Autor Thema: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie  (Gelesen 55462 mal)

GSandSDS

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Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« am: 08. September 2012, 18:31:41 »
Und es geht da weiter, wo wir im letzten Forum aufgehört haben …

Zitat von: Puk
Hi,
es geht um den Wunsch eines meiner Spieler, der sich gerne eine Magiertraditon ala "Avatar, Herr der Elemente" erschaffen möchte. Mit welcher Instruktion lässt sich das Elemente bändigen am ehesten bewerkstelligen? Dabei geht es mir erst einmal um die grundlegende Beeinflussung einer vorhandenen Elements also Steine auf dem Boden, Wasser aus einem Fluss, das Feuer eines Lagerfeuers? Objektbewegung, Kontrolle über Element oder gar Schadensmagie?

Das hängt stark davon ab, was du mit dem Zauber erreichen willst. "Schadenszauber" bewegt das Element nicht nur (genauer gesagt schleudert es), um Schaden anzurichten, sondern erzeugt es zu diesem Zweck auch. Objektbewegung ist für abgegrenzte Objekte gut. Die Instruktion erlaubt es auch "augenblickliche" Bewegungen ähnlich von Schadensmagie, wobei Geschwindigkeit und Kraft verdoppelt werden. So könntest du in der Tat jemandem einen bereits vorhandenen Stein entgegenschleudern (ob der Gegenstand kurz vor dem eigentlichen Flug dabei erstmal schön eindrucksvoll in die Luft steigt ist wohl dabei eine Frage der erzählerischen Ausschmückung des Zaubers). Es wird allerdings etwas schwierig zu bestimmen sein, wo hoch der Schaden sein wird. Das hängt nämlich sowohl vom geschleuderten Objekt selbst, sowie von dessen Bewegungsenergie (sprich dessen KK-Äquivalenz) ab. Hier hat man ähnliche Probleme wie bei improvisierten Wurfwaffen. Es ist halt nicht alles festgelegt. Gerade Elemente wie Steine, Humus oder Eis können da in allen Größen, Formen oder sogar Feistigkeiten (gerade bei Humus) auftreten. "Kontrolle über Element" ist an der Stelle etwas schwierig einzuordnen. Alles was man eigentlich nur sagen kann ist, dass es auch für Manipulationen des Terrains geeignet ist, aber keine augenblicklichen Wirkungsdauern zulässt. Allgemein werden der jeweiligen Spielgruppe hier sehr viele Freiheiten gegeben, die der Spielleiter durch eine ZfP*-Hürde einschränken kann. Ich würde mal sagen, dass sehr schnelle Bewegungen, sei es nun die Bewegung eines Objektes oder auch das schnelle Hochfahren einer Steinwand aus dem Felsboden, zu so einer ZfP*-Hürde führen kann. Ebenso auch die KK, mit der die Bewegung vonstatten geht, sollte die so hoch sein, dass sie schädigend wird.

Zitat von: Puk
Weiterhin würde mich interessieren ob sich das "manuelles" Zielen(Sprich eine AT-Probe)auf die Aspkosten auswirkt, da wir die ganze Tradition auf einer Kampfkunst aufbauen wollen.

Ich kann mich jetzt natürlich irren, aber soweit ich weiß, sind AT-Proben (abgesehen von den schadenslosen AT-Proben, die man bei Berührungszaubern ablegen muss) in Zaubern nicht vorgesehen. AT-Proben haben ja was mit profanen Körperbewegungen zu tun (z.B. mit dem Führen einer Waffe) und nicht mit dem Wirken von Magie. Insofern muss ein Magier bei Fernwirkzaubern eigentlich nie auf AT proben. Das heißt natürlich nicht, dass das Opfer nicht versuchen kann doch noch auszuweichen, so es das Element sehen kann (würde also bei Luft etwas schwierig werden). Bei der augenblicklich wirkenden Objektbewegung liegt es nahe, für die Ausweichen-Probe die selben Erschwenisse wie Schadenszaubern heranzuziehen. Bei der Kontrolle über Element hängt die Sache halt von der Bewegungsgeschwindigkeit des Objektes ab. Im einfachsten Fall auch hier nochmal die gleiche Erschwernis.
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barbarossa rotbart

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #1 am: 09. September 2012, 13:18:33 »
Eine Frage: Muss man sich bei der Erschaffung eines Magiers an die Angaben bei der Tradition/ dem Optimatenhaus zur den Hauptquellen und der üblichen Ausbildung halten?
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Lonwyr

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #2 am: 09. September 2012, 13:57:09 »
Eine Frage: Muss man sich bei der Erschaffung eines Magiers an die Angaben bei der Tradition/ dem Optimatenhaus zur den Hauptquellen und der üblichen Ausbildung halten?

"Theoretisch sind in allen Traditionen alle Grundprofessionen vorstellbar, wenn eine solche Täigkeit für die Kultur passend erscheint, jedoch hat nicht jede Tradition die Fähigkeiten, Erfahrung oder guten Ausbilder, um jede Grundprofession in der Vollzauberer-Variante ausbilden zu können. Daher ist diese nur dann für eine Tradition wählbar, wenn die Profession unter Übliche Ausbildungen bei der Traditionsbeschreibung (ab Seite 177) genannt wird." - MyMa S.158 und WnM S. 81

Das ist die einzige Einschränkung, die mir einfällt.

