Autor Thema: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund  (Gelesen 80281 mal)

ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #105 am: 02. August 2015, 21:51:47 »
Und selbst das ist mEn bereits Zuviel an Ea'Myr im Imperium....

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #106 am: 03. August 2015, 18:30:26 »
Davon wirde ich nicht ausgehen. Das dritte Auge verleiht zwar große magische Macht, aber nicht unbedingt politisches Gespür, was für diesen Rang fast noch bedeutsamer sein dürfte. Nachdem die Archäer bereits vor tausenden von Jahren ausgestorben sind, dürfte die Beschreibung "einem Archäer gleichranging" eher dem Wunschdenken der Optimatenschaft entspringen, als eine exakte Abbildung der Macht jedes einzelnen sein. Wenn man sich zum Beispiel die Kampagne "Wächter des Imperiums" ansieht, wird da relativ stark impliziert, dass im weiten Umkreis der Handlung nur zwei Personen ein offenes drittes Auge tragen - und das im magokratischen Xarxaron, wo die Konzentration vermutlich mit am höchsten sein sollte.

Das dritte Auge erhöht sowohl Intuition als auch Intelligenz, in erster Linie scheinen die Optimatenränge Magierränge zu sein.
So wurde der Therach wegen seiner Begabung ernannt nicht wegen seiner politischen Fähigkeiten.
Wenn das dritte Auge kein Zugangkriterium zum Magusrang ist weil zu selten dann ist davon auszugehen das gerade hochrangige Optimaten wahrscheinlicher über ein drittes Auge verfügen.

ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #107 am: 04. August 2015, 08:52:56 »
So wurde der Therach wegen seiner Begabung ernannt nicht wegen seiner politischen Fähigkeiten.
Sagt man jedenfalls...
Auf der anderen Seite hat der Thearch seit UdS Politisch eh nicht mehr viel zu sagen. Es ist sein Stellvertreter der die eigentliche Macht Ausübt. (das ist jedenfalls mein Eindruck)
So das es wieder möglich wäre...

Wenn das dritte Auge kein Zugangkriterium zum Magusrang ist, weil zu selten, dann ist davon auszugehen das gerade hochrangige Optimaten wahrscheinlicher über ein drittes Auge verfügen.
Dieser Zirkelschluss erschließt sich mir jetzt nicht...
Aber dennoch hast du recht. UdS sagt dies nämlich exakt genau so:
Nur die hochrangigsten Optimaten haben ein geöffnetes Ea'Myr.
Sprich: Im gesamten Imperium höchstens ein gutes Dutzend Personen. Eher ein halbes...

(und selbst das ist, wie schon oft angemerkt, mEn schon viel zu viel)

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #108 am: 04. August 2015, 17:53:38 »
So wurde der Therach wegen seiner Begabung ernannt nicht wegen seiner politischen Fähigkeiten.
Sagt man jedenfalls...
Auf der anderen Seite hat der Thearch seit UdS Politisch eh nicht mehr viel zu sagen. Es ist sein Stellvertreter der die eigentliche Macht Ausübt. (das ist jedenfalls mein Eindruck)
So das es wieder möglich wäre...

Wenn das dritte Auge kein Zugangkriterium zum Magusrang ist, weil zu selten, dann ist davon auszugehen das gerade hochrangige Optimaten wahrscheinlicher über ein drittes Auge verfügen.
Dieser Zirkelschluss erschließt sich mir jetzt nicht...
Aber dennoch hast du recht. UdS sagt dies nämlich exakt genau so:
Nur die hochrangigsten Optimaten haben ein geöffnetes Ea'Myr.
Sprich: Im gesamten Imperium höchstens ein gutes Dutzend Personen. Eher ein halbes...

