Autor Thema: Eigener Abenteueransatz - Erben der Sumurrer  (Gelesen 850 mal)

ulrik_eldgrimm

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 1
    • Profil anzeigen
Eigener Abenteueransatz - Erben der Sumurrer
« am: 03. Juni 2015, 23:25:37 »
Den Zwölfen zum Gruß oder nein, den Acht.

Da kommt man als bisheriger Aventurien Spieler direkt ins Grübeln wie eine Begrüßung inkl. Götterhuldigung in Tharun korrekt wäre. Ist vielleicht was zu Redewendungen in zukünftigen Publikationen angedacht? Aber ich schweife bereits ab....

Die Thematik um das Ende Pyrdacors, dem Untergang des sumurrischen Reiches und auch dem Aussterben der letzten Achäer/Alten im Rahmen des zweiten Drackenkrieges beschäftigen mich gedanklich bereits eine ganze Weile. Ich würde gerne einige Fragmente dieser Zeit wieder zurück in mein Aventurien / Tharun holen, was sich durch das fantastische, neu aufbereitete Setting Tharuns einfach anbietet.

Im Rahmen eines eigenen Abenteuers (und hoffentlich auch folgenden) versuche ich gerade ein paar Ansätze auszuarbeiten, die ich hier versuche im Groben einmal zu beschreiben. Vorweg: Teils handelt es sich mehr um Gedankengänge als bereits Vorsätze für ein Setting, daher auch meine Idee hier mit euch etwas zu diskutieren.

Nun zu den Ideen:

Der Exodus der Sumurrer

Warum sollten aus dem alten sumurrischen Reich um Chalwens Thron nach dessen Versenkung durch Pyrdacor nicht Überlebende der Sumurrer geblieben sein? Man könnte jetzt als Nachfahren die heutigen Maraskaner in den Ring werfen, um die es mir hierbei jedoch nur bedingt geht.

Chalwen hat einem Teil ihres ausgewählten Volkes den Weg nach Tharun in die angenommene Sicherheit gewiesen. Warum sollten sich nicht auch weitere Teile des Volkes ebenfalls in Sicherheit bringen können (insbesondere wenn man die Möglichkeit der Trollpfade bedenkt) und in Folge aktiv im Kampf gegen Pyrdacor mitgewirkt haben. Schließlich hat dieser ihre Heimat versenkt und wird deswegen nun von Famelor, etc. bedrängt.

Ich denke hier an eine Guerillia-Krieg mit wachsender Unterstützung durch die anderen sich im Krieg mit Pyrdacor befindlichen Völker, was auch mit Unterstützung der verbliebenen "einfachen" Bevölkerung einhergegangen sein könnte. Damit wäre der erste Grundstein für verbliebene Fragmente der Kultur/Wissen und folgenden Geschichte verankert. Ich denke hier auch an die in den Büchern zitierten Elfen, die es nach Tharun verschlagen hat. Sie könnten genau diese Spur aus der Geschichte gefolgt sein.

Auch im Krieg oder zumindest nach dessen Ende stelle ich mir einen Austausch mit den kämpfenden Gruppierungen vor. Ich denke hier sogar an Drachen, welche Pyrdacors Gefolgschaft verlassen haben. Sei es durch die Vorahnung der baldigen Niederlage, der bereits lange gehegten Ablehnung seiner Taten oder in Folge seiner letzten Verfehlungen.

Auch eine Art "Vergeltung" für die Verbrechen Pyrdacors an dem sumurrischen Volk wäre denkbar. Die verbliebenen Sumurrer könnten von Famelor selbst gefordert haben, dass er stellvertretend für die Götter, welche Pyrdacor bis zu diesem Zeitpunkt gewähren ließen, für die Sünden seines Bruder einzustehen. Dies kann in Form von Zusagen zur Unterstützung beim Wiederaufbau eines neuen Reiches oder anderen Zuwendungen geschehen sein. Unabhängig eines eher unwahrscheinlichen Einsehens Famelors könnten auch andere als "Strafe" zur Unterstützung in den Dienst der Sumurrer übergeben worden sein.

Wie dem auch sei, würde ich die Verbliebenen des sumurrischen Volkes Ihren Schwestern und Brüdern ins Exil folgen lassen. Das Sie andere begleiten ist denkbar. Insbesondere die ehemaligen Drachen aus dem Gefolge Pyrdacors fallen mir hier ein, welche sich entscheiden müssten Pyrdacors Schicksal zu teilen oder den Sumurrern (im Dienste?) zu folgen.

Man stelle sich jetzt vor das ein solcher Tross in Tharun ankommt und feststellen muss, dass die verheißene Zuflucht in der Knechtschaft fremder Götter Enden soll, was schon einmal ganz entgegen der Lehren Chalwens stehen mag. Die einstigen Schwestern und Brüder sind diesen neuen Göttern bereits zum Großteil Untertan. Dies müsste alles in der frühen Zeit nach der Besiedelung Tharuns gewesen sein. Wir reden schließlich von 200-300 Jahren zwischen dem Untergang von Chalwens Thron und der endgültigen Niederlage Pyrdacors.

