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Spielsysteme => Sonstige Spiele => Thema gestartet von: charapo am 01. Dezember 2014, 14:28:19

Titel: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: charapo am 01. Dezember 2014, 14:28:19
Der Charapo grüsst Euch!
Wie Ihr seht ist dies mein erstes Post hier im Forum. Somit: Hallo zusammen  ;)
Das Regelbuch ist bestellt und wird wohl nächstens bei mir eintreffen. Dann darf ich mich durch die Regeln kämpfen.
Meine Frage ist nun:
Habt Ihr irgendwelche, selbstgeschriebene Abenteuer, die Ihr mir zur Verfügung stellen könnt?
Oder gibt es im Internet Bezugsquellen?

Vielen Dank für Eure Hilfe

charapo
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 04. Dezember 2014, 09:24:03
Moin moin und willkommen im Forum ;)


Auch wenn ich momentan nur eine Gruppe von zwei, in Zahlen 2, Spielern in meiner "Der Eine Ring"-Gruppe habe, möchte ich die Abenteuer trotzdem vernünftig vorbereiten.
Die Charaktere:
Kathrin, meine Frau, spielt Flori Rohbeere, einen Gourmet-Hobbit aus Bree. Ständig auf Sauberkeit und gutem Essen bedacht, reist er gemeinsam mit Niping durchs Wilderland. Flori hat die Angewohnheit plötzlich aufzutauchen. Selbst wenn man die Tür im Auge behält durch die er eigentlich kommen müsste, spricht er einen dann anschließend von hinten an.

Tim, ein guter Freund von mir, spielt Niping, einen Zwerg aus den Blauen Bergen, der von sich selbst behauptet er wäre Händler. Dabei schleicht er wie ein Meisterdieb, nimmt Dinge an sich, die ihm nicht gehören und verkauft diese dann. Tim selbst nennt ihn einen Hehler-Händler. Zudem besitzt er die Fähigkeit verschlossene Türen durch das Einritzen von bestimmten Runen zu öffnen. Eine vererbte Praxis, dessen Herkunft nicht bekannt ist.


Mit vorbereiten sind eher Plotideen gemeint, die ich dann während des Spielens immer weiter ausbaue. Hier reiße ich nun mal drei dieser Ideen an:

"Der Ent in den Sümpfen"
Die Charaktere, der Hobbit Flori und der Zwerg Niping, begegnen, eher zufällig, dem Ent "Astschwung", der sich zum Ziel gesetzt hat gegen die Ausbreitung des Sumpfes, nahe der Stadt Esgaroth, zu protestieren, indem er in ihm ausharrt. Dass das keine gute Idee ist will ihm nicht in den Sinn kommen. Eigentlich völlig fehl am Platz, erzählt er den Charakteren, dass es ihm eigentlich im Sumpf sehr gut gefällt und er gerne bleiben würde. Dumm nur, dass die ansässigen Moorhexen ihm sein Dasein zur Hölle machen, weil sie sich untereinander bekriegen. Er bittet die Charaktere um Hilfe, da er gegen die "Magie" der Hexen (der Ent ist einfach nur zu langsam :D ) machtlos ist. Mit allen anderen Wesen komme er zurecht, denn er heiße ja nicht umsonst "Astschwung", so sein Statement.
Wenn die Charaktere dem Ent helfen und die Moorhexen ins Jenseits schicken, brauchen sie fortan keine Angst mehr vor Orks, Bilwissen, Spinnen oder Wargen in den Sümpfen zu haben. "Astschwung" wird sich dann ihrer annehmen  :D
Zusammengenommen sollen die Charaktere einfach nur drei Moorhexen klatschen und der Ent kann dann in Ruhe in "seinem Sumpf" Wurzeln schlagen, wenngleich sie nun einen mächtigen Freund im Sumpf für sich gewonnen haben.


"Der Frostdrache"
Albträume plagen Niping. Er sieht Tod und Verderben in seinen Visionen, die auch gelegentlich schon im Wachzustand an ihm nagen. Immer wieder sieht er Menschen im Eis. Tot. Wie durch eine Scheibe starren sie ihn an. Die Toten. Kinder, Frauen, Männer. Als er erfährt dass er nicht der einzige ist, der diese Träume hat, beginnt er nachzuforschen (zumindest hoffe ich das  :D ). Da in Seestadt aber niemand eine Antwort darauf weiß, schicken die "Gelehrten" der Stadt ihn nach Rhosgobel, um Radagast um Rat zu bitten. Die Reise dahin ist ja schon ein Stück Abenteuer für sich. Auf dem Weg nach Rhosgobel berichten immer wieder Wanderer und Raben, dass es um diese Jahreszeit viel zu kalt in Thal ist. Ganz Seestadt friert bereits. Offenbar scheint der Winter (mitten im Mai) das Land heimzusuchen. Als die Charaktere in Rhosgobel ankommen, empfängt sie der niedergeschlagene Radagast. Er weiß Rat. Leider. Nun, da Smaug tot ist, führt sich offensichtlich ein anderer als "Platzhirsch" auf und kommt nach seinem langen Winterschlaf aus Norden zum Erebor, um sich Smaugs Schatz unter den Nagel zu reißen. Sein Name: Raenar! Ein gigantischer Frostdrache, dessen Ankündigung Kälte, Frost und Winter mit sich bringt. Schnell eilen die Charaktere, zusammen mit Beorn und Radagast, ins Elbenreich. Auch der Elbenkönig Thranduil muss davon erfahren, auch wenn dieser sich weigert zu helfen. Gemeinsam geht es also nach Esgaroth. Der See um die Stadt ist bereits zugefroren und aus Thal kommen Informationen, dass ein "riesiges, wurmartiges Wesen" nördlich des Erebors gesichtet wurde. Natürlich wird Raenar in einem epischen Kampf besiegt.

Dieses Abenteuer soll episch sein und auch zwei oder drei Abende in Anspruch nehmen dürfen. Ebenfalls werden die Charaktere, wenn sie es bis dato noch nicht sind, mit Beorn, Radagast, Dáin II. und Thranduil bekannt gemacht. Auch anderen Gestalten wie Balin oder Bombur werden sie begegnen. In diesem Rollenspiel sind die Charaktere richtige Helden und es soll sich für sie auch so anfühlen. Inspiriert wurde ich dabei von einem ähnlichen Abenteuer aus dem Buch "Geschichten aus Wilderland". Ich habe kleinere Veränderungen vorgenommen und es dem Spielstil meiner Spieler angepasst.


"Das Rezept"
In diesem Abenteuer, es wird recht lange dauern, müssen die Charaktere für einen Meisterkoch seltene Zutaten für ein bestimmtes Gericht sammeln. Das klingt im ersten Moment nicht spannend, doch wenn man sich die Liste (siehe unten) erst einmal genau angesehen hat, wird man schnell merken, dass es mit hin- und herlaufen nicht getan ist. Das Filet eines "Großen Hirsches"? Die Elben sehen es nicht gerne wenn man ihre heiligen Tiere tötet. :D Auch der "Rote Spinnenpilz" (Eigenkreation) macht seinem Namen alle Ehre. Tief in den Nestern der Atterköppe findet man diesen Pilz. Klappkäfer (Eigenkreation) findet man zwar überall im Düsterwald, nur leben sie meistens in der Nähe von Wargen, da sie ihren frischen Kot lieben.
Dieses Abenteuer werden meine Spieler wohl neben anderen Abenteuern noch bewältigen.

Hier mal die Liste:
(https://community.uhrwerk-verlag.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.qpic.ws%2Fthumbs%2Frezept.jpg&hash=862cfa362a138ab43a177b08d191596f) (http://www.qpic.ws/?v=rezept.jpg)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: helghast am 04. Dezember 2014, 18:02:48
@Eve

Tolle Ideen. Vor allem (vom Plot her) schön auf Deine Spielertypen zugeschnitten. Deine Spieler können sich glücklich schätzen.  :)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 05. Dezember 2014, 05:56:36
Danke für das Lob, helghast  :)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 08. Dezember 2014, 09:36:31
Sorry für den Doppelpost  ;)

So, der Einstieg zu "Der Ent in den Sümpfen" ist vorbei und ich kann ein kurzes Fazit abgeben:

Titelthema: "Die Hose" :D
Flori hatte sich seine gute und einzige Hose mit Honig dermaßen vollgesaut, dass er gezwungen war diese in die Reinigung zu geben. Niping trat als Freund hervor und besorgte dem "hosenlosen" Flori einen Ersatz in Form einer hässlichen aber funktionellen Lederhose. Der Hobbit war aber davon gar nicht überzeugt, schließlich passte diese Hose absolut nicht zu seiner edlen Weste und dem teuren Hemd. Also zogen sie gemeinsam los und suchten einen Schneider auf. Dieser lieferte sich mit Flori dann ein ausführliches Streitgespräch über Modeverstand, Schnittmuster und harmonierende Farben. Niping "bediente" sich mittlerweile an den Stoffmustern und nahm sich ein paar davon mit. Auch Nadel und Pfaden wanderten in seine Taschen. Nach einer gefühlten Ewigkeit verließ Flori, völlig entsetzt über den mangelnden Sachverstand des Schneiders, den Laden (Dieses misslungene Verkaufsgespräch war der Horror, und zwar für beide Parteien. Es dauerte ungefähr eine Stunde im Spiel  :D ). Niping folgte dem meckernden Hobbit. Fluchend suchte Flori den zweiten Schneider in Seestadt auf. Dieser Mann, ein total ruhiger Vertreter, brauchte zwar fast zwei Minuten um einen Satz auszusprechen, doch entschädigte sein Modebewusstsein die Dauer seiner gesprochenen Sätze. Flori kaufte eine Hose und Niping einen Pyjama, denn er wollte, Zitat:"... beim Schlafen auch unten herum mal was anhaben." Zitat Ende.
Nachdem sie also eine Hose gekauft hatten, besuchten sie einen Gemischtwarenhändler am "Fleischerkai". Die drei Brüder, ähnlich der Ludolfs, leiteten einen riesigen Bereich vollgestopft mit Gegenständen aller Art. Niping kaufte für sich und Flori jeweils einen Klapphocker, während Flori sich Besteck besorgte. "Mit den Fingern essen würde auf Dauer zu animalisch wirken und er sei nun mal kein Tier", meinte er. Eine Angel besorgten sie sich ebenfalls noch.
Dann, am späten Nachmittag, brachen sie nach einem ausführlichen Essen in das Sumpfgebiet auf. Stundenlang waren sie bis tief in die Nacht unterwegs. Als sie einen idealen Platz zum Seebarsch-Fischen gefunden hatten, sprach sie plötzlich ein gigantisches Wesen an. Die raue und brummige Stimme ertönte und Flori und Niping starben fast vor Schreck...

Leider mussten wir hier aufhören, da sich der anstrengende Arbeitstag meiner Frau bemerkbar machte. Nächste Woche aber werden sie "Astschwung" kennen lernen.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Soronume am 08. Dezember 2014, 14:10:31
Meine Kampagnen Idee sieht im Moment so aus:
(Leute die in letzter Zeit viel zu dritt Hellfrost gespielt haben und gerade ein episches 80 Abende Abenteuer abgeschlossen haben, sollten vielleicht nicht weiterlesen ;-) )


Teil 1:
Meine vier Spieler (voraussichtlich Hobbit, Zwerg, Waldelb und Bardinger - sämtlich Anfangscharaktere) nehmen an einer Konferenz teil, die sich mit der problematischen landwirtschaftlichen Situation ende der 2840er Jahre beschäftigt. Durch die vielen Zwerge aus Durins Volk, die selbst keine Nahrungsmittel anbauen, die Zerstörung vieler Bauernhöfe in der Schlacht der 5 Heere und dem Tod vieler Bauern in derselben, gibt es zu dieser Zeit ein ungünstiges Verhältnis zwischen den Massen, die Essen wollen und denen die Essen anbauen. Da dies alle Völker um den langen See betrifft wird eine Konferenz abgehalten (wofür die Zwerge sich landwirtschaftlichen Sachverstand aus dem Auenland einkaufen, da sie den Menschen, die sie für Nahrung bezahlen nicht trauen und Elben sind natürlich grundsätzlich suspekt).
Es gibt drei (von mir geplante - Spieler haben ja gelegentlich wilde Ideen) Möglichkeiten. Den Handel mit den Völkern im Osten verstärken (von wo bereits Angebote vorliegen - nicht ganz zufällig ^^), mit den Völkern im Westen des Düsterwaldes Abkommen schließen und mühsam die Straße sichern und eine landwirtschaftliche Siedlung in den hoffentlich fruchtbaren und unbewohnten Gebieten südlich der alten Waldstraße im Winkel zwischen Düsterwald und Eilend zu gründen.
Es gibt dabei eine Macht im Osten (Khamûl - der Nazgul, der einige Jahre später Dol Guldur wieder in Besitz nehmen wird) die heimlich in eine bestimmte Richtung arbeitet und eine Abhängigkeit der freien Völker vom Handel mit dem Osten erreichen will, gegen die die Helden unwissentlich anarbeiten müssen. Dabei müssen sie ein wenig reisen, diplomatisches Geschick beweisen und ein paar kleinere Kämpfe bestehen.


Teil 2:
Jahre nach diesen Ereignissen (und nachdem Dol Guldur wieder unter der Macht des Schattens steht) wird die Situation plötzlich kritisch. Je nachdem wie sie die Situation nach Ende von Teil 1 darstellt, kommt der Handel mit dem Westen plötzlich zum Erliegen, oder die Landstriche im Süden stellen sich als völlig unfruchtbar heraus. Aus der resultierenden Krise ziehen die Ostvölker Gewinn, indem sie die Preise massiv erhöhen. Für die Fehlschläge im Westen/Süden wird die Heldentruppe verantwortlich gemacht, die das Ganze ja schließlich ins Laufen gebracht hat.
Sie sollen das also auch in Ordnung bringen. Dafür gibt es natürlich auch verschiedene Ansätze, Ideallösung wäre es, Radagast um Rat zu fragen, der ihnen erklärt, dass die Verseuchung der fruchtbaren Länder im Herzen des Düsterwaldes ihren Ursprung hat. Der Druck durch ihre hungernden Völker wird für die Helden hoffentlich Antrieb genug sein, die gefährliche Expedition auf sich zu nehmen. In den Tiefen des Waldes treffen die Helden einen jungen, ernsten Menschen namens Thorongil (Aragorns Abenteuerdeckname) der ebenfalls die Gebiete des Düsterwaldes erkundet. (Er ist nicht allein unterwegs. Elrond hat seine Söhne ausgeschickt, um den Düsterwald für den Rat im Auge zu behalten - das erfahren die Helden vermutlich nicht. Die Magie eines bekannten Helden wird nicht besser, wenn man das Treffen unnötig in die Länge zieht und Aragorn ist nicht geschwätzig) Je nachdem wie viel die Helden bis dahin wissen, gibt er ihnen die entscheidenden Hinweise auf einen Stützpunkt des Feindes in den Bergen des Düsterwaldes. Dieser ist gut versteckt und ohne die Hinweise Aragorns quasi unauffindbar. Wenn die Helden ihn einmal finden, ist er dann auch nicht annähernd so gut bewacht wie es zB Dol Guldur wäre, nur gut versteckt. Dort ist nur eine kleine Gruppe Folterknechte und Diener des Schattens. Ostlinge, darunter auch bekannte Gesichter - was die Handelsbeziehungen in diese Richtung einen Dämpfer verpassen wird, wenn die Helden es schaffen davon zu berichten. Des Rätsels Lösung ist, dass mittels dunkler Magie und Folter die Kraft eines seit der großen Schlacht am Ende des 2. Zeitalters gefangenen Ents benutzt wird um das Land zu verseuchen. Dies wirkt sich auf die Landwirtschaft und nicht auf den Wald aus, da es sich um eine Entfrau handelt. (Fimbrethil, Baumbarts Gefährtin - Auch das werden die Charaktere vermutlich nicht herausfinden, genauso wenig wie sie (im Gegensatz zu den Spielern) in dieser misshandelten Kreatur einen Ent erkennen werden, ein Ding aus Sagen von denen nur wenige von ihnen, wenn überhaupt einer schonmal gehört hat. Und selbst wenn, 3000 Jahre Gefangenschaft und Folter verändern selbst einen Ent)
Wenn die Spieler es schaffen Fimbrethil zu retten, wird das Land wieder so fruchtbar wie zuvor, doch große Dankbarkeit oder Gesprächigkeit ist hier nicht zu erwarten. Wohin Fimbrethil sich am Ende wendet werden die Helden nicht wissen, aber aus dem Herrn der Ringe wissen wir, nach Fangorn geht sie nicht...

