Autor Thema: Regelfrage: Zielerfassung Raumkampf  (Gelesen 253 mal)

Caladan

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 9
    • Profil anzeigen
Regelfrage: Zielerfassung Raumkampf
« am: 26. Januar 2019, 00:03:53 »
Eine Regelfrage, für die mir die Antwort nicht klar ist:
Falls ein Schiff in einem Raumkampf mit Extremsensoren ein Schiff mit passiven Sensoren erfasst und dann einen Torpedo abfeuert, sobald es dafür in Reichweite ist, ab wann registriert das Schiff mit den passiven Sensoren, dass ein Torpedo auf es zusteuert? Erst wenn der Torpedo in Reichweite der Sensoren ist oder sobald es vom anderen Schiff (außerhalb dessen Sensorenreichweite) in die Zielerfassung genommen wird (bzw. der Torpedo abgefeuert wird)?

Blakharaz

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 27
  • Geschlecht: Weiblich
    • Profil anzeigen
Re: Regelfrage: Zielerfassung Raumkampf
« Antwort #1 am: 26. Januar 2019, 17:48:20 »
Ich denke ich würde es so handhaben:
- Das Schiff mit passiven Sensoren bemerkt, dass es in die Zielerfassung genommen wird. Den Angreifer kann der Sensorbediener aber noch nicht ausmachen, da dieser sich noch außer Reichweite befindet
- Den Torpedo bemerkt es erst wenn dieser in Sensorreichweite ist. Die Besatzung hat allerdings Zeit auf aktive Sensoren umzuschalten und so den anfliegenden Torpedo vorher zu sehen, da die Zielerfassung bemerkt wurde.
- Natürlich könnte die Besatzung des Beschossenen Schiffes auch Gegenmaßnahmen einleiten (z.B. Täuschkörper abfeuern) ohne genau zu wissen ob der Angreifer einen Torpedo auf sie abgefeuert hat

Gumbald

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 68
    • Profil anzeigen
Re: Regelfrage: Zielerfassung Raumkampf
« Antwort #2 am: 21. April 2019, 23:58:59 »
Bonus-Fragen:

Laut Tabelle 7.14 auf S.164 wird ein Schiff bei Waffenfeuer automatisch entdeckt (man erhält aber eine freie Runde bei einem Überraschungsangriff).
Gilt das auch bei einem Angriff außerhalb der Sensoren-Reichweite?
Ich würde sagen: Nein.

Fallen unter "Waffenfeuer" auch Torpedos und Minen?
Ich würde sagen: Ja.

Wie verhält es sich bei dem folgenden Szenario: Ein Schiff in Reichweite 4 feuert einen Torpedo auf ein Schiff mit passiven Sensoren ab.
Das angegriffene Schiff registriert, dass es in die Zielerfassung genommen wurde und sieht ab Reichweite 2 automatisch den Torpedo.
Was ist, wenn das Schiff nun von passiven Sensoren auf aktive Sensoren wechselt? Sieht es dann automatisch das gegnerische Schiff?
Ich würde sagen: Nein. Das Schiff wird erst automatisch erkannt, wenn es nochmal ein Waffensystem aktiviert (beispielsweise nochmal einen Torpedo abfeuert). Der Sensor-Wurf kann aber wiederholt werden um das Angreifer-Schiff mit den aktiven Sensoren zu identifizieren.

Eine weitere Frage zu den Minen:
Ich finde die irgendwie recht ineffektiv.
In den Regeln ist nichts davon zu finden, dass man Minen erst mit Sensoren identifizieren muss, sie verhalten sich regeltechnisch so wie stationäre Torpedos.
Ein Schiff muss in das Segment einer Mine hinein fliegen, damit sie explodiert. Wenn ein Schiff sie aber wie einen Torpedo automatisch identifizieren kann, so kann man die Mine bequem mit gebührendem Abstand abschießen. Und schon machen 300.000 Birr für eine Antimateriemine *puff*.
Habe ich da irgendetwas übersehen oder falsch verstanden?

