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Spielsysteme => Sonstige Spiele => Thema gestartet von: Rukus am 27. Februar 2013, 12:41:14

Titel: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Rukus am 27. Februar 2013, 12:41:14
Aloha!

Unter diesem etwas seltsamen Titel verbirgt sich ein kleines Selfmade-Rassen-Projekt, an dem ich gerade tüftle. Ich will einen Baummenschen kreieren, der möglichst "realistisch" ist. Ich habe vornehmlich drei Probleme dabei. Zum einen fällt mir das Streichen von Vorteilen schwer, um auf die maximalen 25 GP zu kommen (nach Anwendung des 0,3 GP-Faktors!). Das zweite Problem ist die Atmung. Ein Baum ist weder Lungen-, noch Hautatmer. Der dritte Punkt ist der natürliche Rüstungsschutz. Ich bin aktuell bei 3 Punkten (weniger würde zwar Problem 1 lösen, aber irgendwie wäre es nicht ganz zufriedenstellend). In meiner Überlegung sieht es so aus, dass "der Baum" gegen Stichverletzungen ziemlich unempfindlich sein müsste (borkige Haut), während bei scharfen Hiebwaffen der Schutz weniger stark ist. Zudem überlege ich, wie ich eine gewisse Feuerempfindlichkeit einbauen kann, zzgl. Probleme mit Salzwasser. Ich schreib mal die Werte auf, die ich bisher überlegt habe. Das sind so die gröbsten Probleme.

Aktuell geplante Vorteile:

Eisern (7 GP)
Großwuchs (5 GP)
Große Tragkraft (15 GP)
Kompakt (1 GP)
Immunität gegen Krankheiten (10 GP)
Natürlicher RS III (30 GP)
Photosynthese I (10 GP)
Resistenz gegen Tiergift (7 GP)
Resistenz gegen Pflanzengift (7 GP)

Mal 0,3 ergibt 27,6 GP bei der Charaktergenerierung. Großwuchs könnte ich über ältere Exemplare freistellen. Wenn jemand also einen älteren Baum spielen will, muss er Großwuchs selber kaufen. Die Immunität gegen Krankheiten soll sich auf typische Krankheiten "fleischlicher Wesen" beziehen. Ein Baum mit Schnupfen oder Dünnpfiff wär halt seltsam. Bei den Resistenzen habe ich ähnlich gedacht. Die anderen Vorteile sollen die Robustheit abbilden, und im Fall der Photosynthese halt, dass der Baummensch keine klassischen Organe hat (darum nicht Stufe II).

Geplante Nachteile:

Angst vor Feuer 8-10 (Pflanze halt)
Angst vor Salzwasser 8-10 (Pflanze halt)
Raumangst 6
Behäbig
Eingeschränkter Tastsinn (Fühllos wollte ich wegen dem Feuerschaden nicht, ist aber noch nicht völlig ausgeschlossen)
Unangenehme Stimme
Unfähigkeit (Singen / Stimmen Immitieren)

Zudem hab ich über Unangenehmes Aussehen nachgedacht. So ein knorriges, borkiges Etwas ist halt selbst für Myraner eher abstossend. Eventuell auch eine Unfähigkeit für Handwerk.

Sonderfertigkeiten sind ein anderer Punkt. Ich überlege, Hammerfaust und Waldkundig verbilligt einzubauen. Ersteres vielleicht sogar fest. Im Gegenzug sollten Kampf im Wasser oder zumindest Unterwasserkampf wegen des Auftriebs unmöglich zu erlernen sein.

Bei den Eigenschaften sind Abzüge vor allem bei FF und GE von 2-3 geplant, und im Gegenzug entsprechende Boni bei KO und KK. Insgesamt wohl +/- 0. Auch ein CH-Abzug ist wohl fällig. Dafür sollen LeP und AuP einen ordentlichen Bonus bekommen. Bei der MR denke ich an -4 oder -5. Ob ich die Schwerfälligkeit auch noch mit einem INI-Malus ausdrücke, überlege ich noch.

Optisch und stilistisch soll sich der Baummensch irgendwo zwischen den Silvanern aus DAoC und Ents bewegen.

Link: Sylvaner (http://www.google.de/imgres?hl=de&biw=1024&bih=594&tbm=isch&tbnid=yZa-s_z4ypVASM:&imgrefurl=http://daocpedia.eu/dindex.php/Sylvaner&docid=LHQIibKfpH8zHM&imgurl=http://daocpedia.eu/images/thumb/3/3e/Sylvaner.jpg/200px-Sylvaner.jpg&w=200&h=160&ei=4-8tUbuRHMiB4gSP8oDoAw&zoom=1&iact=hc&vpx=2&vpy=168&dur=500&hovh=128&hovw=160&tx=124&ty=77&sig=100343459667174020948&page=1&tbnh=128&tbnw=160&start=0&ndsp=16&ved=1t:429,r:0,s:0,i:84)

Eine komplette Kultur will ich erst einmal nicht. Perspektivisch wären es aber Wesen aus nordischen Regionen mit einer animistischen Magie. Erst einmal soll es eine Sklavenrasse sein, die aufgrund ihrer Physiologie als Lastenträger oder Gladiator geeignet ist. Wobei allerdings bis dato nur einzelne Exemplare gefangen wurden.

Hat jemand Ideen, Vorschläge oder Kommentare?
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Tabuin am 27. Februar 2013, 12:59:38
Ich würde die Immunität gegen Pflanzengift weglassen. Es gibt einige Pflanzen, die mit eigenen Giften dafür sorgen, dass in ihrem Umkreis bestimmte andere Pflanzen - die z. B. größer würden oder ähnliche Ressourcen brauchen, nicht wachsen können.

Auch könnte man Eingeschränkter Sinn: riechen einbauen. Das Aussehen würde ich persönlich nicht zwingend als unansehnlich bezeichnen. Eine Buche oder Birke kann optisch sehr hübsch sein ;) während eine Eiche oder Platane schon weniger angenehm aussehen mag. Bei Satyaren wird ein Baumwesen wohl eher positiv ankommen.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Rukus am 27. Februar 2013, 13:14:38
Hmm, okay, ich bin kein Biologe oder Botaniker. Vielleicht wandle ich dann die beiden Resistenzen in eine Immunität gegen tierische Gifte um. Gibt ja auch so einige Pilzgifte, die anderen Pflanzen nicht so gut tun. Das mit dem Riechen stimmt. Ist mir garnicht aufgefallen, macht aber absolut Sinn.

