Autor Thema: OMEGA Space-Opera  (Gelesen 2513 mal)

Waldviech

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OMEGA Space-Opera
« am: 18. Februar 2013, 21:38:28 »
So, auf DocMorbids ausdrücklichen Wunsch mache ich zu diesem im Was-wäre-wenn-Threat entstandenen Thema mal eine eigene Diskussion auf !  8-)

Die Grundidee für die OMEGA-Space-Opera ist ganz grob zusammengefasst Folgende:
Der Space-Opera-Handlungsbogen beginnt wenige Jahre nach dem Ende der Kampagne im Grundbuch. Daher könnte diese Diskussion für Leute, die die Omega-Kampagne noch nicht zur Gänze kennen ein paar Spoiler enthalten!
Die Wissenschaftler von Omega haben es geschafft, die Harbinger wieder instand zu setzen oder zumindest den Antrieb des Schiffes zu rekonstruieren. Nun verfügt Omega über die Mittel und Wege, das Sonnensystem zu verlassen. Zeit, sich weit draußen im All mal umzuschauen und etwas verbesserte Feindaufklärung zu betreiben und vielleicht auch nach Freunden zu suchen!
Das Bild, das sich Omega im Laufe dieser weltraumbasierenden Sandbox-Kampagne bietet, ist wahrhaft apokalyptisch. Seit die Anomalie das interstellare Imperium der Tabanussi vernichtete, hat es noch keine intelligente Rasse geschafft, das entstandene Vakuum zu füllen. Die meisten Welten sind tot oder ohne intelligentes Leben. Die meisten intelligenten Rassen, die nach der Vernichtung der Tabanussi ihr Haupt erhoben haben, sind noch primitiver als selbst die Menschheit.
Die wenigen raumfahrende Rassen dieser Galaxis kommen in zwei Geschmacksrichtungen: Entweder sind es Überlebende einer untergegangenen Zivilisation, die als Teil der Plündererflotte umherstreifen oder sie bilden eigene Convois. Oder sie sind kleinere "Taschenimperien", die sich auf ihren eigenen Planeten oder bestenfalls auf eine Handvoll umliegender Systeme konzentrieren. Letztere liegen im Normalfall weit außeinander und tendieren dazu, eher xenophobisch zu sein da sie schnell mit der Anomalie oder den Plünderern aneinander rasseln und so lernen das "Aliens" meist feindlich sind. Sprich: Die Erfahrungen, die die Erdlinge machen sind letztlich nichts Ungewöhnliches. Für das Omegaschiff bedeutet das natürlich, dass sie bei Erstkontakten vorsichtig sein müssen und einiges an Fingerspitzengefühl notwendig ist um Freundschaften zu schließen. Die meisten größeren Zivilisationen haben darüber hinaus auch ganz eigene Probleme. Im (ziemlich riesigen) Operationsbereich des Omega-Schiffes finden sich neben den Zetas und den Flotten der Plünderer auch vier andere höher entwickelte Rassen, die hier in ganz grober Stichwörtelei vorgestellt werden. Ob sie Verbündete der Menschheit oder neue Feinde werden, liegt einzig an den SCs und ihrem Vorgehen!

