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Nachrichten - EvE

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Sonstige Spiele / Re: Zeigt her Eure Abenteuer
« am: 25. Februar 2015, 21:12:15 »
@Torshavn
Ja, die Geschichte soll mit der Zeit Fahrt aufnehmen. Skari wird im Laufe der nächsten oder übernächsten Sitzung einen reisenden Händler treffen, der ihre Mutter gesehen haben will. Und zwar in der Gewalt von Viglunds Schergen; unweit östlich des Anduin. Ich hoffe dass Wulferd dann soweit mit Skari angebändelt hat, dass er ihr natürlich hilft ihre Mutter zu befreien. Und wenn Wulferd geht, werden ihn wohl auch Flori und Niping begleiten. :)

@Drubo
Danke für Deine netten Worte ;)

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Sonstige Spiele / Re: Zeigt her Eure Abenteuer
« am: 25. Februar 2015, 18:48:03 »
So, jetzt habe ich mal den groben Verlauf der letzten Sitzung heraufbeschworen :D Der Bericht ist dieses Mal nicht so detailliert wie sonst. Schuld ist schlichtweg der Mangel an Zeit. Hoffe er weiß trotzdem zu gefallen. :)

Ein stiller Ort im Gundabadtal und Neue Freunde

Charaktere

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Bofri – Der Sohn von Bofur, ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild

Skari Dregora – eine junge Nordländerin (16) aus dem Gundabadtal

Rubi Dregora – die jüngere Schwester (13) von Skari

Borg Dregora – Skaris, Luras und Rubis Großvater (61)

Lura Dregora – die jüngste (7) der drei Schwestern

Unemara Dregora – die Frau von Borg und Großmutter (57) der Schwestern



Die Flucht
Tage später, genauer gesagt drei Tage später, folgten Wulferd und Bofri den Fußspuren, die Flori am Rande eines Flusses am Morgen entdeckt hatte. Sie führten immer wieder zu ihrer Höhle. Eine erhöhte Wachsamkeit machte sich in der Höhle breit. Glücklicherweise waren die Fußspuren von Menschen, wie Wulferd es bemerkte. Beobachtet fühlten sie sich zwar nicht, doch waren sich alle einig, dass sie ihr rustikales Domizil bald verlassen wollten. Niemanden gefiel es, eventuell beobachtet oder gar ausgekundschaftet zu werden. Sie verdoppelten ihre Nachtwache. So machten sich Renno und Niping für die erste Schicht bereit. Außer dem jetzt einsetzenden Regen fiel ihnen nichts auf. Es war ruhig. Niping machte Figuren aus Rauch und Renno bewertete sie. Auch das Schnitzwerk von Niping war Thema des Abends. Nach der harten Kritik Rennos, beschloss Niping, sein Schnitzwerk, mit sehr viel Phantasie war ein Pferd herauszusehen, zu entsorgen. Als Renno immer wieder die Augen zufielen, bekniete ihn Niping doch endlich schlafen zu gehen. Nach langem Betteln und Flehen legte sich Renno also schlafen.
Niping war also allein als Wache. Das machte ihm aber auch nichts aus. Erst als er, mitten in der Nacht, Stimmen zu hören schien, brach in ihm eine leichte Unruhe aus. Am Horizont zeichneten sich zwei Gestalten ab. Als Niping die Größe der Silhouetten mit den daneben befindlichen Bäumen verglich, verschluckte er sich fast an seiner Pfeife. Die Stimmen wurden lauter. Nun verstand Niping einige Wortfetzen. "Da sin welche in unser Höle", grölte einer der beiden Gestalten und zeigte mit seinem Arm in Nipings Richtung. "Alarm", flüsterte der Zwerg, als spräche er zu sich selbst. Dann wiederholte das Wort. Aber dieses Mal sehr viel lauter. "ALARM!", brüllte er und rannte in die Höhle. "Steintrolle!" Renno schreckte sofort hoch, Flori kam hektisch aus seinem Zelt, die Pferde und Ponys scheuten und Bofri hatte Mühe sie zu beruhigen und Wulferd packte schnell die nötigsten Dinge zusammen. Die Trolle näherten sich schnell ihrer Höhle. Die Gefährten traten die Flucht an. Allen voran die Pferde, Ponys und der Hund "Rotte". Der Regen und der dadurch resultierende matschige Boden erschwerte ihnen das Vorankommen erheblich. Einer der Trolle verfolgte die Gruppe. Seine Behäbigkeit glich er mit unermüdlicher Willenskraft wieder aus. Nach einer halben Ewigkeit, fast zehn Minuten, holte er die Gefährten ein. Voller Panik drehten sich Bofri und Renno um. Wulferd blieb auch stehen und staunte. Niping konnte dem Tempo nicht mehr standhalten und wurde zunehmend langsamer. Der Troll freute sich bereits über sein leichtes Opfer. Allerdings hatte er seine Rechnung ohne den Hobbit gemacht, der sich nun mit gezogenem Schwert schützend zwischen ihn und Niping stellte. Auch Wulferd zog nun entschlossen seinen Bogen und machte sich kampfbereit. Renno und Bofri bewunderten den Mut den Flori aufbrachte. Doch zum Kampf kam es glücklicherweise nicht. Flori verwirrte den Troll durch sein Hin- und Hergehusche so dermaßen, dass dieser von Niping abließ, und der Zwerg seine Flucht wieder aufnehmen konnte. Der Troll, völlig verärgert, suchte den Hobbit. Der hatte sich allerdings längst wieder der flüchtenden Gruppe angeschlossen. Als der Troll wieder an Nähe gewann, lotste eine fremde Gestalt die Gefährten zu sich. Lauthals schrie diese Person den Flüchtenden zu. Diese Person, ein junges Mädchen, kannte offenbar die Umgebung sehr genau. Sie trieb Bofri und Renno an, die wiederum die Pferde und Ponys antrieben. Die Verfolgung setzte sich weiter fort. Es ging durch Büsche, über Hügel, durch Bäche und über weite Flächen. Der Troll ließ nicht locker. Erst als das Mädchen in einen recht tiefen Fluss sprang, und die anderen ihr folgten, schüttelten sie ihren Verfolger ab. Der Troll war weit weg und die Gerfährten körperlich völlig ausgelaugt, nass und müde. Das Mädchen stellte sich mit dem Namen Skari vor. Sie führte die Gruppe an einen sicheren Ort; ihrem zu Hause. Nach einer wahren Odyssee durch eine labyrinthartige Felslandschaft, erreichten sie am frühen Vormittag schließlich eine Art "Oase". Auf einer von riesigen Felsen umrandeten Lichtung stand ein Holzhaus. Ein großes Holzhaus. Skari erklärte ihnen, dass es ihr zu Hause sei und dass man sie als Gäste bestimmt freundlich empfangen würde. So geschah es, dass die Gefährten Skaris Großeltern Borg und Unemara kennenlernten. Auch mit Skaris jüngere Schwestern Rubi und Lura wurden sie bekannt gemacht.

