Autor Thema: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund  (Gelesen 72239 mal)

Agrimoth

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #180 am: 09. Juni 2016, 21:49:27 »
Hälfte der Befölkerung Minderjärig, dürfte auf die hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit in schlechten hygenischen Bedingungen zurückzuführen sein. Entsprechende Werte erhält man auch +- in der irdischen Geschichte wenn man nur ein paar 100 Jahre zurück geht. Wird aber sehr unterschiedlich nach dem Stand der Eltern sein. So wird es (prozentual) deutlich mehr ältere Honoraten und Bürger geben als Untertanen oder gar Sklaven.

Bei den Optimaten komme ich auf durchschitlich 60 Jahre. Hängt sehr davon ab wie alt man den durschnitlichen Candidatus bei seiner Prüfung rechnet. Ich habe mal 18 angenommen. 18Jahre / 0,3 = 60Jahre. Trotzdem eher wenig, wenn man bedenkt, dass es sich um eine wohlhabende Oberschicht handelt mit Zugang zu einer medizinischen Versorgung die ähnlich zu unserer ist. Da würde ein Faktor von 25% besser passsen.

Beide Statistiken werden aber auch von anderen dramatischen Effekten beinflusst Wie durch die vielen SC die im zweiten Abenteuer vom Uralor gefressen oder nach mehrjäriger Spielpause im Libus verschollen sind und für tot erklärt werden.  ;D

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #181 am: 10. Juni 2016, 10:20:48 »
Sehe ich es richtig das die Provinz Myrunhall einen Durchmesser von 50 Meilen hat und in ihren Städten knapp 100 000 Bewohner leben? Führt dies nicht zu einer recht hohen Bevölkerungsdichte?


Myrunhall:ca. 40.000
Akalona:ca. 16.500
Deleronis:ca. 10.000
Skisonaia:ca. 12.000
Teleropolis:ca. 27.000


Städte:
ca. 105.000


Dörfer und Domänen:
ca. 10.000



Die Karten auf S. 24 und 91 haben leider einen Fehler im Maßstab. Dieser sollte nicht 3 Meilen, sondern 30 Meilen anzeigen. Damit hat Myrunhall eine ungefähre Breite (West-Ost) von maximal 150 Meilen und  eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 100 Meilen – ohne dabei die Buchten und die unregelmäßige Form weiter zu beachten.

Es ist davon auszugehen, dass Optimaten deutlich älter werden als andere Bewohner des Imperiums. Nicht wenige haben Lebensdaten von über 80-90 Jahren und einige erreichen auch Alter von bis zu 120 Jahren.
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Agrimoth

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #182 am: 10. Juni 2016, 17:56:12 »

Städte:
ca. 105.000


Dörfer und Domänen:
ca. 10.000


Das ist irgendwie überraschend. In UdS hatte ich eher den eindruck, das auch im Imperium ein Großteil der (einfachen) Bevölkerung auf dem Land lebt. Bei 100.000 Einwohnern einer Prowinz, nur 20.000 -25.000 in der Provinzhauptstadt.

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #183 am: 10. Juni 2016, 18:21:20 »
Das Imperium ist definitiv eine Städte-Kultur. Die Verteilung in Myrunhall ist der Region geschuldet.


Gyldraland
Zitat von: MyHa 21
Das an der Thalassionküste gelegene Horasiat, das mit seinen drei Millionen Einwohnern in dreißig Provinzen zu den am dichtest besiedelten Regionen des Imperiums gehört


Myrunhall
Zitat von: MyHa 26
Den Großteil der verhältnismäßig vielen Einwohner Myrunhalls bilden die Menschen imperialer Abstammung.

Sidor Myrunhalis
Zitat von: MyHa 55
Sidor Myrunhalis ist die Hauptstadt der Provinz und mit gut 40.000 Einwohnern auch die mit Abstand größte Siedlung. Damit ist sie etwa doppelt so groß, wie die  durchschnittliche imperiale Provinzhauptstadt, was nicht zuletzt der vergleichsweise großen Bevölkerung des Horasiats Gyldraland geschuldet ist.

Städte im Imperium
Zitat von: UdS 44
Zunächst soll an dieser Stelle festgehalten werden, dass die Kultur des Imperiums schon immer sehr stadtbezogen war. Die grundlegende Einheit des Imperiums ist daher die Provinz mit ungefähr  100.000 Einwohnern, die sich rund um eine namengebende Hauptstadt mit Markt, Theater, Arena, Therme und Oktrale (dem Haupttempel der Staatsgottheiten) erstreckt, die daher mit etwa 20.000 Einwohnern das politische und wirtschaftliche Zentrum darstellt.
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Varana

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #184 am: 10. Juni 2016, 19:53:11 »
Trotzdem ist das ein ziemlich seltsames Verhältnis. Selbst "stadtbezogene" Kulturen haben vor der industrialisierten Landwirtschaft ja immer noch ein heftiges Übergewicht auf Seiten der Landbevölkerung. Verhältnisse wie 50:50 hätte ich noch der Fantasy angelastet, aber das ist ja ein Verstädterungsgrad von 91% (!). Das rückt Myrunhall dann irgendwie in die Nähe einer Großstadt mit ausgedehnten Parklandschaften.
An die Landbevölkerung noch eine Null ranhängen...

