Autor Thema: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...  (Gelesen 10679 mal)

barbarossa rotbart

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #15 am: 07. Oktober 2012, 20:30:36 »
Dies kommt auf jeden Fall, da die betreffenden magischen Metalle seit damals ein Teil von DSA sind.
Jeder hat das Recht auf meine Meinung.

Fantasy ist die Flucht vor der Wirklichkeit, aber wer außer den Gefängniswärtern fürchtet eine Flucht?

Die Tugenden eines Edelmannes: Geiz, Gier, Neid.

Nahema forever!

Goldauge

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #16 am: 19. Februar 2013, 16:35:26 »
Hallo,

ich habe mich in den letzten Tagen etwas mehr mit Tharun beschäftigt und muss sagen die Welt fasziniert mich.
Ich wünsche mir für den Regelteil ordentliche Regeln für einen Flugkampf.

Gruß Goldauge

Grubentroll

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #17 am: 03. Mai 2013, 15:58:29 »
Ich glaube, dass ich damals als Tharun rauskam (da war ich grad 13) mich einfach schon zu viel in das Thema Japan eingelesen hatte, denn als 10-Jähriger hatte ich mal eine ausgeprägte Samurai und Ninja-Phase, und da bin ich jeden Tag in die Bücherei marschiert, und habe alles zu dem Thema verschlungen was es gab.

Für mich der sich da schon ein wenig eingelesen hatte war das damals alles wirklich nur ansatzweise Japan oder China.



Raindrop

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #18 am: 19. Juni 2013, 12:54:41 »
Wie hat euch denn damals das Kampfsystem gefallen? Ich habe mir erst jetzt die alten Schwertmeister-Sachen ersteigert. Gestern habe ich angefangen, die Regeln zu lesen und war spontan sehr angetan. Schnelle Attackeserien bei Aufgabe von Kampfrunden, der Getroffene entscheidet, welche Zone er nicht geschützt hat... es klingt eigentlich zu innovativ für 1987, und ich wüsst auch nicht, in welchem Spiel man heute ähnliche Regeln wiederfindet. Möcht ich gerne mal in der Praxis ausprobieren (ganz abgesehen vom spannenden Setting).
Das Imperium? Im Niedergang? Nicht, dass ich wüsste.

Ein Dämon auf Abwegen

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #19 am: 23. Juni 2013, 22:29:15 »
Das orginal Kampfsystem hab ich nie gespielt, aber das mit der Aufgaben der Kampfrunden haben wir mehr oder weniger Modifiziert bei uns in der Runde für DSA3 eingeführt.

Wie handhaben das so das jeder Spieler (oder wenn mehrere Spieler gegen den selben Gegner kämpfen, dann diese Spieler zusammen) immer 3 KR lang am Stück mit seinem Gegner kämpft und dann erst der Nächste Spieler dran kommt (die Handlungsreihenfolge der Spieler bestimmt dabei aus der Sitzordung). Ok manchmal wird auch etwas gehandwedelt, da kriegt auch mal ein Spieler noch ne Kampfrunde außer der Reihe zugeschoben, wenn gerade ein Patzer gefallen ist und es dann einfacher ist die Wirkungen sofort aus zuführen, oder es verliert einer wenn der Gegner schon nach der 1 KR Matsch ist und es dann gerade nicht passt ihn noch im Aktuellen Durchgang in dem Kampf eines Mitspielers mit ein zubinden (weil der z.B. schon dran war).

In der Box werden zwar 6 KR vor geschlagen, aber die Erfahrung hat gezeigt das dann die Spieler zu lang warten müssen bis sie wieder dran sind.

Das System hat sich echt bewährt, die Kämpfe fühlen sich viel dynamischer an, und es ist erheblich leichter die alles im Auge zu behalten (sowas wie wer hat jetzt gerade ne Attake Serie, was für Modifikator hat der Gegner gerade von der Finte aus der Letzten Runde, liegt dein Gegner noch am Boden ...) was die Kämpfe (zumindestens gefühlt)  ungemein beschleunigt. Und auch für Spieler die im Kampf länger andauernde Aktionen durch führen (Zaubern, Fernkampf) ist es befriedigender wenn sie z.B. zumindestens 1 Pfeil abschießen, statt komplett aussetzen zu müssen.