Die Zuflucht
 Hier blieben die Gefährten vorerst. Sie wurden mehr als nur freundlich empfangen. Am Küchentisch wurden Geschichten erzählt und natürlich, weswegen die Gefährten überhaupt ins Gundabadtal gekommen waren; dem Mondenross. Ebenso kam zur Sprache, warum Skari mit ihren Geschwistern bei ihren Großeltern lebte. Vor über fünf Jahren war ihr Vater gemeinsam mit ein paar anderen Männern nach Thal gegangen um den dortigen Kampf gegen die Orks zu unterstützen. Er kam aber nicht wieder. Skaris Mutter war über die Unwissenheit um den Verbleib ihres Mannes so aufgewühlt, dass sie ihre Kinder kurzerhand in die Obhut ihrer Eltern legte um ihren Mann suchen zu gehen. Auch sie kam nicht wieder. Eine traurige Geschichte wie Bofri fand. Schnell aber lenkte man die Aufmerksamkeit auf andere Dinge.
Die Gefährten genossen das Bad, welches sich im Keller des Hauses befand. Bofri kümmerte sich rührend um die Tiere und war offenbar für die jüngste der Schwestern der beliebteste der Gefährten. Borg und Unemara hatten sich hier im Laufe der Jahre ein kleines Paradies mitten im Gundabadtal errichtet. Dieser Ort war selbst für Kenner der Gegend schwer zu finden, geschweige denn zu erreichen. Es gab einen kleinen Kanal, der das Haus stetig mit Frischwasser versorgte. Hühner und ein kleines Feld, auf dem man allerlei Gemüse anbaute. Das Haus selbst war in einem recht guten Zustand. Allerdings wollte Borg das Haus ausbauen und hatte auch schon dementsprechend das Material besorgt. Seine zunehmende Blindheit ließ den Ausbau aber nun nicht mehr zu. Die Gefährten verbrachten einige Tage in diesem Haus. Man freundete sich mit der Familie an und beschloss der Einladung zum Überwintern Folge zu leisten. Somit war Bofri vollends damit beschäftigt seine Fähigkeiten als Handwerker unter Beweis zu stellen. Er leitete die Arbeiten am und im Haus. Alle halfen mit. Nebenbei tauschte Renno Rezepte mit Unemara aus und Flori legte einen derart famosen Kräutergarten an, dass dieser Seinesgleichen suchte. Bofri spielte viel mit der kleinen Lura und Wulferd unternahm einige Ausflüge mit Skari. Die beiden kamen sich näher. Nach einigen Wochen waren alle zu einer großen Familie zusammengewachsen. Nachdem Wulferd Skaris Vertrauen gewonnen hatte, erklärte sie ihm, dass sie wüsste, wo sich das Mondenross aufhielte und sie ihnen gerne bei der Jagd behilflich sein würde.

Die Gefährtenphase
Hier verbrachten meine Spieler ihre erste richtige Gefährtenphase. Das Haus der Familie wurde zur "Zuflucht" und die Bewohner ihre "Gönner". In der Gefährtenphase bauten sie das Haus aus, so dass nun jeder einen eigenen Raum hat, den er bewohnt. Wulferd sammelte Kräuter und erweiterte sein Wissen um Gifte. Eines Tages wanderten alle zu der Trollhöhle, untersuchten diese gründlich und fanden einen grandiosen Schatz, versteckt unter einer schweren Steinplatte. Mit dem Gold und der Gegenstände erhandelten sie sich neues Material für das Haus. Flori und Niping genossen die Ruhe und die Abgeschiedenheit, während Renno sich mit seinen neuen Rezepten vergnügte. In Bofri loderte die riesige Flamme des Handwerks. Er optimierte den Wasserzulauf des Kanals, reparierte etliche Dinge am Haus und erweiterte seine Fähigkeiten als Handwerker. Der Hund "Rotte" verblödete zusehend. Hühner jagden ihn über die Lichtung und wenn er sein Spiegelbild im Wasser entdeckte, zog er sich mit eingezogenem Schwanz zurück.



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Sonstige Spiele / Re: Zeigt her Eure Abenteuer
« am: 24. Februar 2015, 09:33:39 »
Sehr netter Spielbericht.  :)

Momentan komme ich aus zeitlichen Gründen nicht zum Schreiben. Denke aber, ich werde den Bericht vom nächsten mit dem vom vorigen Mal zusammenfassen. Das Schreiben übernimmt ja leider niemand aus meiner Gruppe; dennoch aber sind sie immer am Bericht interessiert. :D

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Sonstige Spiele / Re: Heart of the Wild und Darkening of Mirkwood
« am: 12. Februar 2015, 15:12:56 »
Das Buch ist jetzt auch im Shop vorbestellbar. :)

Uuuuund vorbestellt ;)

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Sonstige Spiele / Re: Zeigt her Eure Abenteuer
« am: 10. Februar 2015, 08:06:47 »
Renno und Bofri habe ich aus stimmungstechnischen und spieltechnischen Gründen in die Gruppe "gepflanzt". Das mache ich eigentlich in jedem Rollenspiel. Meistens sind NSCs dabei, weil ich über sie Konflikte schüren kann, Konflikte abschwächen kann, sie haben Ideen, ich lerne über die NSCs das Spielgefühl auf der anderen Seite des Tischs kennen, ich kann über sie die Gruppe eben ein wenig beeinflussen und der wichtigste Grund: Ich liebe es NSCs zu spielen. Ich springe blitzartig zwischen den Charakteren hin und her. Meine Spieler amüsieren sich immer wieder darüber, wenn ich in einem Selbstdialog stecke und sich zwei NSCs unterhalten. In diesem Falle dann eben Renno und Bofri. :) Außerdem verleihen sie der Gruppe einen gewissen Tiefgang. Meine Spieler brauche ich eigentlich auch nicht mehr "lenken", das machen sie schon ganz allein. Aber ich weiß, dass sie mein Charakterspiel mit den NSCs mögen. Warum sollte ich es ihnen dann vorenthalten?! :D

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Sonstige Spiele / Re: Zeigt her Eure Abenteuer
« am: 10. Februar 2015, 07:38:18 »
[Das Ziel vor Augen]

Charaktere:

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Bofri – Der Sohn von Bofur, welcher ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild war[size=12][/size]

[Der Elbenwald]
Die Gefährten verließen den Düsterwald durch das Waldtor und betraten den Elbenwald. Eigentlich gehörte dieser Wald zum Düsterwald, doch hatte der Schatten hier offenbar keine Macht mehr, so dass die Gefährten sich in einem hellen und freundlichen Wald wiederfanden. Grüne Blätter an den Bäumen und das Sonnenlicht, welches auf eine weiche Art und Weise durch die Baumkronen bis nach unten gelangte, sorgte für eine fröhliche Stimmung. Besonders den Ponys und Pferden gefiel dieser Anblick und das Drumherum. Das Zwitschern der bekannten Vogelarten, welche im Düsterwald nicht präsent waren, klang aus den Bäumen zu ihnen hinunter. Der Geruch von Frische ließ jeden einmal tief ein- und ausatmen.
Als sie am frühen Abend eine Lichtung erreichten und hier ein Lager errichten wollten, teilten sie sich die anstehende Arbeit. Flori ging, so lange es noch hell war, Kräuter und Wurzeln sammeln, während Bofri sich um die Tiere kümmerte und Wasser holte. Niping besorgte Feuerholz und Renno bereitete alles für das Abendmahl vor, indem er Töpfe sortierte und die Feuerstelle zum Kochen herrichtete. Wulferd folgte einer Spur von Wildschweinen und erhoffte sich einen baldigen Jagderfolg. Es wurde dunkel. Unter einem sternenklaren Himmel saßen die Gefährten zusammen und warteten auf Wulferd, der bereits seit Stunden unterwegs war. Als man die Gespräche am Feuer immer wieder auf Wulferds Abwesenheit lenkte, machte man sich bereit ihn suchen zu gehen. Dann tauchte er aber plötzlich auf. Mit einem Reh auf den Schultern stapfte er der Gruppe entgegen. Man war über sein Jagderfolg so erfreut, dass man erst später bemerkte, dass es kein Wildschwein, sondern ein Reh war, welches er erwischt hatte. Sie verbrachten eine lange und angenehme Nacht. Es gab also Reh, frisch gesammelte Beeren und Wurzeln und etwas Brot vom Vortag. Renno bekam sogar noch eine Soße aus Kräutern hin, welche von den anderen wahrlich verschlungen wurde. Die Tiere genossen den Aufenthalt auf der Lichtung ebenfalls. Sie tollten umher und erfreuten sich bester Gesundheit. Die Nacht verging ruhig und ohne Vorkommnisse.