Das Reich des Nahal
- junges interplanetares Reich "versetzter" Menschen. Grundinspiration: Inkas, Azteken, Raumpatroullie Orion, Es war einmal der Weltraum, Perry Rhodan.
- Kolonien auf Monden und vier Nachbarplaneten, erster interstellarer Krieg gegen Plünderer
- Mischmasch aller irdischen Rassen / "Raza Cosmica"
- verehren die Erbauer noch immer als Götter. (Früher als echte Götter, nach der Industrialisierung und der Entdeckung das die Erbauer technisch hoch entwickelte Aliens waren "unreligiös" als noble Kulturbringer)
- Regiert vom "Nahal" - einem unsterblichen Supercomputer.
- Das Reich vereint alle Menschen im eigenen System
- Nur ein paar Jahrzehnte weiter als die Erde, haben aber viele Fehler der Erdmenschen nicht gemacht
- Nach innen Utopia, nach außen waffenstarrende Militärmaschine
- Innen zwar friedlich, aber sehr totalitär (der Staat kontrolliert praktisch alles, keine Privatwirtschaft)
- Hält sich nach "Einigung der zehn Stämme der Menschheit" für kosmopolitisch
- Sieht Nichtmenschen fast ausschließlich als feindlich an, einzige "Aussenkontakte" bislang durch Militär.
- fast schon paranoide Sicherung des eigenen Planeten.
- Feindliche Kontakte zu Plünderen, sonst noch keine Kontakte nach Außen.
- Mögliche negative Eindrücke für Omega: faschistoides Imperium. Gleiche Sauce wie Zetas, nur menschenförmiger
- Mögliche positive Eindrücke für Omega: Brüder im All! Helles Utopia

Camarc
- Mischung aus Fledermaus und Flugechse.
- friedliches Volk von Philosophen und Gelehrten...allerdings unter einer etwas sinistren Maske
- Uralte Rasse, die langsam erlischt
- einst Hilfsvolk der Tabanussi
- haben sich von deren Fall nie ganz erholt
- beschränken sich heute nur noch auf ein paar Arkologien und Raumbasen im eigenen Sonnensystem (mit roter Sonne)
- reine Fleischfresser (trinken auch Blut)
- Fleisch für die tägliche Ernährung züchten sie in ihren fliegenden Städten, Jagen hat eine ähnliche Freizeitfunktion für sie wie Angeln für Menschen.
- mächtig genug, die an den Rändern ihres Systems wie Aasgeier wartenden Plünderer in die Schranken zu weisen. Immer wieder Überfälle.
- sind "Götter" über ein bronzezeitliches Menschenvolk in den Dschungeln ihrer Heimatwelt. Menschen opfern ihnen Tiere und Blut. (Menschenopfer werden allerdings abgelehnt) Camarc unterdrücken Menschen nicht, sondern lassen sie eigene Wege suchen. Beeinflussen nur subtil
- Kontakte zu Plünderern (feindlich), Zetas (neutral), Aryaspi (neutral-ablehnend), Lichtreitern (unentschlossen), Roboter der Harbinger (freundlich)
- Mögliche negative Eindrücke für Omega: Blutsaufende Monster, Verhältnis zu eingeborenen Menschen kann als Unterdrückung oder Vampir-Beute-Verhältnis fehlinterpretiert werden.
- Mögliche positive Eindrücke: weise ältere Rasse, Berater, Quelle hoch entwickelter Technologie

Aryaspi
- übermannsgroße große, graue "Kugelwesen" auf  Elefantenfüßen mit vier Augen und sehr breitem Maul. Methanatmer
- Eine Hand voll Kolonien auf Planeten, die für Menschen unbewohnbar wären.
- kantiges Technologiedesign, das oftmals nicht sofort als Technologie erkennbar ist ("Steintechnologie" aus geometrisch angeordneten Monolithen mit komplexen Linienmustern, Waffen aus schlichten Kugeln). Hoch entwickelt und verdammt schwer zu erforschen
- Kommunizieren möglicherweise telepathisch. Neigen dazu, in Gruppen zu "Singen", was an eine Mischung als tibetischem Kehlkopfgesang und Wahlgesängen erinnert.
- Kein Hivemind, aber eine Art Basisdemokratie.
- Keine verschiedenen Ethnien erkennbar.
- Vielleicht die Schöpfer der Voltoiden
- Metropolen riesig und voller geometrischer Skulpturen, aber mit nur wenig Bevölkerung (wirken sogar fast leer).
- Formen Asteroiden zu unbekannten Zwecken in riesige Monumente um.
- Ähnlich "alt" wie die Zetas und in kaltem Krieg mit diesen.
- Liefern aus dem Abraum der Asteroidenmonumente gewinnbare Rohstoffe an Plünderer. Es ist unklar, ob die Lieferungen Tribute sind oder ob ein anderes Geschäftsverhältnis besteht.
- Kontakte zu Zetas (Feinde), Plünderern (neutral oder tributpflichtig) und Camarc (seltene Kontakte bei Forschungsreisen)
- Mögliche negative Eindrücke für Omega: zu fremdartig um zu kommunizieren. Plündererfreunde
- Mögliche positive Eindrücke für Omega: Feind meines Feindes...gegen die Zeta. Große Baumeister. Hochtechnologielieferanten