Die Optik hängt natürlich davon ab, welche Art Baum es ist, und natürlich sind Satyare, Dryaden etc. da ein wenig anders gepolt. Auch bietet eine Birke mit ihrer dünnen Runde einen geringeren Widerstand gegen Hiebe, als eine knorrige Rinde bei anderen Bäumen. Tatsächlich müsste ich mich für eine Art Baum als Vorlage entscheiden. Varianten kann man von dieser Basis dann später immer noch ableiten. Ich denk aktuell an einen eher dickborkigen Baum. Birkenmenschen wären wohl auch in anderen Punkten abzuwandeln. Auch gibt es Bäume, die weniger Feuerempfindlich sind. Eine Vielfalt, wie bei den Ents will ich aber erstmal nicht. Wäre auch eine ziemliche Überladung, wenn es auf einmal ein Dutzend verschiedener Baummenschen gäbe. Eine Basisrasse reicht da glaub ich aus. ;)

Wenn ich den irgendwie hinbekomme, weißt du ja, was dir auf den nächsten Cons "blüht"! :D
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 27. Februar 2013, 14:18:20
Kleiner Hinweis: Der Vorteil "Mineralische Lebensform" enthält per se nur einen RS von 2. Du könntest dich daran orientieren und zumindest für die spielbaren Jungbaumwesen einen RS von 2 veranschlagen. Vielleicht solltest du die erwachsenen Wesen einfach als spielbare Charas aus dem Spiel nehmen. Man hat das ja schon bei den Baramunen gemacht. Das hat einfach damit zu tun, dass solche Wesen ab irgendeinem Punkt einfach den Balance-Rahmen komplett sprengen.

Eingeschränkter Geruchssinn ist so eine Sache. Pflanzen "kommunizieren" hauptsächlich über Botenstoffe, die man mit "Geruch" vergleichen könnte (auch wenn Pflanzen natürlich keine Nase haben).

Nebenbei: Wie wäre es mit dem Nachteil "Sonnensucht"? Gut, der Nachteil kann nur in Verbindung mit "Kältestarre" gewählt werden, aber es gibt ja auch Pflanzen, die einfach keine Kälte vertragen. Ohnehin werfen viele Pflanzen im Winter die Blätter und gehen auf Sparflamme.

Allgemein frage ich mich, ob man für so etwas nicht eigentlich einen eigenen Vorteil bräuchte, der mit "Mineralische Lebensform" vergleichbar ist. Dort hat man beispielsweise die geänderte Nahrung, den RS und die Resistenz gegen Stichwaffen bereits inklusive.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Ein Dämon auf Abwegen am 27. Februar 2013, 16:18:21
Ich würd die Immunitäten und Resistenzen einfach Rauswerfen, sind im Spiel in der Regel eh völlig irrelevant.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 27. Februar 2013, 18:21:55
Im alten Forum hatte ich schon eine fertige Rasse vorgestellt, die "Pflanzenpygmäen", hier mal rein der Regelteil:

Pflanzenpygmäen
Generierungskosten: 10 GP
Rindenfarbe (1W20): hellbraun (1-4), dunkelbraun (5-8), braungrün (9-12), graugrün (13-17), grauweiß (18-20)
Blattfarbe (1W20): hellgrün (1-4), blattgrün (5-9), grasgrün (10-15), dunkelgrün (16-19), violett (20),
Augenfarbe (1W20): hellgrün (1-11), smaragdgrün (12-17), dunkelgrün (18-19), gelb (20)
Körpergröße: 68+2W6 cm
Gewicht: Größe -50 Stein
Eigenschaftsmodifikatoren: IN +2, KK -2
LE-Mod.: +6
AU-Mod.: +10
MR-Mod.: -4
Automatische Vor- und Nachteile: Altersresistenz, Hautatmer, Natürlicher RS I, Natürliche Waffen 1W6 SP, Photosynthese II, Immunität gegen Pflanzengifte, Immunität gegen Krankheiten / Winzwüchsig, Angst vor Feuer 8,
Ungeeignete Vor- und Nachteile: Alle Nachteile die mit fehlenden Körperteilen zu tun haben können nicht gewählt werden, da diese nachgewachsen sind, sobald die regeltechnische Wunde geheilt ist.
Empfohlene Vor- und Nachteile: Angenehmer Geruch (Diverse Blütendüfte), Aurakonjunktion [Humuselementare], Begabung Quelle [Humus], Begabung Pflanzenkunde / Ackerbau / Heiltalente, (mehr) natürlicher Rüstungsschutz, Schleuderzunge (Pflanzenranke, meist aus den Armen kommend), Viertelzauberer / (mehr) Angst vor Feuer, Arroganz, Kälteempfindlichkeit, Sonnensucht, Unfähigkeit Quelle [Feuer], Vorurteile [Fleischlinge (Menschen/Tiere)],
Übliche Kulturen: Barbarisch, Bäuerlich,
Talente: Pflanzenkunde 3, Ackerbau 3


Nach Diskussion im Forum habe ich mich im übrigen für den "Hautatmer", da Bäume das CO2 ja über die Blattoberfläche aufnehmen, genau wie das Sonnenlicht. Womit sie zumindest mit einem (doch recht großen) Teil der Körperoberfläche atmen. Zudem finde ich "Angst vor Salzwasser" fraglich.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 27. Februar 2013, 21:55:33
Ja, es gibt auch Pflanzen, die in Salzwasser können, wie beispielsweise die ganzen Meeresalgen. Zumindest ist die Begründung "Pflanze" an sich etwas seltsam. An die Pflanzenpygmäen erinnere ich mich noch, doch sind die natürlich ein ganz anderer Typ von Pflanzenwesen. Außerdem sind auch dort einige Angaben etwas seltsam. "Vorurteile gegen Fleischwesen" umfasst beispielsweise eine so große Gruppe, dass man es auch "Vorurteile gegen fast alles" hätte nennen können. Für so eine große Gruppe ist der GP-Wert des Nachteils, selbst in seiner höchsten Form, eigentlich nicht definiert worden.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Rukus am 28. Februar 2013, 01:31:42
Das mit der mineralischen Lebensform hab ich mir auch angesehen. Da halte ich den RS von 2 für etwas gering. Das Problem ist in meinen Augen, dass sich der RS nicht spezialisieren lässt (wie verletze ich einen Stein mit einem Florett, das ja eigentlich den Schaden über Schwachstellen in der Rüstung macht?). Da fand ich das System bei DAoC recht gut, dass bestimmte Rüstungen vor bestimmten Schadensarten besser schützen (auch wenn die Einteilung nicht immer gelungen war). Vergleichbar mit der Empfindlichkeit/Resistenzen von Dämonen gegenüber bestimmten Schadensarten müsste man auch Nachteile/Vorteile, haben. Zumindest als Grundlage, wie es mit dem Zusatzschaden geregelt wurde. Bei Giften gibt es ja auch eine Art Fokussierung auf bestimmte Aspekte.