Auch wenn die Helden erfolgreich sind also ein recht depremierendes Ende der Kampagne, aber das ist bei einer direkten Auseinandersetzung mit den Machenschaften des Feindes unvermeidlich.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 08. Dezember 2014, 19:45:38
Klingt sehr episch. Anfangs wollte ich auch einen komplexen und tiefgründigen Plot als Kampagne, habe mich aber für eher kleinere Abenteuer im Anfängerbereich entschieden. Da ich selbst erst die Welt kennen lernen muss, ich habe nur "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" gelesen, arbeite ich mich erst noch in die Welt samt ihrer Besonderheiten ein. Außerdem haben meine Spieler bei "Warhammer" grade eine vierjährige Kampagne hinter sich, die sogar die machtpolitischen Verhältnisse von "Game of Thrones" weit in den Schatten stellt. Ich denke leichte Kost tut ihnen ganz gut, wenngleich, besonders Teil 1 Deiner Kampagnenidee, sehr toll und detailliert beschrieben ist.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: ali69 am 08. Dezember 2014, 22:40:40
Klingt in der Tat sehr gut, Teil1 ginge mit meiner Truppe aber wohl nicht (zu viel Diplomatie....)
Viel Spaß, Alex
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Halavandrel am 09. Dezember 2014, 11:08:38
Vielen Dank Leute. Sollten wir es tatsächlich mal schaffen DER zu leiten, werde ich mich evtl. an euren Ideen bedienen.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Soronume am 09. Dezember 2014, 15:19:31
In der Welt bin ich ganz gut drin, (was auch der Grund ist, weshalb ich leite - ich habe einen Großteil meiner Pubertät über Tolkiens Zeittafeln verbracht ^^)
aber meine Erfahrungen im Spielleiten sind eher minimal. Ich habe einen Haufen Kampagnen Ideen, die sich in den Lücken des Quellmaterials breit machen.

Für Wilderland gibt es da recht massive Lücken, die witzigerweise im Regelbuch kaum erwähnt werden bzw. gar nicht vorgesehen sind. z.B. war das Gebiet um die Ostbucht früher mal von den Vorfahren der Rohirrim bewohnt, noch bevor diese an die Quellen des Anduin zogen. Da auf diese Zeit auch die Vermischung von Numenorischem Blut mit den Rohirrim fällt, ist das ein unglaublich spannendes Gebiet, auch wenn all das schon 1000 Jahre her ist, wären bestimmt noch Ruinen und nomadisch lebende Reitervölker zu finden (eine gute Gelegenheit Helden mit herrvorragenden Reittieren auszustatten...). Aber nicht mal die Karte ist darauf ausgelegt diesem Gebiet viel Aufmerksamkeit zu widmen. Oder eben wie in der Kampagne von oben, die Tatsache, dass sowohl Esgaroth als auch Thal reiche Handelstädte sind, aber eigentlich nie erwähnt wird mit wem sie Handel treiben... Untereinander natürlich, aber davon allein wird man nicht unvorstellbar reich. Wenn man Thranduils Wein bedenkt offenbar auch mit nie näher beschriebenen Völkern im Osten, aber nichts genaues schreibt Tolkien nicht. ^^

Leider weiß ich bei vielen noch nicht recht wie ich sie in das System einarbeiten kann. Wahrscheinlich wird das besser, wenn man ein wenig Erfahrung mit dem System hat. Wenn es euch interessiert, kann ich euch ja auf dem Laufenden halten, wie die Kampagne läuft und Stück für Stück noch ein paar meiner Ideen posten.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 09. Dezember 2014, 22:34:45
Also an Material nutze ich neben "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" noch diese Bücher um die Welt zu "erkunden":
(https://community.uhrwerk-verlag.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.qpic.ws%2Fthumbs%2Fssssls.png&hash=ea4ac5d78111821fda0c77893580aa81) (http://www.qpic.ws/?v=ssssls.png)

Erfahrung im Leiten habe ich mehr als genug. Nächstes Jahr werden es 23 Jahre.  ;D Nur habe ich erst in diesem Jahr angefangen mich für Tolkiens Mittelerde zu interessieren.  ::)

Ich denke an Plots wird es mir vorerst nicht mangeln.

Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Soronume am 11. Dezember 2014, 11:10:50
Je nach Herr der Ringe Ausgabe hast du "Die Anhänge" entweder schon dabei, oder auch nicht. Wenn nicht, ist das definitiv eine Anschaffung die sich für den Meister lohnt. Andere Tolkienbücher sind für diese Zeit am Ende des 3. Zeitalters nicht übermäßig informativ.
Ich halte mich aber auch sehr streng an die Bücher und benutze die Regelbücher nur als Inspiration. (und natürlich für die Regeln) Vieles darin geht (natürlich) weit über das hinaus was Tolkien geschrieben hat, füllt Lücken und interpretiert neu. Was auch notwendig ist, aber mit einigen Interpretationen bin ich nicht einverstanden. Das zB Hobbits in Esgaroth kein ungewöhnlicher Anblick sind, ist meiner Meinung nach ein unzulässiges Entgegenkommen an Spieler die Hobbits spielen wollen. Hobbitspieler werden bei mir ohnehin sehr streng angepackt. ;-) Es gibt Hobbits, aber nur mit einer sehr guten Geschichte warum und wie sie nach Wilderland gekommen sind und sie werden definitiv keinen Landsmännern begegnen.
Wobei meine Quellentreue mir wahrscheinlich beim Meistern auf die Füße fallen wird. Ich brauche in der Vorbereitung oft sehr lang um Bestimmte Orte oder Personen so zu beschreiben, dass ich sie als stimmig empfinde, wenn ich anfangen muss zu improvisieren wird das natürlich schneller gehen müssen. Grade wenn Spieler sich beim Lösen von Problemen nicht an die Optionen halten, die ich vorbereitet habe, komme ich gelegentlich ins Stocken. Du hast da nicht zufällig ein paar Tipps aus 23 Jahren Erfahrung? ;-)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 11. Dezember 2014, 12:31:49
Hobbits gibt es bei mir in Esgaroth auch so gut wie keine. Naturgemäß sind sie eher sesshaft und streben nicht nach Macht, Ruhm oder Reichtum. Sie sind bescheiden und friedvoll. Eben so, wie sie Tolkien vorgesehen hat. Somit nehmen sie auch bei mir einen besonderen Status ein.

Mit dem Geben von Tipps wie man eine Gruppe führt ist es immer so eine Sache...
Es kommt sehr stark auf die Spieler an und wie diese ihre Rollen spielen. Seit meinen Anfängen als Spielleiter habe ich immer auf drei Dinge besonderen Wert gelegt:
Improvisation
Eine detaillierte Beschreibung der Umgebung, der Personen und Szenen, die die Charaktere mitbekommen
Ein sehr detailliertes (Aus-)Spielen/Führen/Darstellen der Nichtspielercharaktere (NSC)


Ich habe mal einen Text verfasst der das ein wenig einfängt. Vielleicht kannst Du etwas damit anfangen:

In dieser  P D F  (https://www.dropbox.com/s/rpul4fvwj7fsfb1/Spielleiter.pdf?dl=0) schildere ich ein paar Ansichten meinerseits, die sich mit dem Leiten von Pen&Paper-Rollenspielrunden befasst.

Viel Spaß beim Lesen!

Solltest Du direkt Fragen zum Verlauf Deiner Runden haben, wäre ich auch bereit das Thema auf meinem Teamspeakserver zu vertiefen. ;)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Soronume am 11. Dezember 2014, 13:10:43
Hast du eine gute Methode Spieler sanft auf Pfade zurückzulenken, die du vorbereitet hast, wenn sie sich in eine andere Richtung bewegen? Ich möchte meine Spieler auf keinen Fall einengen in ihren Handlungen, aber wenn sie einen völlig anderen Weg einschlagen als vorgesehen müsst ich einen ganzen Abend improvisieren, was ich mir im Moment einfach nicht zutraue, nicht mal in einer WElt in der ich mich so heimisch fühle. Was mache ich also wenn ich merke, dass die Spieler einen ganz anderen Weg einschlagen als vorgesehen? (ich brauche extrem lange in der Vorbereitung weil ich immer versuche für alle Ansätze die mir einfallen zumindest ein ungefähres Konzept zu haben, trotzdem finden Spieler erfahrungsgemäß genau den Weg über den ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe ^^)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 11. Dezember 2014, 19:56:09
Hast du eine gute Methode Spieler sanft auf Pfade zurückzulenken, die du vorbereitet hast, wenn sie sich in eine andere Richtung bewegen?

"Pflanze" einen einflussreichen NSC in die Gruppe und lenke die Charaktere über diesen.

Mach den Charakteren die "Aufgabe" schmackhaft.

Verschiebe den Hauptplot, setze dafür einen anderen, kleineren Plot ein und lass die Charaktere erst einmal ihren eigenen Weg gehen. Versuche dann in einem passenden Moment Deinen Plot wieder ins Spiel zu bringen.

Du musst Geduld mitbringen! Wenn die Charaktere darauf bestehen zuerst in den Wald zu gehen, obwohl Dein Plot sie nach Rhosgobel führen soll, dann ist das eben erstmal so. Beraube sie nicht der spielerischen Freiheit und enge sie dabei ein. Das verkleinert ihre Ansicht der Spielwelt auf ein Minimum.

Vermeide in Panik zu geraten! Spieler die sich um sich selbst kümmern sind anstrengend aber auch gleichzeitig selbstständig, und das ist gut so. Nutz das aus! Ja, so manchen Abend wirst Du bei solch lebhaften Spielern mit dem Improvisieren verbringen, der Dank aber wird Dir gewiss sein. Denn sie werden merken dass sie kein künstlich aufgesetzten Plot folgen müssen um Spaß zu haben und um Abenteuer zu erleben. Wenn meine Spieler was vorhaben, bin ich immer gerne bereit sie dabei zu unterstützen. Meistens ergibt sich daraus ein handfestes Abenteuer und manchmal sogar ein episches Unternehmen. Es gibt nichts Schlimmeres, als Spieler, die man durch ein Abenteuer ziehen muss, da sie ansonsten mit der Freiheit überfordert sind. Leider sieht das Regelwerk, besonders im Hinblick auf "Geschichten aus Wilderland", immer wieder "Railroading" vor, was eigentlich sehr schade ist.



Dann weiß ich zu wenig von Deinem Plot um Dir richtig gute und passende Ratschläge zu geben, also sind meine Antworten auch eher abstrakt und oberflächlich.

Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 15. Dezember 2014, 06:20:19
Kurzer Spielbericht, wen es interessiert:  :D

Vorgestern (Samstag, 13.12.14)  Abend spielten wir "Der Ent in den Sümpfen". Neu in der Gruppe war Ninu, der sich einen Waldmenschen aus Waldhall erschaffen hat.

Die Charaktere:
Kathrin spielte Flori Rohbeere, einen Gourmet-Hobbit aus Bree. Ständig auf Sauberkeit und gutem Essen bedacht, reist er gemeinsam mit Niping durchs Wilderland. Flori hat die Angewohnheit plötzlich aufzutauchen. Selbst wenn man die Tür im Auge behält durch die er eigentlich kommen müsste, spricht er einen dann anschließend von hinten an.

Tim spielte Niping, einen Zwerg aus den Blauen Bergen, der von sich selbst behauptet er wäre Händler. Dabei schleicht er wie ein Meisterdieb, nimmt Dinge an sich, die ihm nicht gehören und verkauft diese dann. Tim selbst nennt ihn einen Hehler-Händler. Zudem besitzt er die Fähigkeit verschlossene Türen durch das Einritzen von bestimmten Runen zu öffnen. Eine vererbte Praxis, dessen Herkunft nicht bekannt ist.

Ninu spielte Wulferd, ein aus Waldhall stammender Waldmensch. Seine Liebe zur Natur hat ihn, neben der Kunst zu jagen, viel Wissen um Kräuter und Pflanzen eingebracht. Er ist mit seinen siebzehn Jahren zwar noch recht jung, hat sich aber durch mehrere gute Taten als würdig erwiesen um als Mann akzeptiert zu werden. 

Bei Ninus Charakter, Wulferd, startete ich sofort mit dem Erzählen, denn Flori und Niping standen ja bereits am Ende des letzten Abenteuers vor dem Ent "Astschwung".
Wulferds Grund für die Reise von Waldhall in die Langen Sümpfe ist schnell erklärt: Kein geringerer als Radagast der Braune hatte ihn beauftragt einen alten Freund nach Hause zu holen. Einen alten Freund namens "Astschwung". Dieser solle sich in den Langen Sümpfen südwestlich der Seestadt aufhalten. Wulferd, der sich nun als Mann stark fühlte und sich beweisen wollte, machte sich also auf den Weg durch den Düsterwald. Etlichen Gefahren trotzte er und nutzte sein Wissen um den Wald als Schutzmantel gegen den Schatten. Nach einer wahren Odyssee durch den Wald, erreichte er eines Tages den Sumpf. Hier verbrachte er ebenfalls noch Tage mit dem Suchen. Dann, die Hoffnung schwand langsam dahin, entdeckte er auf einer Lichtung einen Hobbit und einen Zwerg, die sich mit einem gigantischen Ent unterhielten. Die Stimme des Ents war so laut, dass es Wulferd in den Ohren schmerzte (ich bin jetzt noch heiser  :D ). Zudem fuchtelte der Ent mit seinen Ästen herum und auch die Wurzeln hielten nicht still (ich hätte einen Oscar für die Darstellung dieses Baummenschen bekommen sollen, sagte Kathrin  :) ). Er bezichtigte den Hobbit und den Zwerg der Holzfällerei. Diese stritten es ab und erklärten, dass sie nur hier sein um zu angeln. Roten Seebarsch wollten sie angeln, sagten sie und hofften auf eine Entspannung der Lage. Der Ent hingegen bemerkte den sich anschleichenden Wulferd und stellte ihn zur Rede. Dieser kam sofort raus mit der Sprache und erklärte, dass Radagast ihn geschickt habe um seinen "alten Freund" nach Hause zu holen. Der Ent verstand das, verneinte aber das Angebot und regte sich stattdessen über die Menschen in Seestadt auf. Sie hätten für die Stadt viele viele Brüder und Schwestern getötet, meckerte er und gestikulierte wütend mit seinen Ästen und Wurzeln. Nach dem Wutanfall, Flori und Niping hatten ihre HOLZ!-Hocker verstaut, bekam er einen Geistesblitz. Er wollte, damit die Charaktere in Ruhe weiterziehen können, so viele Moorhexen getötet haben, wie Menschen anwesend sind. Die Rechnung war also eins. Eine Moorhexe, denn Niping und Flori waren ja nun mal keine Menschen. "Astschwung" ärgerte sich über sich selbst, ließ die Charaktere aber gehen um ihren Fisch zu fangen.
Nachdem sie im Sumpf übernachteten und sich vor einer Orkpatrouille verstecken konnten, begann Wulferd mit dem Fischen. Beim Transport der Barsche zum Lager wurde er allerdings von einer Moorhexe angegriffen (Ninu erschrak fast zu Tode   =O  ). Nach wenigen Sekunden (zwei Kampfrunden ) lag er bewusstlos im Wasser. Flori und Niping hatten den Kampflärm bemerkt und rannten sofort los. Niping erschlug das Biest und Flori kümmerte sich um den schwer angeschlagenen Wulferd, der langsam sein Bewusstsein wiedererlangte. Der Kampflärm lockte die Orks an, die in der Nähe herumschnüffelten. Also suchten die drei Abenteurer, samt Moorhexenleiche und Seebarsch, ihr Heil in der Flucht. Die Orks waren ihnen dicht auf den Fersen. Niping führte die Gruppe schließlich auf die Lichtung, welche von "Astschwung" bewohnt wurde. Es dauerte nicht lange und die ersten Pfeile flogen an ihnen vorbei. Kurz darauf jagten ein Dutzend Orks die drei Flüchtenden. Als dann endlich "Astschwung" erwachte und sich wutentbrannt um die Orks kümmerte, entwich den drei Abenteurern ein kleiner Jubelschrei, denn der Ent schlug die Orks in die Flucht. Einen zerquetschte er sogar und einen anderen warf er hunderte Meter in den Sumpf. "Das nenne ich mal einen Entwurf", sagte Kathrin.  :D
Nachdem die Orks geschlagen waren, entdeckte "Astschwung" die tote Moorhexe, freute sich über die Leiche, nahm sie auf und mit einem "ich hasse Moorhexen" warf er sie weit weit weg. Wulferd war immer noch angeschlagen und der Ent bemerkte das. Also erklärte er sich bereit die Gruppe bis an den Rand des Sumpfes zu bringen. In epischer Haltung also nahm er Niping und Flori in die eine und den verletzten Wulferd in die andere Hand. Dann stiefelte er los. Wie Tentakeln griffen seine Wurzeln immer wieder nach. Am Rande des Sumpfes angekommen, konnte man in weiter Ferne Seestadt schon sehen. "Astschwung" war für die Tötung der Moorhexe sehr dankbar. Von nun an würden sie in jenem Sumpf einen Verbündeten haben.

