Autor Thema: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie  (Gelesen 102065 mal)

GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #240 am: 21. November 2014, 04:48:27 »
Naja, irgendwas sollte hier aber vielleicht trotzdem getan werden. Wenn es die Kompetenzverschiebung Richtung Kraft nicht ist, dann könnte man wie gesagt auch allen Elementen Sonderdienste aufzwingen und ansonsten alles so belassen, wie es ist. Gegebenenfalls erlässt man Kraft wegen seiner besonderen Rolle den Sonderdienst. Dann wären die stellaren Quellen gegenüber den elementaren etwas gestärkt, Kraft wirkt nur gegen magische Wesen (wobei, dann damit wohl auch gegen Zauberer – muahaha!), alle Nicht-Humus-Elemente, ggf. außer Kraft, werden noch unnützer (spielt im Falle von Feuer, Wasser, Luft, Erz und Eis aber eigentlich auch keine Rolle mehr), die ganze Sache ist magietheoretisch etwas plausibler als die Kraft-Lösung.

Der Grund, wieso ich meine, dass hier irgendwas getan werden muss, hat übrigens auch etwas mit der neuen scharfen Formulierung des Dienstes zu tun. Man kann im genannten Zeitraum ja beliebig viele Befehle erteilen, und der Verzauberte kann nichts, aber auch gar nichts dagegen tun. Man könnte die Person dazu zwingen, ohne auch nur die Möglichkeit einer Gegenwehr, massiv gegen ihr Gewissen zu handeln, beispielsweise ihre gesamte eigene Familie im Schlaf umzubringen (solange sie schläft ist das ja nicht sofort erkennbar selbstmörderisch). Etwas das meiner Meinung nach eigentlich schon prinzipiell nur dämonischen Quellen zugängig sein sollte. Daher finde ich, dass man elementare Quellen, vor allem die klassischen Spalte-D-Elemente, hier echt zügeln sollte, denn sie machen keine Vorgaben darüber, welche Befehle man erteilen kann.

Ich gebe mal eine gegenüber der Kraft-Lösung weniger radikale Alternative an, die noch alle Elemente enthält:

Kontrolle über Wesen
Die Essenz übt Kontrolle über Wesen aus, die jedem Befehl des Zauberers Folge leisten müssen. Die Quellen der Elemente, Naturwesen und Totenwesen können lediglich ihnen zugehörige Wesen kontrollieren, während im Falle stellarer Quellen lediglich zu diesen passende Befehle ausgesprochen werden können. Dämonischen Quellen stehen beide Optionen offen, und nur sie sind dazu in der Lage ein Opfer zu massiv gegen sein Gewissen gerichteten Handlungen wie z. B. Brudermord zu zwingen. Dem Selbsterhaltungstrieb in grobem Maße widersprechende Anweisungen (dazu gehören auch Anweisungen, bei denen das Opfer tatsächlich lieber sterben würde, als sie auszuführen) können missachtet werden, nicht jedoch alleine der Befehl, einen Gegner zu bekämpfen.
Quellen: Abgrund, Aggari, Aggression, Avastada, Begierde, Carafai, Darcalya, Dya‘Khol, Eis (S), Endgültigkeit, Erfolg, Erkenntnis, Erz (S), Eskates, Feuer (S), Freiheit, Galkuzul, Ghorgumor, Harmonie, Humus (S), Iryabaar, Khalyanar, Kraft, Kreativität, Luft (S), Mishkarya, Naggarach, Thesephai, Tiergeister, Totenwesen, Tyakaar, Wahnsinn, Wasser (S), Xolovar, Zauberei

(Alle Änderungen sind in blau markiert.)
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ChaoGirDja

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #241 am: 21. November 2014, 08:08:42 »
Das sollte nur nicht dazu führen, dass bestimmte magische Effekte auf die Stellare aufgesplittet werden, sobald es um Kulturschaffende geht. Das ist nicht elegant und folgt auch keiner magietheoretischen Logik,[...]
Eigentlich folgt es dabei ein dabei einer recht alten magietheoretischen "Logik".
Denn kulturschaffende werden so gut wie immer als eigene Zielobjekte aufgefasst.
Verwandlungszauber z.B. können dich in jedes beliebige Wesen verwandeln, solange es nicht "Kulturschaffende", will eigentlich heißen "Vernunftbegabt", ist.
Zauber die auf Tiere wirken, wirken oft nicht auch Zeitgleich auf Vernunftbegabte (wohl aber oft umgekehrt).
Diese Trennung ist durchaus alt hergebracht, so alt hergebracht das man durchaus eine Megietheoretische These formulieren kann ("Das dürfte am deutlich komplexeren Astralkörper solcher Wesenheiten liegen").