Dass bestimmte Pflanzen Salzwasser "toll finden" stimmt natürlich, aber abgesehen mal von bestimmten Mangroven sind Bäume und die meisten Landpflanzen höchst empfindlich, wenn es um Salz(wasser) geht. Das soll in jedem Fall irgendwie rein. Krankheiten und tierische Gifte sind auch so ein Punkt. Mit ganz wenigen Ausnahmen wirken Gifte auf andere Lebenwesen. Ich denke nicht, dass Schlangengift auf einen Baum irgendwelche Wirkungen hat. Und, nur weil etwas im Spiel irrelevant ist, muss man es ja nicht gleich rauslassen. Ganz abgesehen davon, dass ich es eindeutig nicht für irrelevant halte. Es gehört für mich zum Paket Baummensch irgendwie dazu und macht auch Sinn. Nur, weil einige Leute nicht mit Ausdauer beim Zaubern spielen, ist der Vorteil Ausdauernder Zauberer ja nicht gleich sinnlos. ;)

Beim Hautatmer kommt der Aspekt der Wirkungslosigkeit von Atemgiften zum Tragen. Ein Baum absorbiert CO2, aber im Sinne einer Lungenatmung passiert das nicht. Andererseits macht der Malus bei Rüstungen keinen Sinn, weil die Blätter ja nur an den Extremitäten sind, wenn man es so nennen will.

Insgesamt wäre ein entsprechender Vorteil "pflanzliche Lebensform" sicher nicht verkehrt. Allerdings müsste man sich genau überlegen, wie man das angeht. Die Sonnensucht ist unnötig und passt nicht. Da geht es rein um die Wärme. Dass ein Baummensch die Sonne zur Photosynthese braucht, reicht schon zur regeltechnischen Abbildung. Ohne Sonne verhungert er halt.

Der Punkt mit dem Atmen ist ein Problem. Natürlich registrieren Bäume die Botenstoffe, aber es ist ja nicht unbedingt riechen im klassischen Sinn. Riechen beinhaltet auch den Geschmackssinn, und was Bäume machen, das ist eher eine chemische Kommunikation. Ich würde das über die Beschreibung regeln und aus dem Bauch heraus sagen, dass es nicht als olfaktorische Sinneswahrnehmung behandelt wird, sondern ein spezialisiertes Organ ist, das nur auf die Botenstoffe anderer Pflanzen anspricht. Und, wenn ich das weiter spinne, müsste ich mir auch was überlegen, wie das mit der Wasseraufnahme funktioniert. Trinkt ein Baummensch? Läuft das über Wurzelzellen? Wieso spricht ein Baummensch, wenn er doch seine Botenstoffe hat?

Wow ... das wird langsam echt kompliziert, wenn ich die Baummenschen so abbilden will ... *g*
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 28. Februar 2013, 08:12:58
Der Vorteil "Mineralische Lebensform" differenziert hier doch. Mineralische Lebewesen sind gegenüber Stichwaffen und Manövern, die auf Stiche setzen, wie z. B. Gezielter Stich und Todesstoß, unempfindlich. Lediglich was unempfindlich bedeutet, wurde nicht gesagt. Möglich wären "resistent" und "immun". Ich tippe in diesem Fall mal stark auf immun. Lustigerweise sind mineralische Lebewesen gegenüber Pfeilen und Bolzen nicht immun. Die haben wohl zu viel Wumms dahinter. ;)
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Lonwyr am 28. Februar 2013, 09:17:31
Ich habe mal versucht einen Vorteil Pflanzliches Lebewesen zu kreieren und nehme dabei (aus mangel an Alternativen) das Mineralische Lebewesen zum vergleich.

Mineralisches Lebewesen (30 GP*)
20 GP Natürlicher RS2
1 GP Echte TP bei waffenlosem Angriff
1 GP Kompakt
15 GP Große Traglast
[+10 s.u.] Immunität gegen Gez. Stich/Todesstoß
-5 GP Nahrungsrestriktion
[-??? s.u.] GS-3
-??? Gewichtszunahme
-??? Such mal wen, der die Formel "Heile,heile Steinwesen" hat ;)

Eine Immunität gegen Manöver, die die mächtigsten Waffen eines Fechters/Dolchkämpfers sind, würde ich schon mit ein paar GP veranschlagen, da Helden doch häufiger in Kampfsituationen (ab einer bestimmten Erfahrung) damit konfrontiert werden. Ich habe jetzt mal mit 10GP gerechnet, da es angemessen sein könnte. Dass das Rassenpacket, welches beim einbauen eh schon mit einem Faktor 0,3 versehen, noch mal etliche einspart lassen wir hier mal außen vor  ;)

Für die GS gibt es an sich keine Regeln für pauschale Abzüge. Ich habe es hier einfach mal offen gelassen.Wer Refferenzen braucht, der kann bei Lahm (-15GP für -1GS, -2GE, -3 Beinarbeit), Behändig (-5GP für -1GS, -1 Ausweichen) und Klein-, Zwergen- und Winzigwüchsig (-5/-8/-11GP für -1/-2/-3GS, geringere Sprungreichweite und erhöhte Chance auf Kopftreffer) nachschauen und sich selber etwas überlegen.
Der Vorteil "Mineralische Lebensform" differenziert hier doch. Mineralische Lebewesen sind gegenüber Stichwaffen und Manövern, die auf Stiche setzen, wie z. B. Gezielter Stich und Todesstoß, unempfindlich. Lediglich was unempfindlich bedeutet, wurde nicht gesagt. Möglich wären "resistent" und "immun". Ich tippe in diesem Fall mal stark auf immun. Lustigerweise sind mineralische Lebewesen gegenüber Pfeilen und Bolzen nicht immun. Die haben wohl zu viel Wumms dahinter. ;)

Hätte jemand bei uns das, so würde ich ehr für ein "macht normalen Waffenschaden, statt die durch das Manöver zusätzlichen Auswirkungen" plädieren, da der Angriff ja durchaus dem Wesen schadet, nur eben keine Sehnen/Knochen/Organe trifft, die es normalerweise an der Stelle vermutet hätte.




