Autor Thema: Fragen zu Myranische Formeln  (Gelesen 1443 mal)

Tubalkain

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Fragen zu Myranische Formeln
« am: 29. Januar 2016, 17:45:35 »
Da ich trotz durchforsten der Formelsammlungen hier und im Ulisses Forum keine Antwort auf meine Frage finden konnte, werde ich sie einfach mal hier in den Raum werfen.
Im neu erschienenen Myranische Formeln (an dieser Stelle erstmal ein riesen Lob an die Macher des Buches!) gibt es die Formel "Schützende Aura" (S. 215).
Diese Formel erzeugt mit Hilfe der Kombination von Quelle: Kraft und Instruktion: Schutz vor Quelle eine "zweite Haut" um den Magier, welche ihn vor magischem Schaden (aus allen Quellen) im Wert von 3xZfP* TP schützt.
Die Wirkungsdauer liegt dabei bei 50 KR, die Kosten betragen 15 AsP.

Nun meine Frage dazu:
Laut Myranische Magie S. 37 hat der Dienst "Schutz vor Quelle" 2 AsP Basiskosten für eine Basiszeit von 1 SR und schützt dafür vor 2xZfP* TP des jeweiligen Elements, wobei Kraft jegliche Zauberei und sogar rohe Astralenergie aufhält).
Nun würden sich für 3xZfP*, also eine ver1,5fachung logischerweise Kosten von 3 AsP für 3xZfP* TP Schild bei einer Basiszeit von 1 SR ergeben.
Selbst wenn man die Kostenreduktion durch die Wirkungsdauer von 50 KR (= 150 Sekunden = 2,5 Minuten = 1/2 SR) nicht mit einbezieht, liegen die Kosten meiner Rechnung nach bei 3 AsP. Mit der Reduktion sogar bei 1,5 bzw 2 AsP.
Diese 3 AsP entsprec hen auch dem aventurischen Pendant Gardianim - Persönlicher Schild, welcher für Basiskosten von 3 AsP einen Schild von 3xZfP* Punkten gegen Magie gewährt.
Wie ergeben sich also rechnerisch die Kosten von 15 AsP, die 5-fach höher liegen als mein Ergebnis?

Ich danke schonmal vorweg für eine aufschlussreiche Antwort :)

Thallian Folmin

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #1 am: 29. Januar 2016, 18:40:05 »
Die Basiskosten für "Schutz vor Quelle" sind 4+2 AsP (Basiszeit: 1 SR). Das macht für 50 KR 5 AsP bei einer Wirkung von 2xZfP*. Für 3xZfP* wären das dann 8 AsP. So würde ich es zumindest rechnen. (Kein Anspruch auf Richtigkeit.)
Man sagt, wenn in Borons Hallen kein Platz mehr ist, dann kehren die Toten auf Dere zurück.
   - VTuU 58

Cifer

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #2 am: 29. Januar 2016, 19:57:20 »
Zitat
Laut Myranische Magie S. 37
Nebenherbemerkt: Ich vermute, du wirst noch auf weitere "Inkonsistenzen" stoßen, du verwendest nämlich die erste Version der Myranischen Magie, während sich die Formelsammlung auf die zweite basiert.

Beim Thema bin ich mir allerdings auch nicht so recht sicher. Wenn ich raten sollte, würde ich vermuten, dass der Autor sich verlesen hat und davon ausging, dass die Kostenverdopplung für die Quelle Abgrund auch bei Kraft gilt. Damit würde es dann nach Thallians Rechnung hinkommen.

Andsgar Ränkeschmied

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #3 am: 16. August 2016, 16:23:54 »
Hallo liebe Myranorexperten, ich habe da noch einige Unklarheiten die den Zauber Fernmanipulation MyFo S. 101 betreffen.

1. Lese ich die Formel hinsichtlich ihrer möglichen Verwendung richtig:
Es ist möglich, mit Hilfe des Zaubers Meuchelangriffe auszuführen, bei denen die Chancen des Ziels den Angriff kommen zu sehen, erheblich geringer sind als beim konventionellen Anschleichen?
Aus dem Prinzip: Kraft gleich Gegenkraft, kann man jedwede Waagerechte Oberfläche in 7 Schritt Entfernung "betreten", so dass man quasi durch die Luft läuft? Klettern unter Einfluss dieses Zaubers sollte dann auch wesentlich leichter sein, da man sich regelmäßig einen Griffpunkt oder Standpunkt in bis zu 7 Schritt Entfernung suchen kann.