[Durch das Land eines Tyrannen]
Gut ausgeruht brachen die Gefährten auf. Nach Norden sollte es gehen, denn sie wollten ja schließlich zum Gundabadtal, welches im Nordwesten lag. Bofri meldete starke Bedenken an, denn diese Gegend war gefährlich. Er wollte lieber einen Umweg in Kauf nehmen, um eine Konfrontation mit den Einheimischen Nordleuten zu vermeiden. Als Bofri die Gruppe fragte ob sie Viglund kennen, machten sie sich zuerst über den Namen lustig. Niping fragte sogar, ob es sich dabei um einen Hund handele. Auch Flori und Wulferd lachten mit. "Was ein bescheuerter Name", kicherte Flori. Bofri wurde sauer. Als er ihnen dann sagte, dass ihnen gleich das Lachen vergehen würde, waren alle still. So berichtete Bofri, dass Viglund der Herr über das Land nördlich des Elbenwalds sei und das absolute Gegenteil von Beorn, mit dessen Leute er sich im Krieg befände. Viglund, der zwar ein starker und kampffähiger Mann sei, hielte sich Sklaven, die die Feldarbeit verrichteten. Nachdem Bofri Viglund als Tyrannen dargestellt hatte, mit all den Facetten die ein solcher aufzubieten hat, lachte niemand mehr. Die Worte von Bofri waren so barsch, dasssogar der Dümmste sie verstanden hätte. Zwar reisten sie nun mit einem Klos im Hals weiter, doch wurden sie dadurch sehr viel vorsichtiger und umsichtiger. Am Abend des zweiten Tages, sie waren grade wieder durch einen kleinen Wald geritten, entdeckte Wulferd, der als Späher fungierte, ein Lager. Es glich einem Bauernhof und war umgeben von Feldern, auf denen Frauen und Männer bei der Arbeit zu sehen waren. Nun sollte Wulferd Zeuge von dem werden, was Bofri vorher gemeint hatte. Die geringe Anzahl der Wachen, es waren drei, erklärte sich schnell. Die Wachen nutzten die Kinder als Druckmittel um die Erwachsenen auf die Felder schicken zu können, damit sie vernünftig arbeiteten. Als die Gruppe ihn erreichte, erzählte er ihnen alles und in Bofri brach die blanke Wut aus. Renno war dafür das Lager zu umgehen. Auch Flori und Niping rechneten sich keine großen Chancen aus, die Wachen zu erledigen um dann die Sklaven zu befreien. Bofri wollte sich von seinem Vorhaben aber nicht abbringen lassen, wenigstens die Kinder zu befreien. Es brach ein Streit aus. Alle zischten und knurrten sich an. Erst alsFlori sich bereiterklärte die Kinder zu befreien, herrschte kurzzeitig Ruhe, denn Flori war mit seinen Worten bereits auf dem Weg ins Lager. Obwohl er behutsam schlich, entdeckte ihn eine der Wachen, die umgehend einen Hund in Floris Richtung sandte. Glücklicherweise hatte Flori noch etwas Reh bei sich und warf es dem heranstürmenden Hund entgegen. Erfreut über dieses köstliche Stück Fleisch brach der Hund seinen Angriff ab und verspeiste es, zu allem Ärger des Wachmanns. Diese Aktion war der Startschuss für Bofri. Mit lautem Gebrüll rannte er dem Wachmann entgegen, der sich nun auf Flori stürzen wollte. Der zweite Wachmann stürmte ebenfalls auf Flori zu, war aber noch etwas weiter weg. Auch der dritte Wachmann war alarmiert und kletterte von seinem Wachturm nach unten. Dort kam er auch an. Mit einem Pfeil im Hals, abgeschossen von Wulferds Bogen, landete er tot im Sand. Bofri kämpfte bereits mit den anderen beiden Wachleuten, während Flori mit aufgerissenen Augen den Kampf verfolgte. Als er bemerkte, dass Bofri Probleme bekommen würde, zog er sein Schwert. Mutig stürzte er sich auf die Wachen und verletzte einen schwer. Der Kampf war schnell vorüber. Niping öffnete eine verschlossene Hütte und starrte in ausgemergelte Gesichter. Völlig erschöpft und verängstigt sahen sie ihn an. Nachdem Niping ihnen recht trocken zu wissen gab, dass sie ab jetzt frei wären, stürmten sie an ihm vorbei und auf den Verschlag zu, in dem sich ihre Kinder befanden. Auch hier standen die Türen offen. Kinder und Eltern vereint in ihren Armen liegend, ein Bild, welches man so schnell nicht vergisst. Der älteste der Sklaven schwor, Beorn davon zu berichten und sich die Gesichter seiner Retter zu merken. Mit ausreichend Proviant, Decken und Ausrüstung machten sie sich dann auf den Weg nach Süden. Die Gefährten machten sich, in heldenhafter Manier, auch auf den Weg. Allerdings nach Norden. Man sprach nicht viel über die Gefangenen. Einzig Bofri fand, dass die Wachleute einen viel zu schnellen Tod gestorben waren, während sich Flori mit seinem neuen "Freund" befasste. Den Hund nannte er "Rotte", denn ständig machten sich Niping und er über Wulferd lustig, der ja am Vortag einer Rotte Wildschweine gefolgt war, später aber mit einem Reh zurückkehrte. Sie lagerten später in einer Ruine, in der Wulferd schreckliche Träume plagten. Er sah tote Menschen im Eis. Seestadt war zugefroren. Eiszapfen so lang wie Kurzschwerter und der Lange See war ebenfalls von einer dicken Eisdecke verschlungen worden. Immer wieder sah er gefrorene Leichen. Mit aufgerissenen Augen starrten sie ihn an. Männer, Frauen und Kinder. Als er wach wurde, berichtete er der Gruppe von seinen Träumen. Niemand konnte etwas damit anfangen und dieses eklige Gefühl blieb Wulferd noch den ganzen nächsten Tag erhalten.

