Autor Thema: "Fanning the hammer"?  (Gelesen 3935 mal)

burningcrow

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"Fanning the hammer"?
« am: 24. Februar 2013, 17:16:30 »
Hallo!

Ich habe hier einen Spieler, der gerne einen Südstaaten Gunslinger ("Revolverheld") spielen würde ... und dabei ist natürlich auch die Fähigkeit gefragt, bei einem Single Action Revolver eine ganze Trommel in einer Runde leerzuballern ...

Ich hätte jetzt mehrere Ideen, wie man das umsetzen könnte, was denkt Ihr denn, was am sinnvollsten klingt:

1. "Fanning" funktioniert im Prinzip wie "Voller Angriff", nur dass 6 Angriffe pro Runde möglich wären, pro Schuss nach dem ersten wird der Abzug auf den Trefferwurf um 4 reduziert ... aber die Abzüge wären schnell so hoch, dass das Ganze keinen Sinn mehr ergibt.

2. "Fanning" funktioniert wie oben, nur dass der Abzug bei jedem der 6 Schüsse fix bei -4 liegt. Allerdings müsste man sich überlegen, ob man nicht – falls der Gegner verfehlt wird – einen "Innocent Bystander" abknallt ... Wirkt ziemlich mächtig. Wäre aber sehr "revolverheldig".

3. "Fanning" funktioniert wie "Streufeuer" bei vollautomatischen Waffen. Es gilt der Dauerfeuerbonus von +3. Wenn man mehrere Ziele treffen will, gibt's einen Abzug von 2 Würfeln pro 1,5 Meter zwischen den Zielen. Wirkt auch mächtig. Wäre aber auch "revolverheldig".

... habt Ihr vielleicht noch ne schlaue Idee?

Danke Euch!

Gruß aus Heidelberg,
Daniel.


burningcrow

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #1 am: 24. Februar 2013, 17:58:24 »
Vielleicht hätt' ich's im Regel-Subforum posten sollen?!  :o

Orok

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #2 am: 24. Februar 2013, 22:08:12 »
Guten Abend!
Ja im Regelforum wäre er besser aufgehoben. Hab mal nen Mod ums verschieben gebeten.

Zu deiner Frage:
1. Wie du schon schreibst, ab Schuss 4 spätestens wird es so sinnlos. Würde mir nicht gefallen.
2. Ist mir einfach zu stark. Das mit dem "Innocent Bystander" fände ich auch eher störend.
3. MMn die ideale Lösung. Das Talent greift vorhandene Regeln auf, und dadurch das er entweder nachladen, oder die Waffe wechseln muss nach der Kampfrunde scheint es mir auch nicht zu mächtig. Die Idee wird so in meinen Hausregeln abgespeichert ;)
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Nur-Ab-Sal

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #3 am: 27. Februar 2013, 12:54:57 »
Option 3 finde ich auch die beste. Problem: Wird es damit für den SL nicht schwierig, anderen Spielern zu verbeiten, das Talent mit jedweder Waffe (also auch halbautomatischen) zu benutzen, und somit die Automatischen Waffen überflüssig machen?

Orok

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #4 am: 27. Februar 2013, 14:30:15 »
Wenn die Spieler 15 Erfahrungspunkte für eine 1 Schuss Autowaffe ausgeben wollen, wüsste ich nichts was dagegen spricht. Evtl. sollte man bei der Sonderregel ergänzen: Nur mit Revolvern.
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burningcrow

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #5 am: 27. Februar 2013, 14:32:04 »
Naja, rein physikalisch betrachtet funktioniert Fanning ausschließlich mit einem Single Action Revolver. Man stelle sich den Schützen vor: er hält den Abzug gezogen während er mit der anderen Hand immer wieder auf den Hammer schlägt. Dadurch dreht sich bei jedem Schlag die Trommel weiter und gleichzeitig wird ein Schuss ausgelöst. Das geht ausschließlich mit den alten Single Action Revolvern.

Das Ganze hat also diese Einschränkungen: es funktioniert nur mit Single Action Revolvern und es können maximal 6 Schüsse abgefeuert werden. Nach jedem Fanning ist die Trommel des Revolvers komplett leergeschossen.