DSA 3 würd ich ohne dieses System nicht mehr spielen wollen. (Und allein für die Idee zu dieser Hausregel hat sich mMn der Kauf der Box gelohnt ;))

Im Vergleich zu "moderen" INI Systemen, mit genau fest gelegter Reihenfolge der einzelnen Handlungen ist das ganze zwar deutlich weniger taktisch, aber wir sind halt ehr auf Aktion aus.

Raindrop

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #20 am: 24. Juni 2013, 08:48:22 »
Das klingt gut! Vielleicht könnte man die Anzahl der Kampfrunden ja auch dynamisch handhaben. Hat man mehrere 1:1-Situationen (Fechtduelle) oder will Fernkämpfer einbinden, dann viele KR auf einmal; ist gegenseitiges Einschreiten gewünscht, dann kehrt man zu 1 KR zurück. Am Wochenende hatte ich in einem anderen Spiel die Situation, dass während eines Kampfes eine Dynamitschnur abbrannte, da kam es dann auf jede Aktion in jeder Runde an ;)
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Ein Dämon auf Abwegen

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #21 am: 25. Juni 2013, 12:21:05 »
Wie gesagt das muss man halt je nach Situatuion handhaben, und DSA3 mit mit seinen Relativ langen Kämpfen und der geringen Tödlichkeit ist ist ein System wo das ganz gut klappt.

Bei Systemen wo jeder Treffer Potentiell tödlich ist, oder welchen die auf Taktische Zusammenarbeit der Spieler der Spielerbauen (die Miniaturen verwenden) ist die Methode natürlich ungeeignet.

Grubentroll

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #22 am: 01. Juli 2013, 15:55:11 »
Wie hat euch denn damals das Kampfsystem gefallen? Ich habe mir erst jetzt die alten Schwertmeister-Sachen ersteigert. Gestern habe ich angefangen, die Regeln zu lesen und war spontan sehr angetan. Schnelle Attackeserien bei Aufgabe von Kampfrunden, der Getroffene entscheidet, welche Zone er nicht geschützt hat... es klingt eigentlich zu innovativ für 1987, und ich wüsst auch nicht, in welchem Spiel man heute ähnliche Regeln wiederfindet. Möcht ich gerne mal in der Praxis ausprobieren (ganz abgesehen vom spannenden Setting).

Das Kampfsystem schaut im Regelband besser aus als es sich wirklich spielen lässt.
Das man Körperzonen anbieten kann klingt zwar erstmal toll, aber in Wirklichkeit passiert sobald dann das letzte Stück Rüstung weg ist immer das Gleiche: Man hangelt sich vom linken Arm rüber bis man dann beim Kopf angelangt ist, weil man ja immer die wenigsten Abzüge in Kauf nehmen will.

Zumindest ist das bei uns so passiert.

Was auch meiner Meinung nach dumm gelöst wurde, es gab ja die einfachen und die "realistischen" Rüstungsregeln, was einfach nur verwirrend war.

Fluffmäßig gesehen war die Zerstörung der Rüstung zwar sehr stimmungsvoll, aber auch ein ziemliches Problem.

Wenn man bis man zum Obermotz kam schon einen etwas höheren Guerai zum Duell hatte, konnte es gut sein, dass die eigene Rüstung schon vollständig zerstört war, und man dann ziemlich schlecht dastand wenn der eigentliche Endkampf dann losging.

Eigentlich musste man dann die Helden immer mühselig wieder Rüstung von den getöteten Feinden zusammenklauben oder irgendwo "im Schrank" finden lassen.

Aber alles in allem hatten wir schon riesig viel Spaß damals mit dem Kampfsystem.

Es wirkt bloß im Nachhinein einiges so, als wäre es nie richtig getestet worden.