In Esgaroth angekommen nahmen die Charaktere allesamt ein Bad im Gasthaus ihres Freundes Renno. Das Gasthaus war leer, da ein ganz besonderer Gast zu erwarten war. Am Abend, Niping hatte allen die Geschichte haarklein erzählt, stand der Gast vor der Tür und der Rote Seebarsch war zubereitet. Ein dicker und freundlich dreinschauender Zwerg betrat das Gasthaus. Es war Bombur, der nun mit Niping, Flori und Wulferd bekannt gemacht wurde. Alle verbrachten einen angenehmen Abend in Rennos Gasthaus.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: charapo am 17. Dezember 2014, 08:09:32
So jetzt möchte ich natürlich auch einmal schreiben, als Threadersteller  :)

Ich bin leider immernoch beim Durchlesen des Grundregelbuches. Bis jetzt finde ich die Regeln sehr interessant. Ich bin ca. erst auf s. 80 oder so. Also habe ich die Charerstellung mehr oder weniger durch.
Ihr habt hier sehr gute Ideen aufgelistet und vielen Dank natürlich dafür.
Wenn ich denn das GW durch habe (wenn  ;) ) werden wir höchstwahrscheinlich mit dem Abenteuer "Blutige Wasser" beginnen und danach das Abenteuer im GW machen. Andere Regelbücher haben wir noch nicht gekauft. Kommt dann vielleicht noch.
Ich werde zwar einen seperaten Thread eröffnen, da ich Euch noch mit der Charaktererstellung nerven möchte, doch vorweg eine Frage:
In den Hintergrundbüchern (Seestadt, Herzen der Wildnis) gibt es ja noch weitere Rassen/ Kulturen für die Charerstellung. Welche wären das?

Und jetzt wieder zurück zum Thread
Zeigt her Eure Abenteuer!

charapo
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Tobold Rumpel am 17. Dezember 2014, 09:56:03
- Flusshobbits (also jene Hobbits, die nicht über die Nebelberge gezogen sind und nun in der Wildnis leben - sind wohl nur noch sehr wenige)
- Menschen von Seestadt
- Waldläufer des Nordens/Dunedain (sehr bald verfügbar im Bruchtal-Quellenbuch)
- Hochleben/Noldor von Bruchtal (sehr bald verfügbar im Bruchtal-Quellenbuch)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: helghast am 17. Dezember 2014, 16:41:53
Ergänzen möchte ich noch:

- Waldmenschen (aus Berghall - ebenfalls mit anderen Grundwerten als andere Waldmenschen)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 19. Dezember 2014, 07:30:13
Ein schönes Abenteuer EvE :). Klingt so, als hättet Ihr jede Menge Spaß gehabt.

Den Hobbit und den Waldmenschen kann ich regeltechnisch ganz gut nachvollziehen. Doch was steckt regeltechnisch hinter dem 'diebischen' Zwerg Niping (klasse Name :))?
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 19. Dezember 2014, 10:42:58
... Doch was steckt regeltechnisch hinter dem 'diebischen' Zwerg Niping (klasse Name :))?

Niping ist "Schatzsucher" und Tim spielt den Zwerg recht diebisch. Momentan habe ich das Regelbuch an Ninu (einer meiner Spieler) verliehen, damit der sich so einiges an Infos anlesen kann, deswegen kann ich Dir so genaue Auskunft erst später geben.
Streng genommen gibt es ja auch keine Klassen bei DER, denn der ehemals ausgeführte Beruf endet mit Eintritt in das Abenteuerleben. Ein paar Fertigkeiten bleiben zwar dann noch, aber die bringt man auch weniger mit dem Beruf. bzw. der Klasse in Verbindung.

Meine Spieler definieren sich auch eher mit dem was sie tun, als durch irgendein System, welches ihnen "Fesseln" anlegt. Sprich; ich würde sie nie auf eine Klasse oder einen Beruf festnageln.

Oder ich habe Deine Frage missverstanden... :-\  ;)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Soronume am 19. Dezember 2014, 21:51:39
Wie handhabt du das mit den Schattenpunkten bei Diebstahl?
Mein Hobbitspieler, möchte den Burgler-Hobbit doch recht wörtlich auslegen :-)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 20. Dezember 2014, 08:53:34
Bei Diebstahl gibt es bei mir keine Schattenpunkte. Vielleicht bin ich von RuneQuest und Hârnmaster noch verseucht, aber warum sollte ich ihm Schattenpunkte fürs Stehlen geben?
Dann klaut er ja nichts mehr, wenn er weiß dass er Schattenpunkte dafür bekommt.  ::)
Eine richtige Missetat ist Diebstahl nicht, wie ich finde. Hab das GRW momentan auch nicht hier und kann Dir nicht sagen, wie es regeltechnisch gehandhabt wird. Bei Mord sieht die Sache schon anders aus. Schließlich gibt es auch Diebe mit ner guten Seele und die hat ein Mörder eben nicht.
Ein Charakter, der die ganze Zeit mal was mitgehen lässt hat doch irgendwo Witz. Vor allem wenn er eigentlich genug Geld hat um es sich zu kaufen. Eine gewisse Form der Kleptomanie kommt da schon auf. Aufgrund dieser "Krankheit" hat sich, in meinem Fall der Zwerg Niping, eine ganze Reihe von Fähigkeiten angeeignet, die ihn wirklich zu einem Dieb machen.

Stadtwache: "Ihr wart also im Geschäft dieses Mannes und habt drei Gläser Marmelade gestohlen?"

Niping: "Jawohl und es tut mir auch ganz doll leid. Ich mach das nie wieder! Ehrenwort!"

Stadtwache: "Für den Diebstahl berechne ich eine Schadenssumme von zwei Silberstücken oder ihr sitzt die Strafe im Gefängnis ab. Wie wollt ihr es haben?"

Niping: "Für wie lange müsste ich denn da rein?"

Stadtwache: "Für zwei Tage."

Niping berät sich flüsternd mit Flori.

Niping: "Ne, lass ma! Hier sind drei Silberstücke und dann stimmt das so."

Beim Herausnehmen des Geldes fallen ein paar Goldstücke auf den Boden.

Niping: "Uppsi, da fällt mir doch vor Schreck mein Geld runter."

Die Stadtwache starrt ungläubig in Nipings Gesicht als dieser sein Gold singend vom Boden aufsammelt.

Stadtwache: "Unterschreibt hier und dann könnt Ihr gehen."

Niping unterschreibt.

Stadtwache: "Den Stift hätte ich ganz gern wieder, genau wie das Tintenfass!"

Niping: "Oh, Entschuldigung. Mein Fehler. Berufskrankheit."

Stadtwache: "Was? Was war das?"

Niping: "Ähem, gar nichts. Gehabt Euch wohl Euer Ehren."


So zum Beispiel läuft das denn ab.  :D
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Soronume am 20. Dezember 2014, 17:05:52
Laut Regelwerk gibts für Diebstahl 2 Schattenpunkte ^^ Aber ich bin mir auch noch nicht ganz sicher ob ich das so handhaben will wie im Regelwerk beschrieben. Schließlich gibt es auch für Lügen oder 'subtile Manipulation des Willens anderer Personen' 1 Schattenpunkt.
Das Regelwerk ist halt auf wirklich heldenhafte Charaktere angelegt. Außerdem ist ein Schattenpunkt ja erstmal nichts dramatisches, man kann die Dinger ja wieder los werden. Letztlich kann man das ja so interpretieren, dass man nicht mehr moralisch zweifelhaftes tun sollte, als man vor sich selbst verantworten kann (und damit wieder abbaut).
Im Moment denke ich, ich werde es so handhaben, dass der Diebstahl von verdächtigen Personen keinen Schattenpunkt nach sich zieht. Von normalen Leuten zu stehlen dagegen werde ich wie im Regelbuch vorgeschlagen mit 2 Punkten 'ahnden'. Letztlich hat ja auch das Verfallen an die Dunkle Seite ihren spielerischen Charm, wenn auch einen düstereren als witzige Diebstahlszenen. :-)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 21. Dezember 2014, 08:50:54
Natürlich unterscheide ich zwischen den einzelnen Diebstählen. So würde Niping zum Beispiel auch Schattenpunkte erhalten, wenn er durch einen Diebstahl wissentlich jemandem körperlichen Schaden zufügt. (lebenswichtige Medizin stehlen, Nahrung von armen Menschen stehlen etc.)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 29. Dezember 2014, 15:26:28
UPDATE ZUM SPIELVERLAUF:

[Die Reise beginnt]

Charaktere:

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Arno Veltere – Der sechzehnjährige Sohn von Renno. Auch er arbeitet im Gasthaus

Smuut Veltere – Rennos Frau. Köchin und Mama von Arno und der kleinen Carta

Borrun Graubart – Ein geschickter Messerschmied aus der Seestadt (gestern nicht dabei)

Lambert von Sachs – Der Lehrling von Borrun. Er ist der Sohn eines Adeligen aus Thal (gestern nicht dabei)

Bombur – Ein dicker Zwerg vom Erebor und Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild

Bofrin – Der Sohn von Bofur, welcher ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild war

Wir starteten genau da, wo wir beim letzten Mal aufgehört hatten. In Rennos Gasthaus in der Seestadt. Mit Bombur als (Star-)Gast, ließen sich die Charaktere das Essen schmecken und erzählten die eine oder andere Geschichte. Bombur musste unbedingt mit dem Reimen beginnen und Renno musste erwidern. Nachdem alle gesättigt und zufrieden eine Pfeife rauchten, außer Flori; "denn Rauch verdirbt die Geschmacksnerven", begann Niping über seine Reisepläne zu philosophieren. Nach Moria wollte er. Renno tippte sich kopfschüttelnd an die Stirn, während Arno lächelnd zustimmte. Daraus entstand ein Vater und Sohn Gespräch, welches merkwürdige Züge annahm. Denn Arno wollte unbedingt auch was von der Welt sehen und nicht nur im Gasthaus sein Dasein fristen. Sein Vater, Renno, erstickte aber jegliche Form von Wanderlust und befahl ihn schon fast im Gasthaus zu bleiben. Er wäre zu jung, sagte er. Viel zu jung. Unerwartet bekam Arno dann aber Unterstützung seitens Wulferd, als er ihnen mitteilte, dass er auch grade mal siebzehn Jahre alt sei. Für Arno natürlich ein Grund seinen Vater zu bearbeiten. Smuut, die Mutter von Arno und Frau von Renno, hielt sich vorerst raus, beäugte aber die gespannte Lage vom Tresen aus. Bombur hielt sich völlig raus und Niping hüllte sich in Pfeifenrauch. (Tim hat mit einem hervorragend simulierten Paffen eine künstliche Wand aus Rauch erschaffen. Das Geräusch war genial :D ) Flori beriet sich mit Niping, der immer noch Smuuts Blicken auswich, denn insgeheim war auch er auf Arnos Seite. Einige Zeit später, Bombur war am Tisch eingeschlafen, einigten sich die Anwesenden. Renno würde das letzte Mal mit Flori und Niping auf Reisen gehen und wenn er wiederkäme, könne Arno sein Leben selbst in die Hand nehmen. Dann hätte er auch gezeigt, dass er ein Gasthaus allein mit seiner Mutter führen kann. Darauf einigten sie sich und Arno durfte das erste Mal ein Bier trinken. Über das Ziel wollten sie sich am kommenden Tag einigen. Nachdem man Bombur geweckt und aufs Zimmer geschickt hatte, legte man sich selbst schlafen. Die Nacht brach herein und draußen begann ein Unwetter.

[Der Eisregen]
Mitten in der Nacht wachte Niping auf. In seinem neuen Pyjama! Mit Mütze! An das kleine Fenster prasselte der Regen. Es war ungewöhnlich kalt und Niping hörte auf den Straßen Seestadts Tumult. Neugierig kleidete er sich an und ging nach unten. Im Schankraum stand Renno, der ebenfalls von dem Tumult geweckt wurde. Auch Wulferd und Arno kamen nach unten. Schnell bemerkten sie, dass ein fürchterlicher Eissturm, und das mitten im Sommer, über Esgaroth hinwegzog. Bombur und Flori schliefen unbeirrt weiter. Die anderen traten hinaus und halfen sämtlichen Bewohnern. Beispielsweise beim Einfangen von Schweinen, beim Befestigen von Tauen, beim Einsammeln von Booten die sich gelöst hatten und beim Fischen von Gegenständen, die ins Wasser geflogen waren. Der Wind war eisig [schönen Gruß von Raenar] und die ganze Nacht halfen Niping, Wulferd, Renno und sein Sohn Arno beim Aufräumen. Dann, am frühen Morgen verzog sie das Unwetter. Völlig erschöpft kehrten die Helfer zurück ins Gasthaus. Smuut hatte bereits heiße Getränke gemacht und das Frühstück war auch schon fast fertig. Abgekämpft und müde saßen die vier Helfer zusammen, während Flori von alledem nichts mitbekommen hatte und nun gut ausgeruht den Schankraum betrat. Zwar erzählte man ihm was geschehen war, doch so richtig glauben konnte er es nicht. Die bleichen Gesichter seiner Freunde aber sprachen Bände. Auch Flori wollte etwas beisteuern und befahl allen Helfern sich schlafen zu legen, was sie auch taten. Minuten später war Flori also allein im Schankraum und Herr über die Küche. Erschrocken stellte er dann fest, dass Bombur den Schankraum betreten hatte und begrüßte ihn. Dieser rieb sich den Bauch und fragte nach etwas Essbarem. Er wollte danach aufbrechen. Da Flori nicht kochen kann, organisierte er in einer anderen Gastwirtschaft schnellstmöglich ein Frühstück, welches er Bombur servierte. Dieser aß und aß, brach danach zufrieden auf und machte sich auf den Weg nach Thal. Am späten Nachmittag, Flori hatte keinerlei Gäste, erwachten alle wieder gut ausgeruht und trafen sie anschließend im Schankraum.

[Auf zum Gundabadtal]
Als alle nochmals die Ereignisse von der Nacht durchgehen, betritt ein Zwerg den Schankraum. Ein recht junger Zwerg. Er stellt sich als Bofri vor, der Sohn von Bofur. Er teilt den Anwesenden mit, dass er auf der Suche nach einem Jäger namens Wulferd sei und diesen dringend sprechen muss. Gesagt, getan. Der Grund ist folgender: Bofri, der auf Geheiß seines Königs einige Jahre bei den Waldmenschen leben sollte, wurde vom Oberhaupt Waldhalls beauftragt, einen Jäger namens Wulferd zu finden. Dieser wäre für eine ganz besondere Jagd weit weit im Westen der wohl der Geeignetste. Bofri berichtet, dass die Waldmenschen wohl irrtümlicherweise eine Gruppe von Düsterwaldelben angegriffen haben und der Elbenkönig wohl sehr erbost über diese Missetat ist. Um ihn zu besänftigen, und um ihren guten Willen zu zeigen, wollen die Waldmenschen dem König nun ein ganz besonderes Geschenk machen. Das Mondenross. Ein schneeweißes Pferd, welches nur sehr schwer zu finden und geschweige denn zu fangen ist. Ein Pferd, welches der Reinheit fast schon einem Einhorn gleichkommt. Thranduil will dieses Pferd schon seit langer Zeit, nur ist es bisher niemanden gelungen dieses Pferd zu fangen. Diese Aufgabe soll der talentierte Wulferd nun angehen. Natürlich ist es Wulferd eine Ehre und er stimmt sofort zu. Bofri wird ihn begleiten. Nach diesen Informationen keimt der Streit zwischen Arno und Renno wieder auf, mehr aber auch nicht. Niping, der ja ohnehin nach Moria will, klinkt sich mit in die Gruppe ein und Flori, der unter einer extremen Wanderlust leidet, ebenfalls. Auch Renno will mitkommen, da er wohl der einzige ist, der im Umgang mit Nahrungsmitteln geschult ist. Nach den Reisevorbereitungen, dem Kartenstudieren und der Anschaffung diverser Ausrüstungsgegenstände und Ponys, haben sich also die Gefährten gefunden: Renno, Niping, Flori, Wulferd und Bofri.
Nächstes Mal werden wir also das erste, richtige Reiseabenteuer beginnen.


Anekdoten des Spielabends:

Flori war durchgehend damit beschäftigt Bombur von der Küche fernzuhalten, während die anderen schliefen.