(und selbst das ist, wie schon oft angemerkt, mEn schon viel zu viel)

Ganz einfach wer über das geöffnete dritte Auge verfügt wird Prüfungen die für normale Zauberer gedacht sind leicht bestehen.
Es gibt laut UdS allein 50 Majestäten ergo mehr als ein Dutzend. Angesichts dessen das es nur 1000 Eminenzen gibt was nicht mal jeder zweihundertste Optimat ist, ist ein Magus bereits einer der hochrangigsten Optimaten.

Grimoald

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #109 am: 04. August 2015, 22:58:46 »
Ich fand die Seltenheit des Ea'Myr eigentlich immer schade. Ich hatte da ja auf einen Satz an Sonderfertigkeiten gehofft, um auch als Spieler-Held (teilweise) diese Fähigkeiten zu bekommen. Keine komplette Kontrolle, aber als Zwerge, die auf den Schultern von Riesen stehen einfach die schrittweise Kontrolle über das Schwarze Auge. Wir hatten da auch mal an ein paar Hausregeln gedacht...

Und klar, in einer Gesellschaft mit einem magokratischen Ideal (zumindest innerhalb des Hochadels) ist ein geöffnetes Schwarzes Auge DIE Eintrittskarte zu höchsten Ehren... man stelle sich parallel eine stark militarisierte Gesellschaft vor, in der ein Kandidat für ein öffentliches Amt ein hochdekorierter Kriegsheld ist. Bedeutet nicht, dass der automatisch ein großer Staatsmann wird, bedeutet auch nicht, dass er deswegen alle seine Konkurrenten überflügelt.... aber einen Vorteil wird er haben.

Wenn ich mich recht erinnere, ist ein Adeptus exemptus ja bereits Senator in seiner Heimatsprovinz, ein Magus hat einen Sitz im horasialen Senat.

Cifer

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #110 am: 04. August 2015, 23:36:18 »
Zitat
Ich fand die Seltenheit des Ea'Myr eigentlich immer schade. Ich hatte da ja auf einen Satz an Sonderfertigkeiten gehofft, um auch als Spieler-Held (teilweise) diese Fähigkeiten zu bekommen. Keine komplette Kontrolle, aber als Zwerge, die auf den Schultern von Riesen stehen einfach die schrittweise Kontrolle über das Schwarze Auge. Wir hatten da auch mal an ein paar Hausregeln gedacht...
Ich wäre geneigt, die höchsten Stufen der Spontanzauberei-SFs als Anfang der Öffnung des Auges zu interpretieren.

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #111 am: 05. August 2015, 01:55:25 »
Ich würde persönlich davon ausgehen, dass es im Imperium Myranum eine dreistellige Anzahl an Trägern des Sterns der Alten gibt ...
Viele von denen werden wohl nur noch ihrer eigenen Forschung nachgehen. Ein paar sind sicherlich in der Politik aktiv. Wer an der Spitze eines großen Hauses steht, dürfte über das dritte Auge verfügen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der aktuelle Hohe Dorokrat ein Träger ist (evtl. ist es noch nicht völlig ausgebildet ...)

btw. die Nicht-Nennung in der Xarxaron-Kampagne ist kein Beweis dafür, dass es in Xarxaron nicht mehr als eine Person mit drittem Auge gibt. ;)
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ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #112 am: 05. August 2015, 08:18:31 »
Ganz einfach wer über das geöffnete dritte Auge verfügt wird Prüfungen die für normale Zauberer gedacht sind leicht bestehen.
Das ist richtig.
Aber deswegen "muss" noch lange nicht mal einer ein geöffnetes Ea'Myr haben.
Deine Zirkelschluss sagt aber das es Wahrscheinlicher ist, das hochrange Opties ein geöffnetes Ea'Myr haben.
Und das ist keineswegs korrekt.
Zum einem war es vor UdS nicht mal sicher ob es überhaupt jemanden mit einem geöffneten Ea'Myr im Imperium gibt.
Zum anderen sind die Prüfungen, grade in den hohen Rängen, so oder so eher Formalitäten. Grade die hohen Ränge sind in erster Linien politische Ämter. Und nur weil das Ea'Myr offen ist, ist man nicht auch Zeitgleich automatisch zu so etwas befähigt, oder hat die nötigen Beziehungen die es dafür braucht.
 
