Autor Thema: Buddelmonster....der Schrecken aus der anderen Tiefe.  (Gelesen 1710 mal)

Waldviech

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Buddelmonster....der Schrecken aus der anderen Tiefe.
« am: 01. September 2013, 14:05:02 »
Ich kann mich noch recht genau dran erinnern, dass wir damals, als Terror from the Deep erschien, auf dem Schulhof rumgewitzelt haben, dass der dritte X-Com-Teil sich eigentlich um Aliens aus dem Erdinneren drehen müsste. Mit Bohrfahrzeug-UFOs und Felsmonstern. Das erschien uns eigentlich ganz folgerichtig. Kam natürlich so nicht. Aber wie sähe es bei Contact mit potentiellen Aliens aus dem Erdinneren aus? Tendentiell könnte man sich ja durchaus vorstellen, dass Erbauer oder Gelehrte auch Anlagen tief, tieeef unter der Erdoberfläche angelegt haben. Die technischen Möglichkeiten dürften sie gehabt haben. Was also, wenn Rohstoffkonzerne beim Bestreben, immer tiefer in die Erdkruste zu bohren, auf riesige Höhlensysteme, vormenschliche Ruinen und eine "Tiefe Biosphäre", die nicht nur aus Bakterien besteht, treffen? Auf was könnten Omega-Agenten unter der Erdoberfläche treffen? Kann Contact mit Helmlampe und Presslufthammer funktionieren? Wären magmasichere Bohrschiffe zu "cheesy"?

Docmorbid

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Re: Buddelmonster....der Schrecken aus der anderen Tiefe.
« Antwort #1 am: 02. September 2013, 10:18:51 »
Trotz meiner langjährigen Faszination mit Morlocks und anderen Spielarten der "Mole People", muss ich sagen, dass "the Core" mir magmasichere Bohrfahrzeuge doch recht madig gemacht hat. Ganz unbrauchbar find ich die Gesamtidee nicht. Aber hatte X-Com Apocalypse nicht irgendwas mit Aliens aus anderen Dimensionen? Wer den neusten Contact-Metaplot verfolgt hat, ahnt vielleicht was ;)
"Krise ist ein produktiver Zustand - man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen."
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Waldviech

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Re: Buddelmonster....der Schrecken aus der anderen Tiefe.
« Antwort #2 am: 02. September 2013, 11:46:06 »
Naja, deswegen meine Frage, ob die Dinger in die Tüte kämen.  ;D. Brauchen würde man sie ja potentiell nicht. Höhlensysteme und ein alienverseuchtes "Underdark" kann man sicher auch per Pedes oder (falls die Höhlensysteme groß genug sind) mit dem Jeep erkunden. Das täte der Grundidee ja keinen Abbruch.
Die Prämisse könnte sein, dass beim modernen Tiefenbergbau irgend eines Megacons eines schönen Tages ein gigantisches Kavernensystem in X Kilometern Tiefe entdeckt wird. Eine Bohrung geht plötzlich ins Leere, eine Bergbaudrohne stürzt durch die Decke, etc.pp. Große Hohlräume sind zwar nichts wirklich Ungewöhnliches, aber in diesem hier wurde Leben entdeckt! In der etliche hundert Meter hohen und viele, vieeele Kilometer weiten Höhle florierte ein seltsames Ökosystem, dass sich anscheinend aus Extremophilen entwickelt hat. Man fand nicht nur kleine Viecher, sondern in einer (verblüffend niedrigen) Hitze von 60 Grad einen regelrechten Dschungel aus Ranken, Gewürm, blasigen Knollen usw. Zunächst war geplant, den Deckel auf dem sensationellen Fund zu halten. Man schaffte Spezialunterkünfte, Männer und Gerätschaften in die Tiefe - in der Absicht, ordentlich Profit aus der Sache zu schlagen! Doch dann fanden die Bergleute etwas, was die Hilfe von Omega erfordert. Nämlich intelligente Wesen, die die Konzerner mit Guerillamethoden dezimierten und Überreste außerirdischer Kultur. Zudem häuften sich in der Nähe vulkanischer "Hot Spots" merkwürdige Vorfälle.
Der Pfiff bei der Sache wäre, dass diese "Untergrundkampagne" sich nicht nur auf die Bekämpfung intelligenter Aliens beschränken könnte, sondern auch darin bestünde,  das Ökosystem der unterirdischen Extremophilen zu erforschen und zu ergründen, was die antiken Aliens damit zu tun haben. Omega würde sozusagen nicht nur reagieren, sondern seinerseits Expeditionsteams in die Tiefe schicken.