Flori, der nicht kochen kann, besorgte für den wartenden Bombur ein Frühstück von anderswo. Dabei lief er eilend mit einem vollen Tablett durch Seestadt. Die meisten Bewohner schüttelten nur den Kopf.

Als Flori unterwegs war, versuchte Bombur die Küche zu plündern, blieb aber zwischen Tresen und Wand stecken. Dabei riss er einige Weinflaschen um und zerbrach zwei wertvolle Krüge aus Rohan.

Als sich Arno mit seinem Vater stritt, schämte sich Niping derart fremd, dass er sich ganz und gar im Rauch seiner Pfeife versteckte. Wulferd bemerkte dass und zerstörte die Rauchwand immer wieder mit einer Servierte.

Bomburs Schnarchen war so laut, dass Flori sich Wachs in die Ohren stopfen musste um überhaupt Schlaf zu finden.

Jedes Mal wenn Bombur vom Stuhl aufstand, stieß er den Tisch mit seinem Bauch nach oben, so dass alle Anwesenden ihre Krüge hochnahmen und die Kerzenständer festhielten. Nachher machten sie es ganz automatisch. :D

Bofri bekam einen Lachanfall, als er Wulferd in Stadtkleidung sah. Man hatte ihm die Sachen von Arno gegeben, da sie ungefähr seine Größe hatten. Aber auch nur ungefähr.

Niping empfand die erste, wenn auch kurze, Nacht im Pyjama als eine "positive Erfahrung". :)

Die Schweinejagd in Eiseskälte war ein Highlight des Abends. :D
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 10. Februar 2015, 06:54:39
Ihr seid schon eine lustige Truppe :)
Flori Rohbeere ist also ein Gourmet, kann aber nicht kochen. Witziger Umstand ;D

Zitat
haben sich also die Gefährten gefunden: Renno, Niping, Flori, Wulferd und Bofri.

Hast Du Spielerzuwachs bekommen, EvE? Oder spielen einige zwei Charaktere?
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 10. Februar 2015, 07:17:53
Meine Gruppe setzt sich zusammen (wenn alle mal da sind):

Arina, Waldmenschin
Malaric, Waldmensch
Eleu, Waldmenschin
Foscu, Hobbit
Paladin Gutleib, Hobbit
Fiddiwath, Hobbit
Evorik, Bardinger
Onar, Zwerg
Thain, Zwerg
Grimhild, Beorningerin
Ralof, Beorninger

Irgendwie hat sich kein Waldelb in die Gruppe verirrt. Berufungen sind auch nur zwei vertreten: Rächer und Wanderer. Die Gruppe ist also sehr gerne unterwegs.
Meistens sind wir sechs SpielerInnen.

Da ich mich in den Regeln noch nicht heimisch fühle, spielen wir derzeit nur die offiziellen Abenteuer, bzw. die Abenteuer anderer.
Angefangen haben wir mit 'Blutige Wasser'. Dann folgte ein kleiner Aufenthalt in Seestadt, bevor wir 'Die Glocke im Sumpf' gespielt haben.
Beim letzten Mal haben wir die Kampagne 'Geschichten aus Wilderland' begonnen. Sie begleiten derzeit den Händler Baldor und seinen Sohn Belgo auf dem Elbenpfad durch den Düsterwald. Sie haben gerade die Spinnenfestung hinter sich und lecken auf der alten Elbenlichtung ihre Wunden...

Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 10. Februar 2015, 07:37:03
Das ist ja eher eine Armee als eine Gruppe ;)

Bei euch spielt also auch niemand einen Elben? Bei uns hat es ein Spieler versucht, es dann aber gelassen, da ihm das Spiel zu....anstrengend war :D Ich denke eher, dass der Grund die Abneigung gegen Elben war, die ihm diese Entscheidung beigebracht hat.

Spielerzuwachs habe ich nicht bekommen. Renno und Bofri sind NSCs ;) Wulferd, Flori und Niping sind Spieler.

Unsere letzen beiden Abenteuer poste ich dann auch mal hier:

[Durch den Düsterwald]

Charaktere:

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Bofri – Der Sohn von Bofur, welcher ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild war

Die Gefährten machten sich also bereit die lange Reise durch den Wald anzutreten. Viele Rucksäcke und Taschen lagen draußen vor dem Gasthaus. Eine merkwürdige Stimmung machte sich breit und Smuut und Arno waren viel mehr aufgeregt als Renno. Dieser hatte noch eine Überraschung parat und ließ die anderen am Gasthaus warten. Schließlich kehrte er rudernd in einem riesigen Boot zurück. Bofri ahnte Schlimmes. Als Renno den Wartenden dann berichtete, dass sie mit dem Boot durch die Sümpfe zum Osttor fahren wollten, samt Ponys und Pferde, weigerte sich Bofri zunächst einzusteigen. Niping, Flori und Wulferd hingegen packten ihre Sachen auf das Boot und halfen den Tieren beim Einstieg. Smuut und Arno verabschiedeten sich von der Gruppe und besonders von Renno. Alle drei umarmten sich nochmal innig. Dann, als Flori an der Pinne saß und Wulferd bereit zum rudern, sprang auch Renno an Bord. Bofri hielt sich krampfhaft irgendwo fest, solche Angst hatte er vor der Bootsfahrt. Schließlich aber brachen sie auf. Das Wetter hätte besser nicht sein können. Strahlend blauer Himmel und eine solch herrliche Weitsicht, dass alle die Fahrt redlich genossen. Der Erebor war deutlich zu sehen und das Wasser des Sees war klar, fast bis auf den Grund konnte man schauen. Die Stimmung war einwandfrei.

[Durch den Sumpf]
Renno steuerte das Boot nun vom Langen See in den Sumpf. Die Luft änderte sich von einfach warm zu stickig und schwül. Schnell kamen sie nicht voran. Nachdem sie eine ganze Weile durch den schiffbaren Teil des Sumpfes gefahren waren, trieben links und rechts von ihnen Leichen vorbei. Drei Stück. Offenbar von den Elben aus der Gegend mit Pfeil und Bogen erschossen. Vor dem Osttor, welches in den Düsterwald führt, errichteten sie ihr erstes Nachtlager. Niping machte ein Feuer und Renno kümmerte sich um das Essen. Flori stimmte ein fröhliches Lied an und die anderen stiegen singend mit ein. Bofri kümmerte sich rührend um die Tiere. Er machte sich über den Namen von Nipings Pony lustig. "Wie kann man ein Pony nur Katze nennen", murrte er immer wieder. Flori hatte sein Pony Hobbingen genannt, während Wulferd sein Pferd Malvar rief. Die erste Nacht verging ohne große Vorkommnisse, wenngleich sie sich beobachtet fühlten. Die Elben waren in der Nähe, soviel stand fest. Am nächsten Morgen brachen sie also auf. Es ging nun in den Düsterwald.

[Der Düsterwald]
Hier spielte sich nun auch der Hauptteil unseres Abends ab. Im Düsterwald. Angefangen von den knorrigen Bäumen, den lichtundurchlässigen Blätterdächern, den fremdartigen Geräuschen und den Gefahren, die sich abseits des Elbenweges befanden, reisten die Gefährten hochkonzentriert und wachsam die ersten Meilen durch den Wald. Ich beschrieb also zig Minuten lang in geregelten Abständen die Szenerie. Ihr erstes Lager, nach etlichen Meilen, errichteten sie gegen Abend. Mitten auf dem Weg, denn diesen sollte man besser nicht verlassen wenn einem das Leben lieb ist. Die erste Wache hielt der junge Wulferd. Aufmerksam lauschte er den Geräuschen aus dem Dunkeln abseits des Weges, tief in der Finsternis des Waldes. Rascheln, Knistern und knackendes Geäst machten ihn fast wahnsinnig. Richtig Angst bekam er, als er zischende Stimmen aus den Tiefen des Walds vernahm, die seinen Namen flüsterten. "Wulferd!" "Wulferd." "Er hört uns nicht." Wuuulfeeerd." "Hier drüüüben, Wulferd." "Er will uns nicht hören..." "Wuuuulfeerd, hier sind wir." Die Stimmen überschnitten sich und Wulferd wurde ganz anders. Dann schreckte er plötzlich hoch. Renno hatte ihn geweckt. Wulferd war eingeschlafen und hatte geträumt.
Niping erging es bei seiner Nachtwache drei Tage später nicht besser. Anders als Wulferd bildete sich der Zwerg allerlei Dinge ein. Das ging soweit, dass der Schatten sogar nach ihm griff. Von da an hüllte sich Niping nur noch in den Rauch seiner Pfeife. Der Wald schockierte ihn nachhaltig.

Auf dem Weg reisend unterhielten sich die Charaktere sehr viel. Vor allem über Moria und den Alten Waldweg weiter südlich. Auch über ihre Reise wurde gesprochen. So vermissten sie schon seit Tagen den Himmel. Das Sternenzelt war durch das Blätterdach nicht mehr zu erkennen. Auch der Weg selbst war grausam und beschwerlich. Enge Stellen verlangte den Pferden und Ponys wirklich alles ab. Die modrige Luft und die Dunkelheit nagten am Gemüt der Reisenden. Nipings Tabakreserven gingen langsam zuneige und Bofri stand komplett unter Spannung, als würde sie jeden Moment etwas angreifen. Wulferd, der als Späher fungierte, entdeckte Tage später einen Schuh und einen Rucksack am Rande des Elbenwegs. In ihm war eine Puppe. Der Schuh, so schlussfolgerte die Gruppe, gehörte offenbar einem Mädchen von zehn bis dreizehn Jahren. Renno wollte abseits des sicheren Weges nach dem Mädchen suchen, während Wulferd ihn von diesem Vorhaben abbringen konnte. Renno, der die Hoffnung diesbezüglich nicht aufgab, stritt sich daraufhin mit Wulferd. Erst als Niping sehr trocken und hart bemerkte, dass das Mädchen tot sei und verloren noch dazu, erwachte Renno wieder und die doch harten Worte Nipings beförderten ihn wieder in die Realität. Trotzdem nahm Renno den Rucksack mit.

Nun, nach tagelanger Reise, brach auch die gute Stimmung ein. Der Fund des Rucksacks und die Tatsache dass etwas Schreckliches diesem Mädchen zugestoßen sein musste, trugen nicht grade zur guten Laune bei. Die anfängliche Reiselust wich nun einer Sehnsucht nach Gemütlichkeit, Licht und einem freien Himmel. Selbst das Lagerfeuer diente Renno nur noch zum kochen seiner Suppen und nicht mehr zum Erheitern der Moral. Die war nämlich weit unter dem, was man als gut bezeichnet. Der Düsterwald zeigte sein hässliches Gesicht. Nicht nur die trostlose Gegend, auch die Luft und die seelische Belastung trugen zur Verwahrlosung ihrer Persönlichkeit bei. Niping bestahl Wulferd, indem er ihn um einige Gramm Tabak erleichterte, Floris gute Laune war auch mit seiner Musik nicht wiederzuholen und Bofri suchte Streit und wollte am liebsten in den Wald gehen um sich Ärger zu suchen und um seiner Wut freien Lauf zu gewähren. Renno war ständig unzufrieden mit seinen Kochkünsten, obwohl sie genauso gut waren wie eh und je. Wulferd war der einzige, der vom dunklen Einfluss des Waldes und dem Schatten halbwegs verschont blieb. Nicht dass die Gefährten nicht noch rational denken konnten. Sie waren es einfach nur leid sich diesen düsteren, leblosen und stinkenden Wald anzusehen. Das Fehlen des Himmels ließ es sie vorkommen, als durchquerten sie einen Tunnel von Ästen und Wurzeln. Auch den Tieren war es anzumerken. Tag für Tag quälten sie sich weiter.

[Der Umweg]
Als sie eines Tages eine steile Anhöhe mitten auf dem Weg erreichten, stockte ihnen der Atem. Die Tiere, dass war jedem bewusst, würden diese Anhöhe nicht nehmen können, zu steil war diese. Man beriet sich und entschied sich für ein rasches Umgehen dieser Anhöhe. Gesagt, getan. Eilig marschierten sie um diesen Hügel herum, verließen dabei den sicheren Elbenweg und landeten bald in der Finsternis des Waldes. Nach einer guten Stunde entdeckte Wulferd den sicheren Weg wieder und sie hielten darauf zu. Plötzlich, buchstäblich aus dem Nichts, griff sie eine Atterkopp an. Eine mittelgroße Spinne, heimisch im Düsterwald. Ohne Vorwarnung schnappte sie nach Bofri, der allerdings in dem Angriff eine erfreuliche Abwechslung zum Tagesgeschehen sah. Während sich Niping und Renno um die Tiere kümmerten, erschlugen Bofri und Flori die Spinne. Der Kampf endete schnell. Zwei Pfeile, abgeschossen durch Wulferd aus sicherer Entfernung, steckten im Körper, während Bofri und Flori mit guten Treffern die Beine der Spinne abschlugen.
Kurze Zeit später erreichten die Gefährten den Elbenweg und die Stimmung schien tatsächlich zu steigen. Flori war stolz. "Der haben wirs gezeigt, der blöden Spinne", wiederholte er mehrfach, während Bofri immer wieder die Anzahl der Spinnen bemängelte. "Hätten ruhig ein paar mehr Spinnen sein können", maulte er.

[Wir sind füreinander da]
Als sie an diesem Abend ein Lager aufschlugen, konnten sie durch ein kleines Loch im Blätterdach den klaren Sternenhimmel sehen. Auch das Lagerfeuer schien seine alte Wirkung wieder zu erlangen und Flori stimmte mit seiner Flöte ein Volkslied an. Alle sangen mit - der eine mehr, der andere weniger. Die Stimmung stieg weiter an und die Moral wuchs wieder. Es war wohl diese eine Spinne, die sie wissen ließ, dass sie zusammenhalten mussten um zu bestehen. Und genau das taten sie nun. Sie hielten zusammen. Bis sie, nach etlichen Tagen, das "Waldtor" und damit das Ende des Düsterwalds vor sich sahen.
Und hier hörten wir dann auf!



Anekdoten des Spielabends:

Bofri fluchte und verfluchte Renno, der ja eigentlich das Boot als Überraschung besorgte.

Niping suchte im Laufe der Reise sein Heil im Rauchen. Selbst im Schlafsack rauchte er.

Niping schlief die erste Nacht, am Osttor, in seinem Pyjama. Der Spott war ihm sicher.

Flori schaute im Wald ständig nervös auf die Uhr. Das Zeitgefühl täuschte ihn ständig.

Der Streit um das Mädchen zu suchen hielt recht lange an. Renno und Wulferd vertrugen sich erst sehr viel später wieder.

Der Fund des Schuhs und der Tasche des Mädchens ließ die Gesichter meiner Spieler richtig runterhängen.

Wulferds Sinne wurde auch tagsüber von Illusionen oder Halluzinationen geplagt. Der Grund: Schlafmangel.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 10. Februar 2015, 07:38:18
[Das Ziel vor Augen]

Charaktere:

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Bofri – Der Sohn von Bofur, welcher ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild war[size=12][/size]

[Der Elbenwald]
Die Gefährten verließen den Düsterwald durch das Waldtor und betraten den Elbenwald. Eigentlich gehörte dieser Wald zum Düsterwald, doch hatte der Schatten hier offenbar keine Macht mehr, so dass die Gefährten sich in einem hellen und freundlichen Wald wiederfanden. Grüne Blätter an den Bäumen und das Sonnenlicht, welches auf eine weiche Art und Weise durch die Baumkronen bis nach unten gelangte, sorgte für eine fröhliche Stimmung. Besonders den Ponys und Pferden gefiel dieser Anblick und das Drumherum. Das Zwitschern der bekannten Vogelarten, welche im Düsterwald nicht präsent waren, klang aus den Bäumen zu ihnen hinunter. Der Geruch von Frische ließ jeden einmal tief ein- und ausatmen.
Als sie am frühen Abend eine Lichtung erreichten und hier ein Lager errichten wollten, teilten sie sich die anstehende Arbeit. Flori ging, so lange es noch hell war, Kräuter und Wurzeln sammeln, während Bofri sich um die Tiere kümmerte und Wasser holte. Niping besorgte Feuerholz und Renno bereitete alles für das Abendmahl vor, indem er Töpfe sortierte und die Feuerstelle zum Kochen herrichtete. Wulferd folgte einer Spur von Wildschweinen und erhoffte sich einen baldigen Jagderfolg. Es wurde dunkel. Unter einem sternenklaren Himmel saßen die Gefährten zusammen und warteten auf Wulferd, der bereits seit Stunden unterwegs war. Als man die Gespräche am Feuer immer wieder auf Wulferds Abwesenheit lenkte, machte man sich bereit ihn suchen zu gehen. Dann tauchte er aber plötzlich auf. Mit einem Reh auf den Schultern stapfte er der Gruppe entgegen. Man war über sein Jagderfolg so erfreut, dass man erst später bemerkte, dass es kein Wildschwein, sondern ein Reh war, welches er erwischt hatte. Sie verbrachten eine lange und angenehme Nacht. Es gab also Reh, frisch gesammelte Beeren und Wurzeln und etwas Brot vom Vortag. Renno bekam sogar noch eine Soße aus Kräutern hin, welche von den anderen wahrlich verschlungen wurde. Die Tiere genossen den Aufenthalt auf der Lichtung ebenfalls. Sie tollten umher und erfreuten sich bester Gesundheit. Die Nacht verging ruhig und ohne Vorkommnisse.