Es gibt laut UdS allein 50 Majestäten ergo mehr als ein Dutzend. Angesichts dessen das es nur 1000 Eminenzen gibt was nicht mal jeder zweihundertste Optimat ist, ist ein Magus bereits einer der hochrangigsten Optimaten.
Das kann gott sei Dank jeder Auslegen wie er mag.
"Die hochrangisten Optimaten" sind für mich Maximal die Mitglieder des Supremat-Konklave, die Formal Acht mal Acht Archimagi des Imperiums. Einfach weil sie die einzigen Sind, die wirklich durch reine magische Macht dort sind wo sie sind. Und somit die einzigen deren Posten tatsächlich nicht an der Poltik hängt. Sondern einzig daran, ob sie die großen Astralemanation überleben oder nicht.
Und selbst diese Formale 64 Personen wären mir schon rund 60 zu viel...
Aber zum Glück kann ich mir hier leicht damit behelfen, das es Formal 8 mal 8 sind. Niemand sagt, das dass  Supremat-Konklave tatsächlich auch nur Ansatzweise voll besetzt ist. Bzw. tatsächlich vollständig von tatsächlichen Archomagie besetzt ist.

Woher kommt plötzlich der Wunsch nach inflationäre Häufig eines geöffneten(!) Ea'Myr?
Ich kann das nicht mal im Ansatz nachvollziehen...
Das Ding gilt als der Heilige Gral der Magie. Als das mächtigste magische Ding ganz Deres, das möglicherweise nicht mal von Drachen, Feen und Kobolden überboten werden kann (sondern eher gleich auf liegt).
Als etwas das so mächtig ist, das man keine Regeln dafür Angeben will! Einfach weil das Abenteuerleben in dem Moment beendet wäre...
Selbst in seinen Auftritten in ABs wird es von den Autoren künstlich über widrige Umstände klein gemacht, damit die Helden daneben nicht verblassen.
Und mal ganz ehrlich:
Wenn es mähre Hundert träger eines geöffneten Ea'Myrs im Imperium gäbe... Und auch schon immer gegeben hätte...
Dann säh das Imperium ganz anderes aus.
Denn es gäbe kaum jemanden, der einer solch geballten Macht etwas Entgegen zu setzten hätte.
Bereits ein einzelner Träger eines geöffneten Ea'myr kann Problem eine ganze Armen zumindest in die Flucht schlagen.
Was könnten da erst 64, 50 oder gar da erst eine "dreistellige Anzahl" Bewirken?

Varana

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #113 am: 05. August 2015, 11:34:36 »
Da muß ich Chao direkt mal zustimmen. :D

Ein geschlossenes Auge, ein verkümmertes Auge, ein Ansatz zum Auge, erkennbare Spuren und Vorformen - gerne, bei einigen Optimaten. Ein voll geöffnetes Auge - nein.

Ein Drittes Auge ist das Merkmal der Archäer. Die sind seit Jahrtausenden praktisch ausgestorben, und die myranische Vorgeschichte schreibt ihnen Leistungen zu, die heute praktisch nicht mehr nachvollziehbar sind - unter anderem, daß eine kleine Gruppe von ihnen, die unter einem Berg lebten, ohne größere Rückschläge den ganzen Kontinent eroberten. Die Optimaten dagegen sind Menschen, keine Archäer. Und für Menschen gibt es Spielregeln, anhand derer man sehen kann, wozu sie in der Lage sind.

