Autor Thema: Kerrishitische Frauen  (Gelesen 1166 mal)

Icestorm

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 170
  • Geschlecht: Männlich
    • Profil anzeigen
Re: Kerrishitische Frauen
« Antwort #15 am: 10. März 2017, 16:06:50 »
Die Sterne sind ewiglich und unverrückbar,
ich denke mal so oder so ähnlich dürfte sicherlich ein Leitspruch bei ihnen gewesen sein.
Aber der Sternenfall und so einige Dinge die etwas später dazu kamen (Sterne/Sternenbilder die eine andere Position wie vorher haben, oder sogar ganz verloschen sind), haben leider gezeigt daß ein Grundpfeiler der Kerrischitischen Kultur, ordentlich ins Wanken geraten ist.
Also nachvollziehbar wäre es mMn zumindest schon, daß es Weissagungen/Prophezeihungen gab, die den Frauen eine Möglichkeit bieten könnte, den Heimatboden zu verlassen (ohne das Gesicht zu verlieren).
Wenn der Sternefall von Ulisses schon vorgegeben ist, kann man auch versuchen das Beste draus zu machen.   ;D

Varana

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 346
    • Profil anzeigen
Re: Kerrishitische Frauen
« Antwort #16 am: 11. März 2017, 02:28:52 »
Auf der anderen Seite:

Wieviel Autorität und Eindeutigkeit kann eine solche Auslegung des Phänomens verbuchen?
Und wie lange dauert es, bis die Nachricht auch in entlegenen Handelsstützpunkten (= den Orten, wo das Problem auftritt, weil dort gespielt wird) angekommen ist?

Haben die Kerrishiter eine zentrale religiöse Autorität oder sind wirklich alle Hohepriesterinnen zur gleichen Meinung gekommen, dann mag das funktionieren.
Wenn es aber erst irgendwo losgeht, die neue Meinung sich gegen interne Widerstände durchsetzen und langsam allgemeine Akzeptanz in der Heimat finden muß, und sich dann verbindlich in die Außengebiete verbreiten kann, dann bringt das eher wenig. Denn das hieße, daß wir vielleicht in zwanzig oder fünfzig Jahren mit substantiellen Änderungen rechnen können, aber sicher nicht in der bespielten Zeit.

Und ganz allgemein wäre ich ein bißchen vorsichtig damit, eine so grundlegende Änderung jahrhunderte- oder jahrtausendealter gesellschaftlicher Normen und Traditionen mal eben so schnell in ein paar Jahren durchzuziehen. (Und selbst eine teilweise Akzeptanz ist ein wirklich tiefer und massiver Eingriff in die überlieferte Lebensweise.) Das wirkt viel künstlicher als ein sauberer Retcon.

Daß dem Sternenfall bei einem Volk, das dermaßen astrologisch interessiert ist, größere Bedeutung beigemessen wird, ist ein sinnvoller Ansatz. Er kann interne Konflikte, theologische Auseinandersetzungen, Strömungen von "Modernisten" und "Traditionalisten", dazugehörige Verteilungskämpfe usw. hervorrufen. Das kann man mMn für Zwecke nutzen, bei denen der andauernde Konflikt im Vordergrund steht. Bei der Frage nach der Spielbarkeit von Frauen außerhalb des Heimatlands ist es eigentlich sinnvoller, wenn der Konflikt schon vorüber ist.
Ich bin das Imperium an des Verfalles Ende,
An dem vorbeizieht der Barbaren schwarze Flut,
Das Akrosticha ersinnt, auf denen müde ruht
Ein spätes Sonnenlicht, wie flimmernd Goldgeblende.

Pauloverlanos te Alantinos

Myr-Varnion

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 15
    • Profil anzeigen
    • Vinsalt
Re: Kerrishitische Frauen
« Antwort #17 am: 11. März 2017, 15:44:34 »
Zitat
Die Kerrishiter sind doch sehr auf Sternenkunde bezogen, wäre es nicht möglich durch den Sternenfall eine Prophezeihung/Weissagung aufkommen zu lassen, daß es den Frauen erlaubt auch "außerhalb" im Namen ihres Gottes zu agieren (ohne ihr Ansehen zu verlieren)?

Ich halte ehrlich gesagt nicht viel davon, solche verfehlte Setzungen an irgendwelche Riesenmetaplots zu hängen. So zentral war das bisher nicht, dass man es retconnen/umdeuten könnte.

Wanderer

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 130
  • Geschlecht: Männlich
  • Spieler von DSA, Myranor, Exalted, u.a.
    • Profil anzeigen
    • Sternenwanderer - ein Fantasy-Blog
Re: Kerrishitische Frauen
« Antwort #18 am: 16. März 2017, 23:09:06 »
Da die Kerrishiter sich ausbreiten und auch verschiedene Enklaven haben, könnte es notwendig sein, dort ein Stück Heimat zu etablieren. Eben unter Mithilfe von Priesterinnen. Gibt es weibliche Tempelwachen? Vielleicht verlangt manchmal auch ein seltenes Horoskop, die kerrishitischen Lande zu verlassen. Ansonsten finde ich die Idee, ein Stück aus der Heimat mitnehmen auch ziemlich gut. Oder bestimmte Verhaltensweisen, z.B. nie barfuß und ohne Handschuh in der "Außenwelt" rumzulaufen.
Vielleicht bietet sich auch ein Ritual an, das nach der Rückkehr in kerrishitische Gebiete für die rituelle Reinigung sorgt. Nur halt teuer, oder zu bestimmten Zeiten erlaubt, wofür ich ein eigenes Horoskop brauche, dass es bei den Astrologen gibt.
Die Frage ist, was "entehrte" Frauen nicht dürfen. Bestimmte Distrikte besuchen? An Festen und Ritualen teilnehmen? Heiraten und vererben?