Ein "Pflanzliches Lebewesen"-Vorteil könne somit

10 GP Immunität gegen Tiergifte
10 GP Photosynthese I
20 GP Natürlicher RS
1 GP Kompakt
15 GP Große Traglast
5 GP Ungewöhnliche Anatomie (Ein Pflanzenwesen ist im Gegensatz zu mineralischen Lebewesen nicht gänzlich ohne Innereien, sehr wohl aber fremdartig im Vergleich zu organischen Lebewesen. Ein Angreifer, welcher mit der Rasse nicht vertraut ist, hat es somit schwerer die passenden Stellen für einen gezielten Angriff zu finden. Regeltechnisch: Gezielter Stich und Todesstoß um X[vlt. +4] erschwert).
Ich stelle mir hier jemanden vor, der nicht, wie bei einem organischen Lebewesen direkt zwischen 2 Rippen sticht, um ein Organ zu erwischen, sondern gezielt einen breiten Schnitt verursacht, um ihn "harzen" zu lassen, statt tief ins Holz zu gehen.

-8 GP Angst vor Feuer 8
-8 GP Angst vor Salzwasser 8
-9 GP Raumangst 6
-5 GP Behäbig

somit sind wir bei 31 GP (da das Packet recht starr ist und sich hier eh keiner an die Regeln hält, runden wir aus ästhetischen Gründen zu einem Vorteil namens:)
Pflanzliches Lebewesen (30GP*)

Um das Ganze zu variieren kannst du noch +5GP für den Venus-Fliegenfänger-Sylvaner (Photosynthese II, Nahrungsrestiktion), -10GP für eien Tropen-Abkömmling (Kältestarre) etc. hinzufügen...

Den Vorteil Eisern würde ich aus der Rasse lassen, da bereits eine indirekte Wundschwellenerhöhung durch eine von dir veranschlagte KO-Modifizierung und der Tatsache, dass man mit Nat-RS (außer bei dem schwereren Gez. Stich/Todesstoß) schwerer zu verwunden ist, resultieren.
Wenn der Spieler also eine "ich-sterbe-bevor-ich-eine-Wunde-bekomme"-Rasse haben will, so kann er ruhig 7GP bei der Erstellung für Eisern ausgeben  :P
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 28. Februar 2013, 12:20:08
@Rukus: Du hast Recht, wenn du sagst dass Hautatmer nicht perfekt ist. Aber man müsste für jedes Pflanzenwesen sehr spezielle Regeln schaffen. Was z.B. wenn es ein Pflanzenwesen wie ein Kaktus ist? Der ist tatsächlich Hautatmer. Bei den Pflanzenpygmäen wachsen die Blätter an kleinen Ästen aus dem Kopf, damit macht ein Rüstungsmalus wirklich keinen großen Sinn, aber generell kann man so etwas schwer zu regelndes auch als Hausregel machen. Denn wenn man für jeden so seltenen Fall wie diesen eine Sonderregel einführen würde, dann hätte man über 10.000 Seiten Regelwerk für Sonderregeln... muss ja nicht sein.

Die Sonnensucht habe ich genommen, da ich in der Hintergrundbeschreibung meiner Rasse erwähnt habe, dass die Sonnenstrahlen ein angenehmes Gefühl bis hin zu "Photogasmen" erzeugt. Ist also eine Regelung zum speziellen Hintergrund meiner Pflanzenrasse.

Die Wasseraufnahme kannst du je nach deinen Wünschen gestalten. Meine Pflanzenwesen haben Wurzeln bis sie "Geboren" werden, dann trinken sie "normal" durch den Mund.

Ein Vorteil "Pflanzliche Lebensform" ist schlicht nicht zu generieren. Pflanzen sind einfach zu unterschiedlich. Ich würde viele der Vor- und auch der Nachteile welche Lonwyr geschrieben hat schlicht nicht nehmen, weil sie nicht zu jeder Pflanzen passen. Warum sollte jedes Pflanzenwesen "Kompakt" sein, oder "Große Traglast" besitzen? Oder eine so viel andere Anatomie als ein anderes Humanoides Wesen besitzen, dass keine Pflanze ist. Was auch die "Immunität gegen Tiergifte" fraglich macht. Hat das mal wer erprobt? Schlangengift in eine Pflanze injiziert um zu sehen ob die Pflanze das verträgt? Zudem gibt es genug Tierische Substanzen, welche Pflanzen schadet. Auch "Behäbig", "Raumangst" und "Angst vor Salzwasser" kann man nicht einfach jeder pflanzlichen Rasse zusprechen.

Nein. Ein Separater Vorteil ist da schlecht möglich. Zudem würde es nicht mehr erlauben Pflanzenrassen nach eigenem Wunsch zu bauen. Weil schon der hier als Beispiel vorgeschlagene Vorteil gegen viele meiner eigenen Ideen verstoßen würde.

Einzelteile könnte man als separate Vorteile nehmen, auch für andere Rassen. "Ungewöhnliche Anatomie" finde ich als Vorteil interessant.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Lonwyr am 28. Februar 2013, 13:50:43
Ich habe die Vorteile auch ehr auf die Wesen von Rukus bezogen genommen, um seine Bäume und was auch immer es da für Abwandlungen gibt, zu generieren. Verallgemeinern kann ich das ganze nur mit einem Wort, dem man nichts widersprechen kann: HausregelnTM!!!

Den "Vorteil" ungewöhliche Anatomie ist eigentlich bereits in der Form unter den Standardregeln zum Gez. Stich/Todesstoß enthalten, da diese bei Tieren/anatomisch vom Menschen abweichende Wesen schwerer mit solchen Attacken zu treffen sind (durch deren Anatomie/die Ungeübtheit den Stich bei solchen anzusetzen), doch ein Held grundsätzlich damit auszurüsten halte ich für GP-würdig.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 28. Februar 2013, 20:46:26
Wo stehen die Regeln wegen der Anatomie und den Erschwernissen.