2. Wie kommen die Astralpunkte Kosten zustande? Der Zauber hat die Komplexität "sehr schwer", was bei Kontrolle über Element auf die Kategorie herausfordernd schließen lässt. Die Zeitdauer ist um eine Kategorie gesenkt. Somit sollten sich die Kosten aus 2 AsP-Grundkosten + 1 AsP je Schritt (7) und Zeiteinheit zu 9 AsP summieren. Selbst wenn der Zauber anspruchsvoll wäre, müssten die AsP-Kosten 4 + 2*7 = 18 und nicht wie in MyFo 21 AsP sein. Ist vielleicht der Kostenlos erschienene Anhang zu MyMa veraltet? Ich bin schon häufiger in der Formelsammlung auf AsP-Kosten gestoßen, die ich mir nicht erklären konnte. Sind das Fehler? Wurden die Kosten bewußt angehoben, um der Mächtigkeit des Effekts Rechnung zu tragen?

3. Im Hintergrund steht, dass die Formel hauptsächlich für komplexe Konstruktionen verwendet wird. Ich glaube, bei den unter 1. aufgeführten Möglichkeiten sowie der kurzen Zauber- und Wirkungsdauer ist diese Formel eher für Einbrecher und Meuchler gedacht als für langfristige mechanische Manipulationen.

GSandSDS

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #4 am: 16. August 2016, 19:26:24 »
@Andsgard Rankeschmied:

1.) Der Zauber wird zwar sicherlich irgendeine Art haptisches Feedback vermitteln (wichtig für den Talent-Einsatz) aber halt keine echte Gegenkraft. Daher kann man auch keine vor Ort nicht existierende Treppe hochsteigen.

2.) Die Basiskosten sind unabhängig von der Zeit aber nicht vom Radius. Gemeint (in MyMa) ist: "Basiskosten + Zeitkosten je Schritt", und nicht: "Basiskosten + Zeitkosten je Schritt". Daher gilt 2 + 1 = 3, und 3 * 7 = 21.

3.) Das ist letzten Endes nur Hintergrund-Fluff. Letzten Endes muss man sich natürlich auch die Frage stellen, wie viele Personen, die in der Lage sind mit 21-AsP-Zaubern um sich zu werfen, die Karriere eines Einbrechers oder Meuchlers einschlagen werden. Häufig tut es da ja auch eine profane Alternative (Giftpfeil verschießen oder halt vor Ort das Schloss öffnen - zur Tür muss man ja letzten Endes meist ja doch, nämlich um sie zu durchschreiten). Verboten ist die Formel für magisch begabte Meuchler/Einbrecher-Helden ja letzten Endes sowieso nicht.

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Andsgar Ränkeschmied

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #5 am: 17. August 2016, 00:12:50 »
@ GSandSDS:

Danke sehr für die rasche Augen-öffnende Antwort.

2. Jetzt wo ich die Klammern in Geheimtinte auch sehe, ergeben die AsP-Kosten der Formeln mit Kontrolle über Element endlich Sinn. Nur das Tor in den Limbus sollte 6 und nicht 5 Asp kosten. Die 21 AsP für die Fernmanipulation fühlen sich nun umso fairer an. ;-)

3.
Ein Magischer Kämpfer wird sich sicherlich freuen. Falls er eine Distanzklasse H Waffe führt, müsste er Langwaffen-führende Ziele in 7 Schritt Entfernung angreifen können, als ob er sie unterlaufen hätte.
In Kombination mit dem Allsehenden Auge MyFo S. 22 wird ein Attentäter sehr effektiv. Er sieht sein Opfer durch Wände hindurch und kann es meucheln ohne in den selben Raum treten zu müssen. Es wird im Imperium sicherlich gut bezahlte magisch begabte Attentäter geben. Schließlich ist die Profession "des Attentäter-Antagonisten", des Leibwächters weit genug verbreitet, um es ins WnM zu schaffen.

1. "Er trifft dabei zusätzlich zum normalen Widerstand der Bewegung auf jenen des
Ziels." lässt sich sicherlich als schwaches haptisches Feedback interpretieren. Cooler würde ich es finden, falls die verwendeten Gliedmaßen mit Werkzeugen als Kraftschemen am Zielort erscheinen (was sie im Endeffekt auch tun). An diesen Kraftschemen könnte sich Licht brechen (ziehmlich freie Interpretation). Jemand mit hervorragendem Augenlicht, aber auf jeden Fall jemand mit magischer Sicht könnte den Spieß umkehren und die Gliedmaßen des Zauberers angreifen. (Stoff für aufmerksame Leibwächter)