Lichtreiter
- robotische Lebensformen aus Naniten und Kristallen. Vor Jahrmillionen von einer lang verschwundenen Rasse als Neumann-Sonden konstruiert, haben sich seither weiter entwickelt. Kann von Menschen für eine natürliche "Kristall-Lebensform" oder "Lichtwesen" gehalten werden.
- Mehr ein "Konglomerat" aus Einzelindividuen als ein Volk.
- neugierige "Abenteurer", da als Forschungssonden erschaffen. Haben die Fähigkeit, als Nanitenschwarm technische Systeme und Lebewesen zu befallen um Informationen zu gewinnen.
- "Fressen" Mineralien um neue Lichtreiter zu erzeugen und "ernähren" sich vom Licht der Sterne. Bestehen aus einer Art "Computronium", was sie für die Plünderer als Rohstoff interessant macht. Nanitenschwärme und Kristallsonden werden mit spezieller Strahlung abgetötet und als Rohstoff geerntet.(Falls die Plünderer wissen, das Lichtreiter eine intelligente Lebensform sind, ist es ihnen egal).
- Können keine technischen Gerätschaften ausbilden, die nicht Teil ihres eigenen Organismus wären. Untersuchung von Lichtreitern gibt Omega möglicherweise fortgeschrittene Nanoschmieden-Technologie.
- Ursprünglich sehr friedlich, haben durch Kontakt mit Plünderern aber das Kämpfen erlernt. Einige Lichtreiter attackieren jedes Schiff von fleischlichen Wesen.
- Kommunikation möglich, falls ein Mensch sich von einem Lichtreiter "infizieren" lässt und beide Persönlichkeiten verschmelzen.
- "Kontakte" mit allen aufgelisteten Rassen (auch Erdenmenschen)...aber nur als Beobachter aus der Entfernung. Hass auf Plünderer, da "Fressfeinde".
- Mögliche negative Eindrücke für Omega: Starfish-Alien, Weltraummonster, sprechende Infektionskrankheit, Angst vor "Grey Goo" durch Naniten.
- Mögliche positive Eindrücke für Omega: friedliche Forscher, "eingeborene Führer" in der Welt des unendlichen Alls.





Asleif

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #1 am: 19. Februar 2013, 11:00:04 »
Interessante Idee, aber.
Mal abgesehen von der Fragwürdigkeit der Prämisse (Wir haben nur 1 warptaugliches SChiff, schicken wir es doch einfach mal irgendwohin ins All und hoffen, dass es nicht abgeschossen wird. Wir haben zu wenig PErsonal, also schicken wir doch einfach mal unsere besten Leute ins All. Wir sind von Feinden umzingelt, also machen wir doch vielleicht noch ein paar mehr auf uns aufmerksam. etc.) möchte ich zu bedenken geben, dass diese Geschichte vom Core-Theme von CONTACT (Verteidigung der Erde im X-Com-Sytle, Cyberpunkt meets Aliens, Geheimorganisation zwischen Regierungen und Konzernen, Kampf gegen die Invasoren aus dem Unbekannten etc.) so weit weggeht, dass mich (und unsere Gruppe) die Sache wohl nicht weiter interessieren würde. Das wäre ein ziemlicher Genre-Wechsel.
Für Space Opera gibt's mAn geeignetere Hintergründe, die nicht auf einer so starken, lokal-erdbezogenen Prämisse aufbauen.
Also: einen entsprechenden Kampagnenband würde ich mir vielleicht aus reinem Interesse zulegen, aber in den CONTACT-Erd-Metaplot würde ich eine solche Entwicklung nur ungern mit einbezogen sehen. Schuster, bleib bei deinen Leisten, weil mit denen kannst du wahrscheinlich am besten umgehen.

