Autor Thema: Raverseran Vegan - warum und wie?  (Gelesen 19201 mal)

GSandSDS

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #45 am: 22. Januar 2014, 00:49:41 »
Naja, leider ist die Angabe zur Nahrungsrestriktion beim Ravesaran weder im HC noch in WnM regelkonform, da zu weit gefasst.
Finde ich jetzt nicht. Bei einem Klassiker aller Nahrungsrestriktionen, nämlich der Nahrungsrestriktion (Fleischfresser), beschwert sich ja auch niemand, obwohl man bei einem Fleishfresser ja auch erstmal an ein Wesen denkt, dass sich fast ausschließlich, wenn nicht gar ganz ausschließlich von Fleisch ernährt.
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Weltengeist

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #46 am: 22. Januar 2014, 07:31:57 »
Naja, leider ist die Angabe zur Nahrungsrestriktion beim Ravesaran weder im HC noch in WnM regelkonform, da zu weit gefasst.

Man könnte auch umgekehrt sagen: Eine "Nahrungsrestriktion", bei der man zu 50% das Verbotene essen darf, ist als Regel totaler Schwachsinn. So gesehen bin ich ja IRL praktizierender Veganer - schließlich ernähre ich mich auch zu höchstens 50% von tierischen Produkten. Man stelle sich vor: Eine Nussallergie (Nahrungsrestriktion "keinerlei Nüsse") bedeutet dann, dass man lediglich ca. ein halbes Kilo Nüsse am Tag essen darf. Was für ein Käse.

Der Fehler liegt hier also eigentlich nicht bei Myranor, sondern bei der Definition des DSA-Nachteils (wenn die denn wirklich so ist, ich habe meine DSA-Regelbücher inzwischen verkauft). Ich würde daher im Zweifel dazu tendieren, dem gesunden Menschenverstand den Vorzug vor unsinnigen Regeln zu geben.

ChaoGirDja

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #47 am: 22. Januar 2014, 09:45:39 »
Der Fehler liegt hier also eigentlich nicht bei Myranor, sondern bei der Definition des DSA-Nachteils (wenn die denn wirklich so ist, ich habe meine DSA-Regelbücher inzwischen verkauft).
Der allerdings erst mit Myranor nach DSA kam ;)

Die Nahrungsrestiktion ist typisch DSA-Myranor und wurde für die Fleischfresser ersonnen.
Und die Beschränkung auf nur 50% hat reine Spielbarkeitsgründe. Es soll halt ein Nachteil sein, aber er darf nicht Gängeln. Da man ihn ja nicht direkt Freiwillig wählt, sondern über die Rasse automatisch bekommt. Und dazu kommt noch, das nicht jeder gleich intensiv dieses Thema thematisiert.
Da ist das ein guter Kompromiss.
Nur sollte man sich halt  der Beschreibung des Nachteils bewusst sein, wenn man den Nachteil konkretisiert.
Nahrungsrestiktion(Vegan) macht halt aus Sicht der Begriffsbedeutung (der Modernen, nicht ihres Ursprungs. Der ist einfach nur Egal) und der Regeln schlicht keinen Sinn. Und das nicht weil es vielleicht nicht Passend zu Raveseran sein könnte (was ich btw. auch in Fragen stellen möchte... Es gibt bisher mEn einfach keinen Grund warum sie so leben sollten. Eher im Gegenteil. Aber was solls), sondern einfach weil die Regel nicht zur Bedeutung des Begriffes passt.

Weltengeist

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #48 am: 22. Januar 2014, 10:35:22 »
Und die Beschränkung auf nur 50% hat reine Spielbarkeitsgründe. Es soll halt ein Nachteil sein, aber er darf nicht Gängeln. Da man ihn ja nicht direkt Freiwillig wählt, sondern über die Rasse automatisch bekommt. Und dazu kommt noch, das nicht jeder gleich intensiv dieses Thema thematisiert.
Da ist das ein guter Kompromiss.

