Autor Thema: Raverseran Vegan - warum und wie?  (Gelesen 18081 mal)

Theaitetos

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #30 am: 20. Januar 2014, 00:08:37 »
Veganer dürfen Kannibalen sein?

Ja. Klingt dramatisch, aber hauptsächlich meint man natürlich, das, was Tabuin sagte, aber auch solche Sachen wie Muttermilch oder Speichel – denn letzteren zu schlucken kann man ja gar nicht vermeiden. ;) Es ist also auch erlaubt sich zu küssen, denn würde man alle tierischen Produkte ausschließen, dürfte man ja auch keine menschlichen Körperflüssigkeiten austauschen, da Menschen auch Tiere sind.

Das Wort "vegan"kommt aus England: https://de.wikipedia.org/wiki/Vegan#Begriff
Vegan ist also das gleiche wie "strikt vegetarisch".

Wie weit man Veganismus auslegt, ist eigentlich jedem Einzelnen überlassen. Da sich die meisten Veganer aus Tierschutzgründen für Veganismus entschieden haben, sind natürlich auch viele davon gegen den Gebrauch von tierischen Produkten in Kleidung, Möbeln, Alltags-/Gebrauchsgegenständen, etc., aber zwingend erforderlich ist es – selbst wenn es wohl nicht gern gesehen wird – nicht. Ich habe mich nicht wegen des Tierschutzes für Veganismus entschieden, aber auch ich vermeide bspw. Hygieneartikel mit Milch oder Honig – wegen des systematischen Wahnsinns, der der ganzen Viehwirtschaft zu Grunde liegt. Es gibt aber auch genügend andere Gründe solche Produkte zu verweigern (bspw. Schokolade zu verweigern wegen Kinderarbeit/-sklaverei).

GSandSDS

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #31 am: 20. Januar 2014, 07:04:38 »
"Keinerlei tierische Produkte" ist der klassische strenge Vegetarismus, der aber von vielen mit Vegan verwechselt wird. Vegan ist eine "Philosphie", die viel weiter geht als Vegetarismus. (Es gibt auch Vegetarier, die nur auf Fleisch verzichten und nicht auf Fisch, Milch (und Milchprodukte), Eier etc.) (Oder liege ich etwa falsch...)
Du hast den Widerspruch glaube ich gerade eben aufgezeigt. "keinerlei tierische Produkte" ist eben nicht der klassische Vegetarismus, da der (zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch) klassische Fall wohl der des Ovo-Lacto-Vegetariers ist (oder halt nur Ovo oder nur Lacto). Der darf aber Milch und/oder Eier zu sich nehmen, was beides tierische Produkte sind. Wer auf beides verzichtet, ist nahrungstechnisch fast immer Veganer (von skurilen Dingen wie Frutariern will ich hier jetzt nicht sprechen). Natürlich gibt es Veganismus auch als Lifestyle, bei denen auch in anderen Bereichen wie Kleidung auf tierische Produkte oder tierische Ausnutzung verzichtet wird, doch das gibt weder der Nachteil "Nahrungsrestriktion" noch die allgemeine Beschreibung der Ravesaran an sich her. Ich denke in einer Welt wie Myranor, in der man keine Kunststoffe und andere moderne Materialien und technologische Mittel im großen Stil kennt, wäre das auch recht problematisch.
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barbarossa rotbart