Zitat
Aber hatte X-Com Apocalypse nicht irgendwas mit Aliens aus anderen Dimensionen?
Ja, und man konnte ihre Stadt zerlegen. Das hatte was :).

Zitat
Wer den neusten Contact-Metaplot verfolgt hat, ahnt vielleicht was
Haben die dann auch glibberig-organische Gebäude ? ;D

Docmorbid

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Re: Buddelmonster....der Schrecken aus der anderen Tiefe.
« Antwort #3 am: 02. September 2013, 12:13:12 »
Hey - wie fändest du es, wenn man diesen Höhlenforscher-Plot irgendwie auf den Mond verlegt? Nur so ne Idee :D
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Waldviech

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Re: Buddelmonster....der Schrecken aus der anderen Tiefe.
« Antwort #4 am: 02. September 2013, 12:39:19 »
DAS ist eine verdammt gute Idee! Eine potentielle Sci-Fi-Schwurbelerklärung böte eventuell das hier: http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Der_fluessige_Kern_des_Mondes1771015587316.html
Es ließe sich ja etablieren, dass im Mondinneren zwischen Oberfläche und Kern eine Zone mit vielen Höhlen existiert, in der die Temperaturen so hoch sind, dass dort flüssiges Wasser existieren kann. Was, wenn nun etwas oder jemand mal dafür gesorgt hätte, dass sich in diesen Höhlen eine dichte Atmosphäre hält? Auf diese Rätsel könnte man beim Bau der Mondstation stoßen. Im Ergebnis könnte der Mond ein ähnliches Szenario bieten wie "Waking Mars" und "Insanely Twisted Shadowplanet" (was die Optik angeht). Weite Höhlensysteme voll seltsamen Viehzeugs, hie und dort mal ein paar wirklich unergründliche Maschinenkomplexe (die das Ökosystem offenbar abschirmen und die Atmosphäre in den Höhlen halten), aber von den eigentlichen Erbauern keine Spur....

Waldviech

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Re: Buddelmonster....der Schrecken aus der anderen Tiefe.
« Antwort #5 am: 02. September 2013, 16:15:36 »
Mal so ein paar weiterführende Ideen:

- Das Mond-Ökosystem ist mit dem irdischen recht eng verwandt. Neben den obligatorischen Riesenpilzen besteht lunares Leben vor allem aus Ringel und Röhrenwürmern, Stachelhäutern, Manteltieren, Gliederfüßern und ähnlichen "Niederen Lebewesen". Es scheint fast, als hätte eine unbekannte Macht primitive Seelebewesen aus irdischen Ozeanen gesammelt und aus ihnen luftatmende Mondbewohner gemacht. In der lunaren Schwerkraft erreichen die Wesen geradezu phantastische Ausmaße.
- Einige Pilzarten sind biolumineszent, hie und dort beleuchtet Lava die Szenerie, aber trotzdem liegen weite Teile der Mondhöhlen in absoluter Finsternis. Daher hat kein Mondlebewesen so etwas wie Augen entwickelt. Um sich zu orientieren, nutzen sie Geruchssinn, Gehör, Tasthaare und elektromagnetische Sinne.
- Mondkreaturen sind in ungewöhnlichem Maße hitzeresistent. Einige Röhrenwürmer tauchen sogar in Lava, um Mineralstoffe aus dieser herauszufiltern.
- Die obersten Höhlen sind relativ karg. Man kann hier nur einzelne Gewächse und Tiere antreffen. Je tiefer man kommt, desto voller werden die Höhlen. Die "Hauptebene" der Höhlen ist schließlich ein regelrechter Dschungel. Pflanzen (bzw. Pilzgewächse) und stationär lebende Ringelwürmer voneinander zu unterscheiden ist ziemlich schwierig.
- Hie und dort stehen kryptische, elektro-mechanisch erscheinende Maschinen herum, die zu der Vermutung Anlass geben, das Lunare Ökosystem sei künstlich.
- Die Zetas suchen auf dem Mond etwas. Es ist unklar, was. Omega könnte sich eine Art "Dschungelkrieg" mit den Aliens liefern. Da Flora und Fauna des Mondes überaus agressiv sind, können Gefechte in den sublunaren "Urwäldern" schnell sehr horrormäßig ekelhaft werden. Im Übrigen werden die Zetas ebenfalls von einheimischen Kreaturen attackiert.