Autor Thema: Coriolis und Schwerkraft  (Gelesen 1933 mal)

Aquarius

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Re: Coriolis und Schwerkraft
« Antwort #15 am: 02. August 2019, 13:46:30 »
Ich widerspreche dir natürlich gern, Herr Johann Ohneland! ;)
Aber ich glaube, dann drehen wir uns nur im Kreis.
Meine Vorstellung von Science Fiction deckt sich offenbar nicht zu 100% mit deiner. :)


JohnLackland

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Re: Coriolis und Schwerkraft
« Antwort #16 am: 06. August 2019, 21:34:38 »
Können wir sachlich bleiben und die Nicknames so lassen wie sie sind. Danke! Kannst mich gerne John nennen, heiße mit Vornamen so.

Ich finde es gut wenn Menschen verschiedene Vorstellungen haben. Coriolis ist für mich mehr Space Opera mit Horror und bissel Technik. Es gibt PSI Fähigkeiten usw. sowas gibt es im bekannten Universum auch nicht, das ist dann der Magiepart.

Die Raumstationen selbst haben sicher ihre Schwerkraft durch die Corioliskraft. Wobei mir da nicht klar ist, wie schnell sich so eine Station drehen muss und wie dann Raumschiffe dort landen.... oder fliegen sie zur Achse ein?

Spielst du schon oder diskutierst du noch über die Regeln?

Aquarius

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Re: Coriolis und Schwerkraft
« Antwort #17 am: 12. August 2019, 22:04:38 »
Hallo John,

wollte dich nicht ärgern, war nur die allgemein übliche Übersetzung deines Nicknames ins Deutsche.


Fearna

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Re: Coriolis und Schwerkraft
« Antwort #18 am: 14. August 2019, 17:59:30 »
"künstliche Schwerkraft können wir nur aus der Corioliskraft, bzw. Beschleunigung gewinnen"

Nur als Einwurf: die Corioliskraft ist keine Kraft, sondern eine Scheinkraft da sie in einem Inertialsystem nicht vorkommt. D. h. die Corioliskraft kann keine Schwerkraft erzeugen.

Aufgrund der radförmigen Bauweise der Coriolis-Station, d.h. des Rings, könnte man vermuten, dass sich diese in Rotation befindet und aufgrund der Zentrifugalbeschleunigung (d.h. Masse mal Zentrifugalkraft) eine künstliche Schwerkraft entsteht. Die Corioliskraft hat dann verschiedene Effekte, je nachdem in welche Richtung man sich relativ zur Drehachse bewegt: bewegt man sich radial, d.h. nach nach oben oder unten, zB wenn man aufsteht oder eine Treppe hochgeht, dann spürt man eine Kraft, die einem in Rotationsrichtung umwerfen will. Bewegt man sich tangential, also entlang der Drehrichtung nimmt die Fliehkraft zu, weil man etwas schneller kreist. Bewegt man sich entgegen der Drehrichtung, wird man leichter, weil nun auch die vertikale Komponente der Corioliskraft wirkt. Würde man sich so schnell wie die Tangentialgeschwindigkeit bewegen, würde man anfangen zu schweben. Um künstliche Schwerkraft über die Zentrifugalbeschleunigung zu erreichen, müsste der Radius möglichst groß sein, ansonsten muss die Raumstation sich irre schnell drehen. Um die Erdschwerkraft g=9,81 m/s² zu erreichen, muss die Rotationszeit T=2π √(R/(9,81 m)) s betragen. Zb bei einem Radius R=1000m ca. 63,4s.

 Dazu kommen aber noch andere Probleme: eine schnelle Rotation hat einen Effekt auf das Vestibularsystem (Gleichgewichtssinn), außerdem wirken Gezeitenkräfte aufgrund der Differenz der Schwerkraft an den Füßen und am Kopf, allerdings nur bei kleinem Rotationsradii, zB R<10-fache Menschengröße. 

Daher, könnte man sich vorstellen, dass große Raumstationen rotieren und kleinere Raumstationen bzw. Raumschiffe eben den physikalischen Schnitzer der Schwerkraftmaschienen nutzen.

JohnLackland

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