[Edited for clarity. ;) ]


Gilgamesch

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #6 am: 28. Februar 2013, 13:53:11 »
Mein erster Gedanke beim Lesen der Fragestellung war auch, ein Talent zu schaffen, das es einem erlaubt, mit einem Revolver die Regeln für Autofeuer anzuwenden. Damit schafft man kein neues Regelsubsystem und ich halte das Machtniveau für angemessen.
"Wenn ist das Nunstück git und Slotermeyer? Ja! Beiherhund das Oder die Flipperwaldt gersput!"

burningcrow

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #7 am: 28. Februar 2013, 20:49:46 »
Ja, ein Talent wie "Fan the Hammer" (ich glaube es gibt keine wirkliche Übersetzung), "Gunslinger" oder "Revolverheld" würde ich auch dafür einführen. Das würde es einem Charakter dann erlauben, bei einem Single Action Revolver die Autofeuer-Regeln anzuwenden.

grindoctor

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #8 am: 30. April 2013, 14:49:33 »
Ich habe vor ca. 3 Jahren fuer HEx das Old-West plugin gebastelt. Da ist Fanning als eine Form des Total attack dabei. Hip shooter ist das neue Talent, welches jeder Gunslinger mit Selbstachtung haben sollte.
Da ich im Ausland wohne, ist das File auf Englisch gebasteln: Old West und ein paar Abentuer liegne auf the Mythic Eras seite :
http://mythiceras.net/node/26

Hoffe das hilft.

burningcrow

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #9 am: 03. Mai 2013, 23:22:53 »
Zitat
http://mythiceras.net/node/26
Very cool document. Thanks so much!

Ist ja quasi derselbe Ansatz wie meine Variante 1. Allerdings mit etwas verträglicheren Abzügen.
Zusammen mit dem "Hip shooting"-Talent wird's dann wirklich benutzbar. ;-)

Allerdings finde ich, dass ein Fanning-Angriff immer den ganzen Revolver leerballern sollte.
Aber das könnte man ja aufnehmen. Ich denke drüber nach.  ::)

Zornhau

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #10 am: 04. Mai 2013, 05:44:33 »
Allerdings finde ich, dass ein Fanning-Angriff immer den ganzen Revolver leerballern sollte.
Warum das denn?

Das macht man bestenfalls bei Vorführungen!

Ansonsten ist das üblichere Vorgehen zwei Schuß (oft mit Daumenballen und Handballen) im Ziehen abzugeben oder vielleicht noch einen dritten hinterher, wobei der dann schon wieder langsamer und ungenauer wird (so man nicht einen Revolver-Artisten vor sich hat, bei dem derartige Trickshots natürlich NICHT im Ernstkampf erfolgen).

Fanning "um den Revolver zu leeren" ist einfach Unsinn. - Wenn man schießt, dann will man auch beim Hip-Shooting mittels Fanning noch etwas TREFFEN.

burningcrow

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #11 am: 10. Mai 2013, 11:14:38 »
Also grundsätzlich würde ich sagen, dass Rollenspiel-Regeln ja immer eine Abstraktion sind. Sie sollen helfen, ein Bild, das man vor seinem inneren Auge hat, spieltechnisch umzusetzen.

Mein Bild - zugegeben subjektiv - ist von Western wie Tombstone oder Open Range beeinflusst, wo dann auch wirklich nach dem Fanning die Trommel leer ist. Die Idee ist, die Luft mit viel Blei zu füllen, in der Hoffnung, dass man dann schon was trifft (analog zu suppressive fire).

Ich halte es - wieder subjektiv - für unwahrscheinlicher, dass man "gezielt 2-3 Schüsse fannen" kann.

grindoctor

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Re: "Fanning the hammer"?
« Antwort #12 am: 10. Mai 2013, 19:45:02 »
Also grundsätzlich würde ich sagen, dass Rollenspiel-Regeln ja immer eine Abstraktion sind. Sie sollen helfen, ein Bild, das man vor seinem inneren Auge hat, spieltechnisch umzusetzen.

Mein Bild - zugegeben subjektiv - ist von Western wie Tombstone oder Open Range beeinflusst, wo dann auch wirklich nach dem Fanning die Trommel leer ist. Die Idee ist, die Luft mit viel Blei zu füllen, in der Hoffnung, dass man dann schon was trifft (analog zu suppressive fire).

Ich halte es - wieder subjektiv - für unwahrscheinlicher, dass man "gezielt 2-3 Schüsse fannen" kann.

Wenn es um Umsetzung im Rollenspiel geht, stimme ich dir voll zu: Das Einfangen eines coolen oder spassigen Klischees ist wichtiger als eine realistische Regel.
Mein Bild ist da auch subjektiv :D Ich hatte the Man with No Name - oder auch Joe genannt  ;) - und Harmonica im Hinterkopf. Und beide leeren ihre Colts nicht bei jedem Fanning. Die beruehmt Szene an der Bahnlinie in "Once upon a time in the West" (siehe Avatarbildchen). Drei Ziele drei Schuesse! Das Gleiche in einer Szene in "For a few dollars more".

Viel Spass beim Spielen! Die zu Old West gehørenden Abenteuer "El Brujo", "A Series of Unfortunate Events" und "The Ivory Trail" sind westernlastig, aber das ein oder andere kann sicher fuer HEX oder Space 1889 genutzt werden. Hier zu finden: http://mythiceras.net/taxonomy/term/3 samt eine Karte von Deadwood.