unbekannt:
Caranrenius
Glydaraland
Mayenos
Narinion

Vier Horasiate, die sich zwei Myriaden teilen. Und bis auf Narinion dürfte keins als friedfertig gelten. Für Glydaraland dürfte aufgund der Größe, Lage und jüngeren Geschichte durchaus zwei Myriaden angemessen sein.

Wenn die Myriaden in Dorintapolis Imperiale Garde des Thearchen sind passt es genau.

(Dank z.B. andauernder Konflikte mit den Kentori. Auch wenn die jetzt nicht direkt ein offener Krieg sind,...)

Du meinst sicher BanBargui? Die Kenori sind doch noch fast Verbündete des Imperiums. Auch wenn mal der ein oder andere Krieger auf beiden Seiten durch "verirrte" Pfeile umkommt ist das kein echter Konflikt.

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #207 am: 24. Juni 2016, 00:06:19 »
"Das letzte als solches zu bezeichnende Gefecht mit den dunklen Käferf... und ihren Reitwürmern ist lange genug vorbei, um uns die Möglichkeit gegeben zu haben, unsere glorreichen Streitkräfte wieder auf ihre Sollzahlen zu bringen!" — Der Hohe Dorokrat

Angesichts der Bedrohung durch die Ban Bargui wäre es ausgesprochen töricht, die Truppen in den angrenzenden Regionen nicht wieder schnellstens durch erfahrene Einheiten zu ergänzen. Und bisher hat der aktuelle Hohe Dorokrat keinen Anlass gegeben, ihn als töricht zu bezeichnen. Wenn es also Myriaden gibt, die nicht auf Maximum sind, dann eher im Osten – weil sie ausgebildete Kohorten abgeben mussten.

Gyldraland: Laut Myrunhall sind bei Teleropolis Teile einer imp. Myriade stationiert. (MyHa 62)
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okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #208 am: 27. Juni 2016, 18:25:35 »
Wie werden Honoraten und Adepi Minores beim Militär oder Garde behandelt?
Zumindest die Garde in Daranel verfügt über Zauberer welche laut Hintergrund mindestens Honoraten sein sollten.
Wobei ich mich auch frage wie ein Honoraten Sproß beim Militär behandelt wird. Wie werden sie bezahlt und eingesetzt.

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #209 am: 27. Juni 2016, 20:49:05 »
Ganz wichtig: Daranel ist nicht das Imperium! Die dort lebenden Optimaten sind eine Sonderform und für Daranel beschriebene Gegebenheiten können nicht 1:1 auf das Imperium übertragen werden.

Optimaten können beim Militär eine Karriere machen, wie es in UdS beschrieben ist. Sie steigen als Offiziere ein und werden entsprechend ihres Ranges ... und des Prestigs ihres Hauses in der Region ... behandelt.

Für die XXI. Gatharadia z. B. kann ich sagen, dass dort Mitglieder der Häuser Kouramnion und Eupherban deutlich anders behandelt werden als Partholon oder Quoran. Das liegt an der lokalen politischen Situation in Corabenius. Die Myriade wird von einem Kouramnion kommandiert und untersteht der direkten Aufsicht des Hohen Dorokraten - der hat einen Legaten vor Ort. Das gibt den Kouramnion im Offizier-Korps natürlich doppelt Vorteile. Gleichzeitig ist der Horas ein Eupherban und versucht "seine Leute" in die Myriade zu bekommen, um etwas Einfluss auf die 10.000 Elite-Soldaten in seinem Land zu haben ... Die Myriokratin ist eine Aphirdanos, was den Mitgliedern des Hauses in der Myriade bei ihrer Karriere hilft. Die K. und die A. stehen in Corabenius gegen die Eupherban, also hilft man sich auch untereinander.
Das Beispiel soll zeigen, dass an vielen Standorten die lokale Politik sicher deutlich wichtiger ist, als die optimatische Herkunft eines Offiziers alleine. Die spielt nur im Verhältnis zu den Untergebenen eine größere Rolle. Wobei auch da eine gewisse Bandbreite möglich ist. Wenn die Mannschaften über einen Alantinos maulen, wird man dem eher nachgehen, als wenn die Beschwerde über ein Mitglied eines einflussreichen Hauses geführt wird.

Die magischen Befähigungen eines Optimaten sind sicher vor seiner Berufung auf eine Offiziersstelle relevant. Man wird keinen Heilmagier zum Chef der Artillerie machen, wenn zwei Quoran daneben stehen, die das einfach besser machen könnten ... der Proporz würde dann eher eine weitere Offz-Stelle im Stab bedingen, damit der Phraisopos einen schönen Titel bekommt und die Geschütze weiterhin einsatzbereit bleiben. Zumindest diese Lehre hat man im Generalstab aufgrund des Seekrieges und der BB-Überfälle gezogen.

Honoraten im Militär ... sind entweder Centurios, dann haben sie den Status aufgrund ihres Ranges. Oder sie sind im Stab ein wichtiger Funktions-Beamter, z. B. Leibarzt des Kommandanten. Dann dürften viele von ihnen Serr Imperialis sein, also Staatsbeamte. Oder sie gehören direkt einem Hohen Haus an und unterliegen dann den politischen Möglichkeiten und Problemen des Hauses.
Ihr Ansehen richtet sich also nach a) ihrer Funktion und b) nach ihrer Zugehörigkeit. Bei der XXI. Gatharadia hätte z. B. ein Serr Imperialis (derzeit) ein besseres Ansehen als ein Serr Eupherban, wäre einem Serr Kouramnion aber im Ansehen unterlegen, wenn er nicht die coolere Aufgabe hat. Da sticht z. B. der Quartiermeister def. den Aufseher der Viehfutter-Logistik. ;)

Das Kind eines Honoraten ... ist völlig egal. ;) Okay, nicht völlig. Aber es kommt schon sehr auf die Aufgabe und eben die Zugehörigkeit des Elternteils an. Wer als Honorat hohes Ansehen genießt, kann seine Kinder - bei zumindest halbwegs passender Befähigung des Nachwuchses - auch mit guten Jobs versorgen. Da die Honoraten den Amtsadel stellen und es mehr als genug politische und wirtschaftliche Gegner gibt, ist es schon relativ wichtig, dass man für die Aufgabe auch geeignet ist.1 Ämter und Aufgaben sind in Myranor nicht zuletzt eine Image-Sache. Es ist gut fürs Image, wenn ein Haus prestigeträchtige Posten besetzt. Wenn die Amtsträger aber so ungeeignet sind, dass man es nicht mehr verschleiern kann, ist das schlecht fürs Image.



1Die Ineffizienz der Bürokratie liegt - auf der Ebene der Honoraten - mMn weniger an Unfähigkeit der einzelnen Personen, als vielmehr an einem Wust von Zuständigkeiten, einer fehlenden übersichtlichen Rechtsgrundlage, dem ausgeklügelten und sehr aktiven Kleinkrieg der Politik mit Intrigen, Verfahren, Sabotage etc. und vor allem einem nur bedingt brauchbaren Führungsstab auf der Ebene der Optimaten. Wechselnde Prätoren mit wechselnden Ambitionen und Schwerpunkten sorgen eben nicht für klare Kurse und Ziele.
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