Folgende Konflikte sind natürlich unausweichlich. Warum nun zumindest auch in Tharun augenscheinlich nichts mehr zu sehen? Ein direkter Sieg gegen die neuen Götter ist eher unwahrscheinlich. So könnten die Neuankömmlinge es eine Zeit versucht haben und sich natürlich auch niedergelassen haben. Ein weiterer Exodus scheint mir hier unausweichlich.

Wenn ich an die Möglichkeit mit geflohener Drachen denke, wäre eine Flucht in die Städten in den Wolken denkbar, in denen bis heute ein Krieg tobt, dessen die heutigen Tharuner nicht mehr Gewähr sind. Es sei denn eine der Städte fällt mal wieder auf eine ihrer Inseln .... So passt es wieder in den Kanon wenn ich die Anmerkungen zu den. Städten in den Wolken jetzt richtig im Kopf habe.

Auch und hier wird es wieder für Aventurien interessant, wäre eine Rückkehr nach Dere naheliegend. Da die Eingänge nach Tharun wohl nach einer Ankunft einer solch großen Gruppe Nachzügler wieder bewacht  / oder zerstört würden, wären wenn überhaupt nur einzelne durchgedrungen oder es wurden ganz andere Ansätze versucht.

Die nach dem ersten Exodus auf Dere verbliebenen Sumurrer haben die Entrückung Zee'Tha's miterlebt und könnten durch die in Tharun erworbene Macht der Runensteine versucht gewesen sein Ihr wahrscheinlich sehr kleines Herrschaftsgebiet aus Tharun in den Limbus zu versetzen. Ziel von da aus zurück nach Dere.

Tharun mag wie ein Bollwerk gegen Eindringlinge von außen geschützt sein, aber von innen heraus Lücken aufweichen oder gar anfällig sein.

Das hier etwas schief gegangen sein muss ist steht außer Frage, hat man doch auf Dere nichts mehr von den Sumurrern vernommen. So könnte die nach einem Ritual zur Entrückung eines Inselreiches oder einiger weniger Inseln, entstandene Globule die Trennung von Tharun durch den Schutzwall nicht ganz vollzogen haben. Zwar im Limbus liegend wäre diese noch mit dem Wall um Tharun verbunden. Beim folgenden Ritual zum wiedereintritt nach Dere wären nur die Beteiligten des Rituals und im nahen Umkreis befindliche Personen nach Dere gerissen worden.

Übrig bleibt so etwas wie eine Keimzelle an der Außenhaut Tharuns. Ein möglicher Hört des wiederstandes gegen die Acht und mögliches Einfalltor in die Hohlwelt, sollte ein Weg von außen in diese Unterglobule gefunden werden. Oder ein Samenkorn im Sinne der Acht, welche es in Folge geschafft haben auch hier Einzug zu halten und nur darauf warten diese Globule doch noch nach Tharun stürzen zu lassen und Ihren  Glauben verbreiten zu lassen. Oder gar ein gänzlich jeglicher Göttlichkeit bis auf einen verlassen. Dem Ort an dem die gesammelten Runensteine der Schatten für einen Schlag gegen Tharun oder Dere gesammelt werden.

Die nach Dere gerissenen Sumurrer wären in ihrer Zahl sehr gering und die mächtigen Ritualleiter würde ich den Übergang nicht überleben lassen. Was bliebe sind Gestrandete auf der Suche nach Hilfe zur Rettung ihres Volkes, wenn es dieses tatsächlich noch gibt, denn gefunden werden sie es im Limbus nicht haben, geschweige denn, dass sie die Fähigkeiten hierzu besessen hätten.

Im Rahmen von zeitlichen Verwerfungen bei solchen Ritualen oder Globulen, wäre das Auftauchen solcher Personen fast schon frei wählbar, auch wenn ich diese nicht direkt in die jetzige Zeit Schleudern würde. Vielleicht in die Zeit kurz vor den Magierkriegen.

In einer ganz anderen Welt, in der die erhofften Verbündeten nicht mehr existieren bzw. sich an keine Versprechen erinnern oder eher nicht auffindbar sind, bliebe diesen Gestrandeten  nichts anderes übrig als sich anzupassen und ihre Suche über Generationen fortzuführen.

Hierbei ginge viel Wissen verloren, aber auch vieles könnte sich an unterschiedlichen Orten erhalten haben. Auch wenn man in Erwägung zieht, das in der Zeit vor den Magierkriegen ein Hilfegesuch an Rohal möglich gewesen wäre.. aber hier schweife ich wieder einmal ab.

Hier bieten sich mehrere Optionen an Helden auf die Spur dieser Personen und deren Geschichte und Tharun zu führen.

Dies zum Hintergrund des aktuell von mir geplanten Abenteuers bzw. der darin bald eingewobenen Verbindung nach Tharun.

Ich merke gerade wie viel ich geschrieben habe. Aber wenn man einmal im Fluss ist.... Sorry.

Ich weiß die Story ist sehr weit hergeholt und vielleicht auch einfacher zu lösen (Sumurrer Rebellen - Flucht nach Dere ohne das ganze Schi Schi), aber ich mag nun einmal ausgefeilte Hintergründe mit Verknüpfungen in die Geschichte, insbesondere, da dieser Teil der Derischen Zeitgeschichte sonst nirgends Erwähnung findet.

Ich bin auf eure Kommentare, Anregungen und Kritiken gespannt. Weiteres würde folgen.

Beste Grüße
Ulrik Eldgrimm