[Ein schrecklicher Verlust]
Sie ritten weiter und kamen gut voran. Die Landschaft änderte sich, war aber nicht minder beeindruckend. So wurde ihr Weg hügeliger und schroffer. Am späten Nachmittag erreichten sie eine Stelle am Großen Fluss, die man unter Anstrengung vielleicht überqueren konnte. Genau das versuchten sie. Eine Stromschnelle, die sehr stark war, diente als Überquerung. Wulferd erklärte sich bereit ein sicheres Seil auf der anderen Seite des Flusses zu befestigen, so dass der Rest nachkommen und das Seil als Führung benutzen konnte. Sie brauchten alle Seile, die behutsam zusammengebunden wurden. Wulferd machte sich auf, den Fluss zu überqueren. Sein erster Versuch scheiterte und die Strömung riss ihn sofort von den Beinen. Er fiel ist Wasser, konnte sich fangen und an einem Felsen festhalten. Dann versuchte er es erneut. Offenbar hatte er die Stärke der Strömung unterschätzt. Nach mehrmaligem Hinfallen, gelang es ihm schließlich das andere Ufer zu erreichen. Er band das Seil an einem alten Baum fest und deutete den anderen den Fluss zu überqueren. Niping folgte mit seinem Pony. Problemlos überquerte er den Fluss. Nicht ein einziges Mal fiel er hin. Dann folgte Flori mit seinem Pony und dann Bofri. Allesamt schafften es recht zügig. Als letztes kam Renno, der ja an erster Stelle Wulferds Pferd führte. Dahinter, an einem separaten Seil befestigt, stieg sein eigenes Pferd ins Wasser. Und dann passierte es: Zehn Meter vor dem rettenden Ufer rutschte Rennos Pferd aus und knallte auf die Seite, in die starke Strömung. Dabei riss es Wulferds Pferd fast mit sich. Einige Ausrüstungsteile trieben bereits davon. Das Pferd schrie und versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Auch Renno wollte helfen, wenngleich er wusste, dass er als Mensch nicht die nötige Kraft aufbringen konnte um dem Tier zu helfen. Erst als Niping heldenhaft ins Wasser sprang und das Seil durchtrennte, welches am Sattel von Wulferds Pferd befestigt war, beruhigte sich die Lage. Nicht aber für Rennos Pferd. Es trieb blitzartig den Fluss entlang, knallte schreiend auf einige im Wasser liegende Felsen und verschwand dann im tieferen Gewässer. Renno konnte es kaum glauben. Er hielt sich am Sicherungsseil fest und starrte seinem Pferd hinterher. Niping und Wulferd zogen Renno aus dem Wasser. Das Pferd samt aller Nahrungsvorräte und dem Kochgeschirr waren weg. Weggespült. Verloren im reißenden Strom des Anduin. Rennos Laune war schlagartig auf dem Tiefpunkt seiner Reise. Auch der Rest der Gruppe war schockiert. Erst Niping bemerkte später, dass es besser so sei, als würde jemand von den Gefährten ums Leben gekommen sein. Recht sollte er behalten. Ärgerlich war auch, dass sie ab jetzt keine Nahrung mehr hatten. Zwar hatten sie das Gundabadtal erreicht, doch hatten sie einen hohen Preis dafür bezahlt. Die Stimmung war kaum noch als gut zu bezeichnen. Am Abend entdeckten sie in den Felshöhen eine Höhle, in der sie sich niederließen. Wulferd ging auf die Jagd und Niping fing ein paar Fische. Sie waren im Gundabadtal angekommen.

[Anekdoten des Spielabends]
- Flori und Bofri naschten so viele Beeren, dass ihnen fast schlecht wurde

- Flori: "Wo ist eigentlich Wulferd hin?" Bofri ganz locker: "Der hat hier ein paar Spuren von Wildschweinen entdeckt und folgt diesen nun." Flori sieht sich ängstlich um: "Wildschweine? Hier leben Wildschweine?"

- Wulferd machte sich zum Gespött, als er statt einem Schwein mit einem Reh zurückkehrte. Geschmacklich war es den Gefährten hingegen egal.

- Niping machte zur Veranschaulichung der Jagdbeute für Wulferd zwei Rauchbilder. "Das ist ein Wildschwein und das hier ein Reh", sagte er und pustete dabei den Rauch in Form eines Wildschweins und eines Rehs.

- Flori mischte heimlich ein wohlriechendes Kraut unter den Tabak von Niping. Dieser war damit zufrieden, wenngleich die Farbe des Rauchs nun einen violetten Stich annahm.

- Nachdem die Wachen erledigt waren, bedienten sich Flori und Niping ihrer Habseligkeiten. Darunter war eine Mütze aus Waschbärenfell, die Flori so toll fand, dass er sie nicht mehr abnahm.

- Die Aktion am Fluss dauerte zwei Stunden (reelle Spielzeit) und war sehr spannend. Am Ende starb Rennos Pferd auf eine tragische Weise.

- Wulferd erschoss den Wachmann, als dieser dabei war, die Leiter herunterzuklettern. Mit drei Sechsen und einer Gandalph-Rune hatte er den besten Wurf des Abends. Auf siebzig Metern durchschlug sein Pfeil den Hals des Wachmanns, der dann rücklings von der Leiter fiel.

- Flori brach in Panik aus, als der Hund des Wachmanns auf ihn zukam. In letzter Sekunde warf er dem Hund das Fleisch entgegen. Ich würfelte eine Gandalph-Rune und drei Einsen. (für mich ist Saurons Auge immer sehr gut). Der Hund sprang also an Flori vorbei und vertilgte schwanzwedelnd das Reh.

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Sonstige Spiele / Re: Zeigt her Eure Abenteuer
« am: 10. Februar 2015, 07:37:03 »
Das ist ja eher eine Armee als eine Gruppe ;)

Bei euch spielt also auch niemand einen Elben? Bei uns hat es ein Spieler versucht, es dann aber gelassen, da ihm das Spiel zu....anstrengend war :D Ich denke eher, dass der Grund die Abneigung gegen Elben war, die ihm diese Entscheidung beigebracht hat.

Spielerzuwachs habe ich nicht bekommen. Renno und Bofri sind NSCs ;) Wulferd, Flori und Niping sind Spieler.

Unsere letzen beiden Abenteuer poste ich dann auch mal hier:

[Durch den Düsterwald]

Charaktere:

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Bofri – Der Sohn von Bofur, welcher ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild war

Die Gefährten machten sich also bereit die lange Reise durch den Wald anzutreten. Viele Rucksäcke und Taschen lagen draußen vor dem Gasthaus. Eine merkwürdige Stimmung machte sich breit und Smuut und Arno waren viel mehr aufgeregt als Renno. Dieser hatte noch eine Überraschung parat und ließ die anderen am Gasthaus warten. Schließlich kehrte er rudernd in einem riesigen Boot zurück. Bofri ahnte Schlimmes. Als Renno den Wartenden dann berichtete, dass sie mit dem Boot durch die Sümpfe zum Osttor fahren wollten, samt Ponys und Pferde, weigerte sich Bofri zunächst einzusteigen. Niping, Flori und Wulferd hingegen packten ihre Sachen auf das Boot und halfen den Tieren beim Einstieg. Smuut und Arno verabschiedeten sich von der Gruppe und besonders von Renno. Alle drei umarmten sich nochmal innig. Dann, als Flori an der Pinne saß und Wulferd bereit zum rudern, sprang auch Renno an Bord. Bofri hielt sich krampfhaft irgendwo fest, solche Angst hatte er vor der Bootsfahrt. Schließlich aber brachen sie auf. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Strahlend blauer Himmel und eine solch herrliche Weitsicht, dass alle die Fahrt redlich genossen. Der Erebor war deutlich zu sehen und das Wasser des Sees war klar, fast bis auf den Grund konnte man schauen. Die Stimmung war einwandfrei.

[Durch den Sumpf]
Renno steuerte das Boot nun vom Langen See in den Sumpf. Die Luft änderte sich von einfach warm zu stickig und schwül. Schnell kamen sie nicht voran. Nachdem sie eine ganze Weile durch den schiffbaren Teil des Sumpfes gefahren waren, trieben links und rechts von ihnen Leichen vorbei. Drei Stück. Offenbar von den Elben aus der Gegend mit Pfeil und Bogen erschossen. Vor dem Osttor, welches in den Düsterwald führt, errichteten sie ihr erstes Nachtlager. Niping machte ein Feuer und Renno kümmerte sich um das Essen. Flori stimmte ein fröhliches Lied an und die anderen stiegen singend mit ein. Bofri kümmerte sich rührend um die Tiere. Er machte sich über den Namen von Nipings Pony lustig. "Wie kann man ein Pony nur Katze nennen", murrte er immer wieder. Flori hatte sein Pony Hobbingen genannt, während Wulferd sein Pferd Malvar rief. Die erste Nacht verging ohne große Vorkommnisse, wenngleich sie sich beobachtet fühlten. Die Elben waren in der Nähe, soviel stand fest. Am nächsten Morgen brachen sie also auf. Es ging nun in den Düsterwald.

