Autor Thema: Deutsches Ätherzeppelin  (Gelesen 263 mal)

PaterLeon

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Deutsches Ätherzeppelin
« am: 20. Januar 2019, 21:51:27 »
Moin!

Ich bin leider in den Büchern nicht fündig geworden, wie deutsche Ätherschiffe aufgebaut sind und wie sie aussehen. Auf Raten eines Forenmitglieds in einem älteren Thread habe ich mir "Unter Hochdruck" beschafft. Die Handouts zu dem Abenteuerband gibt's auch im Downloadbereich kostenlos zur Verfügung (https://www.uhrwerk-verlag.de/wp-content/uploads/2015/02/Unter-Hochdruck-Handouts.pdf). Allerdings bedient der Band meine Fragen immer noch nicht gänzlich.

1. Wie groß sind Ätherzeppeline? Die SMS Hindenburg Anfang des 20. Jahrhundert hat mit 215 Metern zu den größten gebauten Luftschiffen gehört. Wenn ich annehme, dass Ätherschiffe mindestens einen Monat im Weltraum sind und entsprechend viel Personen und/oder Material, Lebensmittel etc. transportieren, vermute ich mindestens dieselbe Größe für ein Ätherzeppelin.

2. Wie viel Raum nehmen die Maschinen- und Personaldecks sowie Lagerräume ein? Der größte Teil des Zeppelins ist schließlich mit gefährlichem Wasserstoff befüllt. Die Aufteilung der Von Neumann - das Ätherzeppelin des bereits erwähnten Abenteuerbandes - erscheint mir da ziemlich unausgewogen. Gerade auch was die Luftversorgung durch den minimaoistischen Garten angeht. Womit wir aber auch bei Frage Nr. 3 wären:

3. Wie viele Personen bzw. wie viel Material führt das Ätherzeppelin durchschnittlich mit? Die Von Neumann kommt mir da sehr klein vor - was natürlich daran liegen kann, dass das Zeppelin in dem Abenteuer nicht für lange Reisen ausgelegt ist. Aber wie viele Kabinen, Decks, Aufenthaltsräume, Personalmitglieder, Offiziere führt so ein Ätherzeppelin mit sich? Auch der Lagerraum auf der Von Neumann ist geradezu winzig. Wenn ein Ätherschiff eine solch lange Reise zu einem anderen Planeten auf sich nimmt, habe ich an enorme Kapazitäten für Menschen und Material gedacht. Meine bisherige Recherche spiegelt das aber nicht wider.

4. Wo befindet sich der Antrieb des Zeppelins? Auf den Skizzen des vorgestellten Ätherzeppelins finden sich an der Unterseite kleine Ätherpropeller. Die Internetrecherche und der Abgleich mit internationalen Space:1889-Vorstellungen (http://mateengreenway.com/steampunk/EtherZepplinAft.jpg) ergab aber gewaltigere Propeller an der Oberseite sowie zu beiden Seiten und einem gänzlich anderen Antrieb an der Hinterseite. Auf was darf ich mich nun beziehen?

5. Wie ist die Beschaffenheit der Hülle des Zeppelins? Traditionell bildeten im Zeppelin-Zeitalter des 20. Jahrhunderts Baumwoll- und Leinenstoffe die Außenhülle des Luftschiffes. Um was für eine Hülle handelt es sich aber bei einem Ätherschiff, dass die Atmosphäre eines Planeten durchqueren muss, um in das All bzw. zum Boden zurück zu gelangen? Wird hier beschichtetes Metall wie bei einem Raumschiff verwendet? Ist dann das Ätherzeppelin genauso entflammbar wie sein reeller Bruder?


Ich denke, das genügt fürs Erste schon mal. Vielleicht hat ja irgendjemand zu einer der Fragen eine Meinung. Besten Dank!

Viele Grüße,
PL

simius

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Re: Deutsches Ätherzeppelin
« Antwort #1 am: 01. Februar 2019, 23:41:56 »
Hi Pater Leon,

ich antworte mal, wie ich das in meiner Gruppe handhabe bzw. wie meine Vorstellungen sind:

1. Ja, ich gehe auch von der Größe einer Hindenburg aus bzw. nur minimal kleiner.
2. Ich denke, daß bis zu 90% von den Gaszellen eingenommen werden. Die Personaldecks sind dann in die Gashülle und die Führergondel integriert. Diese Decks kann man sich bei einer Hindenburg entsprechend entsprechend groß denken. Beim Garten muss man alle Fünfe gerade sein lassen.
3. Weiß nicht, bin da nicht so der Mikromanager. Bei großen Zeppelinen Besatzung bis zu 60 und 50 Passagiere ci placet. Bei Frachtzeppelinen sieht das wieder anders aus.
4. Ich denke mir die Ätherpropeller in Außengondeln unter der Hülle oder durchaus größere am Heck, je nach Bauart oder Entwickler. Hier kann man kreativ sein, denke ich. Starke Steampunk-Bilder hier: http://www.rusring.net/%7Elevin/levin3d/dz.htm oder hier: https://www.turbosquid.com/3d-models/obj-vintage-zeppelin/994563
5. Vielleicht Venus-Baumwolle, aber genauso leicht entflammbar wie sonst auch. Vielleicht ist die Helium-Produktion aber früher als in der Realität möglich und mehr Nationen haben Zugriff darauf. Evtl. hat man hier neue ätherfeste Lacke entwickelt, die den Leinen-Baumwollstoff glätten und schlagresistent gegen interstellaren Staub etc. macht. Durch diesen Lack kann es eine metallartige Festigkeit erlangen. Interessant hier: http://www.uni-stuttgart.de/hi/gnt/ausstellungen/zeppelin/4.0_stoffelacke.html

VG
“You may be whatever you resolve to be.”
― Stonewall Jackson

Stefan Küppers

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Re: Deutsches Ätherzeppelin
« Antwort #2 am: 09. Februar 2019, 12:08:25 »
Ich würde bei den Ätherzeppelinen vor allem die Entwicklungen und Möglichkeiten des Spaceverse mit einzubeziehen: Oma Jolima statt Duraluminium für den Rahmen, selbstdichtendes Venus-Gummi als Hüllenüberzug, etc.
Mehr dazu, wenn ich mehr Zeit habe. :-)