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #32 am: 20. Januar 2014, 09:54:33 »
Wie weit man Veganismus auslegt, ist eigentlich jedem Einzelnen überlassen. Da sich die meisten Veganer aus Tierschutzgründen für Veganismus entschieden haben, sind natürlich auch viele davon gegen den Gebrauch von tierischen Produkten in Kleidung, Möbeln, Alltags-/Gebrauchsgegenständen, etc., aber zwingend erforderlich ist es – selbst wenn es wohl nicht gern gesehen wird – nicht. Ich habe mich nicht wegen des Tierschutzes für Veganismus entschieden, aber auch ich vermeide bspw. Hygieneartikel mit Milch oder Honig – wegen des systematischen Wahnsinns, der der ganzen Viehwirtschaft zu Grunde liegt. Es gibt aber auch genügend andere Gründe solche Produkte zu verweigern (bspw. Schokolade zu verweigern wegen Kinderarbeit/-sklaverei).
Man lernt immer was neues.
Und es wundert mich nicht, dass die meisten übertriebenen Tierschützer (PETA und Konsorten), die mit ihrer Politik das Ende der Welt herbeiführen werden, auch Veganer sind.
(Sorry, aber ich halte von Veganismus überhaupt nichts, weil der Mensch nun einmal kein Pflanzenfresser ist. Ohne tierische Nahrung hätte sich der Mensch nie entwickeln können.)
... Ich denke in einer Welt wie Myranor, in der man keine Kunststoffe und andere moderne Materialien und technologische Mittel im großen Stil kennt, wäre das auch recht problematisch.
Und sogar tödlich. Ein solcher Veganer kann in arktischen Gefilden nicht überleben, da er ja die wärmende Kleidung aus Pelz und Wolle ablehnt. Und zur See wird er unweigerlich verhungern, da Fische auch Tiere sind.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #33 am: 20. Januar 2014, 10:48:17 »
Sagen wir einfach, das für den allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff "Vegan" beim Ravesaran schlicht daneben ist.
Und zwar nicht, weil der Veganer nicht zu ihnen passen würde, sondern schlicht und ergreifend weil die dazugehörige Regel, zu diesem Nachteil, diesen Begriff zur Markulatur werden lässt.
"Sich zu 50% Vegan ernähren" (das sagt der Nachteil genau so aus), ist ein Widerspruch in sich selbst. Denn das heist das 50% eben tierische Produkte sind / sein dürfen und damit ist man defakto kein Veganer mehr. Sondern "nur noch" Vegetarier.

Wobei ich so oder so ernsthafte Zweifel an diesen Nachteil, in dieser Ausprägung, habe. Nahrungsrestriktion(Fleisch) ist leicht einsehbar ein Nachteil. Einfach weil Fleisch nicht immer und überall zur Verfügung steht und auch, nicht zuletzt deswegen, ein teureres Lebensmittel ist.
Nahrungsrestriktion(Pflanzenkost) (ich schreibe es mal so, anstelle des Veganers...) hingegen... Pflanzliche Nahrungsmittel sind Grundnahrungsmittel, auch in Myranor. Sie sind billig ist so gut wie überall Verfügbar.
Wo ist so eine Nahrungsrestriktion bitte ein Nachteil? Weil man Bauch-Grummeln bekommt, wenn sich mal bei einemBanket nicht hat zurückhalten können?
Tut mir leid, aber ich kann da keinen Nachteil drin erkennen.
Sicherlich ist es erwähnenswert, und auch nicht blöd mit Regel zu belegen, wenn man körperliche Probleme durch den Genuss von zu viel Fleisch bekommt. Aber da dies idR sehr leicht umgehbar ist, ist das kein Nachteil der mehr als einen Alibi-GP wert ist. Und eigentlich nicht mal den... Aber 0GP-Nachteile sehen irgendwo seltsam aus.
(Wäre vielleicht was, für einen fest eingebauten Rassennachteil. Den kann man auch mit 0 Bepunkten)

barbarossa rotbart

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #34 am: 20. Januar 2014, 11:29:30 »
Sie wird dann zum Problem, wenn man sich in der Wildnis aufhält, denn Jagen ist einfacher und schneller, deshalb sind die Naturvölker alle Jäger (und Sammler), während das sammeln von pflanzlicher Nahrung sehr anstrengend und in manchen Jahreszeiten sogar sinnlos ist.
Ähnlich sieht es in Küstenregionen aus, wo Fisch das Hauptnahrungsmittel ist.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #35 am: 20. Januar 2014, 11:34:20 »
Ich sagte nicht das es nie ein Problem ist, oder?
Aber sie sind so gut wie überall Verfügbar.
Und das an der Küste Fisch das Hauptnahrungsmittel ist, ist ein Gerücht.
Den zum einem gibt es Fisch eben nicht das ganze Jahr über, außer man Betreibt Hochseefischfang. Und zum anderen liefert auch Küstenfischfang keineswegs soviel Fisch, als das man sich davon Hauptsächlich ernähren könnte...
Je nach Seisong macht Fisch natürlich einen großen Teil der Nahrung aus, keine Frage. Aber Hauptnahrungsmittel ist er auch dort bei weitem nicht.