Dazu eine kurze Begründung, warum ich meine, dass so der Effekt des Zaubers aussehen sollte:
Beim Attakieren eines Gegners mithilfe dieses Zaubers, kann dieser theoretisch Blocken, falls er den Zauberer sieht und vom Zauber weiß. Daraus resultieren mehrere Konsequenzen.
Der Zauberer hätte, wenn er es gekonnt hätte, einen Teil seiner Klinge direkt ohne Zeitverzug auf den Hals seines Opfers wirken lassen. Ein Blocken wäre in diesem Fall unmöglich. Da aber Blocken möglich ist, heißt das im Umkehrschluss, dass mehr als nur ein Teil der Klinge am Zielort wirkt und das dann über den gesamten Zeitraum des Schwungs. Ich würde sogar soweit gehen, dass der Zauberer zur Waffe auch einen Teil seines Armes/ seiner Hand wirken lässt. Weiterhin kann der Angegriffene blocken, was einerseits heißt, dass die Kraftwirkung auf die Waffe des Angreifers stark genug ist, um diese anzuhalten, andererseits, dass der Zauberer nicht völlig frei darin ist, das Ziel zu wählen auf welches seine Attacke wirkt. Er hätte den feindlichen Hals und nicht die Waffe gewählt.
Daraus schließe ich, dass das Prinzip Kraft gleich Gegenkraft wirkt, das der Zauberer für eine bestimmte Zeit mit Teilen seines Körpers mit allem, was sich am Zielort befindet, in direkte Interaktion tritt und somit dort auch angreifbar ist. Da er auch mit der Luft am Zielort in Wechselwirkung steht, bewegt und verdichtet er diese. Geräusche und Lichtbeugung, die evtl. wahrnehmbar ist, sind die Folge. Blindkämpfer oder sehr sinnenscharfe Personen könnten ihn unter erschwerten Bedingungen direkt bekämpfen, da ihre Klingen auch auf seinen Körper verheerende Wirkung entfallten können.

kyan

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #6 am: 11. September 2016, 22:25:03 »
Kleine Frage zum Zauber "Verlängerung"

Wie kommen die 2 Stufen erhöhte Wirkungsdauer zustande?
Ich habe nirgendwo im Regelwerk gefunden welche Bandbreite die Beeinflussung durch Metamagie hat.

GSandSDS

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #7 am: 12. September 2016, 00:43:27 »
Wie kommen die 2 Stufen erhöhte Wirkungsdauer zustande?
Ich habe nirgendwo im Regelwerk gefunden welche Bandbreite die Beeinflussung durch Metamagie hat.
In der ersten Auflage von MyMa gibt es gar keine weitergehenden Regeln zur Metamagie. In der zweiten Auflage gibt es nur grobe Angaben über das, was grundsätzlich möglich ist, und nichts über die jeweilige Stärke der einzelnen Effekte.
Das hat letzten Endes damit zu tun, dass der Bereich Metamagie zu komplex ist, um in einen einfachen Absatz Regeltext gequetscht zu werden. Die Spielgruppe muss das also jedes mal unter sicht ausmachen. Die Angaben in Myranische Formeln kannst du daher als eine Art Orientierungshilfe ansehen, wie so etwas im Einzelfall aussehen könnte.
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Bell

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Re: Fragen zu Myranische Formeln
« Antwort #8 am: 22. Dezember 2016, 00:04:28 »
ich habe da noch einige Unklarheiten die den Zauber Fernmanipulation MyFo S. 101 betreffen.

....ich auch: z.B. wie das ganze überhaupt möglich sein soll  - nach der Beschreibung der Quelle Kraft (MyMag2 S.12) erschließt sich mir das dargelegte nicht. Der verwendete Dienst "Kontrolle über Element" (ebd. 34) gibt auch die Wirkung einer unniversalen andauernden Wirkunsübertragung physischer Kräfte über das Medium Kraft nicht wirklich her... Was hat euch da geritten?!? Eine Fernmanipulation von Gegenständen wäre mittels Instruktion Objektbewegung ja durchaus drin mit dem Element Kraft aber einfach so eine anhaltende Kräftemanipulation (noch dazu mit nicht wirklich nachvollziehbaren"Parademöglichkeiten")? Und schlimmer noch, nicht nur dass der Magier im Stande ist etwas von ferne zu manipulieren (ich sehe auch nicht warum hier Rüstung helfen sollte oder gar eine AT nötig sein muss schließlich bestimmt laut Formelbeschreibung der Magier genau wo die Kraft eintritt...), nein er kann auch noch Waffen oder Gegenstände dafür bemühen und so einen völlig willkürlichen Schaden am Ziel verursachen...

...wenn der genannte-Fluff-effekt gewünscht gewesen wäre (schwer zugängliche Teile von Mechaniken zu reparieren) hätte man sich besser über die Instruktionen Objektbewegung oder Reparatur mittels Heilung "Strukurpunkte" wohl besser behelfen sollen. So ist da einfach ein Zauber rausgekommen, der statt den Fluss des Elements Kraft (Magie, also Astralfluss) im Wirkungsbereich einfach beliebig physisch ausgeübte physikalische Kräfte im Wirkungsbereich umverteilt (warum nicht noch gleich beliebig verstärkt? Ich glaube zu DSA3-Zeiten gabs mal scherzhaft die Formel "Monsterplatt"  für sowas ;) )
...ceterum censeo Draydalân esse delendam!