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barbarossa rotbart

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #3 am: 09. September 2012, 14:26:16 »
Also wäre ein Illacron-Zaubertänzer höchsten Halbzauberer.
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GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #4 am: 09. September 2012, 14:48:52 »
Also wäre ein Illacron-Zaubertänzer höchsten Halbzauberer.

Ja, als Konsequenz wäre dem dann so.
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barbarossa rotbart

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #5 am: 09. September 2012, 18:21:19 »
Welches sind den eigentlich die Unelemente?
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Varana

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #6 am: 09. September 2012, 18:52:03 »
Dämonisches Feuer (Tyakaar), Wasser (Galkuzul), Luft (Thesephai), Eis (Naggarach), Humus (Khalyanar) und Erz (Aggari). Einen speziellen Namen haben die mW nicht.
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GSandSDS

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #7 am: 10. September 2012, 14:44:20 »
Hmm, spezielle Namen: Un-Feuer, Un-Wasser, Un-Luft, Un-Humus, Un-Erz, Un-Eis? Wird häufiger in MyMa verwendet. Alternative Bezeichnungen sind auch "dämonisch pervertiertes {Elemen_eurer_Wahl}" oder "dämonisches {Element_eurer_Wahl}.
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Varana

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #8 am: 10. September 2012, 19:32:55 »
Okay, das hatte ich jetzt nicht als "Namen" gezählt. :D
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barbarossa rotbart

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #9 am: 11. September 2012, 17:37:29 »
Ich habe mir einen Luft-Elementaristen gemacht und stehe nun vor dem Problem, dass es kaum Formeln für die Quelle Luft gibt. Daher die Frage, ob es mehr Sinn macht, sich auf die (interne) Wesensbeschwörung zu spezialisieren als auf die Essenzbeschwörung?
Und gibt es irgendwo noch andere offizielle Formeln?
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #10 am: 11. September 2012, 18:56:52 »
Vielleicht mal eine oder zwei über Abenteuer verstreut.
Im alten Forum gab es eine Essenzzaubersammlung, wobei ich nicht weiß, wieviel Luft da dabei war.

Ansonsten: Selber machen; ein Zauberer ohne eigene Formeln ist verschenktes Potenzial. :D
Inspiration... weiß nicht. Ist halt Beschwörung, also regelseitig mE reichlich kompliziert, v.a. während des Spiels. Hat man Erfahrung mit den Elementarregeln, geht's vielleicht.
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pat

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #11 am: 12. September 2012, 01:52:10 »
Zum einen: Auf jeden Fall selber machen – das sind nur Beispielformeln, die reichen eigentlich selten für einen Magiebegabten (ausser bei Humus). Und vor allem solltest du bei den Formeln, die im Buch stehen nachrechnen (oder im Wiki schauen) ob sie stimmen– bei ein paar ist die Erschwernis nicht richtig. Ich empfehle selber nachrechen, dann bekommt man eine Gefühl, wie die Formeln berechnet werden.

Andererseits: Du bekommst einen Vorteil, der dir einen Bonus auf Kontrollproben gibt, wenn ihr mit Kontrollproben bei Inspiration spielt, hilft er dir was, ansonsten wäre Wesensbeschwörung eventuell die bessere Wahl.

Übrigens kannst du auch Intern und extern mischen (wenn deine Kulturvariante dass zulässt), Du musst dir nur die entsprechenden Formeln (aka Wahre Namen) besorgen. (also z.B. einen Djinn der Luft Intern und einen extern)


barbarossa rotbart

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #12 am: 12. September 2012, 11:09:17 »
Optimaten können doch beide Arten der Wesensbeschwörung nutzen, oder?
Für die Kosten des wahren Namens wird die Anrufungsschwierigkeit verwendet?
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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #13 am: 12. September 2012, 16:35:11 »
Der Wahre Name ist regeltechnisch (aber nicht unbedingt uneingeschränkt hintergrundtechnisch) gesehen mit der Formel identisch. Also gibt es dafür auch die selben Kosten (die Hälfte der Anrufungsschwierigkeit mal die Qualität der Formel in AP). Was mir allerdings jetzt erst klar wird ist, dass Formeln an keine Repräsentation gebunden zu sein scheinen (Zauber hingegen schon), was die Nähe zum universell gültigen Wahren Namen noch einmal etwas bestärkt.
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barbarossa rotbart

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Re: Kurze Fragen, kurze Antworten zur Myranischen Magie
« Antwort #14 am: 12. September 2012, 16:44:20 »
Eine Frage zu den AsP-Kosten einer Formel:
Ich habe mir da eine Variante von "Sauberer Kleidung" namens "Sauberer Körper" (20 Akt., Einzelperson, selbst, augenblicklich (n), einfach => +2) überlegt. Wieviel AsP würde der kosten?
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