Ein Dämon auf Abwegen

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #23 am: 03. Juli 2013, 14:23:13 »
Irgendwie fehlt dabei vor allem eine Option für den Angreifer gezielt eine der nicht angebotenen Zonen anzugreifen.

Tharbad

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #24 am: 13. Juli 2013, 13:57:59 »
es klingt eigentlich zu innovativ für 1987
... nicht wirklich nach RQ2 1979, RQ3 1984 und HârnMaster 1983 keine wirklich neue Idee. Und bei den Beispielen ist das mit den Rüstungen besser geregelt gewesen.
Aber ja, das System war deutlich dynamischer und realistischer als DSA damals.

@China/Japan-Setting
Hm, es sind Details, aber ich habe immer mehr an Okinawa und Indonesien und teilweise an Polynesien gedacht. Gegenden, die von China und Japan stark beeinflusst worden sind, aber noch viel eigenständiges haben.
Kris aus Malysia, die noch strengere Trennung und Tabus in der polynesischen Gesellschaft, Masken ...

@Rüstungen
Interessanterweise waren die Rüstungen aus dem Set 1 überhaupt nicht asiatisch, auch wenn sie so wirkten. Lange Schuppen und Ketten-Hauberk ist europäisch, genauso wie die Torax-Brustplatte und die Kettenbeinlinge. Nur der Boqueskinne lässt sich etwas schwerer einordnen, entweder ist es eine byzantinische/römisches oder asiatisches Laminar-Rüstung. Na, aber so wichtig sind die Details ja nicht, aber die für den japanischen Eindruck haben vor allem wohl die Illustrationen von Jörg Drühl beigetragen. 

Aber für mich war Tharun der Versuch ein realistisches Setting zu schaffen und von den sehr stark europäischen Kulturen aus Aventurien (na ja, Maraskan) weg zu kommen. Und die konzeptionellen Fehler zu vermeiden, mit denen man sich immer noch rumschlägt ^^.

Und durch die Konzeption einer nachvollziehbaren tharunischen Kultur gibt es auch eine Chance neue Elemente zu schaffen. Man muss nur bestehende Elemente weiter denken.

Wenn es Reitinsekten gibt, wie sieht es mit meat beetle aus, und dem Gegenstück eines Mulis? Wo haben sich die Rieseninsekten entwickelt, gibt es Riesenblume- und -pilz-Wälder?

Es gibt eine zentralistische Herrschaftsstruktur über eine große Fläche und lange Transport- und Kommunikationswege(-dauer). Wie ist gewährleistet, das sich Teile des Reiches sich nicht andauern selbstständig machen? Reicht dazu die Angst vor Arkan'Zin.

Gibt es eine Gruppe, die sich auf Hochseetransport spezialisiert hat? Für Navigation und Bau sind sehr viele Kenntnisse notwendig. Gibt es eine Organisation oder Bevölkerungsgruppe, die sich auf die Seefahrt und Fernhandel spezialisiert hat? Gibt es alternative Transportmittel, die dem Tharun und anderen zur Verfügung stehen, die schneller sind? Können Libellen von Insel zu Insel fliegen? (Im Augenblick habe ich keine Karte da, aber die Entfernungen waren sehr groß, wenn ich ich mich richtig erinnere.)

Grubentroll

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #25 am: 07. September 2013, 10:19:39 »
es klingt eigentlich zu innovativ für 1987
... nicht wirklich nach RQ2 1979, RQ3 1984 und HârnMaster 1983 keine wirklich neue Idee. Und bei den Beispielen ist das mit den Rüstungen besser geregelt gewesen.
Aber ja, das System war deutlich dynamischer und realistischer als DSA damals.

@China/Japan-Setting
Hm, es sind Details, aber ich habe immer mehr an Okinawa und Indonesien und teilweise an Polynesien gedacht. Gegenden, die von China und Japan stark beeinflusst worden sind, aber noch viel eigenständiges haben.
Kris aus Malysia, die noch strengere Trennung und Tabus in der polynesischen Gesellschaft, Masken ...