Was die Lebensspanne angeht, sollte man mit historischen Parallelen vorsichtig sein. Myranor bietet nicht ganz so sehr die freundlich-helle Grundstimmung Aventuriens mit dem netten Perainegeweihten an jeder Ecke; trotzdem haben Myraner deutlich bessere Gesundheitsversorgung als die Erde. (Die hohe Kindersterblichkeit beschränkte sich ja nicht nur auf die unteren Schichten, sondern zog sich durch die gesamte Bevölkerung.)
Ich bin das Imperium an des Verfalles Ende,
An dem vorbeizieht der Barbaren schwarze Flut,
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ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #185 am: 10. Juni 2016, 20:06:57 »
Dazu einfach mal eine Frage:
Sind in den Zahlen (vorallem der der Landbefölkerung) eigentlich schon die Sklaven drin?
Ich hab die Zahlen beim lesen damals nämlich als "ohne Sklaven" gesehen...
(und dann haben die Imperialen ja auch recht effektive Feldfrüchte, dank magiegestützter Züchtung)

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #186 am: 11. Juni 2016, 04:24:51 »
Da Sklaven unter Besitz fallen, sind sie in den Bevölkerungszahlen der imperialen Städte nur bedingt mit aufgenommen. Bei den Zahlen der Städte in Myrunhall sind sie mit angegeben, da wir dort die gesellschaftliche Zusammensetzung deutlich machen wollten.

Für die Landbevölkerung stellen die ca. 10.000 dort Lebenden eine Mischung aus Optimaten, Honoraten und vor allem Untertanen dar. Vor allem viele Bewohner der Küstendörfer sind Fischer und dabei Untertanen.

Da wir für den Band nicht festgelegt haben, welche Domänen in welchen Branchen genau tätig sind, gibt es auch keine Berechnung mit exakten Bedarfszahlen für Sklaven.

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ChaoGirDja

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #187 am: 11. Juni 2016, 14:40:45 »
Da wir für den Band nicht festgelegt haben, welche Domänen in welchen Branchen genau tätig sind, gibt es auch keine Berechnung mit exakten Bedarfszahlen für Sklaven.
Das wäre auch zu schnell schiefgegangen ^^;

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #188 am: 11. Juni 2016, 23:34:38 »
Das Imperium ist definitiv eine Städte-Kultur. Die Verteilung in Myrunhall ist der Region geschuldet.


[

Ein derartig hoher Urbanisierungsgrad erscheint mir nicht mit der myranischen Technologie vereinbar.

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #189 am: 11. Juni 2016, 23:41:13 »
Hälfte der Befölkerung Minderjärig, dürfte auf die hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit in schlechten hygenischen Bedingungen zurückzuführen sein. Entsprechende Werte erhält man auch +- in der irdischen Geschichte wenn man nur ein paar 100 Jahre zurück geht. Wird aber sehr unterschiedlich nach dem Stand der Eltern sein. So wird es (prozentual) deutlich mehr ältere Honoraten und Bürger geben als Untertanen oder gar Sklaven.

Bei den Optimaten komme ich auf durchschitlich 60 Jahre. Hängt sehr davon ab wie alt man den durschnitlichen Candidatus bei seiner Prüfung rechnet. Ich habe mal 18 angenommen. 18Jahre / 0,3 = 60Jahre. Trotzdem eher wenig, wenn man bedenkt, dass es sich um eine wohlhabende Oberschicht handelt mit Zugang zu einer medizinischen Versorgung die ähnlich zu unserer ist. Da würde ein Faktor von 25% besser passsen.

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Ich habe 16 angesetzt wegen 8 Jahren Lehrzeit ab dem 8. Lebensjahr.
Nur gab es irdisch keine magisch karmalen Heilmittel für die Oberschicht weshalb mir die Lebenserwartung der Optimaten auch mit 60 gering erscheint, außer man kalkuliert politisch bedingtes Ableben mit ein.

okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #190 am: 11. Juni 2016, 23:44:46 »
Ist die Sache mit der optimatischen Jugend eigentlich noch teil des Kanons.
Bei den derzeitigen magie und alterungsregeln Regeln passt sie nicht mehr, unabhängig von den demografischen Auswirkungen.
Warum gibt es in Myrunhall so wenig adepi Extempus, es sind wesentlich weniger als die zu erwartenden 70 Individuen beschrieben.