Blakharaz

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 27
  • Geschlecht: Weiblich
    • Profil anzeigen
Re: Regelfrage: Zielerfassung Raumkampf
« Antwort #3 am: 22. April 2019, 00:43:48 »
Wie verhält es sich bei dem folgenden Szenario: Ein Schiff in Reichweite 4 feuert einen Torpedo auf ein Schiff mit passiven Sensoren ab.
Das angegriffene Schiff registriert, dass es in die Zielerfassung genommen wurde und sieht ab Reichweite 2 automatisch den Torpedo.
Was ist, wenn das Schiff nun von passiven Sensoren auf aktive Sensoren wechselt? Sieht es dann automatisch das gegnerische Schiff?
Ich würde sagen: Nein. Das Schiff wird erst automatisch erkannt, wenn es nochmal ein Waffensystem aktiviert (beispielsweise nochmal einen Torpedo abfeuert). Der Sensor-Wurf kann aber wiederholt werden um das Angreifer-Schiff mit den aktiven Sensoren zu identifizieren.
Würde ich auch so machen.

Eine weitere Frage zu den Minen:
Ich finde die irgendwie recht ineffektiv.
In den Regeln ist nichts davon zu finden, dass man Minen erst mit Sensoren identifizieren muss, sie verhalten sich regeltechnisch so wie stationäre Torpedos.
Ein Schiff muss in das Segment einer Mine hinein fliegen, damit sie explodiert. Wenn ein Schiff sie aber wie einen Torpedo automatisch identifizieren kann, so kann man die Mine bequem mit gebührendem Abstand abschießen. Und schon machen 300.000 Birr für eine Antimateriemine *puff*.
Habe ich da irgendetwas übersehen oder falsch verstanden?
Das ist schwierig - eine Erklärung habe ich jetzt nicht gefunden. Ich glaube da würde ich unterscheiden zwischen Kampf und nicht Kampf:
Sollte die Mine nicht im Kampf ausgesetzt werden (eben als Minenfeld oder Sicherung für ein Raumschiff-Wrack) würde ich die Minen durchaus erst über Sensoren identifizieren lassen - das eigentliche Waffenfeuer ereignet sich ja erst, sobald man im Segment der Mine eintrifft. Wirft jetzt allerdings ein Raumschiff eine Mine innerhalb eines Kampfes ab, würde ich das über die Sensoren automatisch bemerken lassen. In dem Fall könnte die Mine natürlich einfach auf Distanz abgeschossen werden - allerdings könnte sie durchaus ausbremsen (ich kann ja bis die weg ist nicht einfach in das Segment reinfliegen) und so dem Minenleger Zeit erkaufen (um zu fliehen oder einen Angriff aus Distanz einzuleiten etc.)

Gumbald

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 68
    • Profil anzeigen
Re: Regelfrage: Zielerfassung Raumkampf
« Antwort #4 am: 22. April 2019, 01:19:50 »
Minen durch Sensoren zu identifizieren halte ich auch für sinnvoll.
Was für einen Signatur-Wert sollte denn eine Mine haben? Die dürfte ja recht klein und eher darauf ausgelegt sein, nicht entdeckt zu werden.
Ein Raumscooter hat -2, also würde ich sogar zu -3 tendieren. Auf kurze Entfernung würde sich der effektive Modifikator dann ohnehin auf -1 reduzieren.

Wenn die Mine ein gegnerisches Raumschiff bei der Verfolgung hindern soll, wie sollte der Modifikator auf die Piloten-Aktion "Vorrücken" aussehen? Ich denke auch hier über einen Modifikator von -3 für eine Aktion "Vorrücken" nach, um die Mine zu umfliegen und die Verfolgung wieder aufzunehmen. Bei einem Misserfolg und einer Mine in kurzer Reichweite könnte der Pilot zu spät auf die Mine reagiert haben und in das Segment der Mine geflogen sein...