Im Grund geht es klar darum, Eierlegendewollmilchsäue so gut es zu vermeiden, oder zumindest ein zu dämmen.
Wenn etwas im Belancing sehr schnell zu einem sehr großen Problem wird, dann diese.
Ein 100%iges Balncing wird es nie geben, klar. Aber wenn etwas alles andere überflügelt, dann ist das für niemanden gut. Außer natürlich für den, der sich darauf "spezialisiert". Aber das machen dann "alle" und das ist killt dann doch (für mich zumindest) enorm den Spielspass.
Außerdem will ich im Spiel nicht dauernd merken müssen, das es ein verdammt Fehler war XY nicht zu wählen... Egal ob es nun passte oder nicht.

GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #242 am: 21. November 2014, 10:13:02 »
Für so eine Eier legende Wollmilchsau wäre eigentlich Abgrund prädestiniert. Die Quelle steht ja unter anderem dafür über Alles und Jedem auf jede erdenkliche Weise Herrschaft ausüben zu können. Wäre das mit Humus oder Kraft möglich, fehlte Abgrund irgendwie eines seiner wichtigsten Alleinstellungsmerkmale.
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Sieben

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #243 am: 21. November 2014, 10:51:40 »
Den neuen Vorschlag finde ich sehr gut. Der ist zumindest als Hausregel direkt übernehmbar. Könnte auch wirklich gerne in die Errata einfließen. Elemente teurer und "böse" Beherrschungen den äußeren Quellen vorbehalten, das schränkt die Übermacht doch sinnvoll ein. Ich bin ja wirklich nicht gegen Einschränkungen per se. Sie sollen nur nicht so konstruiert wirken.

Diese Trennung ist durchaus alt hergebracht, so alt hergebracht das man durchaus eine Megietheoretische These formulieren kann ("Das dürfte am deutlich komplexeren Astralkörper solcher Wesenheiten liegen").
Dann muss ich mich genauer ausdrücken. Ich behaupte nicht, dass eine solche Trennung neu oder unsinnig sei. Eine solche magietheoretische These wäre aber an dieser Stelle nicht der Grund für die Anwendung dieser Trennung bei "Kontrolle über Wesen" oder "Kommunikation", sondern eine nachträglich herangezogene Rechtfertigung für Balancing. Das muss auch nicht unbedingt verkehrt sein, führt aber zu unschönen Ergebnissen, wenn die Breitbandwirkung einer Instruktion künstlich auf die Stellare aufgesplittet wird. Außerdem ist dies ja gar nicht nötig, wenn man das System so modifiziert, wie es z.B. GSandSDS gemacht hat. Wenn Du sagst, die Trennung sei althergebracht, dann bedeutet das doch, sie findet bereits in früheren Editionen aventurischer Magie Anwendung. Aber gerade dort verhindert sie nicht die Erteilung verschiedenster Befehle auf Grundlage eines einzigen Zaubers - der natürlich immer wieder neu gewirkt werden muss, aber es ist nur das Erlernen eines Zaubers notwendig. Würde man keine Universalquelle zulassen, dann währen in Myranor diverse Quellen und Formeln zu erlernen , wenn man ähnlich kompetent im Bereich der Beherrschung sein will. In Aventurien hat man als Designer halt nicht das Balancing-Problem, das aus einem Zauber-Baukasten resultiert, aber da gibt es zum Glück geschicktere Lösungen für Myranor, als bestimmte (Breitband-)Klassiker unter den Zauberwirkungen einfach nicht zuzulassen.

Außerdem will ich im Spiel nicht dauernd merken müssen, das es ein verdammt Fehler war XY nicht zu wählen... Egal ob es nun passte oder nicht.
Das ist in Myranor speziell im Bereich der Magie ein sehr großes Problem, nicht nur wegen der Übermacht von Humus. Man muss sich schon ziemlich gut im System auskennen um bei der Generierung keinen Blödsinn zu verzapfen oder um spätere Frustration zu vermeiden.

Für so eine Eier legende Wollmilchsau wäre eigentlich Abgrund prädestiniert. Die Quelle steht ja unter anderem dafür über Alles und Jedem auf jede erdenkliche Weise Herrschaft ausüben zu können. Wäre das mit Humus oder Kraft möglich, fehlte Abgrund irgendwie eines seiner wichtigsten Alleinstellungsmerkmale.
Und dennoch... sollte es aus den genannten Gründen möglich sein. Wie schon gesagt, äußere Quellen dürfen gerne mächtiger und/oder billiger sein, der Abgrund kann dann die extrem mächtige und kostengünstige böse Eier legende Wollmilchsau sein, aber die guten dürfen auch eine haben. Die Bio-Variante ist dann halt teurer und vom Gewissen der Zielperson eingeschränkt, aber es sollte sie geben.

GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #244 am: 21. November 2014, 14:18:46 »
Zitat
Kontrolle über Wesen
Die Essenz übt Kontrolle über Wesen aus, die jedem Befehl des Zauberers Folge leisten müssen. Die Quellen der Elemente, Naturwesen und Totenwesen können lediglich ihnen zugehörige Wesen kontrollieren, während im Falle stellarer Quellen lediglich zu diesen passende Befehle ausgesprochen werden können. Dämonischen Quellen stehen beide Optionen offen, und nur sie sind dazu in der Lage ein Opfer zu massiv gegen sein Gewissen gerichteten Handlungen wie z. B. Brudermord zu zwingen. Dem Selbsterhaltungstrieb in grobem Maße widersprechende Anweisungen (dazu gehören auch Anweisungen, bei denen das Opfer tatsächlich lieber sterben würde, als sie auszuführen) können missachtet werden, nicht jedoch alleine der Befehl, einen Gegner zu bekämpfen.
Quellen: Abgrund, Aggari, Aggression, Avastada, Begierde, Carafai, Darcalya, Dya‘Khol, Eis (S), Endgültigkeit, Erfolg, Erkenntnis, Erz (S), Eskates, Feuer (S), Freiheit, Galkuzul, Ghorgumor, Harmonie, Humus (S), Iryabaar, Khalyanar, Kraft, Kreativität, Luft (S), Mishkarya, Naggarach, Thesephai, Tiergeister, Totenwesen, Tyakaar, Wahnsinn, Wasser (S), Xolovar, Zauberei

Na, ist doch super! Sieben geht es fast schon zu weit. ChaoGirDja geht es nicht weit genug. Niemand ist zufrieden. Wir haben den perfekten Kompromiss gefunden. Also ich mag es jetzt schon. ;D
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ChaoGirDja

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #245 am: 21. November 2014, 14:43:14 »
Wieso sollte es mir nicht weit genug gehen? ;)

GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #246 am: 21. November 2014, 15:48:46 »
Wieso sollte es mir nicht weit genug gehen? ;)

Um so besser. Habe den Text nochmal kompakter formuliert. Sooo, jetzt noch ein Schleifchen rumgebunden (für den Fall, dass sich Fabian für interessiert). Perfekt! ;D

Der neue Text findet sich im Thread zu den Errata.
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Icestorm

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #247 am: 27. November 2014, 10:55:47 »
Es gibt eine Frage, die mir schon sehr lange unter den Fingernägeln brennt und leider auch in der neuen Myranischen Magie nicht beantwortet wird.
Bei Selbstverwandlung stellt sich die Frage... warum gibt es keine Möglichkeit, daß sich bei Optimaten die Triopta/Triadem mitverwandelt?
Klar den Stabzauber, daß sich eben dieser mitverwandelt gibt es, aber warum exestiert diese Möglichkeit bei DEM Status-/Ritualgegenstand schlecht hin nicht?

Ist schon etwas doof, wenn man nach einer Verwandlung wieder zum Versteck seiner Sachen zurückkehrt und alles weg ist, bzw. jemand der den Optimaten schaden will "nur" die Maske mitnimmt und auf nimmerwiedersehen verschwinden lässt.

Lyrmathos te Onachos

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #248 am: 27. November 2014, 10:58:04 »
Würde ich aus genau diesen Gründen hausregeln.
Chalik aus dem Splittermond-Forum

GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #249 am: 27. November 2014, 11:25:38 »
Die Triopta ist ja eigentlich nicht dafür gedacht, eine derartige Bandbreite von Objektritualen in sich aufnehmen zu können wie der Zauberstab. Abgesehen davon: Mit Ausnahme der Icemna-Optimaten erhält JEDER Optimat neben der Maske auch den Stab. Warum nicht dann gleich den Stabzauber nehmen? Wenn auch das nicht reicht: Die Liste der möglichen SF sind in MyMa ja nicht abschließend aufgeführt. Man kann also jederzeit auch eigene SF einführen, ohne dass es mit dem Setting brechen muss. Beispielsweise eine Triopta-Version besagten Stabzaubers für Icemna-Optimaten.
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ChaoGirDja

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #250 am: 27. November 2014, 12:37:09 »
Gab es nicht sogar eine SF, die Kleidung und co. bei der Verwandlung mit verwandelt hat?

GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #251 am: 27. November 2014, 12:47:42 »
Gab es nicht sogar eine SF, die Kleidung und co. bei der Verwandlung mit verwandelt hat?
Ja, das ist ein Stabzauber.
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ChaoGirDja

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #252 am: 27. November 2014, 12:48:27 »
Hatte das iwi als "allgemeine" SF im Kopf....
Kay.

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #253 am: 27. November 2014, 14:13:50 »
Die SF gibt es extra, nennt sich Automatische Mitverwandlung.
Ich bin das Imperium an des Verfalles Ende,
An dem vorbeizieht der Barbaren schwarze Flut,
Das Akrosticha ersinnt, auf denen müde ruht
Ein spätes Sonnenlicht, wie flimmernd Goldgeblende.

Pauloverlanos te Alantinos

GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #254 am: 27. November 2014, 14:17:06 »
Die SF gibt es extra, nennt sich Automatische Mitverwandlung.
Oh, das ist mir ja komplett wieder entfallen. :)
Gut, dann Icestorm seine SF, auch wenn sie halt nicht ganz so einfach zu bekommen ist. ;)
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