[Durch das Land eines Tyrannen]
Gut ausgeruht brachen die Gefährten auf. Nach Norden sollte es gehen, denn sie wollten ja schließlich zum Gundabadtal, welches im Nordwesten lag. Bofri meldete starke Bedenken an, denn diese Gegend war gefährlich. Er wollte lieber einen Umweg in Kauf nehmen, um eine Konfrontation mit den Einheimischen Nordleuten zu vermeiden. Als Bofri die Gruppe fragte ob sie Viglund kennen, machten sie sich zuerst über den Namen lustig. Niping fragte sogar, ob es sich dabei um einen Hund handele. Auch Flori und Wulferd lachten mit. "Was ein bescheuerter Name", kicherte Flori. Bofri wurde sauer. Als er ihnen dann sagte, dass ihnen gleich das Lachen vergehen würde, waren alle still. So berichtete Bofri, dass Viglund der Herr über das Land nördlich des Elbenwalds sei und das absolute Gegenteil von Beorn, mit dessen Leute er sich im Krieg befände. Viglund, der zwar ein starker und kampffähiger Mann sei, hielte sich Sklaven, die die Feldarbeit verrichteten. Nachdem Bofri Viglund als Tyrannen dargestellt hatte, mit all den Facetten die ein solcher aufzubieten hat, lachte niemand mehr. Die Worte von Bofri waren so barsch, dasssogar der Dümmste sie verstanden hätte. Zwar reisten sie nun mit einem Klos im Hals weiter, doch wurden sie dadurch sehr viel vorsichtiger und umsichtiger. Am Abend des zweiten Tages, sie waren grade wieder durch einen kleinen Wald geritten, entdeckte Wulferd, der als Späher fungierte, ein Lager. Es glich einem Bauernhof und war umgeben von Feldern, auf denen Frauen und Männer bei der Arbeit zu sehen waren. Nun sollte Wulferd Zeuge von dem werden, was Bofri vorher gemeint hatte. Die geringe Anzahl der Wachen, es waren drei, erklärte sich schnell. Die Wachen nutzten die Kinder als Druckmittel um die Erwachsenen auf die Felder schicken zu können, damit sie vernünftig arbeiteten. Als die Gruppe ihn erreichte, erzählte er ihnen alles und in Bofri brach die blanke Wut aus. Renno war dafür das Lager zu umgehen. Auch Flori und Niping rechneten sich keine großen Chancen aus, die Wachen zu erledigen um dann die Sklaven zu befreien. Bofri wollte sich von seinem Vorhaben aber nicht abbringen lassen, wenigstens die Kinder zu befreien. Es brach ein Streit aus. Alle zischten und knurrten sich an. Erst alsFlori sich bereiterklärte die Kinder zu befreien, herrschte kurzzeitig Ruhe, denn Flori war mit seinen Worten bereits auf dem Weg ins Lager. Obwohl er behutsam schlich, entdeckte ihn eine der Wachen, die umgehend einen Hund in Floris Richtung sandte. Glücklicherweise hatte Flori noch etwas Reh bei sich und warf es dem heranstürmenden Hund entgegen. Erfreut über dieses köstliche Stück Fleisch brach der Hund seinen Angriff ab und verspeiste es, zu allem Ärger des Wachmanns. Diese Aktion war der Startschuss für Bofri. Mit lautem Gebrüll rannte er dem Wachmann entgegen, der sich nun auf Flori stürzen wollte. Der zweite Wachmann stürmte ebenfalls auf Flori zu, war aber noch etwas weiter weg. Auch der dritte Wachmann war alarmiert und kletterte von seinem Wachturm nach unten. Dort kam er auch an. Mit einem Pfeil im Hals, abgeschossen von Wulferds Bogen, landete er tot im Sand. Bofri kämpfte bereits mit den anderen beiden Wachleuten, während Flori mit aufgerissenen Augen den Kampf verfolgte. Als er bemerkte, dass Bofri Probleme bekommen würde, zog er sein Schwert. Mutig stürzte er sich auf die Wachen und verletzte einen schwer. Der Kampf war schnell vorüber. Niping öffnete eine verschlossene Hütte und starrte in ausgemergelte Gesichter. Völlig erschöpft und verängstigt sahen sie ihn an. Nachdem Niping ihnen recht trocken zu wissen gab, dass sie ab jetzt frei wären, stürmten sie an ihm vorbei und auf den Verschlag zu, in dem sich ihre Kinder befanden. Auch hier standen die Türen offen. Kinder und Eltern vereint in ihren Armen liegend, ein Bild, welches man so schnell nicht vergisst. Der älteste der Sklaven schwor, Beorn davon zu berichten und sich die Gesichter seiner Retter zu merken. Mit ausreichend Proviant, Decken und Ausrüstung machten sie sich dann auf den Weg nach Süden. Die Gefährten machten sich, in heldenhafter Manier, auch auf den Weg. Allerdings nach Norden. Man sprach nicht viel über die Gefangenen. Einzig Bofri fand, dass die Wachleute einen viel zu schnellen Tod gestorben waren, während sich Flori mit seinem neuen "Freund" befasste. Den Hund nannte er "Rotte", denn ständig machten sich Niping und er über Wulferd lustig, der ja am Vortag einer Rotte Wildschweine gefolgt war, später aber mit einem Reh zurückkehrte. Sie lagerten später in einer Ruine, in der Wulferd schreckliche Träume plagten. Er sah tote Menschen im Eis. Seestadt war zugefroren. Eiszapfen so lang wie Kurzschwerter und der Lange See war ebenfalls von einer dicken Eisdecke verschlungen worden. Immer wieder sah er gefrorene Leichen. Mit aufgerissenen Augen starrten sie ihn an. Männer, Frauen und Kinder. Als er wach wurde, berichtete er der Gruppe von seinen Träumen. Niemand konnte etwas damit anfangen und dieses eklige Gefühl blieb Wulferd noch den ganzen nächsten Tag erhalten.

[Ein schrecklicher Verlust]
Sie ritten weiter und kamen gut voran. Die Landschaft änderte sich, war aber nicht minder beeindruckend. So wurde ihr Weg hügeliger und schroffer. Am späten Nachmittag erreichten sie eine Stelle am Großen Fluss, die man unter Anstrengung vielleicht überqueren konnte. Genau das versuchten sie. Eine Stromschnelle, die sehr stark war, diente als Überquerung. Wulferd erklärte sich bereit ein sicheres Seil auf der anderen Seite des Flusses zu befestigen, so dass der Rest nachkommen und das Seil als Führung benutzen konnte. Sie brauchten alle Seile, die behutsam zusammengebunden wurden. Wulferd machte sich auf, den Fluss zu überqueren. Sein erster Versuch scheiterte und die Strömung riss ihn sofort von den Beinen. Er fiel ist Wasser, konnte sich fangen und an einem Felsen festhalten. Dann versuchte er es erneut. Offenbar hatte er die Stärke der Strömung unterschätzt. Nach mehrmaligem Hinfallen, gelang es ihm schließlich das andere Ufer zu erreichen. Er band das Seil an einem alten Baum fest und deutete den anderen den Fluss zu überqueren. Niping folgte mit seinem Pony. Problemlos überquerte er den Fluss. Nicht ein einziges Mal fiel er hin. Dann folgte Flori mit seinem Pony und dann Bofri. Allesamt schafften es recht zügig. Als letztes kam Renno, der ja an erster Stelle Wulferds Pferd führte. Dahinter, an einem separaten Seil befestigt, stieg sein eigenes Pferd ins Wasser. Und dann passierte es: Zehn Meter vor dem rettenden Ufer rutschte Rennos Pferd aus und knallte auf die Seite, in die starke Strömung. Dabei riss es Wulferds Pferd fast mit sich. Einige Ausrüstungsteile trieben bereits davon. Das Pferd schrie und versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Auch Renno wollte helfen, wenngleich er wusste, dass er als Mensch nicht die nötige Kraft aufbringen konnte um dem Tier zu helfen. Erst als Niping heldenhaft ins Wasser sprang und das Seil durchtrennte, welches am Sattel von Wulferds Pferd befestigt war, beruhigte sich die Lage. Nicht aber für Rennos Pferd. Es trieb blitzartig den Fluss entlang, knallte schreiend auf einige im Wasser liegende Felsen und verschwand dann im tieferen Gewässer. Renno konnte es kaum glauben. Er hielt sich am Sicherungsseil fest und starrte seinem Pferd hinterher. Niping und Wulferd zogen Renno aus dem Wasser. Das Pferd samt aller Nahrungsvorräte und dem Kochgeschirr waren weg. Weggespült. Verloren im reißenden Strom des Anduin. Rennos Laune war schlagartig auf dem Tiefpunkt seiner Reise. Auch der Rest der Gruppe war schockiert. Erst Niping bemerkte später, dass es besser so sei, als würde jemand von den Gefährten ums Leben gekommen sein. Recht sollte er behalten. Ärgerlich war auch, dass sie ab jetzt keine Nahrung mehr hatten. Zwar hatten sie das Gundabadtal erreicht, doch hatten sie einen hohen Preis dafür bezahlt. Die Stimmung war kaum noch als gut zu bezeichnen. Am Abend entdeckten sie in den Felshöhen eine Höhle, in der sie sich niederließen. Wulferd ging auf die Jagd und Niping fing ein paar Fische. Sie waren im Gundabadtal angekommen.

[Anekdoten des Spielabends]
- Flori und Bofri naschten so viele Beeren, dass ihnen fast schlecht wurde

- Flori: "Wo ist eigentlich Wulferd hin?" Bofri ganz locker: "Der hat hier ein paar Spuren von Wildschweinen entdeckt und folgt diesen nun." Flori sieht sich ängstlich um: "Wildschweine? Hier leben Wildschweine?"

- Wulferd machte sich zum Gespött, als er statt einem Schwein mit einem Reh zurückkehrte. Geschmacklich war es den Gefährten hingegen egal.

- Niping machte zur Veranschaulichung der Jagdbeute für Wulferd zwei Rauchbilder. "Das ist ein Wildschwein und das hier ein Reh", sagte er und pustete dabei den Rauch in Form eines Wildschweins und eines Rehs.

- Flori mischte heimlich ein wohlriechendes Kraut unter den Tabak von Niping. Dieser war damit zufrieden, wenngleich die Farbe des Rauchs nun einen violetten Stich annahm.

- Nachdem die Wachen erledigt waren, bedienten sich Flori und Niping ihrer Habseligkeiten. Darunter war eine Mütze aus Waschbärenfell, die Flori so toll fand, dass er sie nicht mehr abnahm.

- Die Aktion am Fluss dauerte zwei Stunden (reelle Spielzeit) und war sehr spannend. Am Ende starb Rennos Pferd auf eine tragische Weise.

- Wulferd erschoss den Wachmann, als dieser dabei war, die Leiter herunterzuklettern. Mit drei Sechsen und einer Gandalph-Rune hatte er den besten Wurf des Abends. Auf siebzig Metern durchschlug sein Pfeil den Hals des Wachmanns, der dann rücklings von der Leiter fiel.

- Flori brach in Panik aus, als der Hund des Wachmanns auf ihn zukam. In letzter Sekunde warf er dem Hund das Fleisch entgegen. Ich würfelte eine Gandalph-Rune und drei Einsen. (für mich ist Saurons Auge immer sehr gut). Der Hund sprang also an Flori vorbei und vertilgte schwanzwedelnd das Reh.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 10. Februar 2015, 07:46:40
Deine Abenteuerberichte sind sehr kurzweilig zu lesen :). Vielen Dank dafür.
Schreibst Du sie eigentlich hinterher aus dem Gedächtnis? Oder machst Du Dir während des Abenteuers Notizen?

Zitat
Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping
Bofri – Der Sohn von Bofur, welcher ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild war
Zitat
Spielerzuwachs habe ich nicht bekommen. Renno und Bofri sind NSCs ;) Wulferd, Flori und Niping sind Spieler.

Wieso hast Du die beiden in die Gruppe genommen? Fandst Du die Gruppe zu 'schwach'?

Zitat
Das ist ja eher eine Armee als eine Gruppe ;)

Ja, vielleicht wird es mal nötig ;). Immerhin haben sie Thain dabei, einen Veteranen der Schlacht der Fünf Heere.

Zitat
Bei euch spielt also auch niemand einen Elben? Bei uns hat es ein Spieler versucht, es dann aber gelassen, da ihm das Spiel zu....anstrengend war :D 

In unseren 'alten' Gruppe hatten wir zwei Elben. Die beiden Spieler haben ihre Rollen auch gut gespielt. Waldelben sind ja auch im Vergleich mit Sinda und Noldo eher bodenständig, und, in meinen Augen, leichter zu spielen.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 10. Februar 2015, 08:06:47
Renno und Bofri habe ich aus stimmungstechnischen und spieltechnischen Gründen in die Gruppe "gepflanzt". Das mache ich eigentlich in jedem Rollenspiel. Meistens sind NSCs dabei, weil ich über sie Konflikte schüren kann, Konflikte abschwächen kann, sie haben Ideen, ich lerne über die NSCs das Spielgefühl auf der anderen Seite des Tischs kennen, ich kann über sie die Gruppe eben ein wenig beeinflussen und der wichtigste Grund: Ich liebe es NSCs zu spielen. Ich springe blitzartig zwischen den Charakteren hin und her. Meine Spieler amüsieren sich immer wieder darüber, wenn ich in einem Selbstdialog stecke und sich zwei NSCs unterhalten. In diesem Falle dann eben Renno und Bofri. :) Außerdem verleihen sie der Gruppe einen gewissen Tiefgang. Meine Spieler brauche ich eigentlich auch nicht mehr "lenken", das machen sie schon ganz allein. Aber ich weiß, dass sie mein Charakterspiel mit den NSCs mögen. Warum sollte ich es ihnen dann vorenthalten?! :D
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 18. Februar 2015, 07:16:09
Spielzeit: 2946 Drittes Zeitalter (DZ), fünf Jahre nach der Befreiung des Einsamen Berges, der Zerstörung von Seestadt durch den Drachen Smaug und der Schlacht der Fünf Heere.
Ort: die Region östlich der Nebelberge genannt 'Wilderland'. Sie umfasst den großen Fluss 'Anduin', den 'Düsterwald', die Städte 'Thal' und 'Esgaroth' und die Zwergenreiche 'Einsamer Berg' und 'Eisenberge'. Das 'Graue Gebirge' ist die nördliche Grenze dieser Region.
Nach der Schlacht der Fünf Heere und der Vertreibung des Nekromanten aus Dol Guldur ist das Wilderland im Aufbruch. Der Handel blüht auf, die Beziehungen zu anderen Ländern im Osten und Süden werden wieder aufgenommen. Der Düsterwald ist nicht mehr die feste Grenze zwischen den Menschen des  Anduintals und der Menschen vom Langen See. Doch ist das Böse wirklich besiegt? Die meisten Menschen, Elben und Zwerge wollen nicht wirklich daran glauben, denn die erschreckenden Geschichten von Händlern, Abenteurern und Glückssuchern erzählen von riesigen Spinnen, Orks und anderen bösen Wesen.

Die Gefährten, die sich in einem Boot auf der Fahrt von Seestadt ans Nordufer in Richtung Thal kennengelernt haben:

Arina, eine Waldmenschin, Seelengefährtin von Grimhild
Foscu, ein Hobbit aus dem Auenland
Paladin Guthleib, ein Hobbit, der aus dem Östlichen Gasthaus kam
Thoin, ein Zwerg vom Einsamen Berg, ein Veteran und Hauptmann der Schlacht der Fünf Heere
Onar, ein Zwerg, der ebenfalls den Einsamen Berg sein Zuhause nennt
Grimhild, eine Beorningerin vom Hofe Beorns, Seelengefährtin von Arina
Evorik, ein stolzer Bardinger und Krieger
Ralof, ein Beorninger

Während ihres ersten gemeinsamen Abenteuers (Blutige Wasser, 2946 DZ Spätsommer, Frühherbst) retteten sie die Besitzerin und die Bediensteten des Wirtshauses 'Drachenkopf', gelegen nahe dem Bootsanleger am nördlichen Ufer des Langen Sees, aus den Händen von Orks, die sie entführt hatten.
Im Anschluss machte die Gruppe den restaurierten 'Drachenkopf' zu ihrer gemeinsamen ersten Zuflucht. Wochen der Ruhe, der Entspannung und des gegenseitigen Kennenlernens folgten.