Wenn es hundert (oder ein paar Hundert) Archäer im Imperium gibt, und wenn man praktisch davon ausgehen kann, daß bestimmte Ränge über ein offenes Drittes Auge verfügen, dann wird aus dem Stoff von Legenden und heroischer Vorgeschichte eine ganz normale Fähigkeit. Selten, aber nichts Sagenhaftes mehr. Chef eines Hauses kann theoretisch auch ein SC werden.
Und dann brauchen wir auch Regeln dazu, die entweder auf einen I-Win-Button hinauslaufen, oder die das Dritte Auge eben aus dem Sagenhaften auf die mundane Ebene herunterholen. Schon die Xarxaron-Kampagne weiß mit dem Dritten Auge praktisch nichts anzufangen und schummelt sich mehr oder weniger gekonnt darum herum. Der Gewinn an Abenteuerpotential geht gegen Null - im Gegenteil, die Kampagne muß sich Mühe geben zu erklären, warum die beiden Dreiäugigen, die da auftauchen, eben nicht den I-Win-Button drücken.

Vollausgebildete Spontanzauberer sind schon ausgesprochen mächtige Magier. Und nicht ohne Grund ist das sch...teuer, dorthin zu kommen. Wenn wir jetzt anfangen, diese Kosten auszuhebeln, indem wir für 50 GP oder sowas eine mächtigere Fähigkeit einbauen, dann wird das Ganze zum Witz. Wer für seinen Magier Ziele hat, kann ja anfangen, die 5000 AP für die Spontanzauber-SF abzuzahlen (plus weitere notwendige Ausgaben).
Ich bin das Imperium an des Verfalles Ende,
An dem vorbeizieht der Barbaren schwarze Flut,
Das Akrosticha ersinnt, auf denen müde ruht
Ein spätes Sonnenlicht, wie flimmernd Goldgeblende.

Pauloverlanos te Alantinos

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #114 am: 05. August 2015, 17:51:46 »
Das Ding gilt als der Heilige Gral der Magie. Als das mächtigste magische Ding ganz Deres, das möglicherweise nicht mal von Drachen, Feen und Kobolden überboten werden kann (sondern eher gleich auf liegt).
Als etwas das so mächtig ist, das man keine Regeln dafür Angeben will! Einfach weil das Abenteuerleben in dem Moment beendet wäre...
Selbst in seinen Auftritten in ABs wird es von den Autoren künstlich über widrige Umstände klein gemacht, damit die Helden daneben nicht verblassen.
Und mal ganz ehrlich:
Wenn es mähre Hundert träger eines geöffneten Ea'Myrs im Imperium gäbe... Und auch schon immer gegeben hätte...
Dann säh das Imperium ganz anderes aus.
Denn es gäbe kaum jemanden, der einer solch geballten Macht etwas Entgegen zu setzten hätte.
Bereits ein einzelner Träger eines geöffneten Ea'myr kann Problem eine ganze Armen zumindest in die Flucht schlagen.
Was könnten da erst 64, 50 oder gar da erst eine "dreistellige Anzahl" Bewirken?

Eben, was könnten sie bewirken? Das kann keiner sagen!
Es gibt weder eine ernsthafte Liste von automatischen Vorteilen für das Ea‘Myr, noch eine Angabe von Sonderfertigkeiten, die man vorweisen kann oder muss ... es wird bisher schlicht narrativ festgelegt. Als Ergebnis ist es zu einem Mythos geworden, der seine Träger auf die Stufe von Superman & Co stellt. ... und den Autoren einen Berg von erzählerischen Problemen in den Schoß wirft, den sie ohne offenes Auge nicht bewältigen können.


