Autor Thema: Waffen und Rüstzeug erwerben und führen  (Gelesen 728 mal)

Thomas

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Waffen und Rüstzeug erwerben und führen
« am: 22. April 2016, 10:08:59 »
Hallo

bei meiner Sichtung verschiedener Myranischer Quellen bin ich für mich auf ein kleines Problem gestoßen.

In UdS wird erwähnt, dass nur Bürger einen Dolch tragen dürfen, im Arsenal steht das die "Unterschicht" sich häufiger mit einem Totschläger bewaffnet.
Nun hab ich aber nirgendwo etwas zu dem Umgang mit "Abenteurern" gefunden, auch wenn die Helden (und in eineigen AB angesprochen auch andere NPCs) ja dazu gehören. Da sie wohl in den Wenigsten Fällen nur mit einem Dolch (so sie sich als Bürger ausweisen können) oder Totschläger bewaffnet sind und auch nicht zu einer Gardistenfraktion oder Myriade gehören, stellt sich hier die Frage wie wird von offizieller Seite mit solch Waffenstarrenden Personen umgegangen?.
Reicht es die Waffen abzulegen und in einem Stoffwickel mit sich rumzutragen? Müssten diese (analog zu deutschem Jagdrecht) in einer Abgeschlossenen Kiste transportiert werden, solange man sich nicht außerhalb der Stadt/im "Jagdgebiet" aufhält? Gibt es spezielle "Waffenscheine" - und wo würde man die dann her bekommen, für was für ein Gebiet gelten diese etc.?
Kurzum, was passiert mit dem Hylailer Seesöldner der mit der Pailos auf dem Rücken durch das Stadttor von Dorinthapolis will?

Und welche Waffen sind gleich ganz illegal? - Katzenkrallen in amaunischen Gebieten, soviel war zu entnehmen, aber sind Aerobelas und Feuerwaffen frei zugänglich oder Militärmaterial?
Analog dazu Rüstungen, was zählt noch als "normal"? - Eine Myrmidonenrüstung und Schilde wird man sicherlich kaum bekommen und wenn man damit erwischt wird, wird es sicherlich auch nicht gerade viel freundlicher Abgeurteilt als das Tragen einer Triopta von Nichtoptimaten.

Wie stehen da andere Kulturen dazu (EraSumu, Makshapuram etc.).
Soweit ich Myranor und im speziellen das Imperium verstanden habe, sind Abenteurer doch deutlich seltener als in Aventurien, und damit rumziehende Gerüstete kein allzu alltäglicher Anblick

Tabuin

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Re: Waffen und Rüstzeug erwerben und führen
« Antwort #1 am: 22. April 2016, 13:44:03 »
In meiner Runde und bei Con-Runden handhabe ich das Problem immer so, dass die Helden ihre Waffen einpacken müssen, wenn sie in Städte kommen. Je nach Stand ist das Tragen von Waffen natürlich kein Problem. Ein Honorat oder gar Optimat kann tragen, was er will. Alle anderen haben den Abendstern im Rucksack und die Bela in die Wolldecke eingerollt.

Die imperiale Obrigkeit weiß, dass Fernhändler und andere Reisende außerhalb der Stadttore Waffen brauchen. Es ist auch akzeptiert, dass man Leibwächter etc. anheuert, um auf den Landstraßen und Flussläufen die persönliche Sicherheit zu verbessern. Nur innerhalb der Stadtmauern hat die Brajan-Garde ein Problem mit offen getragenen Waffen.

Der Besitz wird dann problematisch, wenn man wegen eines Verbrechens aufgegriffen wird. Wer mit einer kleinen Waffenkammer im Rucksack herum läuft und im Verdacht steht, jemanden ermordet zu haben, hat schlechte Karten. Wenn dann noch vergiftete Dolche oder "Meuchler-Waffen" oder gar Waffen "imperialer Gegner", sprich abtrünniger Horasiate, dabei sind, kann das negativ ausgelegt werden. Für einen Prätor vor der Wiederwahl kann es hilfreich sein, eine "gefährliche Bande von Herumtreibern" (aka Heldengruppe) in die Steinbrüche zu schicken. Waffen und Rüstungen, die auf frühere imperiale Dienstverhältnisse hinweisen (Myriade, Legion) brauchen eine Legitimation. Wer im Myrmidonen-Thorax herumläuft und sich nicht als ehem. Myrmidone mit (!) Abgangs-Marke – also als ehrbarer Veteran – ausweisen kann, sollte entweder ausreichend Bestechungsgeld besitzen oder damit rechnen, als Deserteur bestraft zu werden. Daneben gibt es sicherlich auch Rüstungsteile, die aufgrund ihres ersichtlichen Alters als "ausgemustert" gelten können. Auch abseits der Regeln würde ich den Spielern zubilligen, dass in ihrem Armschutz eine Stempelmarke angebracht wurde, die ein offizielles Ausmustern beweist. ... der Fund eines toten Neristu-Fälschers, der ein/zwei Dutzend solcher Marken erstellen musste, kann dann auch gleich wieder ein AB-Aufhänger sein.

Der Eindruck, dass im Imperium Helden und Abenteurer seltener sind, täuscht. Eigentlich sollten die Texte das genaue Gegenteil suggerieren. ;) Abenteurer haben im Imperium sogar einen eigenen Namen: Argeniten. Das bezeichnet nicht nur Söldner, sondern insgesamt Personen, die für Geld als Begleitschutz, Problemlöser, Leibwächter etc. fungieren. Für viele imperiale Dienststellen ist es einfacher, ein paar (entbehrliche) Fremde anzuheuern, die sich dann um ein lokales Problem kümmern. Scheitern sie, stört es die Einheimischen deutlich weniger als wenn der Sohn, die Tochter des Nachbarn ums Leben gekommen ist. "Wenn ich gewusst hätte, das sie mal durch einen Capros sterben würde, hätte ich meine Kirla nie zur Garde gehen lassen ..." ;)
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