Waldviech

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #2 am: 19. Februar 2013, 11:31:04 »
OK, dass die Idee Geschmackssache ist, hätte ich ohnehin als gegeben angenommen. ;). Es ist eh erstmal eine reine Idee.
Die Idee mit dem späteren Aufbruch ins All ist im Übrigen ziemlich genau X-Com geschuldet. Da lautet die Story ja auch, dass die Menschheit den angreifenden Aliens Technologie klaut um sie später zuhause zu besuchen. Ebenso, wie die Idee, das die Menschheit in den Kriegen gewonnene außerirdische Technologie dazu nutzt, um sich selber zur "Großmacht" zu erheben. In der Hintergrundgeschichte von X-Com wird recht konsequent damit rumgespielt, dass die Menschheit nach dem ersten Alienkrieg selbst über Raumschiffe verfügt. Da fände ich es nicht unglaubwürdig, wenn die Dinge in Contact ähnlich laufen. Die Menschheit wäre blöde, sowas nicht zu tun. Ob das etwas an der "Cyberpunkigkeit" der Erde ändern würde, bliebe dahingestellt. Beim großen Vorbild X-Com jedenfalls leistet der durch die Alientechnologie eingeleitete Technologievorsprung dem Cyberpunk erst richtig Vorschub (die Mega-Cities im dritten X-Com-Teil sind ja grade wegen der Alienkriege erst entstanden und können sich hauptsächlich deswegen halten, weil die Menschheit im All tätig ist). In anderen Sonnensystemen herumzufliegen, muss soziale Probleme und Konzernquerelen auf Erden nicht unbedingt was ändern.

Asleif

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #3 am: 19. Februar 2013, 12:53:54 »
Von dem ""Metaplot"" der X-COM-Spiele untereinander mal abgesehen ist der Besuch der Aliens in jedem Teil, wimre, stets die letzte Aktion des Spiels und der große Endkampf - danach ist die Sache vorbei und man hat gewonnen.

Ich würde solche PC-Geschichten (auch die Verknüpfung der Teile untereinander, das hakt die Gesamtplausibilität doch sehr) aber nicht einfach auf ein P&P übertragen. Bei letzterem muss man doch etwas langfristiger denken und nicht nur im Rahmen der Spielmechanik, sondern auch in den Auswirkungen auf die ganze Spielwelt denken - und da sind die Möglichkeit interstellarer Reisen, neue Welten und Rassen nun mal etwas, das die irdische Gesellschaft (in meinen Augen) vollständig umkrempeln würden. Und solche "es geht aber nur mit dem einen Schiff, und nur mit der einen Crew, die zufällig aus den SCs besteht, und es ist total geheim"-Erklärungen finde ich nicht so prall und glaubwürdig.

Damit verlässt man schlicht das Genre des Alieninvasion-und-Abwerhorganisation-Spiels, das CONTACT mAn auszeichnet und so stark macht.