barbarossa rotbart

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #36 am: 20. Januar 2014, 11:46:05 »
Ich sagte nicht das es nie ein Problem ist, oder?
Aber sie sind so gut wie überall Verfügbar.
Es dauert aber in der Wildnis länger, genießbare Pflanzen zu finden. Wild hingegen sollte dort kein Problem sein.
Und das an der Küste Fisch das Hauptnahrungsmittel ist, ist ein Gerücht.
Den zum einem gibt es Fisch eben nicht das ganze Jahr über, außer man Betreibt Hochseefischfang. Und zum anderen liefert auch Küstenfischfang keineswegs soviel Fisch, als das man sich davon Hauptsächlich ernähren könnte...
Je nach Seisong macht Fisch natürlich einen großen Teil der Nahrung aus, keine Frage. Aber Hauptnahrungsmittel ist er auch dort bei weitem nicht.
Da gehst Du wohl eindeutig von modernen Verhältnissen aus. Früher gab es viel mehr Fisch, da noch nicht überfischt wurde. Da es in Myranor keine katholische Kirche gibt und folglich auch keine Fastentage, an denen Fisch gegessen wird, werden die Fischbestände in Myranor wohl noch nicht dezimiert worden sein.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #37 am: 20. Januar 2014, 12:04:00 »
Es dauert aber in der Wildnis länger, genießbare Pflanzen zu finden. Wild hingegen sollte dort kein Problem sein.
Nicht wenn ich in WdE reingucke ^^;
Kommt aber natürlich sehr auf Kenntnisse, Ort und Jahrszeit an...

Da gehst Du wohl eindeutig von modernen Verhältnissen aus.
Ganz im Gegenteil sogar.
Heut zu Tage wird den Küstenregionen mehr Fisch gegessen als es das mWn in historischen Zeiten der Fall war.
Was einfach zu einem großen Teil an den recht bescheidenen Möglichkeiten der Zeit liegt.
Und dazukommt eben das, grade an der Küste, die Fischschwärme eben nicht zu jeder Zeit Vorort sind. Einfach mal raus fahren, egal wann im Jahr, und mit einem vollen Boot wieder kommen, ist einfach nicht.
Es gibt nicht immer Fisch vor der Küste... Zu keiner Zeit. Überfischung hin oder her.
Fisch war an der Küste ein wichtiges Standbein, keine Frage. Aber nicht das Hauptnahrungsmittel.

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #38 am: 20. Januar 2014, 12:25:54 »
Und ich habe ein Doku (Quarks & Co?) vor Augen, in der erklärt wurde, dass die Hochseefischerei entwickelt wurde, da es in den Flüssen und Seen und in Küstennähe keine Fische mehr gab, weil man so häufig (Fastenzeit, Freitags und am Tag vor kirchlichen Feiertagen/Gedenktagen) Fisch gegessen hat.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #39 am: 20. Januar 2014, 13:03:06 »
Du hast den Widerspruch glaube ich gerade eben aufgezeigt. "keinerlei tierische Produkte" ist eben nicht der klassische Vegetarismus, da der (zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch) klassische Fall wohl der des Ovo-Lacto-Vegetariers ist (oder halt nur Ovo oder nur Lacto).
Eben nicht. Keinerlei tierische Produkte war der klassische Vegetarismus – woher ja auch der Name stammt "Pflanzenernährung" – und die Beinahe-Vegetarier bekamen die Zusätze dessen vorangesetzt, was sie zusätzlich erlaubten: "ovo-" bei Eiern, "lacto-" bei Milch. Das Wort "Vegan" wurde daraus abgeleitet, um die Trennung zu verdeutlichen, dass man ein voller ("von Anfang bis Ende") Vegetarier ist: vegetarian, siehe auch die Wikipedia:
Zitat
Die Wörter „Vegetarismus“ und „Vegetarier“ sind seit Ende des 19. Jahrhunderts bezeugte, heute allgemein gebräuchliche gekürzte Formen der zuvor üblichen Bezeichnungen „Vegetarianismus“ und „Vegetarianer“. Letztere sind Übersetzungen der englischen Begriffe vegetarianism und vegetarian. Das englische Wort vegetarianism ist eine moderne Kunstbildung, abgeleitet von vegetation („Pflanzenwelt“) und vegetable („pflanzlich“, „Gemüse“), nicht – wie mitunter von Vegetarierorganisationen angegeben wird – von dem lateinischen Adjektiv vegetus („lebhaft, munter, rüstig“).