Zurück in Esgaroth trafen sie auf einen weiteren Gefährten für zukünftige Abenteuer:

Fiddiwaht, einen lebens- und abenteuerlustigen Hobbit

Gemeinsam starteten sie in ihr nächstes Abenteuer (Die Glocke im Sumpf, 2946 DZ Oktober).
Der Botschafter der Zwerge in Seestadt, Gloin – Gefährte Thorin Eichenschilds bei der Rückeroberung des Einsamen Berges-, beauftragte die Gefährten nach den vermissten Balin und Oin zu suchen, die als Boten auf dem Weg zum Fürsten der Adler waren.
Auf ihrem Weg durch die Langen Sümpfe zur Alten Waldstraße gerieten die Freunde in einen Hinterhalt. Während sie mit einer Moorhexe kämpften, werden sie von Waldorks angegriffen. Ihnen eilen zur Hilfe:

Malaric, ein Waldmensch
Eleu, eine Waldmenschin

Später gelang es den Gefährten Balin und Oin aus den Händen von Sumpflingen zu befreien und in die Seestadt zurückzubringen.
Danach verbrachten sie wieder einige Zeit im 'Drachenkopf', wo sie der alte Händler Baldor ansprach, um die Gefährten als Begleitschutz für seinen kleinen Handelszug über den Elbenpfad durch den Düsterwald anzuheuern (Weiche niemals vom Weg ab, 2947 DZ, Frühjahr). Sein zehnjähriger Sohn Belgo würde sie auf der Reise begleiten.
Arina, Grimhild, Thoin, Onar, Paladin, Foscu und Ralof beschlossen den Auftrag anzunehmen.
Die erste Etappe des Wegs war schnell und leicht zurückgelegt. Auf dem Waldlandfluss wurden sie von den Elben bis zu Thranduils Hallen gebracht. Dort verbrachten sie zwei Tage in den Kellern. Dann brachten sie Waldelben auf den Elbenpfad. Von nun an waren sie auf sich allein gestellt. Eine Reise von mehreren Wochen lag vor ihnen.
Als sie das erste Mal in Ruhe und ohne Angst auf einer alten Elbenlichtung rasten konnten, schreckte Baldor des Nachts aus Albträumen auf. Das Wasser des nahen Baches sollte sein erhitztes Gemüt abkühlen. Stattdessen verlor er den Verstand und floh von der Lichtung tiefer in den Düsterwald. Dort fingen ihn die großen Spinnen des Düsterwaldes. Sie brachten ihn in eine alte Festungsruine, die sie zu ihrem Unterschlupf gemacht hatten.
Die Gefährten folgten seiner Spur, während Belgo auf der Lichtung bei den Ponys zurückblieb. Nach einem harten Kampf konnten sie den Händler aus den Netzen der Spinnen befreien.
Doch Baldor sollte nicht mehr der selbe sein. Sein Geist blieb zu großen Teilen in der Vergangenheit, beim Untergang von Esgaroth durch das Feuer des Drachen Smaug...
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 18. Februar 2015, 07:21:07
Da mir die zweite Hälfte, insbesondere der Schluss (Seemonster in einem Brunnen), von 'Weiche nicht vom Weg ab' nicht sonderlich gefällt, haben wir eine andere Variante gespielt, die für die Zukunft auch ein bißchen Politik mit ins Spiel bringt:

...nach dem die Gefährten den Händler Baldor aus einer von Spinnen bewohnten Festung mitten im Düsterwald befreit haben, sollte die Reise auf dem Elbenpfad gestern weitergehen. Doch über Nacht war der Hobbit Foscu verschwunden. Lediglich eine kleine Blutspur führte in den Düsterwald.
Ralof, Grimhild, Paladin Guthleib, Onar, Thoin und Arina versuchten der Spur zu folgen, während Baldor und sein Sohn Belgo die Ponys zurück auf den Elbenpfad führten und ihren Weg nach Westen fortsetzten. Später hoffte man sich wieder zu begegnen.
Leider mussten die Freunde die Suche nach ihrem Gefährten erfolglos aufgeben. Aufmerksam kamen sie weiter ihrer Aufgabe nach den Händler auf seiner Reise zu beschützen.
Ein paar Tage bevor sie auf das Waldtor treffen würden, fanden sie in einem uralten Baum eine Behausung, die durchwühlt war. Der Bewohner, wahrscheinlich ein Waldmensch, wie die Schnitzereien an den Wänden nahelegten, war offensichtlich niedergeschlagen (Blutspur) und verschleppt worden (Schleifspur).
Rasch setzten sie ihren Weg fort. Unterwegs teilten sie ihr Wissen und kamen zu dem Schluss, das sowohl Foscu wie auf der Waldmensch von Wilden Menschen entführt worden waren. Wahrscheinlich wollten man sie als Sklaven verkaufen.
Ein paar Stunden vor dem Ende ihrer Reise stießen die Gefährten auf einen Sklavenmarkt am nordwestlichen Rand des Elbenwaldes. Viglundinger versuchten mit den Wilden Menschen ins Geschäft zu kommen.
Während die Beorningerin Grimhild mit ihrer Seelengefährtin Arina, einer Waldmenschin, Baldor und Belgo ins Östliche Gasthaus brachten, erkundete der Halbling Paladin vorsichtig den Sklavenmarkt. Er fand heraus, das die Wilden Menschen vier Personen, den Hobbitgefährten, einen alten Waldmenschen, einen jungen Beorninger und einen weiteren Waldmenschen zum Verkauf anboten. Es dauerte die ganze Nacht bis man sich am Morgen endlich einig wurde.
Unterdessen waren Grimhild und Arina zu den Gefährten zurückgekehrt. Sie brachten die Beorningerin Radegund mit, die ihren 15jährigen Sohn suchte, der tatsächlich auch auf dem Sklavenmarkt verkauft werden sollte.
Ein Plan war schnell gefasst. Die Freunde würden warten bis die sechs Viglundinger mit den Sklaven in Richtung Heimat ziehen würden. Dann wollten sie sie in einen Hinterhalt locken und die Gefangenen befreien.
Gesagt, getan. Es wurde ein harter blutiger Kampf. Aber am Ende waren die Viglundinger tot, die Sklaven befreit.
Hoffentlich hatte sie niemand beobachtet. Man sagt, vor der Rache der Viglundinger ist niemand sicher...
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 24. Februar 2015, 09:33:39
Sehr netter Spielbericht.  :)

Momentan komme ich aus zeitlichen Gründen nicht zum Schreiben. Denke aber, ich werde den Bericht vom nächsten mit dem vom vorigen Mal zusammenfassen. Das Schreiben übernimmt ja leider niemand aus meiner Gruppe; dennoch aber sind sie immer am Bericht interessiert. :D
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 25. Februar 2015, 07:27:07
Momentan komme ich aus zeitlichen Gründen nicht zum Schreiben. Denke aber, ich werde den Bericht vom nächsten mit dem vom vorigen Mal zusammenfassen. Das Schreiben übernimmt ja leider niemand aus meiner Gruppe; dennoch aber sind sie immer am Bericht interessiert. :D

Da freue ich mich schon auf Deinen Bericht :).
Das Problem kenne ich: keiner will schreiben, aber jeder lesen.
Es hat auch nicht geholfen, das ich angeboten habe, keinen 'objektiven' Bericht zu schreiben, sondern rein aus der Sicht des Spieler SC's. Es wollte trotzdem niemand ;).
Leider fehlte mir dann auch lange die Zeit für solche Berichte. Aber jetzt juckt es mich wieder in den Fingern. :).
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 25. Februar 2015, 18:48:03
So, jetzt habe ich mal den groben Verlauf der letzten Sitzung heraufbeschworen :D Der Bericht ist dieses Mal nicht so detailliert wie sonst. Schuld ist schlichtweg der Mangel an Zeit. Hoffe er weiß trotzdem zu gefallen. :)

Ein stiller Ort im Gundabadtal und Neue Freunde

Charaktere

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Renno Veltere – Ein sehr freundlicher Gastwirt aus Seestadt. Er ist ein alter Freund von Niping

Bofri – Der Sohn von Bofur, ein Mitglied der Gesellschaft um Thorin Eichenschild

Skari Dregora – eine junge Nordländerin (16) aus dem Gundabadtal

Rubi Dregora – die jüngere Schwester (13) von Skari

Borg Dregora – Skaris, Luras und Rubis Großvater (61)

Lura Dregora – die jüngste (7) der drei Schwestern

Unemara Dregora – die Frau von Borg und Großmutter (57) der Schwestern



Die Flucht
Tage später, genauer gesagt drei Tage später, folgten Wulferd und Bofri den Fußspuren, die Flori am Rande eines Flusses am Morgen entdeckt hatte. Sie führten immer wieder zu ihrer Höhle. Eine erhöhte Wachsamkeit machte sich in der Höhle breit. Glücklicherweise waren die Fußspuren von Menschen, wie Wulferd es bemerkte. Beobachtet fühlten sie sich zwar nicht, doch waren sich alle einig, dass sie ihr rustikales Domizil bald verlassen wollten. Niemanden gefiel es, eventuell beobachtet oder gar ausgekundschaftet zu werden. Sie verdoppelten ihre Nachtwache. So machten sich Renno und Niping für die erste Schicht bereit. Außer dem jetzt einsetzenden Regen fiel ihnen nichts auf. Es war ruhig. Niping machte Figuren aus Rauch und Renno bewertete sie. Auch das Schnitzwerk von Niping war Thema des Abends. Nach der harten Kritik Rennos, beschloss Niping, sein Schnitzwerk, mit sehr viel Phantasie war ein Pferd herauszusehen, zu entsorgen. Als Renno immer wieder die Augen zufielen, bekniete ihn Niping doch endlich schlafen zu gehen. Nach langem Betteln und Flehen legte sich Renno also schlafen.
Niping war also allein als Wache. Das machte ihm aber auch nichts aus. Erst als er, mitten in der Nacht, Stimmen zu hören schien, brach in ihm eine leichte Unruhe aus. Am Horizont zeichneten sich zwei Gestalten ab. Als Niping die Größe der Silhouetten mit den daneben befindlichen Bäumen verglich, verschluckte er sich fast an seiner Pfeife. Die Stimmen wurden lauter. Nun verstand Niping einige Wortfetzen. "Da sin welche in unser Höle", grölte einer der beiden Gestalten und zeigte mit seinem Arm in Nipings Richtung. "Alarm", flüsterte der Zwerg, als spräche er zu sich selbst. Dann wiederholte das Wort. Aber dieses Mal sehr viel lauter. "ALARM!", brüllte er und rannte in die Höhle. "Steintrolle!" Renno schreckte sofort hoch, Flori kam hektisch aus seinem Zelt, die Pferde und Ponys scheuten und Bofri hatte Mühe sie zu beruhigen und Wulferd packte schnell die nötigsten Dinge zusammen. Die Trolle näherten sich schnell ihrer Höhle. Die Gefährten traten die Flucht an. Allen voran die Pferde, Ponys und der Hund "Rotte". Der Regen und der dadurch resultierende matschige Boden erschwerte ihnen das Vorankommen erheblich. Einer der Trolle verfolgte die Gruppe. Seine Behäbigkeit glich er mit unermüdlicher Willenskraft wieder aus. Nach einer halben Ewigkeit, fast zehn Minuten, holte er die Gefährten ein. Voller Panik drehten sich Bofri und Renno um. Wulferd blieb auch stehen und staunte. Niping konnte dem Tempo nicht mehr standhalten und wurde zunehmend langsamer. Der Troll freute sich bereits über sein leichtes Opfer. Allerdings hatte er seine Rechnung ohne den Hobbit gemacht, der sich nun mit gezogenem Schwert schützend zwischen ihn und Niping stellte. Auch Wulferd zog nun entschlossen seinen Bogen und machte sich kampfbereit. Renno und Bofri bewunderten den Mut den Flori aufbrachte. Doch zum Kampf kam es glücklicherweise nicht. Flori verwirrte den Troll durch sein Hin- und Hergehusche so dermaßen, dass dieser von Niping abließ, und der Zwerg seine Flucht wieder aufnehmen konnte. Der Troll, völlig verärgert, suchte den Hobbit. Der hatte sich allerdings längst wieder der flüchtenden Gruppe angeschlossen. Als der Troll wieder an Nähe gewann, lotste eine fremde Gestalt die Gefährten zu sich. Lauthals schrie diese Person den Flüchtenden zu. Diese Person, ein junges Mädchen, kannte offenbar die Umgebung sehr genau. Sie trieb Bofri und Renno an, die wiederum die Pferde und Ponys antrieben. Die Verfolgung setzte sich weiter fort. Es ging durch Büsche, über Hügel, durch Bäche und über weite Flächen. Der Troll ließ nicht locker. Erst als das Mädchen in einen recht tiefen Fluss sprang, und die anderen ihr folgten, schüttelten sie ihren Verfolger ab. Der Troll war weit weg und die Gerfährten körperlich völlig ausgelaugt, nass und müde. Das Mädchen stellte sich mit dem Namen Skari vor. Sie führte die Gruppe an einen sicheren Ort; ihrem zu Hause. Nach einer wahren Odyssee durch eine labyrinthartige Felslandschaft, erreichten sie am frühen Vormittag schließlich eine Art "Oase". Auf einer von riesigen Felsen umrandeten Lichtung stand ein Holzhaus. Ein großes Holzhaus. Skari erklärte ihnen, dass es ihr zu Hause sei und dass man sie als Gäste bestimmt freundlich empfangen würde. So geschah es, dass die Gefährten Skaris Großeltern Borg und Unemara kennenlernten. Auch mit Skaris jüngere Schwestern Rubi und Lura wurden sie bekannt gemacht.

Die Zuflucht
 Hier blieben die Gefährten vorerst. Sie wurden mehr als nur freundlich empfangen. Am Küchentisch wurden Geschichten erzählt und natürlich, weswegen die Gefährten überhaupt ins Gundabadtal gekommen waren; dem Mondenross. Ebenso kam zur Sprache, warum Skari mit ihren Geschwistern bei ihren Großeltern lebte. Vor über fünf Jahren war ihr Vater gemeinsam mit ein paar anderen Männern nach Thal gegangen um den dortigen Kampf gegen die Orks zu unterstützen. Er kam aber nicht wieder. Skaris Mutter war über die Unwissenheit um den Verbleib ihres Mannes so aufgewühlt, dass sie ihre Kinder kurzerhand in die Obhut ihrer Eltern legte um ihren Mann suchen zu gehen. Auch sie kam nicht wieder. Eine traurige Geschichte wie Bofri fand. Schnell aber lenkte man die Aufmerksamkeit auf andere Dinge.
Die Gefährten genossen das Bad, welches sich im Keller des Hauses befand. Bofri kümmerte sich rührend um die Tiere und war offenbar für die jüngste der Schwestern der beliebteste der Gefährten. Borg und Unemara hatten sich hier im Laufe der Jahre ein kleines Paradies mitten im Gundabadtal errichtet. Dieser Ort war selbst für Kenner der Gegend schwer zu finden, geschweige denn zu erreichen. Es gab einen kleinen Kanal, der das Haus stetig mit Frischwasser versorgte. Hühner und ein kleines Feld, auf dem man allerlei Gemüse anbaute. Das Haus selbst war in einem recht guten Zustand. Allerdings wollte Borg das Haus ausbauen und hatte auch schon dementsprechend das Material besorgt. Seine zunehmende Blindheit ließ den Ausbau aber nun nicht mehr zu. Die Gefährten verbrachten einige Tage in diesem Haus. Man freundete sich mit der Familie an und beschloss der Einladung zum Überwintern Folge zu leisten. Somit war Bofri vollends damit beschäftigt seine Fähigkeiten als Handwerker unter Beweis zu stellen. Er leitete die Arbeiten am und im Haus. Alle halfen mit. Nebenbei tauschte Renno Rezepte mit Unemara aus und Flori legte einen derart famosen Kräutergarten an, dass dieser Seinesgleichen suchte. Bofri spielte viel mit der kleinen Lura und Wulferd unternahm einige Ausflüge mit Skari. Die beiden kamen sich näher. Nach einigen Wochen waren alle zu einer großen Familie zusammengewachsen. Nachdem Wulferd Skaris Vertrauen gewonnen hatte, erklärte sie ihm, dass sie wüsste, wo sich das Mondenross aufhielte und sie ihnen gerne bei der Jagd behilflich sein würde.