Und ja, es sollte GP Kosten und ein Vorteil sein, wenn man eine eigene Rasse damit ausstattet, denn es ist ein Vorteil. Nur weil es schon in den Standardregeln beinhaltet ist, wird der Vorteil den ein Charakter mit einer anderen Anatomie hat, nicht geringer.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Lonwyr am 01. März 2013, 08:05:12
Wo stehen die Regeln wegen der Anatomie und den Erschwernissen.

Ok ich nehme es zurück und behaupte das Gegenteil  :-[

WdS S.112 (Agriff gegen Tiere) Besagt nur, dass man eine Tierkunde von TaW5-15 (je nachdem, wie exotisch das Wesen ist) benötigt, um solche Manöver zu machen, dann jedoch ohne Erschwernis.

Um den Gegnern Tier-/Pflanzenkundewerte-Vergleiche zu ersparen plädiere ich weiterhin zu einer leichten bis mittelmäßigen Erschwernis.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 01. März 2013, 12:07:13
Man könnte den Vorteil auch mit Variablen Punkte bewerten. 2 GP / 1 Punkt Erschwernis auf entsprechende Manöver, maximal 10 GP / 5 Punkte Erschwernis. Je mehr GP der Vorteil kostet, desto unterschiedlicher ist die Anatomie.

Wobei man hier auch noch Erschwernisse bei HK Wunden/Gifte/Krankheiten im Wert des Vorteils einbauen sollte, da ein normaler Heiler, welcher nicht aus entsprechendem Volk stammt, die andersartige Anatomie ja nicht kennt.

Hier könnte man die SF "Berufsgeheimnis: Anatomie Rasse X" für hernehmen, welche die Erschwernisse dann streicht.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: ChaoGirDja am 01. März 2013, 18:03:00
Wobei ein normaler Heiler einem Pflanzenwesen so oder so nicht helfen kann...
Da bräuchte man viel eher einen Botaniker...
(Da bekommt Pflanzenkunde doch gleich eine neue Bedeutung ^^; )
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 01. März 2013, 18:40:05
Warum sollte er nicht? Ich gehe einfach mal davon aus, dass ein Pflanzenwesen, sollte es so weit entwickelt sein, dass es ein Gehirn hat, mit menschenähnlicher Intelligenz, dass es auch einen gut ausgeprägten Stoffwechsel hat. Demnach wird es wohl Adern haben (Haben Bäume heute schon) und vielleicht sogar Organe entwickelt haben. Ich würde es eher so handhaben wie beim Tierarzt, nur statt Tierkunde halt Pflanzenkunde. Sprich, jeder Punkt Pflanzenkunde unter 10 erschwert die Heilkunde-Proben entsprechend.

Aber genau für diesen Fall wäre halt der Vorteil "Ungewöhnliche Anatomie" wichtig. Denn ohne diesen Vorteil wird die Anatomie doch recht ähnlich der anderer humanoider Spezies sein.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 01. März 2013, 20:01:12
Aber genau für diesen Fall wäre halt der Vorteil "Ungewöhnliche Anatomie" wichtig. Denn ohne diesen Vorteil wird die Anatomie doch recht ähnlich der anderer humanoider Spezies sein.
Ich weiß ja nicht. Hau dir ein paar Tentakel, einmal Beinlosigkeit, vielleicht noch 2 weitere Arme und Ultraschallwahrnehmung rein, und du hast eine verdammt "ungewöhnliche Anatomie". Worauf ich hinaus will: "Ungewöhnliche Anatomie" einzuführen, würde zu dem Umkehrschluss führen, dass dies für alle Wesen mit abweichender Anatomie eine Voraussetzung ist. Damit wären Wesen wir z. B. Zentauren automatisch nicht mehr korrekt generiert.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 02. März 2013, 11:20:11
Ich dachte nicht an Gliedmaßen und deren Art und Vorhandensein. Ich dachte an die inneren Organe. Ein guter Anatom hat recht wenig Schwierigkeiten mit Tentakeln, Flügeln und ein paar mehr armen. Die größeren Schwierigkeiten liegen bei der "Ungewöhnlichen Anatomie" eher dann vor, wenn das Herz im Bauch sitzt und die Leber im Kopf. Selbst Zentauren machen da recht wenig Probleme, oben rum halt der Medicus, unten rum halt der Tierarzt.

Wobei ich dir schon in gewissem Rahmen Recht gebe. Ich in schon lange für die Einführung einer SF "Anatomiekenntnis: Rasse X". Gerade für Sachen wie dem gezielten Stich, Todesstoß, oder Heilkunde-Proben.

Regeltechnisch wird etwas in der Art ja schon angedeutet. Das Buch "Menschen und Nichtmenschen" aus der magischen Bibliothek, negiert Heilkunde-Wunden Zuschläge bei Orks und Goblins, wegen abweichender Anatomie. Diese Regel wurde also schon einmal angedacht, ist aber nicht auf aktuellem Stand mit den ganzen SF um die Berufe.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 02. März 2013, 12:10:11
Selbst Zentauren machen da recht wenig Probleme, oben rum halt der Medicus, unten rum halt der Tierarzt.
Naja, weißt du denn als myranischer Otto-Normal-Wundarzt, ob bei den Zentauren das Herz nun im Menschenteil steckt oder im Pferdeteil? Oder haben sie zwei Herzen? Haben sie zwei Mägen? Vier Lungen? Ein Zentaur ist für einen Unkundigen an der Stelle schon ein verdammt großes Problem. Wo setzt man bei einem Zentaur als Medicus eine Herzmassage an (einfach mal frech angenommen, das Prinzip sei in Myranor bekannt)?
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 02. März 2013, 12:55:05
Ich habe nie behauptet, dass es Problemlos wäre, nur dass wenig Probleme auftreten würden. Aber du hast Recht, auch darum wäre ich für passende SF bzgl. Anatomie.
Früher bekamen Anatomen Bonuspunkte auf den Schaden, wenn sie gut waren. Heute sollte man dies durch passende SF darstellen.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 02. März 2013, 13:22:56
Das mit der SF erweist sich natürlich als etwas kompliziert. Was ist, wenn jemand selbst der Spezies angehört? Oder wenn jemand in einem Land lebt, das von der Spezies dominiert ist (im Fall der Zentauren z. B. Kentorikan)? Oder wenn sich herausstellt, dass zwar nicht das Land aber immerhin die Stadt oder das Viertel, in dem man seine Profession erlernt hat, nach Settingbeschreibungen einen sehr hohen Anteil der jeweiligen Spezies besitzt?
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 02. März 2013, 14:45:12
Das sind die Feinheiten. Zum einen sollte ein Heiler automatisch eine Anatomiekenntnis passend zum Hintergrund der seines Ausbildungsgebietes bekommen. Eine zweite verbilligt, zudem kann er ja noch während der Generierung weitere kaufen.