[Der Düsterwald]
Hier spielte sich nun auch der Hauptteil unseres Abends ab. Im Düsterwald. Angefangen von den knorrigen Bäumen, den lichtundurchlässigen Blätterdächern, den fremdartigen Geräuschen und den Gefahren, die sich abseits des Elbenweges befanden, reisten die Gefährten hochkonzentriert und wachsam die ersten Meilen durch den Wald. Ich beschrieb also zig Minuten lang in geregelten Abständen die Szenerie. Ihr erstes Lager, nach etlichen Meilen, errichteten sie gegen Abend. Mitten auf dem Weg, denn diesen sollte man besser nicht verlassen wenn einem das Leben lieb ist. Die erste Wache hielt der junge Wulferd. Aufmerksam lauschte er den Geräuschen aus dem Dunkeln abseits des Weges, tief in der Finsternis des Waldes. Rascheln, Knistern und knackendes Geäst machten ihn fast wahnsinnig. Richtig Angst bekam er, als er zischende Stimmen aus den Tiefen des Walds vernahm, die seinen Namen flüsterten. "Wulferd!" "Wulferd." "Er hört uns nicht." Wuuulfeeerd." "Hier drüüüben, Wulferd." "Er will uns nicht hören..." "Wuuuulfeerd, hier sind wir." Die Stimmen überschnitten sich und Wulferd wurde ganz anders. Dann schreckte er plötzlich hoch. Renno hatte ihn geweckt. Wulferd war eingeschlafen und hatte geträumt.
Niping erging es bei seiner Nachtwache drei Tage später nicht besser. Anders als Wulferd bildete sich der Zwerg allerlei Dinge ein. Das ging soweit, dass der Schatten sogar nach ihm griff. Von da an hüllte sich Niping nur noch in den Rauch seiner Pfeife. Der Wald schockierte ihn nachhaltig.

Auf dem Weg reisend unterhielten sich die Charaktere sehr viel. Vor allem über Moria und den Alten Waldweg weiter südlich. Auch über ihre Reise wurde gesprochen. So vermissten sie schon seit Tagen den Himmel. Das Sternenzelt war durch das Blätterdach nicht mehr zu erkennen. Auch der Weg selbst war grausam und beschwerlich. Enge Stellen verlangte den Pferden und Ponys wirklich alles ab. Die modrige Luft und die Dunkelheit nagten am Gemüt der Reisenden. Nipings Tabakreserven gingen langsam zuneige und Bofri stand komplett unter Spannung, als würde sie jeden Moment etwas angreifen. Wulferd, der als Späher fungierte, entdeckte Tage später einen Schuh und einen Rucksack am Rande des Elbenwegs. In ihm war eine Puppe. Der Schuh, so schlussfolgerte die Gruppe, gehörte offenbar einem Mädchen von zehn bis dreizehn Jahren. Renno wollte abseits des sicheren Weges nach dem Mädchen suchen, während Wulferd ihn von diesem Vorhaben abbringen konnte. Renno, der die Hoffnung diesbezüglich nicht aufgab, stritt sich daraufhin mit Wulferd. Erst als Niping sehr trocken und hart bemerkte, dass das Mädchen tot sei und verloren noch dazu, erwachte Renno wieder und die doch harten Worte Nipings beförderten ihn wieder in die Realität. Trotzdem nahm Renno den Rucksack mit.

Nun, nach tagelanger Reise, brach auch die gute Stimmung ein. Der Fund des Rucksacks und die Tatsache dass etwas Schreckliches diesem Mädchen zugestoßen sein musste, trugen nicht grade zur guten Laune bei. Die anfängliche Reiselust wich nun einer Sehnsucht nach Gemütlichkeit, Licht und einem freien Himmel. Selbst das Lagerfeuer diente Renno nur noch zum kochen seiner Suppen und nicht mehr zum Erheitern der Moral. Die war nämlich weit unter dem, was man als gut bezeichnet. Der Düsterwald zeigte sein hässliches Gesicht. Nicht nur die trostlose Gegend, auch die Luft und die seelische Belastung trugen zur Verwahrlosung ihrer Persönlichkeit bei. Niping bestahl Wulferd, indem er ihn um einige Gramm Tabak erleichterte, Floris gute Laune war auch mit seiner Musik nicht wiederzuholen und Bofri suchte Streit und wollte am liebsten in den Wald gehen um sich Ärger zu suchen und um seiner Wut freien Lauf zu gewähren. Renno war ständig unzufrieden mit seinen Kochkünsten, obwohl sie genauso gut waren wie eh und je. Wulferd war der einzige, der vom dunklen Einfluss des Waldes und dem Schatten halbwegs verschont blieb. Nicht dass die Gefährten nicht noch rational denken konnten. Sie waren es einfach nur leid sich diesen düsteren, leblosen und stinkenden Wald anzusehen. Das Fehlen des Himmels ließ es sie vorkommen, als durchquerten sie einen Tunnel von Ästen und Wurzeln. Auch den Tieren war es anzumerken. Tag für Tag quälten sie sich weiter.

[Der Umweg]
Als sie eines Tages eine steile Anhöhe mitten auf dem Weg erreichten, stockte ihnen der Atem. Die Tiere, dass war jedem bewusst, würden diese Anhöhe nicht nehmen können, zu steil war diese. Man beriet sich und entschied sich für ein rasches Umgehen dieser Anhöhe. Gesagt, getan. Eilig marschierten sie um diesen Hügel herum, verließen dabei den sicheren Elbenweg und landeten bald in der Finsternis des Waldes. Nach einer guten Stunde entdeckte Wulferd den sicheren Weg wieder und sie hielten darauf zu. Plötzlich, buchstäblich aus dem Nichts, griff sie eine Atterkopp an. Eine mittelgroße Spinne, heimisch im Düsterwald. Ohne Vorwarnung schnappte sie nach Bofri, der allerdings in dem Angriff eine erfreuliche Abwechslung zum Tagesgeschehen sah. Während sich Niping und Renno um die Tiere kümmerten, erschlugen Bofri und Flori die Spinne. Der Kampf endete schnell. Zwei Pfeile, abgeschossen durch Wulferd aus sicherer Entfernung, steckten im Körper, während Bofri und Flori mit guten Treffern die Beine der Spinne abschlugen.
Kurze Zeit später erreichten die Gefährten den Elbenweg und die Stimmung schien tatsächlich zu steigen. Flori war stolz. "Der haben wirs gezeigt, der blöden Spinne", wiederholte er mehrfach, während Bofri immer wieder die Anzahl der Spinnen bemängelte. "Hätten ruhig ein paar mehr Spinnen sein können", maulte er.

[Wir sind füreinander da]
Als sie an diesem Abend ein Lager aufschlugen, konnten sie durch ein kleines Loch im Blätterdach den klaren Sternenhimmel sehen. Auch das Lagerfeuer schien seine alte Wirkung wieder zu erlangen und Flori stimmte mit seiner Flöte ein Volkslied an. Alle sangen mit - der eine mehr, der andere weniger. Die Stimmung stieg weiter an und die Moral wuchs wieder. Es war wohl diese eine Spinne, die sie wissen ließ, dass sie zusammenhalten mussten um zu bestehen. Und genau das taten sie nun. Sie hielten zusammen. Bis sie, nach etlichen Tagen, das "Waldtor" und damit das Ende des Düsterwalds vor sich sahen.
Und hier hörten wir dann auf!