Die Gefährtenphase
Hier verbrachten meine Spieler ihre erste richtige Gefährtenphase. Das Haus der Familie wurde zur "Zuflucht" und die Bewohner ihre "Gönner". In der Gefährtenphase bauten sie das Haus aus, so dass nun jeder einen eigenen Raum hat, den er bewohnt. Wulferd sammelte Kräuter und erweiterte sein Wissen um Gifte. Eines Tages wanderten alle zu der Trollhöhle, untersuchten diese gründlich und fanden einen grandiosen Schatz, versteckt unter einer schweren Steinplatte. Mit dem Gold und der Gegenstände erhandelten sie sich neues Material für das Haus. Flori und Niping genossen die Ruhe und die Abgeschiedenheit, während Renno sich mit seinen neuen Rezepten vergnügte. In Bofri loderte die riesige Flamme des Handwerks. Er optimierte den Wasserzulauf des Kanals, reparierte etliche Dinge am Haus und erweiterte seine Fähigkeiten als Handwerker. Der Hund "Rotte" verblödete zusehend. Hühner jagden ihn über die Lichtung und wenn er sein Spiegelbild im Wasser entdeckte, zog er sich mit eingezogenem Schwanz zurück.


Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 25. Februar 2015, 19:46:04
Der Bericht ist dieses Mal nicht so detailliert wie sonst. Hoffe er weiß trotzdem zu gefallen. :)

Der Bericht liest sich sehr gut. Ein schöner, wunderbarer Abschnitt Eures Abenteuers :). Wirklich gut gemacht Spielleiter :)

Zitat
Ebenso kam zur Sprache, warum Skari mit ihren Geschwistern bei ihren Großeltern lebte. Vor über fünf Jahren war ihr Vater gemeinsam mit ein paar anderen Männern nach Thal gegangen um den dortigen Kampf gegen die Orks zu unterstützen. Er kam aber nicht wieder. Skaris Mutter war über die Unwissenheit um den Verbleib ihres Mannes so aufgewühlt, dass sie ihre Kinder kurzerhand in die Obhut ihrer Eltern legte um ihren Mann suchen zu gehen. Auch sie kam nicht wieder.

Da hast Du ja gleich einen Aufhänger fürs nächste Abenteuer :) Absicht oder Zufall? Bin gespannt, ob Deine SC's irgendwann herausbekommen, was mit Skaris Eltern passiert ist.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Drubo am 25. Februar 2015, 20:53:01
Ja, das hört sich nach jeder Menge Spaß an. 
Schön geschrieben :D
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 25. Februar 2015, 21:12:15
@Torshavn
Ja, die Geschichte soll mit der Zeit Fahrt aufnehmen. Skari wird im Laufe der nächsten oder übernächsten Sitzung einen reisenden Händler treffen, der ihre Mutter gesehen haben will. Und zwar in der Gewalt von Viglunds Schergen; unweit östlich des Anduin. Ich hoffe dass Wulferd dann soweit mit Skari angebändelt hat, dass er ihr natürlich hilft ihre Mutter zu befreien. Und wenn Wulferd geht, werden ihn wohl auch Flori und Niping begleiten. :)

@Drubo
Danke für Deine netten Worte ;)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 26. Februar 2015, 06:34:45
Skari wird im Laufe der nächsten oder übernächsten Sitzung einen reisenden Händler treffen, der ihre Mutter gesehen haben will. Und zwar in der Gewalt von Viglunds Schergen; unweit östlich des Anduin. Ich hoffe dass Wulferd dann soweit mit Skari angebändelt hat, dass er ihr natürlich hilft ihre Mutter zu befreien. Und wenn Wulferd geht, werden ihn wohl auch Flori und Niping begleiten. :)

Da haben die Viglunder auch bei Dir Einzug gehalten. Ein interessantes Volk. Gerade auch im Interessenkonflikt mit den Beorningern. Da merkt man, wie groß die Bereichung von 'Im Herzen des Waldes' für die Düsterwald- Kampagne ist.

Ich glaube, keiner Deiner Spieler wird zögern, wenn es darum geht Skari zu helfen. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht :)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 10. März 2015, 07:37:28
Am Wochenende hat mein Brandulf sein erstes Abenteuer 'Blutige Wasser' erlebt:

Die Abenteuer von Brandulf Treibgut, Kaufmannssohn aus Seestadt,
von ihm selbst erzählt

Ich erinnere mich noch an mein erstes Abenteuer, damals an einem der ersten warmen Frühlingstagen des Jahres 2946 DZ, fünf Jahre nach dem Tod des Drachen, in meinem sechzehnten Lebensjahr.
Vater hatte mir aufgetragen Verwandten in Thal eine Einladung zum Geburtstag meiner Mutter zu bringen. Das hieß für mich ein paar Tage wegzukommen vom Handelskontor und den Rechenbüchern. Vater hatte sich in den Kopf gesetzt auch aus mir einen Kaufmann zu machen. Doch hatte ich keinerlei Talent für Zahlen, Maße und Gewichte.
An diesem Morgen war ich mit den ersten Sonnenstrahlen am Fährschiff. Ich kannte die beiden Schiffer vom Sehen. Dem größeren gab ich die Kupfermünzen für die Überfahrt und stieg ins Boot. Eine Händlerin stand bereits mit ihrem kleinen Sohn und einem bepackten Pony auf der Fähre. Ich nickte den beiden freundlich zu, bevor ich mich setzte.
Kurze Zeit später stieg eine Beorningerin zu, die es sich in der Bootsmitte bequem machte. Dann stieg noch ein Waldelbenpäärchen zu. Er betrachtete das Boot lange skeptisch, schien die Beschaffenheit, die Tauglichkeit zu prüfen. Endlich kam er zu dem Entschluss sich der menschlichen Arbeit anzuvertrauen.
Die beiden Fährmänner fuhren wie immer einen kleinen Umweg, um möglichst nah am toten Drachen und den Überresten der alten Seestadt vorbeizukommen. Aber niemand schien sich wirklich für die Sehenswürdigkeiten zu interessieren. Außer dem kleinen Jungen, der an der Reling hing und mit großen Augen in die Tiefe starrte.
Mein Blick schweifte über den See, folgte den Möwen, während das Boot auf das nördliche Ufer zuhielt. Wir würden am 'Drachenkopf' anlegen, ein gemütliches Gasthaus, das ich mit meinem Vater und Bruder schon einmal besucht hatte.
Irgendwann holte mich die Beorningerin aus meinen Gedanken. „Schau junger Mann, Rauch steigt auf.“ Sie zeigte auf das Gasthaus. Die Waldelben hatten längst gesehen, das etwas nicht stimmte. Es war alles ruhig, totenstill, menschenleer.
Die Händlerin hielt ihren Sohn ängstlich bei sich, der am liebsten sofort auf den Anlieger gesprungen wäre, als das Boot das Ufer erreichte.
Das Waldelbenpäärchen sprang leichtfüßig von Bord, die Bögen gezogen, noch bevor sie festen Boden unter den Füßen hatten. Auch die Beorningerin stieg rasch aus und untersuchte den Boden.
Als ich endlich auch auf dem Anleger stand, fiel mir Toka, die junge Dienstmagd im 'Drachenkopf' ein. Ich beschleunigte meine Schritte, zog das Schwert, um zu sehen, ob sie und die anderen noch lebten.
Die Elben blieben zurück, sicherten die Umgebung, suchten sie mit ihren scharfen Augen ab. „Jungchen, pass auf!“ rief mir die Waldelbin noch nach. Ich nickte wohl nur. Dann stand ich auch schon vor der halboffenen Tür. Brandgeruch kam mir entgegen. Ein Blick hinein zeigte mir die Verwüstung. Konnte das jemand überlebt haben?
Die Beorningerin rief mich. Rasch drehte ich mich um, mein Blick zum Ufer, auf den Anleger gerichtet. Mir schwindelte. Die Welt verschwand im Nebel. Ich sah krude, bösartige Gestalten, bewaffnet und brutal. 'Orks!' schoss es mir in den Kopf. Dann packten mich starke Hände, schüttelten mich. „Kleiner, alles klar?“ fragte mich die Beorningerin. Ich nickte stumm. Die Welt war wieder da.
„Die Elben haben einen Mann aus dem Wasser gezogen“ sprach sie weiter. „Schwer verletzt, aber er lebt. Sie können ihm mit ihrer Heilkunst nicht mehr helfen. Verstehst du etwas davon?“
Schnell lief ich zurück zum Ufer. „Lasst mich ihn anschauen!“ Ich drängte die Elben beiseite. „Sei achtsam Jungchen. Es ist kaum noch Leben im dem alten Mann.“ meinte die Waldelbin.
Ich zog meine Tasche über die Schulter, holte das Verbandszeug heraus. Dann tränkte ich aus meinem Wasserschlauch einen sauberen Lappen in Wasser, reinigte schnell seine zahlreichen Wunden – er musste sich heftig verteidigt haben- und verband ihn. Ein Schluck Heilwasser brachte für kurze Zeit seine Lebensgeister zurück.
„Er muss schnell nach Seestadt ins Heilerhaus gebracht werden, sonst stirbt er“ sagte ich zu den Fährleuten.
Der Waldelb hatte sich zu dem Mann gekniet. „Was ist passiert?“ Mit brüchiger Stimme antwortete er: „Orks haben uns überfallen... Sie haben alle entführt... Warge hatten sie dabei... Zwei große Orks führten sie an...“ Dann brach seine Stimme. Er fiel in die Bewusstlosigkeit zurück.
Während die Fährleute den Verwundeten auf das Boot brachten, untersuchte die Beorningerin die Spuren. „Zwölf Orks, fünf Warge“ erzählte sie uns. „Ein Großer ging mit einem Warg nach Süden. Die anderen zogen nach Nordwesten.“
„Lasst uns Orks jagen“ befahl die Waldelbin. „Kommst du mit Jungchen?“
„Ich bin nicht dein Jungchen“ protestierte ich. „Ich heiße Brandulf.“
Die Elbin nickte. „Mein Name ist Finduilas.“ Sie zeigte auf den Elb „Das ist Edrahil.“
„Ich heiße Grimhild“ schloss sich die Beorningerin an.
Dann nahmen wir die Verfolgung auf. Die Orks schienen den Düsterwald zu meiden und direkt auf das Graue Gebirge zuzuhalten. Sie hatten fast einen Tag Vorsprung. Hoffentlich holten wir sie rechtzeitig ein, um die Gefangenen zu retten...

Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 10. März 2015, 08:20:27
Deinen wunderschönen Spielbericht breche ich jetzt mal mit meinem Erlebnis vom Samstagabend. Dieser Abend war nämlich die "Rollenspiel-Hölle" auf Erden. :D Ich habe lange hin- und herüberlegt ob ich diesen grandios schlechten Abend überhaupt hier darlegen möchte.... Schließlich aber habe ich mich doch dazu entschieden es zu tun. Schlechte Abende, wo mehrere negative Einflüsse zugegen sind, gibt es eben auch mal. Warum es gleich so schlimm sein musste, das weiß auch ich nicht. So schön und tiefgängig die Abende zuvor waren, so grausam war es dieses Mal.


Spielbericht vom 07. März 2015

Charaktere

Niping – Ein Zwerg aus den Blauen Bergen (Tims Charakter)

Wulferd – Ein Waldmensch aus der Nähe von Waldhall (Ninus Charakter)

Flori Rohbeere – Ein Hobbit-Gourmet aus Bree (Kathrins Charakter)

Skari Dregora – eine junge Nordländerin (16) aus dem Gundabadtal

Der Spielabend war aus meiner Sicht ein Reinfall und konnte nicht annähernd die Atmosphäre der vergangenen Spielsitzungen einfangen. Auch das Spielerische kam nicht über ein unterdurchschnittliches Niveau hinaus. Mehrere Faktoren sorgten für eine miese Stimmung am Spieltisch. Tim war krank und ständig auf Konfrontationskurs mit Ninu, der zuvor einen zehnstündigen Arbeitstag hinter sich hatte. Von Spielbeginn an war das Gähnen sein ständiger Begleiter. Einzig Kathrin versuchte in ihre Rolle zu kommen, was ihr auch recht gut gelang. Wäre sie nicht gewesen, hätte ich wohl den Abend frühzeitig beendet.

Zum Spielverlauf werde ich nicht viel schreiben, da eigentlich nicht viel geschehen ist.
Die Charaktere (Niping, Flori, Wulferd und Skari) sind von ihrer "Zuflucht" ins Gundabadtal gegangen um einige Punkte abzugrasen, die sie auf einer alten Karte entdeckt hatten. Am Abend der ersten Nacht beobachteten sie vier schwer angeschlagene Orks, die sich ein kleines Lager eingerichtet hatten. Sie waren im Besitz einer großen Kiste, die zwei von den Orks bewachten. Da sich aber die Gruppe vehement weigerte sich die Kiste, natürlich durch einen Kampf, anzueignen, ließ ich die Orks kurzerhand weiterziehen. Wulferd bzw. Ninu wollte den Orks in den Rücken fallen, während sich Niping ständig (und Tim war fast schon militant dabei) auf seine schlechten Kampfkünste berief und den Kampf (immerhin hatte ich die "normalen" Orks schon drastisch abgeschwächt) mied. Somit entstand der erste Konflikt, getragen von Mittelerde in unser Wohnzimmer. Denn hier bekamen sich Tim und Ninu in die Haare. Ninu wollte die Orks nicht ziehen lassen; schon gar nicht mit dieser Kiste, die sie offenbar irgendwo gestohlen hatten. Flori war neugierig und hätte sich auch mit Gewalt Zugang zum Inhalt dieser Kiste verschafft. Ninu (und ich nenne jetzt die Namen der Spieler) gab nach und sie erstickten die Idee eines Überfalls im Keim. Somit war Tim der Gewinner und alle anderen schauten in die Röhre. Skari ließ ich absichtlich keine Stellung beziehen, da ich annehmen musste, dass diese Stellung sich ebenfalls im persönlichen Sinne festigen könnte. Also war sie diesen Abend mehr ein Statist als ein NSC. Schade.
Der nächste Streit ließ nicht lange auf sich warten. Ninu wollte die Spuren verwischen um den Orks keine Möglichkeit zu geben ihnen zu folgen, sollten sie auf die Idee kommen umzudrehen. Tim hielt diese Idee für Schwachsinn und der nächste Konflikt stand auf der Matte. Lange diskutierten sie darüber, wie gut Orks Spuren folgen könnten oder eben nicht. Also musste ich nochmal als Kindergartenleiter fungieren und nicht als Meister. Tim kam mir vor wie ein bockiges Kind. Als Ninu es auf sich beruhen lassen wollte, fing Tim immer wieder an und hackte weiter darauf herum, so dass ich dachte Ninu würde gleich ausrasten. Im letzen Moment bekam Tim aber noch die Kurve und entschuldigte sein Verhalten, was er mit seiner Grippeerkrankung begründete.
Meinen letzten Versuch eines Rollenspiels versuchte ich dann, in dem ich den Charakteren die Trolljäger Arlik und Rehan vorstellte. Auf diese beiden Brüder trafen sie in einer alten Ruinenstadt, die sie am Abend des nächsten Tages erreichten und untersuchten. Die Trolljäger stellten sich als sehr nette Genossen heraus. Gemeinsam lagerten die Charaktere am Feuer und erzählten sich Geschichten. Niping hingegen zog es vor, alleine zu bleiben und ein Buch zu lesen. Wieder keimte Unmut in mir auf. Er weigerte sich, sich am Feuer der Neuankömmlinge zu wärmen und blieb bockig weg. Selbst als Flori ihm Essen brachte und versuchte ihn zum Lager zu locken, kam nichts dabei herum. Die Trolljäger hingegen erzählten ihre Geschichten. Ihre Masche: Sie verfolgen Steintrolle während der Nacht und versuchen herauszufinden, wo sie ihren Hort haben; sofern sie überhaupt einen haben. Dann, wenn die Trolle weiterziehen, plündern die Trolljäger den Hort. Allerdings waren sie bisher nicht sonderlich erfolgreich. Von elf Trollen hatte lediglich einer einen Schatz versteckt, der sich allerdings als sehr wertvoll und üppig herausstellte. Mein letzter Versuch eines tiefgängigen Rollenspiels verlief sich allerdings auch im Sande. Mein Plan war, den Charakteren "kampfstarke" Begleiter an die Seite zu stellen und sie mit den Trolljägern auf Tour gehen zu lassen. Leider gelang mir das auch nicht. Zu gefährlich!  ::)
Kurz darauf beendete ich dann diesen aus meiner Sicht katastrophalen Rollenspiel-Abend.