Historisch: Viele Archäer verfügten über ein geöffnetes drittes Auge. Und sie brauchten weit über 1.000 Jahre, um den damals eher barbarischen Kontinent Myranor zu unterwerfen – Jahre, nicht Wochen. Allein für die Kontrolle über die Allianz brauchten sie über 120 Jahre der Einigungskriege. Und als beste Waffe hat sich dabei nicht ihre Magie erwiesen, sondern die ganz profane Myriade (vgl. UdS 12-13). Sie waren – trotz ihrer Macht – nicht in der Lage, verschiedene Regionen wirklich zu kontrollieren. Also mit 1.000 Supermann-Typen hätte das nicht so lange gedauert. So extrem kann es also nicht gewesen sein. Oder die Träger haben sich an der Eroberung nicht beteiligt, dann steht die Frage im Raum, warum sie das nicht taten.

Als etwas das so mächtig ist, das man keine Regeln dafür Angeben will! Einfach weil das Abenteuerleben in dem Moment beendet wäre...

Also 1: Ein Ea‘Myr ist cool - keine Frage. Es stellt einen weit über einen SC, keine Frage. Aber ganz ehrlich, glaubt wirklich jemand, dass wenn ein Magus soweit kommt, dass er Horas oder gar Patriarch eines Hauses wird, er noch auf Abenteuer geht? Selbst einer der 7 Gezeichneten, sicherlich noch unter einem Funkenträger in seiner Macht, ist nicht mehr für das Abenteuerleben geeignet. Ja, selbst ein Held der Xarxaron-Kampagne oder gar der großen Wettfahrt mit dem ollen Foggwulf geht danach nicht mehr los und rettet die Tochter des armen Bauern Alrik. Die wollen größere Dinge erleben. Oder einfach nur noch ihre Ruhe und sich darüber freuen, es überlebt zu haben. Wofür braucht es dann noch Regeln?  Ein SC, bei dem sich das Auge öffnet, erhält eine Einladung an den Sternenpfeiler, eine persönliche Audienz beim Thearchen und den Ritterschlag zum NSC. Fertig. Herzlichen Glückwunsch zu einer herausragenden Leistung. Keine weiteren Regeln notwendig. ;)


Sollte derzeit, 4785 IZ, ein Optimat das Wunder erleben, dass sich sein Auge öffnet ... wird er erst einmal ein paar Oktale bis Jahre brauchen, das wirklich zu verstehen ... und zu kontrollieren. Und in diesen Jahren ändert sich seine Weltsicht sehr wahrscheinlich in einer Art und Weise, die wir Muggle uns gar nicht vorstellen können. ;)
Das begründet übrigens auch, warum es in den Hohen Häusern keine zentralistische Hierarchie gibt – nicht mal bei den Kouramnion. Wer soweit in der Magie vorangekommen ist, dass er in der Ea‘Myr-Sphäre angekommen ist, der mag als "Berater des Thearchen" gelten und evtl. auch agieren. Er wird ihn aber eher bei seinen arkanen Forschungen beraten und nicht dabei, wie man evtl. die Wasserversorgung in Hinterhassenich neu strukturieren könnte. Und genau das erklärt auch, warum das Imperium eben nicht mehr den Kontinent ernsthaft beherrscht. Die Optis, welche das Wunder erlebt haben, haben die Bodenhaftung an die reale Politik verloren. Es mag evtl. eine Handvoll Ausnahmen geben, z. B. den Hohen Dorokraten. Aber das sind Ausnahmen. Die anderen "Träger" sind eher vergeistigte Koryphäen. Und die paar Realpolitiker am Sternenpfeiler sind gerade einmal in der Lage, den Untergang zu verlangsamen.