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #191 am: 12. Juni 2016, 02:49:56 »
Ein derartig hoher Urbanisierungsgrad erscheint mir nicht mit der myranischen Technologie vereinbar.

Nach 4.000 - 5.000 Jahren Erfahrung mit Städtebau und magisch gepimpter Landwirtschaft sehe ich da eigentlich keine echten Probleme. Erst recht nicht, wenn man sich das Niveau (Mietskasernen und Pulpa) ansieht, das die meisten Bewohner haben.

Wenn man sich die Fortschritte der Erde in den letzten 300 Jahren Landwirtschaft ansieht und das dann mal 15 nimmt und das Know How der Phraisopos in Humus-Magie ergänzt ... das sollte reichen, um das bisher beschriebene Niveau hinzukriegen.

Warum gibt es in Myrunhall so wenig adepi Extempus, es sind wesentlich weniger als die zu erwartenden 70 Individuen beschrieben.

Wir haben schlicht nicht alle beschrieben. Es erschien uns einfach nicht sinnig a) alles festzulegen und b) für diese Personen ein Drittel des Platzes im Buch zu reservieren. Es wird wohl in weiteren Publikationen (z. b. Myr. Geheimnisse 2) weitere Personen und Informationen aus Myrunhall geben. Auch für das Magazin sind weitere Artikel in Planung. Da kann man sich übrigen dran beteiligen. ;)
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okm

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #192 am: 12. Juni 2016, 21:59:31 »
Laut UdS wird auf Domänen aber nicht viel Humusmagie angewandt.
Gut was chimärologie angeht kann man von Ertragreichen sorten ausgehen und einen Superdünger gibt es auch in myanisches Zauberwerk.
Nur die mechanisierte Landwirtschaft fehlt, abesehen von Untoten Jahrotons ist dazu nichs beschrieben.
Wenn 90% der Bevölkerung in Städten leben ist aber fraglich wo die Leute arbeiten.
Gut 50% minderjährige senken das Arbeitskräftepotenzial etwas. Aber wenn nur 10% der Bevölkerung für die Ernährung gebraucht werden was macht der Rest?
Industrie gibt es nur rudimentär und die Anzahl der Dienstleister dürfte nicht gerade überragend sein um den Rest der Bevölkerung auszulasten. 

Tabuin

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #193 am: 12. Juni 2016, 22:59:53 »
Ein wesentlicher Grund für den Abstieg des Imperiums dürfte eine völlig ausufernde Bürokratie mit viel Personal sein.


Und : Sorry, wenn das evtl. blöd klingt, aber wir schreiben in unserer Freizeit für wenig Geld ein Fantasy-Rollenspiel. Ich kenne keinen aktiven Autor, der dabei die Zeit hat oder sich nimmt, ein komplettes und getestetes Gesellschaftssystem zu erstellen. Wenn es also zu unstimmigen Zahlen kommt, kann das gut daran liegen, dass wir zwar zu vielen Gebieten intensiv recherchieren, aber keine komplette Simulation erstellen wollen. Wer jedoch ausreichend Wissen und Zeit hat, darf da gerne die Lücken füllen. Ich werde da auch gerne Verbesserungen in Texte übernehmen und die entsprechenden Autoren nennen bzw. sie beim nächsten Myrunhall-Band oder bei anderen Projekten mit involvieren.
Rein persönlich sind mir Abenteuerideen und Ortsbeschreibungen, die für Schauplätze taugen sowie Konfliktstoff für eigene Abenteuer meist wichtiger, weshalb ich da einfach noch keine sozial-ökonomischen Systeme erstellt habe.
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Varana

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Re: kurze Fragen, kurze Antworten zum Hintergrund
« Antwort #194 am: 14. Juni 2016, 15:46:09 »
Das ist, zumindest von meiner Seite, auch nicht der Anspruch.
Es ist eher ein Nachfragen nach evtl. Gründen. Wenn so etwas auffällt, kann ich schreiben, was mir unrund erscheint. Entweder ist die Antwort dann, daß ein Fehler ist, oder "keine Ahnung, hab ich nicht weiter drüber nachgedacht/ist mir nicht aufgefallen/hab ich geraten", oder es gibt Gründe. (Oder es kommt keine Antwort. ;))
Ob man genannte Gründe dann für stichhaltig hält, ist wieder eine andere Frage, aber das ist ja normal.
"Ja, das Verhältnis ist wirklich in dieser Größenordnung gewollt, weil ich das mit den magotechnischen Mitteln Myranors für möglich halte", ist eine Antwort, die mir was bringt. Ich bin anderer Meinung, aber das ist dann mein Problem. ;) Für andere Leute oder in anderen Fällen dürften die genannten Gründe überzeugender sein.

Ich finde es bei sowas immer schön zu erfahren, was sich der Autor (bzw. die Beteiligten) dabei gedacht hat. Das Internet lädt dann natürlich zum ewigen Weiterdiskutieren ein.
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