Anekdoten des Spielabends:

Bofri fluchte und verfluchte Renno, der ja eigentlich das Boot als Überraschung besorgte.

Niping suchte im Laufe der Reise sein Heil im Rauchen. Selbst im Schlafsack rauchte er.

Niping schlief die erste Nacht, am Osttor, in seinem Pyjama. Der Spott war ihm sicher.

Flori schaute im Wald ständig nervös auf die Uhr. Das Zeitgefühl täuschte ihn ständig.

Der Streit um das Mädchen zu suchen hielt recht lange an. Renno und Wulferd vertrugen sich erst sehr viel später wieder.

Der Fund des Schuhs und der Tasche des Mädchens ließ die Gesichter meiner Spieler richtig runterhängen.

Wulferds Sinne wurde auch tagsüber von Illusionen oder Halluzinationen geplagt. Der Grund: Schlafmangel.

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Sonstige Spiele / Re: Wie oft wird bei euch gewürfelt?
« am: 07. Februar 2015, 09:13:50 »
Oha, 6-12 Spieler in einer Gruppe. Hut ab! Ich habe meine "magische Grenze" bei maximal 4 Spielern. Da verliert niemand den Überblick und es herrscht keine Unruhe. (Es gibt immer mal Spieler, die sich über die Fußballergebnisse unterhalten :D )

Leider habe ich oftmals bei anderen Spielleitern festgestellt, dass sie das Würfeln als "Zeitbrücke" benutzten, weil ihnen das Erzählen zu anstrengend war oder sie halt grade einen Hänger hatten. Da dauerten die Kämpfe dann sehr lange und auch für sonstige Dinge wurde ständig ein Wurf verlangt. Das hat dann auch die gesamte Atmosphäre zerstört und auch den Plot in den Hintergrund gerückt. Diese Spielleiter verstanden es dann auch oft sehr gut, ständig in Regelwerken herumzuwühlen um Zeit zu schinden. Aus drei solcher Gruppen bin ich dann damals "geflohen". :D


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Sonstige Spiele / Wie oft wird bei euch gewürfelt?
« am: 06. Februar 2015, 10:21:14 »
Moin moin,

Da ja der Spielleiter bekanntlich den Anstoß zum Würfeln gibt, indem er die Charaktere vor schwierige Aufgaben stellt, wollte ich hier mal nachfragen wie oft denn bei euch so gewürfelt wird?!

So läuft es bei mir bzw. bei uns:

Bei uns am Tisch wird eher selten gewürfelt, da meine Spieler es hervorragend verstehen sich "spielerisch" mit Problemen auseinanderzusetzen. Sie "umgehen" zum Beispiel einen Klettern-Wurf, wenn/weil sie sich gegenseitig helfen den Abhang hinaufzukommen etc.
Die Würfel dienen bei uns wirklich nur in kritischen Momenten zur Klärung der Situation. Auf Würfelorgien verzichte ich absichtlich und es tut dem Rollenspiel sehr gut. Lieber lasse ich den Spielern alle Freiheiten, damit sie versuchen können ohne einen Würfelwurf weiterzukommen. Besonders bei "Der Eine Ring" lege ich viel Wert auf Storytelling (Szenen beschreibe ich manchmal zwanzig Minuten oder länger) und versuche deswegen so wenig Würfel wie möglich in das Spiel zu bringen. Oftmals würden die Würfel die Erzählphase unterbrechen und das Spiel ausbremsen. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass wir nie Würfeln. Grob geschätzt würfeln meine Spieler, jeder für sich gerechnet, an einem Abend (vier bis sechs Stunden) drei bis acht Mal. Bei Kämpfen natürlich so oft wie nötig. Aber sie müssen nicht jedes Mal würfeln wenn sie klettern oder schwimmen. Auch wenn sie schleichen, wäge ich vorher die Schwierigkeit ab und passe sie der Situation an. Meistens würfeln sie dann aber auch nicht. Man könnte nun sagen: "Lass sie doch würfeln und verringere den Schwierigkeitsgrad auf leicht." Klar, könnte ich. Aber dann würde es wieder in eine Würfelorgie ausarten, weil man denn nämlich wieder für jeden Quatsch würfeln müsste.

Allerdings kenne ich auch Spielleiter, die die Spieler für jeden Blödsinn würfeln lassen. "Mach mal einen Wurf auf Geschicklichkeit, um zu sehen ob Du Dir auch die Schuhe ordentlich zugebunden hast und ob Du nicht gleich noch einen Wurf machen musst um nicht hinzufallen..."  :o

25
Sonstige Spiele / Re: "Problemwert Abwehr"
« am: 27. Januar 2015, 14:12:16 »
Warum soll ein Charakter, der in die Abwehr investiert hat, jetzt dafür bestraft werden? :o
Es ist ein passiver Wert und sollte auch weiterhin nicht angetastet werden.
 
Alles ist erschwert und vielleicht soll aus diesem Grund der AW nicht davon betroffen sein, um dem Erschöpften noch eine "letzte" Chance zu lassen. Und körperliche Erschöpfung heißt ja auch noch lange nicht, dass man auch geistig im Keller ist. Warum soll man denn im erschöpftem Zustand keine Taktiken mehr anwenden oder Maßnahmen seiner Gegner voraussehen können?

Wenn man aktiv ausweichen könnte, würde ich Dir Recht geben. Da es sich aber beim Abwehr-Wert um einen statischen Wert handelt, würde ich es so beibehalten. Leute mit einem hohen AW weichen eben besser aus. Ebenso könnte man den in einem Kampf hohen Adrenalingehalt im Körper als Begründung heranziehen, warum man schwerer zu treffen ist. Denn der AW bezieht sich ja hauptsächlich auf den Kampf.

Hausregeln, sofern man mit einzelnen Regeln aus dem GRW unzufrieden ist, sind immer eine Option. ;)

Meine grundsätzliche Meinung:
Und mit (Spiel-) Logik braucht man diesem System nicht zu kommen. DER ist kein System, welches man irgendwie mit einer Simulation vergleichen könnte, aber das will und braucht es auch gar nicht. Ich spiele nebenbei noch RuneQuest und kenne Hârnmaster, die vom Simulationstreben her ganz nahe an Logik und Realismus bauen.

26
Sonstige Spiele / Re: Gruppen/Gegner Stärke Erfahrungen
« am: 06. Januar 2015, 08:13:48 »
Also es war bei mir eine "Standard-Moorhexe", die einen Charakter (Wulferd - der Waldmensch) überraschte und ihm übel mitspielte. Ich würfelte zwei Sechsen und Saurons Auge. Bedeutet: getroffen und Schärfegrad geschafft. Ich fügte ihm also eine Wunde zu, da Wulferd seinen RW-Wurf versaute. Wulferd traf nicht und der herbeigeeilte Niping ebenfalls nicht. Die Moorhexe traf aber wieder. Wulferd, der nun ohmächtig im Wasser lag, war kurz vor dem Exitus als Niping das Biest endlich erschlug.