Mein Thulna´il, aus dem Nerenith, würde automatisch "Anatomiekenntnis: Neristu" erhalten, dann noch verbilligt "Anatomiekenntnis: Menschen", weil diese in seiner Heimatstadt Sidor Corabis die dominierende Spezies sind. Nachkaufen würde ich schnell noch Amaunier und Shingwa, als weitere Spezies und mit dann im Spiel alles zulegen was ich noch lernen kann.

Die Medizinleute der Wolfsalben die "Anatomiekenntnis: Wolfsalben" und eine passende nach wahl. Je nachdem welche Rasse in ihrem Gebiet sonst dominant ist.

Ein typischer G´Rolmur neben der eigenen noch verbilligt die der Zwerge, weil es die verbreitetsten Sklaven sind.

Ein menschlicher Sklave, der einem Amaun dient und für dessen Wohlergehen zuständig ist, wohl die die "Anatomiekenntnis: Amaunier" und verbilligt die der eigenen Rasse.

Hier sollte auf jeden Fall der GMV entscheiden, aber dies festzuschreiben wäre nicht schlimm.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 02. März 2013, 15:10:11
Hmm, du orientierst dich an der Stelle also ein wenig an Kulturkunde, oder? Eine umsonst, eine weitere ggf. verbilligt. Ja, könnte man machen. Gibt's aber nunmal nicht. Man könnte den Kram natürlich auch weiter treiben: Pflanzenkunde (verschiedene Biotope), Magiekunde, Rechtskunde, Staatskunst usw. Würde alles Sinn machen. Das einzige Problem ist, dass man damit dann verdammt viele neue SFs dazu bekommt.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 02. März 2013, 16:37:01
Zu den Kosten habe ich nichts gesagt. Ich hatte mich am Berufsgeheimnis orientiert. Wobei ich hier noch überlege. Berufsgeheimnis benötigt das Haupttalent auf 15, das/die Nebentalent/e auf 7. Und das halte ich für eindeutig zu viel.

Dein Vorschlag mit der Kulturkunde ist jedoch sehr gut. Denn für ein Berufsgeheimnis ist es zu verbreitet. Jeder gute Heiler hat zumindest Kenntnis von der Anatomie der bei sich vor Ort dominanten Spezies.

Klar gibt es diese SF nicht. Aber mal ehrlich, wer einen Heiler spielt, einen profanen sogar, der hat verdammt viele AP die er investieren kann. Denn diese werden nur selten Kampf SF lernen und magische und karmale SF fallen zu 90% auch flach. Aber selbst ein Priester einer Heilgottheit, oder ein Heilzauberer, der sich auf mehr verlässt als seine Zauberkünste, kann diese SF lernen. Und von wie vielen Spezies willst du die Anatomie denn bitte Studieren? Wenn wir die verbreitetsten nehmen (Menschen, Amaunir, Leonir, Loualil, Neristu, Pardire, Risso, Satyare und Shingwa) haben rund 10. Davon eine Kostenlos, eine verbilligt, bei vergleichbarer Lernbarkeit mit der Kulturkunde vielleicht noch weitere Verbilligt, haben wir 800-850 AP in SF. Ist viel, aber wenn man die Regeln hier dem GMV anpassen würde, auch nicht so schlimm. Zudem ist es realistischer, man kann sich nicht mit der Anatomie jeder Spezies auskenne, dafür ist Myranor zu groß, dafür ist Myranor zu vielgestaltig.

Aber eine solche Regel würde wohl eher zu DSA5 Zeiten kommen, wenn auch Regeln zu "Ungewöhnlicher Anatomie" kommen und deren Auswirkungen beim Kampf und eben auch der Heilung.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Rukus am 04. März 2013, 01:03:26
Sodelle, ich hab mal ein wenig gegrübelt, und versucht, einen neuen Vorteil zu basteln, der das abdeckt, was bisher fehlt. Insgesamt soll das auf alle "baumartigen Wesen" anwendbar sein, also unabhängig davon, ob es nun eine Eibe, Eiche, Tanne oder Birke ist. Da es nur feste, also "hölzerne" Pflanzen betrifft, nenn ich den Vorteil "Pflanzliche Lebensform I". Für Rankenpflanzen, Blumen, Kakteen, und was es sonst noch so gibt, müssten dann entsprechende Abwandlungen geschaffen werden.

Pflanzliche Lebensform I - Baumartige (PL I):

- RS +2 gegen Stichwaffen, Speere und Dolche
- GS -1
- Gezielter Stich und Todesstoß sind zusätzlich um den doppelten statt halben RS (inkl. obigem Bonus) erschwert
- Atemgifte sind analog zu Hautatmern wirkungslos
- Rüstungen müssen dem Körper angepasst werden, damit das Blattwerk o.ä. nicht verdeckt werden (i.d.R. bedeutet das, dass keine Helme getragen werden können)
- in Salzwasser schwimmend erleiden sie 1 SP/SR, mit Salzwasser benetzt 1 SP/Stunde - Regeneration dieser Punkte nur durch Süßwasser mit max. 1 LeP/SR (schwimmend, Starkregen, wurzeln in nassem Boden)
- Heilkunde Wunden ist um 1 je Punkt unter 10 in Pflanzenkunde erschwert, je 3 Punkte in Holzbearbeitung über 10 bringen je einen Bonuspunkt

Entweder als Teil von PL I oder separater Vorteil - "Verwurzeln". Die Wirkung ist, dass je 4 (?)Stunden wurzeln in einem guten, nährstoffreichen Boden die tägliche Photosynthese ausgleichen können. Bei weniger guten Böden (Gebirge/Halbwüste/...) ist diese Regenerationsphase entweder länger oder gänzlich unmöglich (Wüste/Draydalan/Permafrost/...).

Da es auch recht robuste Bäume gibt, die kaum bis garnicht brennen, würde ich den neuen Nachteil "Brennbar" einführen. Alternativ wird er in PL I eingebaut und durch einen Vorteil "Feuerresistent" ausgeglichen. Die Auswirkungen könnten in etwa so aussehen. Je 10 volle SP durch Feuer erfolgt ein Folgeschaden von 1 SP/KR, bis das Feuer gelöscht wird (alternativ für z.B. 2W6 KR). Zudem sinkt die Regeneration für ebenfalls volle 10 SP um 1, bis der entsprechende Feuerschaden behoben ist.