Zukünftig werde ich auf müde und kranke Spieler verzichten und auch Kampfsequenzen werde ich in Fluchtsequenzen umschreiben müssen, wenn es so weitergeht. Und dabei spielt auch die enge Freundschaft untereinander keine Rolle. Ich persönlich verglich diese Sitzung mit meiner damaligen "Dienstagsrunde", wo Rollenspiel als reines DungeonCrawl verstanden wurde, alle nur den Werten auf ihren Charakterblättern Beachtung schenkten und wo auf ROLLENspiel so gut wie verzichtet wurde. Stimmung gleich Faktor 0!

Anfangs wollte ich gar nicht schreiben, aber ich dachte mir, warum soll immer nur das Positive hervorgehoben werden. Scheißrunden gibt es auch; so eine hatten wir eben heute. Zwar versuchte ich immer wieder Stimmung zu erzeugen, doch gelang es mir nur stellenweise. Der Agressionspool von Tim war noch lange nicht ausgeschöpft und Ninu hatte Probleme wach zu bleiben. Die ständigen Verbalattacken von Tim ließen ihn aber nicht einschlafen. Dieser hackte immer wieder auf längst vergangene Situationen herum. Als er merkte, dass sich mein Geduldsfaden kurz vor dem Reißen befand, ruderte er buchstäblich zurück, was er im Rollenspiel mit dem Verhalten von Niping unterstrich. Dieser zog sich ja, wie oben erwähnt, vom Geschehen zurück und schmollte. Einzig Flori bzw. Kathrin konnte mich überzeugen. Sie half mir dabei, die Stimmung zumindest ein wenig aufrecht zu erhalten. Ihren Hobbit hat sie wunderbar verkörpert. Als sie die Trolljäger kennenlernten, war Flori sehr neugierig und fragte den beiden Brüdern buchstäblich Löcher in den Bauch. :D Auch als Arlik das Essen zubereitete wurden ständig Fragen gestellt; absolut liebenswürdig. "Verzeihung bitte, sind das da Frühlingszwiebeln oder schlechte Tomaten?" oder "Dürfte ich wohl eine Anmerkung zu Euren Kochkünsten machen?"

Am nächsten Tag benotete ich das Spiel für mich selbst mit einer glatten 5.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 11. März 2015, 07:03:54
Der Spielabend war aus meiner Sicht ein Reinfall und konnte nicht annähernd die Atmosphäre der vergangenen Spielsitzungen einfangen. Auch das Spielerische kam nicht über ein unterdurchschnittliches Niveau hinaus. Mehrere Faktoren sorgten für eine miese Stimmung am Spieltisch. Tim war krank und ständig auf Konfrontationskurs mit Ninu, der zuvor einen zehnstündigen Arbeitstag hinter sich hatte. Von Spielbeginn an war das Gähnen sein ständiger Begleiter. Einzig Kathrin versuchte in ihre Rolle zu kommen, was ihr auch recht gut gelang. Wäre sie nicht gewesen, hätte ich wohl den Abend frühzeitig beendet.
Am nächsten Tag benotete ich das Spiel für mich selbst mit einer glatten 5.

Das tut mir ehrlich leid für dich EvE. Aber Du hast recht, solche Spielrunden kommen auch vor. Jedoch sind sie, bei mir zumindestens, sehr selten.
Gerade die großen Spielabende die uns z.B. den halben Samstag beschäftigen verlaufen nicht so. Auch wenn die Atmosphäre und das Rollenspielniveau natürlich schwankt. Unter der Woche muss man mit Müdigkeit immer rechnen. Ich habe dann irgendwann mal gesagt, kommt nur, wenn ihr Zeit und Lust habt. Das funktioniert ganz gut.
Bewunderswert, das Du den Abend überhaupt so lange durchgehalten hast. Ich hätte bestimmt früher abgebrochen. Hat sich eigentlich einer der beiden 'Querschiesser' bei dir entschuldigt?
Ich drücke Dir die Daumen, das es beim nächsten Mal wieder besser läuft :).

Zitat
Am Abend der ersten Nacht beobachteten sie vier schwer angeschlagene Orks, die sich ein kleines Lager eingerichtet hatten. Sie waren im Besitz einer großen Kiste, die zwei von den Orks bewachten.

Die Idee gefällt mir. :) Die Orks sind ja wie auf dem Präsentierteller. Ich würde ja gerne wissen, was in der Kiste ist? Magst Du es verraten? Oder brauchst du das Geheimnis noch für deine Runde?

Zitat
Meinen letzten Versuch eines Rollenspiels versuchte ich dann, in dem ich den Charakteren die Trolljäger Arlik und Rehan vorstellte. Auf diese beiden Brüder trafen sie in einer alten Ruinenstadt, die sie am Abend des nächsten Tages erreichten und untersuchten. Die Trolljäger stellten sich als sehr nette Genossen heraus. Gemeinsam lagerten die Charaktere am Feuer und erzählten sich Geschichten.

Die beiden Trolljäger gefallen mir :). Hast Du sie komplett auch mit Spielwerten ausgearbeitet? Vielleicht magst Du sie posten? Ich könnte sie als NSC's gut brauchen.

Zitat
auch Kampfsequenzen werde ich in Fluchtsequenzen umschreiben müssen, wenn es so weitergeht.

Na ja, beim nächsten Mal läuft es dann hoffentlich wieder besser. Aber den Zwerg hätte ich in den Kampf gezwungen mit den Orks. Immerhin sind sie irgendwie seine natürlichen (Erz)Feinde. Auch wenn Niping nicht so viel wert auf Kampf legt.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 11. März 2015, 09:31:36
Hallo Torshavn,

Vorerst einmal danke für Deine "Anteilnahme" :)
Ja, es wird definitiv wieder besser werden. Erstens geht es kaum mieser und zweitens ist es das erste Mal seit drei Jahren, dass das Spiel solch negative Züge annahm.

Zu Deinen Fragen:

In der von den Orks erbeuteten Kiste waren sehr wertvolle Felle, die eine Jägerin in ihrer Hütte gesammelt hatte, um sie später dann zu verkaufen. Verletzt waren die Orks, weil die Jägerin sich nicht kampflos ergeben wollte. Die Charaktere fanden später die Hütte, wie auch die aufgeschlitzte Leiche der Jägerin. Den eigentlichen Fund machte Wulferd und die anderen schickte er gleich wieder weiter um ihnen diesen grausigen Anblick zu ersparen.

Die beiden Trolljäger Alrik und Rehan habe ich noch nicht in Werte gefasst, da sie eher einen "erzählerischen" Part in der Geschichte einnehmen sollten. Wahrscheinlich würde ich kampfstarke Beorninger nehmen um sie mit guten Werten und guter Ausrüstung ausstatten.
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 11. März 2015, 19:39:54
Ja, es wird definitiv wieder besser werden. Erstens geht es kaum mieser und zweitens ist es das erste Mal seit drei Jahren, dass das Spiel solch negative Züge annahm.

Da stehen die Chancen ja sehr gut, das es besser wird :). Spielst Du mit den selben Leute DER, mit denen Du auch sonst spielst?

Zitat
Die Charaktere fanden später die Hütte, wie auch die aufgeschlitzte Leiche der Jägerin. Den eigentlichen Fund machte Wulferd und die anderen schickte er gleich wieder weiter um ihnen diesen grausigen Anblick zu ersparen.

Den Anblick hätte ich Nipping nicht erspart. Sollte er ruhig sehen, was die Orks angerichtet haben, die er zu feige war anzugreifen.
Die Jägerin war nicht ohne, wenn sie vier Orks in Atem hält. Schade, das sie es nicht überlebt hat.
Hätten Deine Charaktere eigentlich eine Chance gehabt, die Jägerin zu retten?

Zitat
Die beiden Trolljäger Alrik und Rehan habe ich noch nicht in Werte gefasst, da sie eher einen "erzählerischen" Part in der Geschichte einnehmen sollten. Wahrscheinlich würde ich kampfstarke Beorninger nehmen um sie mit guten Werten und guter Ausrüstung ausstatten.

Gute Idee. Viglundinger wären sicherlich auch gut gewesen. Obwohl die vielleicht nicht so umgänglich gewesen wären.

Jetzt drücke ich die Daumen fürs nächste Mal, und hoffe auf einen schönen Spielbericht :)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 13. März 2015, 06:14:54
So, gestern Abend trafen wir uns dann und führten ein klärendes Gespräch bezüglich des vergangenen Spielabends. Froh war ich, als Tim mir zuvorkam, sich für sein Verhalten am Samstag mehrfach entschuldigte und mit dem Reden begann. Dabei kamen einige Dinge zur Sprache, die ich teilweise schon wusste und/oder verharmlost hatte: Tim hatte damals bei Warhammer einen Zwerg gespielt, dessen grandiose Darstellung ihm einen Oscar hätte einbringen können, würde man ihn für gutes Rollenspiel vergeben. Diesen Zwerg spielte er mehr als drei Jahre lang, fast jedes Wochenende und dann zwischen vier und sechs Stunden. Da kommt eine Menge Spielzeit zusammen. Bei Der Eine Ring spielt er ebenfalls einen Zwerg, wie auch wieder bei Warhammer. Diese Zwerge, so Tim selbst, würde er unbewusst auf die Schiene seines alten Charakters setzen und sie somit zu einem Abziehbild von diesem machen. Das verstand ich. Das war auch der Grund für seine "platte" Spielweise und Darstellung der Zwerge. Denn bei Star Wars spielt er nach wie vor sehr tiefgängig. Hier spielt er auch keinen Zwerg, sondern eine Togruta. Natürlich waren mir die Ähnlichkeiten seiner verkörperten Zwerge nicht entgangen. Kurzerhand beschloss er, damit er wieder den spielerischen Tiefgang erreicht, neue Charaktere auszuarbeiten. Auf Zwerge wollte er nun vorerst vollends verzichten, da er befürchten muss, in das alte Spielmuster seines Zwergen aus vergangenen Tagen zu verfallen.
Wie oben bereits erwähnt entschuldigte er sich für sein Verhalten am Samstag und ich ließ es dann auch damit auf sich beruhen.

Tim ist ein sehr enger Freund von mir und das Rollenspiel wird uns nicht entzweien. Er war für mich da als mein Vater im Sterben lag und das können nicht viele aus meinem Bekanntenkreis von sich behaupten. Deswegen war dieses Gespräch zwar nötig aber nicht unangenehm. Wir bestellten uns Pizza und sahen Kathrin beim Ertragen ihrer Zahnschmerzen zu. Bei jedem Bissen der Pizza verzog sie ihr Gesicht. :D

Somit wird Tim einen neuen Charakter erstellen und beim nächsten Spiel also seinen Niping aufgeben. Zunächst werde ich ihn wohl als NSC darstellen um ihn dann irgendwann "weiterziehen" zu lassen.

@Torshavn, zu Deiner Frage:

Es wird auf jeden Fall besser ;) und ja, ich spiele mit diesen Leuten noch andere Systeme. Mit Tim alleine spiele ich Star Wars W6 und mit Tim, Ninu und Kathrin dann noch Warhammer - Erste Edition, welches auch eigentlich unser Hauptsystem neben Der Eine Ring ist. Dann haben wir eine spontane Cthulhu Mafia 1924- Runde laufen und bei Warhammer 40K - Freihändler haben wir auch schon die eine oder andere Stunde verbracht. Allerdings liegen die letztgenannten Systeme auf Eis. Auch Conan haben wir schon gemeinsam mit den Regeln von RuneQuest gespielt. Wir kennen uns also ein wenig. :)


Also, demnächst wieder ein detaillierter Spielbericht hier. ;)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 13. März 2015, 07:21:28
Tim hatte damals bei Warhammer einen Zwerg gespielt, dessen grandiose Darstellung ihm einen Oscar hätte einbringen können, würde man ihn für gutes Rollenspiel vergeben. Diesen Zwerg spielte er mehr als drei Jahre lang, fast jedes Wochenende und dann zwischen vier und sechs Stunden. Da kommt eine Menge Spielzeit zusammen. Bei Der Eine Ring spielt er ebenfalls einen Zwerg, wie auch wieder bei Warhammer. Diese Zwerge, so Tim selbst, würde er unbewusst auf die Schiene seines alten Charakters setzen und sie somit zu einem Abziehbild von diesem machen. Das verstand ich. Das war auch der Grund für seine "platte" Spielweise und Darstellung der Zwerge.

Somit wird Tim einen neuen Charakter erstellen und beim nächsten Spiel also seinen Niping aufgeben. Zunächst werde ich ihn wohl als NSC darstellen um ihn dann irgendwann "weiterziehen" zu lassen.

Mal vorne weg gesagt, so platt fand ich die Darstellung von Nipping gar nicht, so wie ich sie hier nachlesen konnte. Darüber lesen ist zwar etwas anderes als direkt dabei zu sein. Aber es gibt schon einen ganz guten Eindruck.
Nipping hat mir gut gefallen, gerade weil er nicht so 08/15 angelegt war. Sehr schade, das er keinen Spieler mehr hat.

Ich kann gut nachvollziehen, das jemand gerne Zwerge spielt. Selbst spiele ich sie seit Jahren, in unterschiedlichen Varianten. Dabei habe ich mir immer  versucht die Zwergeneigenarten der entsprechenden Welt, des Systems anzueignen. Aber viele Grundzüge sind überall gleich. Deshalb habe ich immer sehr viel Wert auf die Lebensgeschichte meiner Zwerge gelegt, die dann den Unterschied ausmachten, weil ich z.B. jahrelang den zwergischen Kämpfer sehr mochte. Die man überings auch bei DER gut spielen kann. ;)

Zitat
Tim ist ein sehr enger Freund von mir und das Rollenspiel wird uns nicht entzweien.

Das ist gut. Dann findet ihr auch beim RPG immer einen gemeinsamen Weg. :)

Zitat
Somit wird Tim einen neuen Charakter erstellen

Ich bin sehr neugierig für was er sich entscheidet. :)

Zitat
Also, demnächst wieder ein detaillierter Spielbericht hier. ;)

Da freue ich mich jetzt schon :)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: EvE am 13. März 2015, 07:57:45


Mal vorne weg gesagt, so platt fand ich die Darstellung von Nipping gar nicht, so wie ich sie hier nachlesen konnte. Darüber lesen ist zwar etwas anderes als direkt dabei zu sein. Aber es gibt schon einen ganz guten Eindruck.
Nipping hat mir gut gefallen, gerade weil er nicht so 08/15 angelegt war. Sehr schade, das er keinen Spieler mehr hat.

Tim hatte, und das kannst Du ja nicht wissen, seinen alten Charakter (der hieß übringens Go-Tin Feuerhand) immer wieder in Niping aufkeimen lassen und das merkte man schon. Also wir merkten das! So nahm Niping immer mehr die Züge von Go-Tin an und veränderte sich in diese Richtung. Vielleicht war das Wort "platt" nicht ganz fair oder gut gewählt. Tims Go-Tin erreichte seinerzeit soviel Eigenleben, dass wir ihm zwei Bilder seines Charakters malen bzw. zeichnen ließen, die er dann zu seinem Geburtstag geschenkt bekam:
Hier das "Gemälde": (https://community.uhrwerk-verlag.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.qpic.ws%2Fthumbs%2Fgotinfertig.jpg&hash=a871056eca0906ee5280f41fafcd0492) (http://www.qpic.ws/?v=gotinfertig.jpg)

Hier die Comiczeichnung: (https://community.uhrwerk-verlag.de/proxy.php?request=http%3A%2F%2Fwww.qpic.ws%2Fthumbs%2Fwarhammergotineme.jpg&hash=5461982c0d7709893b5e5fc656fba616) (http://www.qpic.ws/?v=warhammergotineme.jpg)
Titel: Re: Zeigt her Eure Abenteuer
Beitrag von: Torshavn am 13. März 2015, 19:33:35
Tim hatte, und das kannst Du ja nicht wissen, seinen alten Charakter (der hieß übringens Go-Tin Feuerhand) immer wieder in Niping aufkeimen lassen und das merkte man schon. Also wir merkten das! So nahm Niping immer mehr die Züge von Go-Tin an und veränderte sich in diese Richtung. Vielleicht war das Wort "platt" nicht ganz fair oder gut gewählt. Tims Go-Tin erreichte seinerzeit soviel Eigenleben, dass wir ihm zwei Bilder seines Charakters malen bzw. zeichnen ließen, die er dann zu seinem Geburtstag geschenkt bekam

OK das ist natürlich etwas anderes. Klingt für mich so, als hätte er Sehnsucht nach seinem Warhammer Zwerg gehabt :).
Die Comiczeichnung finde ich echt cool 8-).