Davon abgesehen gibt es noch ein weiteres Problem. Das Ea‘Myr ermöglicht Einblicke in die Magie, die anderen nicht gegeben sind. Okay, die sehen also was Neues, was sie vorher nicht gesehen haben. Das bedeutet noch nicht, dass sie alles verstehen, erkennen und nutzen können, was sie nun "sehen" können. Extrem viel Wissen ist im 16. Jh. IZ schlichtweg ausgelöscht worden. Der Großteil der Wissenden ist hinweggerafft worden, der Rest bestenfalls verschollen. Übrig blieben die – freundlich formuliert – weniger begabten Individuen. Und diese hatten kein offenes Auge. Man wird ihnen auch nicht erzählt haben, was man mit Auge alles sehen wird und wie das dann zu nutzen wäre. Das erzählte man denen, die über ein soeben geöffnetes Auge verfügten, also die nächste Stufe erlangt hatten, die es dann selber sehen, erleben und verstehen konnten – und die dann in der Drachenzeit mit ihren Lehrern ausradiert wurden. Das ist der große Nachteil der Mentor-Schüler-Methode. Ist der Lehrer tot, ist das Wissen weg. Und nach dem Tod der Mentoren kamen die %&%@!! Elfen und haben den Ban–Bashur geplündert und den Rest des Wissens mitgenommen.

Vereinfachendes Beispiel: Man gebe einem 12jährigen ein Buch über Quantenphysik und er hält das Wissen in den Händen, wie die Welt im Ursprung gestaltet ist. Ob ihm das wirklich viel hilft? Wenn er sich die nächsten Jahre damit beschäftigt, mag er ein großer Wissenschaftler werden ... aber auf dem Pausenhof wird er am nächsten Tag wohl nur ausgelacht, wenn er mit dem Buch angeben will.


Also 2: Auch die heutigen Funkenträger haben nicht das Wissen der Archäer, selbst dann nicht, wenn sie Onachos sind und Tote befragen können. Damit ist ihre Macht, trotz des coolen Werkzeuges, das sie fraglos über Ihresgleichen stellt, noch lange nicht so groß, wie die Macht der Profis (Archäer), die damit geboren wurden und es über Jahrtausende hinweg erforscht haben.
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okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #115 am: 05. August 2015, 19:58:53 »
Ganz einfach wer über das geöffnete dritte Auge verfügt wird Prüfungen die für normale Zauberer gedacht sind leicht bestehen.
Das ist richtig.
Aber deswegen "muss" noch lange nicht mal einer ein geöffnetes Ea'Myr haben.
Deine Zirkelschluss sagt aber das es Wahrscheinlicher ist, das hochrange Opties ein geöffnetes Ea'Myr haben.
Und das ist keineswegs korrekt.
Zum einem war es vor UdS nicht mal sicher ob es überhaupt jemanden mit einem geöffneten Ea'Myr im Imperium gibt.
Zum anderen sind die Prüfungen, grade in den hohen Rängen, so oder so eher Formalitäten. Grade die hohen Ränge sind in erster Linien politische Ämter. Und nur weil das Ea'Myr offen ist, ist man nicht auch Zeitgleich automatisch zu so etwas befähigt, oder hat die nötigen Beziehungen die es dafür braucht.
 
Es gibt laut UdS allein 50 Majestäten ergo mehr als ein Dutzend. Angesichts dessen das es nur 1000 Eminenzen gibt was nicht mal jeder zweihundertste Optimat ist, ist ein Magus bereits einer der hochrangigsten Optimaten.
Das kann gott sei Dank jeder Auslegen wie er mag.
"Die hochrangisten Optimaten" sind für mich Maximal die Mitglieder des Supremat-Konklave, die Formal Acht mal Acht Archimagi des Imperiums. Einfach weil sie die einzigen Sind, die wirklich durch reine magische Macht dort sind wo sie sind. Und somit die einzigen deren Posten tatsächlich nicht an der Poltik hängt. Sondern einzig daran, ob sie die großen Astralemanation überleben oder nicht.
Und selbst diese Formale 64 Personen wären mir schon rund 60 zu viel...
Aber zum Glück kann ich mir hier leicht damit behelfen, das es Formal 8 mal 8 sind. Niemand sagt, das dass  Supremat-Konklave tatsächlich auch nur Ansatzweise voll besetzt ist. Bzw. tatsächlich vollständig von tatsächlichen Archomagie besetzt ist.