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Sonstige Spiele / Re: Gruppen/Gegner Stärke Erfahrungen
« am: 06. Januar 2015, 07:50:49 »
So, hier dann mal der Spielbericht vom vergangenen Samstag. Viel Spaß beim Lesen ;)

[Durch den Düsterwald]

Charaktere:

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Bofri – Der Sohn von Bofur, welcher ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild war

Die Gefährten machten sich also bereit die lange Reise durch den Wald anzutreten. Viele Rucksäcke und Taschen lagen draußen vor dem Gasthaus. Eine merkwürdige Stimmung machte sich breit und Smuut und Arno waren viel mehr aufgeregt als Renno. Dieser hatte noch eine Überraschung parat und ließ die anderen am Gasthaus warten. Schließlich kehrte er rudernd in einem riesigen Boot zurück. Bofri ahnte Schlimmes. Als Renno den Wartenden dann berichtete, dass sie mit dem Boot durch die Sümpfe zum Osttor fahren wollten, samt Ponys und Pferde, weigerte sich Bofri zunächst einzusteigen. Niping, Flori und Wulferd hingegen packten ihre Sachen auf das Boot und halfen den Tieren beim Einstieg. Smuut und Arno verabschiedeten sich von der Gruppe und besonders von Renno. Alle drei umarmten sich nochmal innig. Dann, als Flori an der Pinne saß und Wulferd bereit zum rudern, sprang auch Renno an Bord. Bofri hielt sich krampfhaft irgendwo fest, solche Angst hatte er vor der Bootsfahrt. Schließlich aber brachen sie auf. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Strahlend blauer Himmel und eine solch herrliche Weitsicht, dass alle die Fahrt redlich genossen. Der Erebor war deutlich zu sehen und das Wasser des Sees war klar, fast bis auf den Grund konnte man schauen. Die Stimmung war einwandfrei.

[Durch den Sumpf]
Renno steuerte das Boot nun vom Langen See in den Sumpf. Die Luft änderte sich von einfach warm zu stickig und schwül. Schnell kamen sie nicht voran. Nachdem sie eine ganze Weile durch den schiffbaren Teil des Sumpfes gefahren waren, trieben links und rechts von ihnen Leichen vorbei. Drei Stück. Offenbar von den Elben aus der Gegend mit Pfeil und Bogen erschossen. Vor dem Osttor, welches in den Düsterwald führt, errichteten sie ihr erstes Nachtlager. Niping machte ein Feuer und Renno kümmerte sich um das Essen. Flori stimmte ein fröhliches Lied an und die anderen stiegen singend mit ein. Bofri kümmerte sich rührend um die Tiere. Er machte sich über den Namen von Nipings Pony lustig. "Wie kann man ein Pony nur Katze nennen", murrte er immer wieder. Flori hatte sein Pony Hobbingen genannt, während Wulferd sein Pferd Malvar rief. Die erste Nacht verging ohne große Vorkommnisse, wenngleich sie sich beobachtet fühlten. Die Elben waren in der Nähe, soviel stand fest. Am nächsten Morgen brachen sie also auf. Es ging nun in den Düsterwald.

[Der Düsterwald]
Hier spielte sich nun auch der Hauptteil unseres Abends ab. Im Düsterwald. Angefangen von den knorrigen Bäumen, den lichtundurchlässigen Blätterdächern, den fremdartigen Geräuschen und den Gefahren, die sich abseits des Elbenweges befanden, reisten die Gefährten hochkonzentriert und wachsam die ersten Meilen durch den Wald. Ich beschrieb also zig Minuten lang in geregelten Abständen die Szenerie. Ihr erstes Lager, nach etlichen Meilen, errichteten sie gegen Abend. Mitten auf dem Weg, denn diesen sollte man besser nicht verlassen wenn einem das Leben lieb ist. Die erste Wache hielt der junge Wulferd. Aufmerksam lauschte er den Geräuschen aus dem Dunkeln abseits des Weges, tief in der Finsternis des Waldes. Rascheln, Knistern und knackendes Geäst machten ihn fast wahnsinnig. Richtig Angst bekam er, als er zischende Stimmen aus den Tiefen des Walds vernahm, die seinen Namen flüsterten. "Wulferd!" "Wulferd." "Er hört uns nicht." Wuuulfeeerd." "Hier drüüüben, Wulferd." "Er will uns nicht hören..." "Wuuuulfeerd, hier sind wir." Die Stimmen überschnitten sich und Wulferd wurde ganz anders. Dann schreckte er plötzlich hoch. Renno hatte ihn geweckt. Wulferd war eingeschlafen und hatte geträumt.
Niping erging es bei seiner Nachtwache drei Tage später nicht besser. Anders als Wulferd bildete sich der Zwerg allerlei Dinge ein. Das ging soweit, dass der Schatten sogar nach ihm griff. Von da an hüllte sich Niping nur noch in den Rauch seiner Pfeife. Der Wald schockierte ihn nachhaltig.

Auf dem Weg reisend unterhielten sich die Charaktere sehr viel. Vor allem über Moria und den Alten Waldweg weiter südlich. Auch über ihre Reise wurde gesprochen. So vermissten sie schon seit Tagen den Himmel. Das Sternenzelt war durch das Blätterdach nicht mehr zu erkennen. Auch der Weg selbst war grausam und beschwerlich. Enge Stellen verlangte den Pferden und Ponys wirklich alles ab. Die modrige Luft und die Dunkelheit nagten am Gemüt der Reisenden. Nipings Tabakreserven gingen langsam zuneige und Bofri stand komplett unter Spannung, als würde sie jeden Moment etwas angreifen. Wulferd, der als Späher fungierte, entdeckte Tage später einen Schuh und einen Rucksack am Rande des Elbenwegs. In ihm war eine Puppe. Der Schuh, so schlussfolgerte die Gruppe, gehörte offenbar einem Mädchen von zehn bis dreizehn Jahren. Renno wollte abseits des sicheren Weges nach dem Mädchen suchen, während Wulferd ihn von diesem Vorhaben abbringen konnte. Renno, der die Hoffnung diesbezüglich nicht aufgab, stritt sich daraufhin mit Wulferd. Erst als Niping sehr trocken und hart bemerkte, dass das Mädchen tot sei und verloren noch dazu, erwachte Renno wieder und die doch harten Worte Nipings beförderten ihn wieder in die Realität. Trotzdem nahm Renno den Rucksack mit.

Nun, nach tagelanger Reise, brach auch die gute Stimmung ein. Der Fund des Rucksacks und die Tatsache dass etwas Schreckliches diesem Mädchen zugestoßen sein musste, trugen nicht grade zur guten Laune bei. Die anfängliche Reiselust wich nun einer Sehnsucht nach Gemütlichkeit, Licht und einem freien Himmel. Selbst das Lagerfeuer diente Renno nur noch zum kochen seiner Suppen und nicht mehr zum Erheitern der Moral. Die war nämlich weit unter dem, was man als gut bezeichnet. Der Düsterwald zeigte sein hässliches Gesicht. Nicht nur die trostlose Gegend, auch die Luft und die seelische Belastung trugen zur Verwahrlosung ihrer Persönlichkeit bei. Niping bestahl Wulferd, indem er ihn um einige Gramm Tabak erleichterte, Floris gute Laune war auch mit seiner Musik nicht wiederzuholen und Bofri suchte Streit und wollte am liebsten in den Wald gehen um sich Ärger zu suchen und um seiner Wut freien Lauf zu gewähren. Renno war ständig unzufrieden mit seinen Kochkünsten, obwohl sie genauso gut waren wie eh und je. Wulferd war der einzige, der vom dunklen Einfluss des Waldes und dem Schatten halbwegs verschont blieb. Nicht dass die Gefährten nicht noch rational denken konnten. Sie waren es einfach nur leid sich diesen düsteren, leblosen und stinkenden Wald anzusehen. Das Fehlen des Himmels ließ es sie vorkommen, als durchquerten sie einen Tunnel von Ästen und Wurzeln. Auch den Tieren war es anzumerken. Tag für Tag quälten sie sich weiter.