Waldviech

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #4 am: 19. Februar 2013, 13:24:00 »
Zitat
Bei letzterem muss man doch etwas langfristiger denken und nicht nur im Rahmen der Spielmechanik, sondern auch in den Auswirkungen auf die ganze Spielwelt denken
Klar - es geht bei diesem "Spin-Off-Szenario" allerdings genau ums langfristig denken. Der Punkt ist nämlich, dass sich die Welt von Contact, je nachdem wie die SC und Omega agieren, im Laufe einer Kampagne massiv ändern kann. Anders als bei Akte-X, bei der die Grundsituation praktisch ewig gleich bleibt, da weder die Verschwörung noch die Aliens irgendwas tun außer Dinge geheim zu halten, kann die Lage bei Contact immens schnell kippen. Zum Beispiel dann, wenn die Aliens Großangriffe starten, die an die Konzerne verkaufte Alientech anfängt, die irdische Enwicklung ordentlich umzukrempeln oder Omega selbst sich massiv weiterentwickelt. Die graue Cyberpunkwelt des GRWs ist IMHO "nur" die Ausgangslage der Welt von Contact. Von dort aus sind etliche Wege denkbar. Bleiben die Aliens bei Nadelstichtaktiken und lässt sich die "Invasion" weiter versteckt halten? Kommt es zum ausgewachsenen Krieg? Im späteren Verlauf einer längeren Kampagne wäre ziemlich viel Raum für die verschiedensten Szenarien.
Eine postapokalyptische Welt, in der die letzten hochgezüchteten Omegakrieger die menschliche Resistance gegen eine Alienstreitmacht führen die eigentlich bereits gewonnen hat ? Denkbar, wenn Dinge schief laufen. Eine geeinte Welt, in der Omega irdische Raumflotten zur Zeta-Heimatwelt steuert, um es den miesen grauen Glotzaugen so richtig heimzuzahlen ? Ebenso denkbar, wenn die Dinge gut laufen.
Und da Omega permanent Alientechnologie auswertet und kopiert, finde ich es legitim, mal weiter zu überlegen was passiert, wenn sie den Antrieb eines Raumschiffes nachbauen können.
Zitat
Und solche "es geht aber nur mit dem einen Schiff, und nur mit der einen Crew, die zufällig aus den SCs besteht, und es ist total geheim"-Erklärungen finde ich nicht so prall und glaubwürdig.
Stimmt natürlich. Wobei die Idee eigentlich "nur" ist, dass die SC halt das erste Schiff steuern. Es muss nicht das letzte oder einzige bleiben.

Asleif

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #5 am: 19. Februar 2013, 13:40:38 »
Genau auf diesen ersten Punkt wollte ich hinaus - das ist eine langfristige, konzeptionelle Frage. Wie soll sich der Metaplot weiterentwickeln? Und vor allem: in welcher Geschwindigkeit? Ich persönlich finde, dass der gegenwärtige Zustand des Invasionsszenarios, bei dem OMEGA stets auch versuchen muss, ein niedriges Profil zu halten und die Öffentlichkeit nicht zu beunruhigen, wesentlich interessanter und vor allem auch alleinstellender ist, als wenn in den nächsten 2W6 Quellenbänden ein Genrewechsel in Richtung Space Opera, High-SF, Endzeit oder gar Postapokalypse stattfindet.
Ich spiele Contact, weil ich genau dieses Setting cool finde, das momentan beschrieben ist - der Harbinger-Metaplot ist cool, keine Frage, aber man sollte ihn nicht zu sehr offiziell auswalzen, sondern die größeren Folgen davon dem SL überlassen. Ihn in weiteren Büchern aufgreifen, klar, aber keinen Genrewechsel vollziehen. Das würde mich mittel- bis langfristig von Contact wieder wegbringen.
Kurz und knapp: ich möchte keine offizielle Auflösung der Alien-Problematik, keine grundlegende Veränderung der Contact-Welt im Sinne eines globalen gesellschaftlichen Wandels, und keine Ausweitung von Contact-Missionen jenseits unseres Sonnensystems. Das banalisiert mAn die bisherigen Setzungen und die schon erreichten Erfolge der Charaktere, wenn es nur immer um höher, schneller und VIEL weiter geht. Die Erde, um die es eigentlich geht, geriete dabei völlig aus dem Fokus, und man bekäme ein mehr oder weniger beliebiges SF-Spiel. Das ist zumindest meine Befürchtung. Darum: Menschen und ihre Organisationen im Fokus, OMEGA, Erde, Invasionsszenario. Mehr brauche und will ich nicht bei CONTACT.