Woher kommt plötzlich der Wunsch nach inflationäre Häufig eines geöffneten(!) Ea'Myr?
Ich kann das nicht mal im Ansatz nachvollziehen...
Das Ding gilt als der Heilige Gral der Magie. Als das mächtigste magische Ding ganz Deres, das möglicherweise nicht mal von Drachen, Feen und Kobolden überboten werden kann (sondern eher gleich auf liegt).
Als etwas das so mächtig ist, das man keine Regeln dafür Angeben will! Einfach weil das Abenteuerleben in dem Moment beendet wäre...
Selbst in seinen Auftritten in ABs wird es von den Autoren künstlich über widrige Umstände klein gemacht, damit die Helden daneben nicht verblassen.
Und mal ganz ehrlich:
Wenn es mähre Hundert träger eines geöffneten Ea'Myrs im Imperium gäbe... Und auch schon immer gegeben hätte...
Dann säh das Imperium ganz anderes aus.
Denn es gäbe kaum jemanden, der einer solch geballten Macht etwas Entgegen zu setzten hätte.
Bereits ein einzelner Träger eines geöffneten Ea'myr kann Problem eine ganze Armen zumindest in die Flucht schlagen.
Was könnten da erst 64, 50 oder gar da erst eine "dreistellige Anzahl" Bewirken?

Wer sagt den das die Prüfungen nur eine Formalie sind?
Schon die Magus Prüfung ist potentiell tödlich, das spricht gegen eine Formalie.
Für Feen und Kobolde wären klare Regeln auch zu begrüßen.

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #116 am: 05. August 2015, 20:07:00 »
Da muß ich Chao direkt mal zustimmen. :D

Ein geschlossenes Auge, ein verkümmertes Auge, ein Ansatz zum Auge, erkennbare Spuren und Vorformen - gerne, bei einigen Optimaten. Ein voll geöffnetes Auge - nein.

Ein Drittes Auge ist das Merkmal der Archäer. Die sind seit Jahrtausenden praktisch ausgestorben, und die myranische Vorgeschichte schreibt ihnen Leistungen zu, die heute praktisch nicht mehr nachvollziehbar sind - unter anderem, daß eine kleine Gruppe von ihnen, die unter einem Berg lebten, ohne größere Rückschläge den ganzen Kontinent eroberten. Die Optimaten dagegen sind Menschen, keine Archäer. Und für Menschen gibt es Spielregeln, anhand derer man sehen kann, wozu sie in der Lage sind.

Wenn es hundert (oder ein paar Hundert) Archäer im Imperium gibt, und wenn man praktisch davon ausgehen kann, daß bestimmte Ränge über ein offenes Drittes Auge verfügen, dann wird aus dem Stoff von Legenden und heroischer Vorgeschichte eine ganz normale Fähigkeit. Selten, aber nichts Sagenhaftes mehr. Chef eines Hauses kann theoretisch auch ein SC werden.
Und dann brauchen wir auch Regeln dazu, die entweder auf einen I-Win-Button hinauslaufen, oder die das Dritte Auge eben aus dem Sagenhaften auf die mundane Ebene herunterholen. Schon die Xarxaron-Kampagne weiß mit dem Dritten Auge praktisch nichts anzufangen und schummelt sich mehr oder weniger gekonnt darum herum. Der Gewinn an Abenteuerpotential geht gegen Null - im Gegenteil, die Kampagne muß sich Mühe geben zu erklären, warum die beiden Dreiäugigen, die da auftauchen, eben nicht den I-Win-Button drücken.

Vollausgebildete Spontanzauberer sind schon ausgesprochen mächtige Magier. Und nicht ohne Grund ist das sch...teuer, dorthin zu kommen. Wenn wir jetzt anfangen, diese Kosten auszuhebeln, indem wir für 50 GP oder sowas eine mächtigere Fähigkeit einbauen, dann wird das Ganze zum Witz. Wer für seinen Magier Ziele hat, kann ja anfangen, die 5000 AP für die Spontanzauber-SF abzuzahlen (plus weitere notwendige Ausgaben).