Dazu stellt sich mir bei Verfolgungs-Jagden von Raumschiffen noch eine weitere Frage: Was ist, wenn zwei Schiffe den gleichen Kurs haben, aber über unterschiedliche Gerschwindigkeiten verfügen?
Ein schnelleres Schiff sollte in einem Rennen oder einer Verfolgungsjagd ja einen Vorteil haben und sich nicht nur auf die Kompetenz des Piloten verlassen.
Ich überlege in diesem Fall die Erfolge bei der Piloten-Aktion "Vorrücken/Rückzug" mit der Differenz der Raumschiff-Geschwindigkeiten zu modifizieren. Das langsamere Schiff bewegt sich also effektiv um weniger Segmente als die gewürfelten Erfolge, und das schnellere Schiff bewegt sich automatisch um zusätzliche Segmente.

Blakharaz

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 27
  • Geschlecht: Weiblich
    • Profil anzeigen
Re: Regelfrage: Zielerfassung Raumkampf
« Antwort #5 am: 22. April 2019, 12:31:30 »
Minen durch Sensoren zu identifizieren halte ich auch für sinnvoll.
Was für einen Signatur-Wert sollte denn eine Mine haben? Die dürfte ja recht klein und eher darauf ausgelegt sein, nicht entdeckt zu werden.
Ein Raumscooter hat -2, also würde ich sogar zu -3 tendieren. Auf kurze Entfernung würde sich der effektive Modifikator dann ohnehin auf -1 reduzieren.
Ich würde leicht zu -2 tendieren, je nach Situation auch -3 (evtl. gibt es auch Minen mit Tarntechnologie - wäre auf jeden Fall sinnig).

Wenn die Mine ein gegnerisches Raumschiff bei der Verfolgung hindern soll, wie sollte der Modifikator auf die Piloten-Aktion "Vorrücken" aussehen? Ich denke auch hier über einen Modifikator von -3 für eine Aktion "Vorrücken" nach, um die Mine zu umfliegen und die Verfolgung wieder aufzunehmen. Bei einem Misserfolg und einer Mine in kurzer Reichweite könnte der Pilot zu spät auf die Mine reagiert haben und in das Segment der Mine geflogen sein...
Ich glaube ich würde das einfach 2-3 Bewegungspunkte kosten lassen um die Mine weiträumig zu umfliegen.  (wäre ja in etwa das Gleiche wie ein -3 Modifikator)

Dazu stellt sich mir bei Verfolgungs-Jagden von Raumschiffen noch eine weitere Frage: Was ist, wenn zwei Schiffe den gleichen Kurs haben, aber über unterschiedliche Geschwindigkeiten verfügen?
Ein schnelleres Schiff sollte in einem Rennen oder einer Verfolgungsjagd ja einen Vorteil haben und sich nicht nur auf die Kompetenz des Piloten verlassen.
Ich überlege in diesem Fall die Erfolge bei der Piloten-Aktion "Vorrücken/Rückzug" mit der Differenz der Raumschiff-Geschwindigkeiten zu modifizieren. Das langsamere Schiff bewegt sich also effektiv um weniger Segmente als die gewürfelten Erfolge, und das schnellere Schiff bewegt sich automatisch um zusätzliche Segmente.
Im freien Raum recht einfach: Das schnellere Schiff holt das langsamere früher oder später ein, bzw. fliegt davon. Sobald man sich jedoch nicht mehr im freien Raum befindet, spielt die Geschwindigkeit keine ganz so große Rolle mehr - da ist es das sinnvollste, sich aus der Sensor-Reichweite zu begeben und zu verstecken. Auf kurze Distanzen (bspw. Raumkämpfen) spielt die Höchstgeschwindigkeit mMn keine so große Rolle, da man diese dank Ausweichmanövern etc. ohnehin nicht erreicht. Aber sollte es doch auf eine zeitnahe Verfolgungsjagd hinauslaufen (oder man weiß wohin das verfolgte Schiff unterwegs ist) würde ich es ähnlich wie von dir vorgeschlagen machen: Eine positive Mod für den Piloten des schnelleren Schiffs, bestehend aus der Differenz der Geschwindigkeiten.