Waldviech

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #6 am: 19. Februar 2013, 13:52:55 »
Zitat
Wie soll sich der Metaplot weiterentwickeln?
Zitat
sondern die größeren Folgen davon dem SL überlassen
Generell ließe sich ohnehin die Frage stellen, in wie weit ein "starrer" Metaplot bei Contact Sinn macht. Contact ist nicht DSA. Es ist ja nicht so, dass die einzelne Gruppe daheim am Spieltisch nur die kleinen Trooper aus der hinterletzten Reihe spielt, sondern über Dinge wie das Basenmanagment den generellen Kurs von Omega maßgeblich mitbestimmt. Die Entscheidungen der Spieler haben tatsächlich Auswirkungen. Das beinhaltet mögliche Genrewechsel bereits. Ob sich Contact als Akte-X-Rollenspiel spielt, oder Omega als offene "Earth-Defense-Force" agiert, liegt ja zuförderst an den Spielern. Zu starr vorgefertigte Metaplots sind da von vornherein zum Scheitern verurteilt. Von daher würde ich die Sache bei Contact ohnehin eher halten wie z.b. bei Exalted. Es gibt nicht DEN Metaplot, sondern eine Reihe von möglichen Entwicklungen, für die man dem SL das nötige Handwerkszeug geben könnte. Statt Spielerentscheidungen und Erfolge konsequent zu entwerten, weil DER Metaplot erhalten werden soll, fände ich es besser, lediglich mögliche Szenarien aufzuzeigen. Marke: Das passiert möglicherweise, wenn sich nichts ändert. Das passiert möglicherweise wenn es ins All geht. Das passiert, wenn die Aliens alles in Schutt und Asche strahlen. In welche Richtung es geht, entscheidet ihr.
Das wäre aber guter Stoff für eine eigene Diskussion. ;)

Asleif

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #7 am: 19. Februar 2013, 14:22:55 »
Das fände ich auch die geschickteste Idee, mehrere Entwicklungsoptionen offen zu lassen - die Gefahr dabei ist nur, dass sich die Spielwelt dann in parallele Stränge aufspaltet, die separat mit Publikationen unterstützt werden könnten/sollten/müssten. Publikationstechnisch ist es wohl unumgänglich, dass man sich auf eine "Hauptlinie" festlegt - und die sollte meiner Meinung nach aber möglichst nahe am Kernthema von CONTACT sein - und dieses Szenario heißt "möglichst unauffällige Verteidigung der menschlichen Zivilisation gegen außerirdische Invasoren".
Davon ginge die Space Opera-Idee aber meinem Verständnis nach schon ziemlich weit weg - was auf der Erde passiert, die eigene Basis in Guinea etc. wäre für eine Raumschiffcrew in einer weit, weit entfernten Galaxis relativ unerheblich, zumal solche deep space-Unternehmen hoffentlich auch nichts sind, was man im Wochentakt erledigen kann.

Waldviech

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #8 am: 19. Februar 2013, 14:43:17 »
Sehe ich ziemlich genauso. Die Erde als gemeinsames Basis-Setting wäre bei dieser Herangehensweise (sofern Docmorbid sie aufgreift ;) ) natürlich nur logisch - immerhin stellt sie den gemeinsamen Ausgangspunkt dar, von dem aus sich alles andere entwickelt. Alles darüber hinausgehende wären sozusagen Seiten- oder Szenarienbände, aber keine Fortschreibungen eines vorgegebenen Metaplots.