Was haltet ihr von den Vorschlägen, und wie würdet ihr die GP jeweils ansetzen? Würdet ihr die Variante mit diesen Vorteilen und dem Nachteil wählen, oder würdet ihr eher alles in ein Paket stecken? Oder ein Mittelding?
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 05. März 2013, 17:59:12
- GS-1? Warum muss man langsam sein nur weil man ein Baum ist? Die haben Beine, warum also zwangsweise langsamer. Ist als "Zwangsnachteil" eher unpassend, da es nicht zu jedem Pflanzenwesen passt.
- Pflanzen sind Hautatmer, daher sollte der Vorteil automatisch beinhaltet sein.
- Salzwasser schadet nicht automatisch jeder Pflanze, warum dann bitte automatisch jedem Pflanzenwesen? Palmen brauchen auch Süßwasser zum leben und wachsen oft in Strandnähe wo sie auch Salzwasser abbekommen. Der Nachteil ist also unpassend.

Verwurzeln ist unpassend. Damit kannst du vielleicht vermeiden, dass ein Pflanzenwesen Dünger essen muss, aber die Photosynthese kannst du damit nicht ausgleichen.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Rukus am 05. März 2013, 22:32:53
Nicht "jedes Pflanzenwesen" hat GS-1 im Paket, es geht rein um "Bäume". Im Gegensatz zu mineralischen Lebensformen geh ich da aber nicht primär über das Gewicht (Dichte von Holz ist i.d.R. geringer als bei Fleischsäcken), sondern die geringere Beweglichkeit. Ein schlingpflanzoides Wesen mag hingegen eine höhere GS erreichen. Wegen der großen Unterschiede von Pflanzen hab ich ja hier nur PL I angegeben.
Was die Hautatmung angeht, ist das nicht 1:1 übertragbar. Darum hab ich das nur indirekt reingenommen. Die Frage ist, was passiert, wenn der Baum seine Blätter verliert. Es gibt keine Photosynthese, die ja quasi die Atmung darstellt. Wie läuft das bei Bäumen im Winter? Halten die eine Art Winterschlaf?
Das mit dem Salzwasser hab ich mir grad nochmal angeschaut. Es stimmt, das einige Pflanzen da Gegenmaßnahmen entwickelt haben. Genauer gesagt, Mangroven. Ich will da aber nicht noch einen weiteren Nachteil draus bauen. Allerdings sind die Schäden deutlich zu hoch angesetzt, wenn ich mir das so ansehe. Eine Umwandlung von Schaden in ausbleibende bzw. verringerte Regeneration wäre da wohl sinnvoller. Palmen sind allerdings keine Bäume im eigentlichen Sinn.

Zum Verwurzeln hab ich mir auch noch Gedanken gemacht. In der Grundfassung sollte der Aspekt zum Paket gehören. Photosynthese ist im Punkt "Mineralien" eh unlogisch. Da braucht es eine Ergänzung. Aktuell bedeutet der Vorteil ja, dass man von Luft und Sonne lebt. In der Basisvariante sollte der Held regelmäßig verwurzeln müssen, um gewisse Nährstoffe aufnehmen zu können. Kann ein Baum nicht in passendem Boden wurzeln, sinkt die Regeneration, weil er eben nicht von Luft und Sonne leben kann. Auf der anderen Seite sollte der Baum durch das Verwurzeln standfester sein, aber eben auch "angewurzelt" sein. Heißt, er schläft quasi verwurzelt, und braucht ein paar KR, bis er die Wurzeln wieder eingefahren hat, um sich zu bewegen.

Au Backe ... man muss wohl echt Botaniker sein, um das alles irgendwie zu frickeln.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: GSandSDS am 06. März 2013, 00:51:29
Vielleicht kann man sich ja darauf einigen, dass Wasser mit schwachem Salzgehalt, wie beispielsweise im "Meer der schwimmenden Inseln" noch tolerierbar ist, nur echtes Meerwasser nicht mehr. Damit dürfte man die meisten Mangrovenbaumarten auch untergebracht kriegen.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 06. März 2013, 06:28:24
Wenn ich davon ausgehe, dass sich ein Baumwesen so weit entwickelt hat, dass es Extremitäten mit Gelenken hat um sich zu bewegen, dann wüsste ich nicht, warum die GS -1 sein sollte. Denn die Einzelteile eines Gelenkes sind auch hart. Es kommt hier nur auf die "Muskeln" an, welche für das Beugen und Strecken der Gelenke verantwortlich sind. Und diese können auch flexibel sein. Nicht alle Bestandteile am Baum sind so hart und unflexibel wie der verholzte Kern (der ja eigentlich nur "totes" Gewebe ist). GS -1 ist also nicht zu verallgemeinern, es passt nur in eingeschränkte Bilder von Baumwesen.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 08. März 2013, 19:48:37
Ich denke immer noch über den Teil mit der Ernährung nach, du (Rukus) hattest geschrieben, dass du es merkwürdig findest, dass Pflanzenwesen hier nur von Luft und Sonnenlicht leben können sollen. Doch ich denke du hast hier einen wichtige Punkt übersehen, das Wasser!

(Wenn ich nicht Irre), läuft die Ernährung der Pflanzen so ab:

- Regen fällt vom Himmel auf die Erde, sickert im Boden ein.
- Auf dem Weg zum Grundwasser nimmt das Wasser Nährstoffe und Mineralien aus dem Boden auf.
- Bäume neben das Grundwasser, welche durch das Regenwasser mit Nährstoffen und Mineralien angereichert ist, über die Wurzeln auf.
- Das Chlorophyl nutzt Wasser und Nährstoffe um mit Hilfe der Sonne aus CO2 Zucker zu gewinnen, welcher die Pflanze mit Energie versorgt.
- In der Nacht wird Sauerstoff umgewandelt und CO2 entsteht (Wobei ich den Teil nicht mehr im Kopf habe).

Wenn ich also richtig liege ernähren sich Wesen mit Photosynthese durch Wasser, Luft und Sonne. Hier kann man natürlich darüber streiten ob die Photosynthese auf diese Weise genug Energie herstellen kann um das Gehirn eines Wesens mit menschenähnlicher Intelligenz zu versorgen, aber hier poche ich einfach mal auf auf die Tatsache, dass wir hier ein Phantasy-Rollenspiel spielen.