Geschmackssache. Ich finde, er bedeutet, dass es schlicht kein Nachteil mehr ist. Wenn ich mit dem, was ich angeblich nicht vertrage, 50% (!!!) meiner Ernährung bestreiten kann, hat der Nachteil spieltechnisch kaum noch Auswirkungen. Dann trinkt mein Ravesaran halt die Schale mit dem Blut aus, die mir die Leonir hinhalten - kann ich ja alles hinterher ausgleichen, indem ich genug Brot esse.

barbarossa rotbart

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #49 am: 22. Januar 2014, 10:51:18 »
Deshalb folgende Hausregel:
Bei Nahrungsrestriktionen, wie z.B. "keine tierischen Produkte", die recht leicht zu umgehen sind, gilt die 50%-Grenze nicht. Da muss die Nahrung vollständig der Restriktion entsprechen, damit man keinen Nachteil erhält. Aktuell betrifft dies nur die Ravesaran.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #50 am: 22. Januar 2014, 12:29:43 »
So gesehen bin ich ja IRL praktizierender Veganer - schließlich ernähre ich mich auch zu höchstens 50% von tierischen Produkten.
Nein, wärst du nicht. Die Nahrungsrestriktion sagt nichts direkt über die letztendlichen Ernährungsgewohnheiten aus, sondern nur über die biologischen Notwendigkeiten. Was du am Ende praktizierst würde über den Nachteil Speisegebote geregelt werden. Und ich glaube, hier verwechseln gerade einige diese beiden Nachteile. Besagte Nussallergie in der schärfsten Form wäre wohl allerdings nicht mit regeltechnischen Nachteilen abzudecken, da keinerlei Allergie in schärfster Form momentan von regeltechnischen Nachteilen abgedeckt wird. Die Nahrungsrestriktion kann aber immerhin eine schwache Form der Allergie abdecken, sofern man so ein enges Nahrungspektrum wie "Nüsse" überhaupt zulässt. Ein allgemeines Verweigern, Nüsse zu essen, würde wiederum mit Speisegeboten abgedeck, unter den gleichen Vorbehalten. Ja, man hätte mit dem Erstellen von WnM sicher ein Nahrungsrestriktion II für ein absolutes Verbot bedenken können. Warum es nicht gemacht wurde, weiß ich nicht. Vielleicht war den Herren Autoren bereits Nahrungsrestriktion I zu viele GP freigeschaufelt.
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barbarossa rotbart

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #51 am: 22. Januar 2014, 12:39:17 »
Nüsse als Gebot ja, als Verbot nein, da zu eng.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #52 am: 22. Januar 2014, 13:25:01 »
Und die Beschränkung auf nur 50% hat reine Spielbarkeitsgründe. Es soll halt ein Nachteil sein, aber er darf nicht Gängeln. Da man ihn ja nicht direkt Freiwillig wählt, sondern über die Rasse automatisch bekommt. Und dazu kommt noch, das nicht jeder gleich intensiv dieses Thema thematisiert.
Da ist das ein guter Kompromiss.
Geschmackssache. Ich finde, er bedeutet, dass es schlicht kein Nachteil mehr ist. Wenn ich mit dem, was ich angeblich nicht vertrage, 50% (!!!) meiner Ernährung bestreiten kann, hat der Nachteil spieltechnisch kaum noch Auswirkungen. Dann trinkt mein Ravesaran halt die Schale mit dem Blut aus, die mir die Leonir hinhalten - kann ich ja alles hinterher ausgleichen, indem ich genug Brot esse.
Denke hier bitte jetzt allgemein und nicht Speziell.
Wenn du 50% deiner Nahrung als Fleisch zusammensetzen musst, oder aus Mineralsalzen, oder..., dann sieht die Sache schon ganz anderes aus.
Das Problem ist halt eben der Vegatriums/Veganismus. Einfach weil er in gewisser Weise das Normal darstellt und Abweichungen dadurch die Ausnahme sind.

Diese spezielle Nahrungsrestiktion (pflanzliche Nahrung/Vegetarier/Veganer) ist deswegen mEn ein Fall für den Fluff. Einfach weil sie im allgemeinen den Normfall darstellt...
Ich würde Fälle, in denen tierische Nahrung überhaupt nicht Funktionieren soll, entsprechend auch über eine "Unerträglichkeit" abhandeln...
Aber ja... es ist wie es ist.

GSandSDS

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #53 am: 22. Januar 2014, 13:34:27 »
Da ist natürlich was dran. In einer Welt in der für Otto-Normal-Myraner wohl eh über die Hälfte der Nahrung rein pflanzlich ist, ist eine Nahrungsrestriktion(Veganer) ein weitgehend unbedeutender und kaum benachteiligender Nachteil und damit eigentlich reine GP-Schaufelei. Wobei ich momentan nicht beurteilen kann, wie groß der typische Anteil von Dingen wie Eiern oder Milch bei den myranischen Essgewohnheiten ist. Es geht ja nicht nur ums Fleisch.
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barbarossa rotbart

