Autor Thema: Myranische Magie - Der "hauslose Zögling" der Optimaten in Regeln?  (Gelesen 998 mal)

Nomad Soul

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Grüße!

Ich hoffe, diesen Thread gab es noch nicht, ansonsten bin ich wohl zu unfähig für die SuFu ^^'

Meine Runde wagt nach langer langer Zeit endlich den Schritt Richtung Myranor. Als einziger Spieler mit Erfahrung wurde mir aufgetragen, mich um die Charaktererstellung zu kümmern. Einer unserer Spieler würde gerne einen Honoraten spielen, der als hausloser Zögling eines Optimaten, wie er in der Myranischen Magie auf S. 172 (Neuauflage) beschrieben ist, ausgebildet wurde.

... jetzt stehe ich vor einem Problem, denn ich weiss beim besten Willen nicht, wie ich diesen Helden in einer Profession abbilden soll, bzw. welcher Traditionsaufsatz angemessen ist. Meine erste Idee war "Unabhängiger Magier" als Tradition. Nach längerem Überlegen erschien mir das allerdings unangemessen, da der Lehrmeister alle Voraussetzungen als Optimat erfüllt, außer dem Adeptus Exemptus.

Jetzt steht beim "Optimaten" als Tradition, dass es den optimatischen Kulturaufsatz für diese Tradition braucht... Und dieser setzt den Vorteil "Optimat" voraus. Würde ich für den Honoraten-Helden den Vorteil "Optimat" durch "Honorat" ersetzen, fielen sowohl Repräsentation, als auch Ritualkunde für den Helden weg.

Mein Problem ist also: Wie erstelle ich einen (regeltechnischen) Optimaten, der standesrechtlich nicht zu den Optimaten gezählt wird, wenn die passende Profession dazu eben den Optimaten-Stand verlangt, und es keine adäquaten "Ersatztraditonen" gibt?

Gibt es dazu ein Statement der Autoren? Habt ihr solche Fälle gehausregelt? Wie würdet ihr mit so etwas umgehen?
Danke schonmal im Voraus für jedwede Hilfe ^^

LG,
~ Nomad Soul ~

Wanderer

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Re: Myranische Magie - Der "hauslose Zögling" der Optimaten in Regeln?
« Antwort #1 am: 09. April 2016, 14:13:13 »
Würde sagen: Geheimwissen des Hauses rausrechnen, Optimat durch Honorat ersetzen, die Differenz an GP gutschreiben und die Voraussetzung bei der Tradition ignorieren. Ansonsten sei angemerkt, dass auch "regulär" ausgebildete Optimaten erstmal technisch nur Honoraten sind, was Titel anbelangt. Von daher könntest du auch regulär Optimat nehmen, der entsprechend einen andern Lehrmeister finden muss, um im Rang aufzusteigen.

Tabuin

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Re: Myranische Magie - Der "hauslose Zögling" der Optimaten in Regeln?
« Antwort #2 am: 09. April 2016, 14:53:55 »
In meiner Runde würde ich dem Spieler sagen, er solle den Charakter genauso erstellen, als würde der Lehrer alle Vorgaben erfüllen.

Wenn der Lehrer ein Optimat ist, kann er das Hauswissen vermitteln, kann über die inneren Strukturen und die hauseigenen Präferenzen in der Magie unterrichten ... er darf allerdings die abschließende Prüfung nicht abnehmen. Ist der Charakter wie ein "echter" Optimat erstellt, besteht die Chance, dass er im Laufe seines Lebens dem Haus durch diverse Gefallen so wichtig wird und seinen Wert beweist, dass er von einem zur Lehre berechtigten Optimaten als Schüler anerkannt wird.
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Cifer

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Re: Myranische Magie - Der "hauslose Zögling" der Optimaten in Regeln?
« Antwort #3 am: 09. April 2016, 20:52:35 »
Ich würde die Voraussetzung des entsprechenden Vorteils streichen. Das reine Potenzial, irgendwann später im Spielverlauf in den Optimatenstand aufgenommen zu werden würde ich (wenn nicht abgesprochen ist, dass es innerhalb der nächsten drei Spielrunden nach Spielstart passiert), haben theoretisch alle magischen Charaktere. Das erscheint mir jetzt nicht die GP des Vorteils wert.

Tabuin

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Re: Myranische Magie - Der "hauslose Zögling" der Optimaten in Regeln?
« Antwort #4 am: 10. April 2016, 23:56:03 »
Aus Ingame-Sicht würde ich - je nach Haus - einen deutlichen Unterschied sehen, ob jemand adoptiert wird, weil er magisch begabt ist, oder ob er aufgenommen wird, weil er eine echte optimatische Ausbildung (!) erhalten hat und ihm nur die Abschlussprüfung fehlte. Bei Illacrion, Alantinos oder Quoran wird es wohl unwichtig sein. Bei Kouramnion, Aphirdanos, Partholon oder den Eupherban bin ich mir sicher, dass es ernsthaft relevant ist. Da zählt dann neben der magischen Begabung auch die Erziehung durch das Haus und das zusätzliche Wissen sowie die langjährige Loyalität.
Der Zögling eines hauseigenen Adeptus ist dann deutlich näher dran, könnte auch eher hauseigene Kontakte nutzen, da er sie evtl. sogar persönlich kennt. Ein "wiedergefundener Verwandter" wird da deutlich mehr Probleme haben.

Aus reiner kostentechnischer Sicht der GPs hat Cifer natürlich vollkommen Recht. Es kommt sehr auf die geplante Entwicklung an, die der Charakter einmal nehmen soll.
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