Ich bitte im übrigen jetzt schon alle Biologen um Entschuldigung, also bitte einfach nur korrigieren und nicht lynchen  ;)
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Rukus am 11. März 2013, 14:12:56
So grob hab ich das mit dem Nährstoffkreislauf auch im Hinterkopf gehabt. Bio war nie mein Fach und die letzte Stunde ist schon seeehr lange her. War so ziemlich das erste Fach, das ich abgewählt hab, als es ging. *gg*

Ich seh schon, ich muss mir erstmal grundlegend überlegen, wie so ein Baummensch physiologisch funktioniert. Was übernimmt bei einem Pflanzenwesen welche Funktion eines fleischlichen Wesens? Ich glaub, als die Vorteile "Photosynthese" und "Mineralische Lebensform" in WnM aufgenommen wurden, wurde der Rattenschwanz, der da dran hängt garnicht so richtig mitbedacht. Im Moment bin ich an einem Punkt, wo ich ernsthaft darüber nachdenke, erstmal vom reinen Baummenschen Abstand zu nehmen, und generelle Regeln für "echte" pflanzliche Lebensformen zu basteln. Die Unterteilung in verschiedene Stufen bzw. Formen (vgl. Pflanzliche Lebensform I - Baum) finde ich dabei immer noch als Grundlage sinnvoll. Bäume, Gänseblümchen, Rankpflanzen und Pilze sind halt mindestens ebenso unterschiedlich, wie Leonir und Achaz. Es bedarf also zunächst einmal einer groben Kategorisierung, die auch für weitere Pflanzenwesen offen ist. Heißt, es werden von "Pflanzliche Lebensform n" erstmal nur soviele erstellt, wie sinnvoll sind/erscheinen. Um den intelligenten, spielbaren Algenteppich darf sich dann gern jemand anderes kümmern. :D

Wie bereits erwähnt, muss also geklärt werden, wie insbesondere die Nahrungsaufnahme- und verwertung funktionieren. Eine Adaption von Hautatmer finde ich hier immer noch sinnvoll, und die (nicht immer vorhandene) Fähigkeit des Verwurzelns ebenso. Optional sollte auch die Brennbarkeit von holzigen Pflanzenwesen aufgenommen werden. Die Frage ist, ob es immer ein separater Vor- bzw. Nachteil ist, oder ob bestimmte Aspekte fest verankert werden müssen/sollen. Ich denke, dass man um ein paar neue Vor- und Nachteile nicht herum kommt. Auch wäre die Schwimmfähigkeit (Bäume versinken nicht im Wasser) ein Punkt.

Da das hier deutlich komplexer wird, als ich mir das zunächst vorgestellt habe, erklär ich den Thread hier einfach mal zur Brainstorming-Zone. Im Moment fehlt mir die Zeit, das in aller Ausführlichkeit zu erarbeiten. Wenn hier aber etwas raus kommt, das man am Spieltisch verwenden kann, werd ich es ausformulieren und als Download anbieten. Vielleicht kommt sogar was Brauchbares für die MeMy raus. Wer weiß. In jedem Fall finde ich das kleine Projekt hier spannend genug, um es weiter zu verfolgen.

Also: Postet eure Ideen und Gedanken zum Thema "Pflanzliche Lebensformen"!
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: Chanil am 11. März 2013, 18:02:28
Nun, der "Rattenschwanz" ist ja auch das, was erst beim erstellen und selbst erfinden entsprechender Rassen kommt. Z.B. Feuer, normale Holz muss ewig und drei Tage abgelagert bevor er als Feuerholz gut brennt (Oder eben trockenes Holz im Wald gesucht werden), sonst brennt das nicht. Und das gleiche gilt für Menschen, Menschen sind zu Wasserhaltig um schnell zu brennen und Bäume im Regelfall auch. Also braucht es selbst für ein Baumwesen keinen Nachteil der besagt, dass es Feuerempfindlicher wäre als andere Wesen.

Die Nahrungsaufnahme ist auch recht simpel... sie trinken halt viel Wasser und nutzen Sonnenlicht und Luft. Ein Wesen ohne Photosynthese II, braucht nicht einmal Ausscheidungsorgane, da das überschüssige Wasser über Blätter ausgeschieden wird.

Vom Baumwesen brauchst du keinen Abstand zu nehmen, nur musst du bedenken dann nicht jedes Pflanzenwesen und bestimmt auch nicht jedes Baumwesen gleich ist. Dafür haben ja eben das Hobbyset für Bastler, sprich die Vor- und Nachteile zum selber basteln.

Schau doch einfach mal wie du dir dein Baumwesen denkst. Dieses beschreibst du dann ausführlich und wenn du magst und es hier im Forum postest bekommst du viele Vorschläge. So habe ich das bei meinen Pflanzenpygmäen auch gemacht und 12 Seiten Diskutiert bis die fertig waren.
Titel: Re: Ich baue einen Baum
Beitrag von: BoMauKokh am 26. März 2013, 20:54:27
Irgendwie denke ich grade an die Ants aus Herr der Ringe... Und wenn der Baum was grösser ist sollte man mit der Geschwindigkeit aus der grösse der Rasse lieber arbeiten als die Basisgeschwindigkeit zu ändern. Immunitäten weglassen und lieber die Beschreibung der Achaz nehmen mit Rassenspeziellen Abweichungen von den Säugetierrassen.
Heilkunde Talente und andere Manöver könnten mit Spezialisierungen auf die normalen Talente arbeiten, Säugetiere, Reptilien, Vögel Mineralen,Insekten und Pflanzenwesen.

Rüstungschutz kann man überlegen ob man Hartholz hat oder doch eher zähe Ranken.Wie verletzbar er ist wäre dann über LeP geregelt Haben wir übehaupt Beine oder Bewegliche Wurzeln als Variante von Beinlos. Multiple Arme sind sicher auch möglich genau wieTentakel. Photosynthese oder Fleichfresser (Venusfliegenfalle Jagtgrad etc.)

Einfach mal die normalen Rgeln kreativ auslegen ;-)

Schwieriger wäre die Frage ob Blätter wie Haare sind oder Körperteile ;-)

Eventuell würde ich schauen ob ich Eigenschaften aus Golembau in Vor und Nachteile umwandeln kann