Zitat
die Gefahr dabei ist nur, dass sich die Spielwelt dann in parallele Stränge aufspaltet, die separat mit Publikationen unterstützt werden könnten/sollten/müssten.
Das käme drauf an, wie man das Ganze aufzieht. Einstweilen gehe ich mal von Einzelbänden aus. Es gibt einen Band, der sich mit der Galaxis um die Contact-Erde herum und Weltraummissionen darin befasst. Und ob man den in seiner Kampagne gebrauchen kann oder nicht, bleibt der Gruppe überlassen. Es gibt einen Band, der sich mit einer möglichen Postapokalypse befasst. Ob es zu dieser kommt, bliebe der Gruppe überlassen. Wenn man es braucht, ist das Handwerkszeug da. Braucht man es nicht, kann man es ignorieren.
Vorbild wäre dabei wie gesagt die Herangehensweise, die man schon von Exalted her kennt. Da sind z.b. Autochthonier oder die Rückkehr der Scharlachroten Kaiserin weltumwälzende Szenarien, die passieren können, aber nicht müssen, da es keinen festen Metaplot gibt. Es werden Eventualitäten abgedeckt und Ideen geliefert, aber es wird kaum was vorgegeben. Wer Exalted kennt, weiß auch warum ;). Das selbe "Problem", das Exalted hat, hat auch Contact - nämlich Spielergruppen, die weltumwälzende Entscheidungen treffen.
 
Zitat
was auf der Erde passiert, die eigene Basis in Guinea etc. wäre für eine Raumschiffcrew in einer weit, weit entfernten Galaxis relativ unerheblich, zumal solche deep space-Unternehmen hoffentlich auch nichts sind, was man im Wochentakt erledigen kann.
Die Idee wäre, dass das Scoutschiff der SC mehr oder weniger die Basis darstellt. Es würde sich um einen etwas größeren Pott handeln und auch sowas wie Forschungslaboratorien usw. enthalten.

Waldviech

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Re: OMEGA Space-Opera
« Antwort #9 am: 19. Februar 2013, 17:34:27 »
Um vom Allgemeinen wieder zurück zum konkreten Szenario zu kommen, vielleicht mal was zum "Spielmodus" des ganzen Spaßes:

Die Idee wäre wie oben schon erwähnt, die "Space-Opera" nach Art einer Sandbox zu gestalten. Statt also eine festgelegte Abfolge von Missionen vorzuschlagen, würde es eine Reihe von Location-Beschreibungen mit Abenteueransätzen geben, die man erforschen kann - oder eben auch nicht. Ob eine Art "Planetengenerator" für Contact passen würde, wäre noch zu überlegen. Die SC müssen dabei nicht zwangsweise einen auf "Star-Blazer" machen, d.h. das Schiff der SC müsste nicht das einzige sein.
Allerdings gilt für das Schiff der SC, was auf Erden für die Basis einer SC-Gruppe gilt - das Schiff der SC ist das wichtigste. Das, dem die interessanten Sachen passieren. Die wichtigsten Entdeckungen, die atemberaubensten Raumschlachten und die wagemutigsten Weltraumspionageaktionen machen die SC! Das Schiff ist dabei kein winziger "Kleinraumer" und auch kein riesiger Sternenzerstörer, sondern ein "moderates" Forschungsschiff, das neben den SC auch noch Laborausrüstung, Landeshuttle und Redshirts transportiert. Groß genug, um sich hie und da mal beim Kommandieren wie Captain Kirk zu fühlen und klein genug um kein "intergalaktischer Overkill" zu sein. Ein passendes Vorbild aus Fernsehfunk und Videospiel wäre vielleicht Mass-Effects Normandy. Außerdem kann Omega natürlich nicht beamen ;)
 
Die Missionsparameter von Omegas Weltraummission lauten primär, die Lage auszukundschaften, denn man will mehr über den Feind, seine Möglichkeiten und seine Ressourcen wissen. Wenn die Weltraummission dabei nützliche Dinge aus dem All mitbringen kann, umso besser. Grade in den Anfangstagen der Raummission geht es eher darum, zu sondieren. Je nachdem, wie sich die SC schlagen, könnte es allerdings bald darauf hinauslaufen, dass die SC gezielt damit beginnen, Operationen der Aliens zu stören und gefährliche Dinge von der Erde fernzuhalten. (Da Omega allerdings nicht viele Schiffe hat, so lange sich die Organisation mutterseelenallein um die Rettung der Welt kümmern muss, dürfte noch immer genügend Viehzeug durchkommen...)