[Der Umweg]
Als sie eines Tages eine steile Anhöhe mitten auf dem Weg erreichten, stockte ihnen der Atem. Die Tiere, dass war jedem bewusst, würden diese Anhöhe nicht nehmen können, zu steil war diese. Man beriet sich und entschied sich für ein rasches Umgehen dieser Anhöhe. Gesagt, getan. Eilig marschierten sie um diesen Hügel herum, verließen dabei den sicheren Elbenweg und landeten bald in der Finsternis des Waldes. Nach einer guten Stunde entdeckte Wulferd den sicheren Weg wieder und sie hielten darauf zu. Plötzlich, buchstäblich aus dem Nichts, griff sie eine Atterkopp an. Eine mittelgroße Spinne, heimisch im Düsterwald. Ohne Vorwarnung schnappte sie nach Bofri, der allerdings in dem Angriff eine erfreuliche Abwechslung zum Tagesgeschehen sah. Während sich Niping und Renno um die Tiere kümmerten, erschlugen Bofri und Flori die Spinne. Der Kampf endete schnell. Zwei Pfeile, abgeschossen durch Wulferd aus sicherer Entfernung, steckten im Körper, während Bofri und Flori mit guten Treffern die Beine der Spinne abschlugen.
Kurze Zeit später erreichten die Gefährten den Elbenweg und die Stimmung schien tatsächlich zu steigen. Flori war stolz. "Der haben wirs gezeigt, der blöden Spinne", wiederholte er mehrfach, während Bofri immer wieder die Anzahl der Spinnen bemängelte. "Hätten ruhig ein paar mehr Spinnen sein können", maulte er.

[Wir sind füreinander da]
Als sie an diesem Abend ein Lager aufschlugen, konnten sie durch ein kleines Loch im Blätterdach den klaren Sternenhimmel sehen. Auch das Lagerfeuer schien seine alte Wirkung wieder zu erlangen und Flori stimmte mit seiner Flöte ein Volkslied an. Alle sangen mit - der eine mehr, der andere weniger. Die Stimmung stieg weiter an und die Moral wuchs wieder. Es war wohl diese eine Spinne, die sie wissen ließ, dass sie zusammenhalten mussten um zu bestehen. Und genau das taten sie nun. Sie hielten zusammen. Bis sie, nach etlichen Tagen, das "Waldtor" und damit das Ende des Düsterwalds vor sich sahen.
Und hier hörten wir dann auf!



Anekdoten des Spielabends:

Bofri fluchte und verfluchte Renno, der ja eigentlich das Boot als Überraschung besorgte.

Niping suchte im Laufe der Reise sein Heil im Rauchen. Selbst im Schlafsack rauchte er.

Niping schlief die erste Nacht, am Osttor, in seinem Pyjama. Der Spott war ihm sicher.

Flori schaute im Wald ständig nervös auf die Uhr. Das Zeitgefühl täuschte ihn ständig.

Der Streit um das Mädchen zu suchen hielt recht lange an. Renno und Wulferd vertrugen sich erst sehr viel später wieder.

Der Fund des Schuhs und der Tasche des Mädchens ließ die Gesichter meiner Spieler richtig runterhängen.

Wulferds Sinne wurden auch tagsüber von Illusionen oder Halluzinationen geplagt. Der Grund: Schlafmangel.

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Sonstige Spiele / Re: Gruppen/Gegner Stärke Erfahrungen
« am: 05. Januar 2015, 16:27:16 »
Meine Charaktere haben auch letztes Abenteuer den Düsterwald durchquert. (Wer möchte dass ich den Spielbericht hier poste, melde sich mit einer Antwort ;) )

Im gesamten Spielverlauf des Abends haben sie eine ganze Spinne getötet :D .Der Kampf war alles andere als schwer. Darauf legt meine Gruppe aber auch keinen Wert. Tiefe Finsternis und eine eklige Atmosphäre bildet sich nicht durch herausfordernde Kämpfe, sondern durch ein gezieltes Einsetzen düsterer Elemente. So habe ich immer wieder die Szenerie beschrieben. Immer wieder bin ich auf die finstere Umgebung des Düsterwalds eingegangen und habe dadurch eine Art Horror-Feeling aufkommen lassen. Ständig fühlten sich die Charaktere bedroht und beobachtet. Fremdartige Geräusche, leuchtende Augen im Wald, der Verlust des Zeitgefühls und die ständige Angst, sie könnten überfallen werden.
Voraussetzung für eine gute Stimmung am Spieltisch ist eine Gruppe, die sich auf diese Stimmung einlässt. Das gilt besonders für den Düsterwald.

Zum Thema Kampf:
Kein Kampf läuft wie geplant und er soll auch nicht fokussiert werden. Kämpfe haben in meiner Gruppe nur einen minimalen Bestand, da die Charaktere meiner Spieler zum einen ganz miese Kämpfer sind und zum anderen an Kämpfen absolut nicht interessiert sind. Sie haben sehr schlechte Werte in den Kampffähigkeiten und eine einzige Spinne kann für sie das Aus bedeuten. Bei einem Basilisken und zwei Orks würden sie vermutlich versuchen das Weite zu suchen. Meine Spieler, allesamt erfahrene Rollenspieler, legen besonders bei Der Eine Ring Wert auf Charakterrollenspiel und da reicht es nicht sie mit ein paar Kämpfen zu unterhalten.
Wie man einen Kampf spannender gestalten kann habe ich zwar anderswo bereits geschildert, doch poste ich den Text gerne nochmal:
In der Regel ist es immer die Menge der Gegner an der man die Schraube von "leicht" auf "schwierig" stellen kann! Ist Dir eine Spinne zu lasch, setze ihnen vier oder fünf vor. Modifiziere die Werte der allgemeinen Gegner zu "Deinen" Gunsten. Spiel etwas mit den Attributen der Widersacher herum. Niemand sagt, dass Du Dich strikt an die Werte im Buch halten musst.
Es bedarf besonders als Spielleiter etwas an Fingerspitzengefühl und Erfahrung mit dem System. Ich bilde da keine Ausnahme. Auch ich befinde mich noch in der Findungsphase.
Natürlich erfordert das einige Übung und ein paar Kämpfe mehr. Dann sind die ersten Kämpfe eben etwas einfacher. Was spricht dagegen? Die Gruppe soll ja auch etwas heldenhafter daherkommen. ;)

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Sonstige Spiele / Re: Regelfrage Hass(Elben)
« am: 05. Januar 2015, 14:44:27 »
In der Regel ist es immer die Menge der Gegner an der man die Schraube von "leicht" auf "schwierig" stellen kann! Ist Dir eine Spinne zu lasch, setze ihnen vier oder fünf vor. Modifiziere die Werte der allgemeinen Gegner zu "Deinen" Gunsten. Spiel etwas mit den Attributen der Widersacher herum. Niemand sagt, dass Du Dich strikt an die Werte im Buch halten musst.
Es bedarf besonders als Spielleiter etwas an Fingerspitzengefühl und Erfahrung mit dem System. Ich bilde da keine Ausnahme. Auch ich befinde mich noch in der Findungsphase.
Natürlich erfordert das einige Übung und ein paar Kämpfe mehr. Dann sind die ersten Kämpfe eben etwas einfacher. Was spricht dagegen? Die Gruppe soll ja auch etwas heldenhafter daherkommen. ;)



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Sonstige Spiele / Re: Regelfrage Hass(Elben)
« am: 04. Januar 2015, 09:45:56 »
Was empfandest Du denn als enttäuschend?

Kam keine Spannung im Kampf auf?




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