Alle Formen vegetarischer Ernährung basieren auf pflanzlichen Lebensmitteln, wobei auch Pilze und Produkte aus Bakterienkulturen akzeptiert werden. Es werden vier Formen unterschieden: Die ovo-lacto-vegetarische Kost bezieht zusätzlich Eier und Milchprodukte, die lacto-vegetarische Kost nur Milchprodukte mit ein. Die ovo-vegetarische Kost wird lediglich durch den Konsum von Eiern ergänzt, während die streng vegetarische Kost alle Lebensmittel tierischen Ursprungs meidet.

Zitat
Ich denke in einer Welt wie Myranor, in der man keine Kunststoffe und andere moderne Materialien und technologische Mittel im großen Stil kennt, wäre das auch recht problematisch.
Leinen? Hanf? Nessel? Das waren auch irdisch in Mittelalter & Neuzeit die Hauptbekleidungsmaterialien. Leder war teuer, so wie Tiere allgemein praktisch alle dem Adel/der Oberschicht gehörten (Wild & Nutzvieh), höchstens einmal Schafwolle konnten sich die Nicht-Adligen leisten. In anderen Regionen der Erde wurde auch viel Baumwolle genutzt. Tierische Bekleidungsmaterialien kamen geschichtlich deutlich seltener vor als pflanzliche.

Tierfelle waren praktisch auch immer ein Zeichen von Macht und Reichtum, man denke nur an Hermelin, Feh, Löwenfelle, … oder die Pelz-Regeln im Bornland.

Es dauert aber in der Wildnis länger, genießbare Pflanzen zu finden. Wild hingegen sollte dort kein Problem sein.
Auch das nicht. In einer Wildnis, in der Pflanzen schwer zu finden sind, wird es auch keine Tiere geben. Geh mal in die Wüste und sieh dir an, wovon sich die Nomaden dort ernähren. Wikipedia-Artikel zu Tuareg:
Zitat
Verschiedene Getreidesorten, die von den Frauen angebaut oder gesammelt werden und aus denen sie das Brot der Tuareg, Tagella, herstellen, bilden die Grundlage der Ernährung. Im Süden wird vor allem Hirse genutzt, im Norden Weizen, außerdem Gerste. Für die umherziehenden Tuareg ist die Kamelmilch wichtig. Ungekocht wird sie mit Wasser zur täglichen Mahlzeit getrunken. In gedḥān genannten Holzschalen offen stehengelassen, vergärt sie zu Sauermilch oder Dickmilch. Außerdem benötigen sie Ziegen-, Kuh- und Schafsmilch für Butter und Käse. Wenn die Tuareg auf Wanderschaft sind, gehört die Taguella (insbesondere in Algerien) zum Ernährungsstandard. Fleisch gibt es meist nur bei religiösen und familiären Festen. Die Tuareg verschmähen häufig Eier, Hühner und Fisch. Beeren, Früchte, Wurzeln und Samen werden von den Frauen und Kindern wie Getreide gesammelt. Der von Arabern eingeführte Grüntee ist den Tuareg fast unentbehrlich geworden. Das Ritual des Teekochens gehört zur Teekultur Nordwestafrikas.

Nur als Hinweis: Auch in unserer Kultur stammt der Fleischverzehr hauptsächlich aus religiöser/festlicher Überlieferung. Zu Festen gibt es eben einen "Braten", zu St. Martin die Martinsgans, zu Thanksgiving der Truthahn, oder man zelebriert ein "Schlachtfest" und wer an "Festmahl" denkt, der denkt an Fleisch, usw.