Die Werte des dritten Auges sind durchaus angemessen. Sie ermöglichen einem voll ausgebildeten Optimatiker quasi freizauberisch zu agieren, was der Beschreibung entspricht.  Natürlich wären Regeln zur richtigen Freizauberei analog zum taunschen Magiesystem günstig oder Schamanismus bzw. dem freien Liturgiesystem zu begrüßen.
Nur ist auch eine solche Figur in ihren Möglichkeiten beschränkt.
Wo steht das ein Arachäer eine Armee auslöschen konnte?
Natürlich geht dies mittels der Optimatik nur ist auch so ein Zauber durch Antimagie angreifbar.

ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #117 am: 05. August 2015, 21:17:16 »
Es gibt keine Werte für das dritte Auge...

Varana

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #118 am: 05. August 2015, 21:31:07 »
Tabuin: Damit könnte ich mich sogar anfreunden - damit entrückt man tatsächlich das Dritte Auge in legendäre Sphären. Nicht mehr so sehr aufgrund seiner reinen Macht, sondern weil die Träger des Auges der Wirklichkeit enthoben sind.

Da paßt dann aber die Xarxaron-Kampagne nicht mehr richtig dazu.
Spoiler
Die Magokratin ist sehr menschlich und politisch aktiv und in erster Linie mit Regierungsaufgaben beschäftigt.
Isphirmene ist praktisch noch ein Jungspund - da hinterläßt die Kampagne deutlich den Eindruck, als sei die Beherrschung des Dritten Auges quasi angeboren.
Wenn man das in kommenden Publikationen relativiert oder anders darstellt - gerne.
Da wäre es vielleicht wirklich von Vorteil, mal irgendwo ein "offizielles" Konzept zum Dritten Auge zu veröffentlichen. Die Vorstellungen gehen schon hier im Thread ja meilenweit auseinander.

---
Eine Sache noch: Ich fände es schade, wenn sich diese Einstellung, Spielercharaktere in hohen politischen Ämtern und optimatischen Rängen seien unspielbar, auch in Myranor festsetzen würde. Natürlich werden die nicht mehr Kirlas Katze vom Kastanienbaum (sorry ;)) retten, und natürlich sind Horanthes und Patriarchen schwierig (aber nicht unmöglich). Aber darunter gibt es viele Möglichkeiten, und es würde dem Kontinent einiges nehmen, wenn Helden wieder immer nur die untergeordneten Dienstboten sein dürften (bzw. nur die in Publikationen berücksichtigt würden). :)
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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #119 am: 06. August 2015, 01:51:34 »
Ich persönlich finde Fähigkeiten, die nur NPCs zustehen und Spielercharaktere nicht bekommen können schlicht gesagt blöd.
Ein Borbarad sollte etwas außergewöhnliches sein, und nicht in jedem Abenteuer ein Funkenträger auftauchen, nur weil der Autor gerade etwas braucht, dass von der Heldengruppe nicht einfach so umgehauen werden kann....

Wenn ein NPC unbeschränkte Macht hat, dann soll er den Job selber erledigen und nicht immer die Helden durch die Gegend jagen. Und am Ende noch alleine den Tag rettet während die Spieler hilflos in der plotgestrickten Falle stecken..... brrrr.

Ich hätte ja den "Ea'Myr Diletantismus" schön gefunden. Die Möglichkeit für erfahrene Helden einen Blick in eine größere Welt zu werfen, ohne das Dritte Auge gleich so kontrollieren zu können, wie es eben die Archäer konnten.

@Varana: Volle Zustimmung. Ich meine auch, das Helden in hohen Positionen noch spielbar sein sollten. Die Abenteuer ändern sich halt, natürlich.