@Rüstungen
Interessanterweise waren die Rüstungen aus dem Set 1 überhaupt nicht asiatisch, auch wenn sie so wirkten. Lange Schuppen und Ketten-Hauberk ist europäisch, genauso wie die Torax-Brustplatte und die Kettenbeinlinge. Nur der Boqueskinne lässt sich etwas schwerer einordnen, entweder ist es eine byzantinische/römisches oder asiatisches Laminar-Rüstung. Na, aber so wichtig sind die Details ja nicht, aber die für den japanischen Eindruck haben vor allem wohl die Illustrationen von Jörg Drühl beigetragen. 

Aber für mich war Tharun der Versuch ein realistisches Setting zu schaffen und von den sehr stark europäischen Kulturen aus Aventurien (na ja, Maraskan) weg zu kommen. Und die konzeptionellen Fehler zu vermeiden, mit denen man sich immer noch rumschlägt ^^.

Und durch die Konzeption einer nachvollziehbaren tharunischen Kultur gibt es auch eine Chance neue Elemente zu schaffen. Man muss nur bestehende Elemente weiter denken.

Wenn es Reitinsekten gibt, wie sieht es mit meat beetle aus, und dem Gegenstück eines Mulis? Wo haben sich die Rieseninsekten entwickelt, gibt es Riesenblume- und -pilz-Wälder?

Es gibt eine zentralistische Herrschaftsstruktur über eine große Fläche und lange Transport- und Kommunikationswege(-dauer). Wie ist gewährleistet, das sich Teile des Reiches sich nicht andauern selbstständig machen? Reicht dazu die Angst vor Arkan'Zin.

Gibt es eine Gruppe, die sich auf Hochseetransport spezialisiert hat? Für Navigation und Bau sind sehr viele Kenntnisse notwendig. Gibt es eine Organisation oder Bevölkerungsgruppe, die sich auf die Seefahrt und Fernhandel spezialisiert hat? Gibt es alternative Transportmittel, die dem Tharun und anderen zur Verfügung stehen, die schneller sind? Können Libellen von Insel zu Insel fliegen? (Im Augenblick habe ich keine Karte da, aber die Entfernungen waren sehr groß, wenn ich ich mich richtig erinnere.)

Schöner Post, der viele meiner Gedanken wiedergibt. :)

Ich sehe da auch eher viel Indien (Mahabbarata, usw), Polynesien, aber auch starke europäische Einflüsse. Es ist halt ein besonderer Stilmix, und das ist das Schöne dran.

Das macht das Ganze ja auch irgendwie besonders.

Die Rüstungen sind wirklich nicht besonders asiatisch, weder von den Namen her noch von den Materialien. Die Boqueskinne habe ich immer eher als eine Art "Käferrüstung" gesehen.

Und ich persönlich finde bis auf einige Elemente in den Bildern nicht mal die Illustrationen von Jörg Drühl besonders japanisch.

zakkarus

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #26 am: 20. Oktober 2013, 10:59:18 »
Als ich die beiden DSAP-Boxen kaufte, war ich von der Spielwelt (die man bisdahin kannte) begeistert. Doch (sehr) viel Fragen blieben offen - und dann wurde DSAP eingestellt. Von seinem ungewöhnlichen Setting und rauhen Welt war DSAP etwas einmaliges - und ich erwarte erneut in diese Hohlwelt zurückzukehren. Außerdme bin ich gespannt wie viele Ideen aus dem Rieslandforum in das "neue" Tharun eingegangen sind.

Grubentroll

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #27 am: 11. Dezember 2013, 16:02:50 »


Bisschen Fan Art...

Arne Gniech

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #28 am: 12. Dezember 2013, 23:42:20 »
Das ist echt sehr drühlig, toll!

Grubentroll

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Re: Eure Tharun-Erfahrungen und Erwartungen...
« Antwort #29 am: 13. Dezember 2013, 18:17:21 »


Und noch ein Gruu... :)