Myranor hat das sogar in dieser Weise korrekt übernommen: Fleisch entstammt meist den religiösen Tieropfern, das dann an die Leute verteilt wird. Fleisch war ein Zeichen von Wohlstand – wer etwas auf sich hielt, der tischte so oft wie möglich Fleisch auf – bei den Adligen immer und bei den Bauern am Sonntag. Und dieses Wohlstandssymbol hat sich in der Moderne dann in die heutigen Essgewohnheiten verwandelt, da auf einmal so viele Menschen die Möglichkeit hatten an dem Wohlstand Teil zu haben. Irgendeine ernährungswissenschaftliche Grundlage steckte nicht hinter der Entwicklung der heutigen Essgewohnheiten, sondern lediglich der Glaube mit dem Verlangen nach Prestige – so wie man eben heute Promis in der Mode oder anderen Symbolen des Wohlstands nachstrebt.

barbarossa rotbart

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #40 am: 20. Januar 2014, 14:08:39 »
Leider ignoriert Dein Beitrag die Naturvölker. Gerade die nomadischen Naturvölker, die keinen Ackerbau betreiben (können) sind auf tierische Produkte angewiesen. Besonders im hohen Norden (Arktis!) sind Pelze überlebenswichtig!

Schafe z.B. wurden nicht nur wegen Fleisch und Milch gehalten, sondern auch schon immer wegen der Wolle.

Auch essen Naturvölker viel mehr Fleisch, denn Fleisch hat einen höheren Nährwert. Nach einer erfolgreichen Jagd hat man für einige Zeit ausgesorgt, während man für rein pflanzliche Nahrung täglich stundenlang sammeln muss. Erst mit dem Ackerbau änderte sich das. Aber man kann nicht überall Ackerbau betreiben. Die Inuit z.B. ernährten sich fast ausschließlich von Fleisch und Fisch, weil es dort kaum andere Nahrung gibt.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #41 am: 20. Januar 2014, 15:54:39 »
Eben nicht. Keinerlei tierische Produkte war der klassische Vegetarismus – woher ja auch der Name stammt "Pflanzenernährung"
Ich rede auch vom Wort Vegetarier im heute üblichen Sprachgebrauch, nicht bezüglich der etymonologischen Sprachherkunft von Anno-Knispel. Und beim Wort Vegetarier verstehen die Meisten heutzutage entweder den allgemeinen Überbegriff oder, sobald das Wort Veganer ins Spiel kommt, zur Abgrenzung den nicht-veganischen Vegetarier (also mit Ovo und/oder Lacto).
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #42 am: 21. Januar 2014, 19:17:03 »
Und noch ein Versuch, zum Thema zurückzukehren:

In WnM steht, soweit ich das überblicken kann, lediglich Nahrungsrestriktion(Veganer), was für mich erst mal bedeutet, mindestens 50 % der Nahrung muss dem Ernährungsspektrum eines Veganers entsprechen, sprich mindestens 50 % darf aus keinerlei tierischen Produkten bestehen. Im alten HC stand Nahrungsrestriktion(keinerlei tierische Produkte), was letzten Endes das gleiche aussagt.

Also für mich heißt "keinerlei tierische Produkte" nicht "höchstens 50% tierische Produkte". Aber jedem das seine.

GSandSDS

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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #43 am: 21. Januar 2014, 20:58:41 »
Also für mich heißt "keinerlei tierische Produkte" nicht "höchstens 50% tierische Produkte". Aber jedem das seine.
So lauten nunmal die Regeln zum Nachteil Nahrungsrestriktion. Die Nahrung muss zu mindestens 50 % aus dem bestehen, was in den Klammern angegeben ist. Ergo muss die Nahrung bei "keinerlei tierische Produkte" in Klammern zu mindestens 50 % aus "keinerlei tierischen Produkten" bestehen.
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Re: Raverseran Vegan - warum und wie?
« Antwort #44 am: 21. Januar 2014, 21:49:08 »
Naja, leider ist die Angabe zur Nahrungsrestriktion beim Ravesaran weder im HC noch in WnM regelkonform, da zu weit gefasst.
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