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #54 am: 22. Januar 2014, 13:40:37 »
Da ist natürlich was dran. In einer Welt in der für Otto-Normal-Myraner wohl eh über die Hälfte der Nahrung rein pflanzlich ist, ist eine Nahrungsrestriktion(Veganer) ein weitgehend unbedeutender und kaum benachteiligender Nachteil und damit eigentlich reine GP-Schaufelei.
Deshalb der Vorschlag, denn ich oben gepostet habe und auf den wohl keiner reagiert hat!
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #55 am: 22. Januar 2014, 13:59:00 »
Deshalb der Vorschlag, denn ich oben gepostet habe und auf den wohl keiner reagiert hat!
Alternativ, wenn auch nicht ganz so sauber und elegant, hätte man das zumindest zum Beschreibungstext der Ravesaran allgemein hinzufügen können. Das wäre wenigstens ein Hinweis gewesen, die Nahrungsrestriktion aufgrund der Hintergrundbeschreibung noch strenger auszulegen (bis dahin, dass Ravesaran von sowas regelrecht übel wird und sie sich ggf. anfangen zu übergeben).
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #56 am: 22. Januar 2014, 18:02:36 »
Bei der Nahrungsrestriktion Fleischfresser funktioniert das deshalb einigermaßen, weil es nicht für jede Schicht und in jeder Lage möglich ist, an entsprechende Mengen Fleisch zu kommen. 5 GP sind trotzdem vergleichsweise viel, was aber dadurch relativiert wird, daß es den Nachteil normalerweise im Rassepaket gibt, er also nur 1,5 GP bringt.

Der Nachteil Speisegebote dagegen funktioniert ziemlich genau so, wie das vermutlich hier auch gedacht war, ist aber so formuliert, daß er biologische Einschränkungen nicht einschließt, und keine körperlichen Nachteile verteilt.

Anstatt einen neuen Nachteil einzuführen, könnte man auch den Speisegeboten ein paar Wörtchen hinzufügen und Vegetarier darüber abhandeln. Im Normalfall ist das ja auch der passende Nachteil. Lagert man es extra in "Nahrungsrestriktion II" aus, hat man das Problem, daß es mehr GP als jetzt eigentlich auch nicht bringen dürfte.

Nachteile "anders auslegen" halte ich für nicht so sinnvoll. Entweder steht es ordentlich und klar in der Definition, oder eben nicht.
Ich bin das Imperium an des Verfalles Ende,
An dem vorbeizieht der Barbaren schwarze Flut,
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #57 am: 22. Januar 2014, 18:46:44 »
Ich sehe da kein Problem. Das eine ist die Beschränkung auf eine bestimmte Nahrungsmittel, das andere ist ein Verbot eines bestimmten Nahrungsmittels.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #58 am: 23. Januar 2014, 10:05:49 »
Ja, Speisegebote sind etwas Grundsätzlich anderes, als Nahrungsunverträglichkeiten.
Und ich denke das, auch wenn sie Regeltechnisch in weiten Teilen gleich laufen, der Unterschied zwischen "Fühlt sich Schuldig hat deswegen Einbußen auf..." etwas anderes ist als "Sein Körper Spielt verrückt, er fühlt sich (körperlich) Unwohl, und hat deswegen Einbußen auf...".
Denn gegen ersteres kommt man an, sowohl dauerhaft als auch akut (da kommt dann Heilkunde Seelen in's Spiel), gegen letzteres ist aber kein (einfaches) Kraut gewachsen.
Deswegen sollten das weiterhin 2 getrennte Nachteile mit unterschiedlichen Kosten bleiben und nicht zu zu 2 verschiedenen Aspekten mit unterschiedlichen Kosten eines Nachteils werden. Das wird... Unübersichtlich.
Man müsste halt nur einen sinnvollen Regelweg zur Einbindung reiner Pflanzenfresser finden (die Minotauren sind ja auch von dem Phenomen betroffen). Zum einem, weil die Regelmechanik der Nahrungsrestiktion hier nicht passt und zum anderen weil dieNahrungsrestriktion hier auch einfach viel zu viele Punkte bringt.

GSandSDS

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #59 am: 23. Januar 2014, 11:52:35 »
Ich denke, was die freizusetzende Menge an GP betrifft, hat man sich hier stark an "eine Welt, ein Regelsystem" halten wollen. Sprich, man wollte bereits gesetzte Regeln nicht eigenmächtig für einen Kontinenten ändern, auch wenn diese in bestimmten Detailfragen fragwürdig ist. Man hätte allerdings eine neue Untervariante einführen können ohne die Ur-Version des Nachteils abändern zu müssen.
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